SA - KTP - NAM 2017 - Die große Runde

Reisebericht 90 Antworten · 14,2k Aufrufe · gestartet 17. März 2020 von fidel
Themenstarter925 Beiträge · seit 201617. März 2020 · #1
Liebe FoMis,

da in diesen schwierigen Zeiten Unterhaltung und Ablenkung für manch einen nicht unwichtig werden und viele von uns (hoffentlich nur) dieses Jahr auf Reisen nach Afrika verzichten müssen, halte ich es für eine gute Gelegenheit, lange gehegte Reiseberichtserstellungspläne nunmehr mit Leben zu erfüllen. Da ich mich im Rahmen meiner Promotion auch mit der Frage beschäftigt habe, wieso Menschen bereitwillig eigenes Wissen, Erfahrungen etc. kostenlos und „einfach so“ für die Welt ins Internet posaunen, weiß ich, dass ich mit dem Erstellen eines Reiseberichts nicht primär fremde, sondern eigene Bedürfnisse befriedige. Zudem bietet die Erstellung eines Reiseberichts ja auch immer für den Schreiber selbst die Möglichkeit, eigene Erfahrungen nochmal zu durchleben, das Erlebte weiter zu erzählen und die mit zu viel Ausrüstung, Schweiß und Entbehrungen erkämpften Bilder einem breiteren Publikum zugänglich zu machen - „nur“ auf Festplatte und Fotobuch ist vielleicht manchmal zu schade. Zudem meine ich mich zu erinnern, mehr als einmal einen Reisebericht versprochen zu haben..

Die Entscheidung, einen Reisebericht einzustellen wurde stets verkompliziert durch das Luxusproblem, von welcher Reise man denn einen Bericht erstellen sollte oder in welcher Reihenfolge. Wir schätzen uns glücklich, dass wir seit 2016 insgesamt fünf Reisen ins Sub-Sahara-Afrika unternehmen konnten (Nr. 6 fiel