Natur & Umwelt

Mit den Lilien erscheint auch der Elefantenrüssler
Gemächlich klettert der knapp 60 Millimeter lange schwarze Rüsselkäfer mit den 2 mm knallroten oder orangenen Punkten an der Sandhof-Lilie (Crinum paludosum) empor und beginnt an einem Blütenstängel zu fressen. Einige Meter entfernt sitzt ein weiterer Elefantenrüssler (Brachycerus ornatus) auf einem der dunkelgrünen länglichen Blätter der Lilie und frisst genüsslich. Nach dem starken Regen und […]
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Der, der mit den Zähnen gräbt
Wenn es geregnet hat und die Erde nass ist, fangen sie an zu graben. Mit den Zähnen wird das Erdreich gelockert und mit den Vorderbeinen nach hinten geschoben. Die Hinterbeine drücken die feuchte Erde noch weiter zurück. Ein Damara-Graumull (Fukomys damarensis) beim Tunnelbau. Im Verhältnis zum bis zu 18 Zentimeter großen Körper sind die Nagezähne […]
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Schleusen des Von-Bach-Damms zum fünften Mal in 50 Jahren geöffnet
Nach ergiebigen Regenfällen in weiten Teilen Namibias ist der Wasserpegel fast aller Staudämme im Land gestiegen. Nach Jahren der Dürre fiel im Auffanggebiet des Von-Bach-Damms, der Windhoek mit Trinkwasser versorgt, soviel Niederschlag, dass in seiner 50-jährigen Geschichte am 1. März zum fünften Mal die Schleusen geöffnet werden mussten. Nach Schließung der Schleusen am folgenden Tag […]
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Ein Besuch im zentralen Norden Namibias
Oshana, Omusati, Ohangwena, Oshikoto: die Regionen im zentralen Norden Namibias. Ihre Städte –Oshakati, Ondangwa, Oshivelo, Omuthiya, Okahao, Oshikuku, Ongwediva, Outapi und oh, da ist noch Eenhana – sind alles Orte, die normalerweise nicht auf der Reiseroute von Touristen stehen. Aber in diesen Städten ist der Großteil der namibischen Bevölkerung zu Hause. Der zentrale Norden des […]
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Kein Skorpion und keine echte Spinne
Beim ersten Anblick sehen sie furchterregend aus. Denn sie kombinieren zwei Tierarten, vor denen sich viele Menschen unnötigerweise fürchten und ekeln: Spinnen und Skorpione. Zwei sehr lange „Fühler“, zwei mit mehreren dornartigen Auswüchsen bestückte Zangen und ein Körper und lange Beine wie eine Spinne. Im Englischen werden diese Krabbeltiere auch „Schwanzlose Geißelskorpione“ genannt. In Wirklichkeit […]
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Leuzistischer Springbock mit normal-farbigem Jungen
Es ist ungewöhnlich, in der freien Natur einen weißen Springbock zu sehen. Noch ungewöhnlicher ist es, ein erwachsenes leuzistisches Tier zu sehen, weil es es nicht wie seine normal gefärbten Artgenossen in die Umwelt einfügt, sondern sich davon abhebt. Das macht sie zu einer leichteren Beute, und im Etoscha-Nationalpark gibt es eine Reihe verschiedener Raubtiere. […]
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Nächtliche Bootsfahrt zu Fischeule, Nachtreiher und Co.
Ein besonderes Erlebnis ist es, Namibias größte Eule zu sehen – die Fischeule, auch Bindenfischeule genannt. Dieser scheue und bedrohte Raubvogel kommt nur am Kavango im Bwabwata- und im Mahangu-Nationalpark vor, am Kwando, Linyanti und Chobe sowie am Sambesi, wo große dichtbelaubte Bäume die Ufer säumen. Wie der Name schon sagt, ernährt sich diese Eule […]
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Regen lässt Etosha aufleben und erblühen
Wie das übrige Land erblüht auch der Etosha–Nationalpark, wenn nach einer langen Trockenperiode endlich der lang ersehnte Regen fällt und die Natur zu neuem Leben erwacht. Nicht nur Pflanzen lassen frisches Grün sprießen und Blüten in allen Farben und Formen erstrahlen, sondern es schlüpfen auch unzählige Insekten, die im ausgedörrten Boden auf diesen Augenblick des […]
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Krusten-, Blatt- und Strauchflechten der Namib-Wüste
Ein einziger kopfgroßer Stein ist wie ein bunter Miniaturgarten. Die wenige Millimeter langen, zierlichen orange-roten Finger der Namibsonne (Caloplaca elegantissima) scheinen sich an den Stein zu klammern. Wie ein gelbes Mosaik passt sich die Lüderitz-Kleinsporflechte (Acarospora luederitzensis) der unebenen Oberfläche an. Daneben wirkt die graue Herero-Strauchflechte (Santessonia hereroensis) wie ein kleiner blattloser Strauch, umgeben von […]
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Zweiäugig Marmoriertes Nachtpfauenauge
Nach den ersten guten Regenfällen zwischen Dezember und Februar sind sie plötzlich da – zu hunderten. Vor allem dort, wo starke Lichtquellen die ganze Nacht angeschaltet bleiben. Auf dem Hosea–Kutako-Internationalen-Flughafen östlich von Windhoek staunen Reisende an wenigen Tagen im Jahr über die großen weißgrauen Falter (Flügellänge 6.5 bis 9.5 cm), die überall außen an dem […]
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Die wilden Pferde der Namib
‘Das Äußere eines Pferdes hat etwas an sich, das dem Menschen innen wohltut.’ (Winston Churchill) Donnernde Hufe wirbeln Staub auf, die Mähne flattert im Wind… Der Anblick eines wilden Pferdes,  das über die Ebene galoppiert, ist unvergleichlich. Wilde Pferde rufen ein Gefühl von grenzenloser Freiheit hervor. Sie gehen uns zu Herzen und beflügeln uns. Nicht […]
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Rotschwarze Federbälle über frischem Grün
Knapp einen Meter über dem frischen Grün im leeren Avis-Damm in Windhoek scheinen rotschwarze zwitschernde Federbälle zu schweben. Immer wieder lassen sie sich auf hohen Stängeln nieder, um nach einiger Zeit wieder aufzufliegen. Die „Federbälle“ sind zahlreiche farbenprächtige Oryxweber-Männchen, deren Brutgeschäft nach den ersten Regenfällen und dem Erscheinen langer Gräser und anderer Pflanzen begonnen hat. […]
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Nashorn-Betreuer als Naturschützer des Jahres ausgezeichnet
Vor 25 Jahren wurde das Nashorn-Verwahrungsprojekt (Black rhino custodianship) in Namibia ins Leben gerufen, um den Spitzmaulnashornbestand des Landes zu erhöhen und zu verteilen und um einen besseren Schutz vor Krankheiten, Naturkatastrophen und Wilderern zu gewährleisten. Zudem soll bis zum Jahre 2030 der Bestand des hiesigen Schwarzen Nashorns oder Spitzmaulnashorns der Unterart Diceros bicornis bicornis […]
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Namibische Künstlerin bei der Abidjan Green Art Biennale
Vergängliche Kunstwerke internationaler Künstler inmitten eines Regenwaldes waren das Thema der ersten Abidjan Green Arts Biennale, einer Kunstveranstaltung im Banco Nationalpark in der Hauptstadt der Elfenbeinküste. „Den Wald entschlüsseln, statt ihn zu roden. Die Idee ist, etwas zu erschaffen und gleichzeitig die Öffentlichkeit für den Schutz der Umwelt zu sensibilisieren”, sagte der künstlerische Leiter der […]
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Dürre beeinflusst Rückkehr der Paradieskraniche
Im Etosha-Nationalpark im Norden Namibias sind Ende November 2019 nur die Mopanebäume grün. Kaum ein Grashalm ist zu sehen, nicht einmal ein trockener. Büsche und Sträucher wirken fast ausschließlich kahl und abgestorben. Die Kondition der Pflanzenfresser ist alles andere als gut. Tiere müssen weite Strecken zurücklegen, um Futter zu finden und dann den langen Weg […]
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Prosopis-Bäume gefährden Natur und Landwirtschaft
Fährt man auf der Schotterstraße von Bitterwasser vorbei an Hoachanas nach Stampriet östlich von Mariental sehen Reisende ein trockenes Flussbett parallel zur Straße. Das Flussbett ist voller grüner Bäume, ein erfreulicher Anblick in diesem trockenen und kargen Teil Namibias. Dieser grüne Gürtel im Auob-Fluss ist jedoch „trügerisch“ und besteht hauptsächlich aus Prosopis-Bäumen, einer gebietsfremden invasiven […]
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Kunstflieger und Clown mit erstaunlicher Verwandtschaft
Der farbenprächtigste Raubvogel in Namibia ist wohl der Gaukler. Leider sind die Bestände wie überall in Afrika stark zurückgegangen. Im südlichen Afrika ist diese Raubvogelart als gefährdet klassifiziert, in Namibia als stark gefährdet. Experten zufolge hat sich der Bestand in den vergangenen drei Generationen um 50 Prozent verringert. Die etwa 60 cm großen und 2,25 […]
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Vorsicht – Tiere auf der Straße
Tiere können die Geschwindigkeit eines herannahenden Fahrzeuges nicht einschätzen und treten die Flucht oft zu spät an – mit fatalen Folgen. Tiere kennen keine Verkehrsregeln, und deshalb müssen Hinweisschilder von Verkehrsteilnehmern beachtet und befolgt werden, um Tiere vor Verletzungen oder gar dem Tod zu bewahren. Nachts werden Tiere von den Scheinwerfern geblendet und wissen nicht, […]
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Khaudum: Im Würgegriff der Dürre
Kein Wasser für die Tiere, Treibstoffmangel für Pumpen und Fahrzeuge, Mangel an Finanzen, Mangel an Personal und schwieriges Gelände: das sind die Herausforderungen, mit denen die Naturschutzbeamten im Khaudum-Nationalpark im Nordosten des Landes zu kämpfen haben. Aber immer wieder gelingt es ihnen Sponsoren zu finden, um das so wichtige Wasser für die mehr als 3000 […]
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Fischbestände in Gefahr – Netze verbieten
Legale und illegale Netze bedrohen die Fischbestände in den Grenzflüssen und Stauseen unseres Landes. Zwar gibt es regulierende Gesetze, aber es fehlt an Kontrollen. Schon jetzt leiden Sportangler und die vom Fischfang abhängigen Gemeinschaften unter den schrumpfenden Beständen. Vor allem am Kavango fordern nicht nur Lodgebesitzer, Sportangler und Fischexperten, dass sämtliche Netze verboten werden, sondern […]
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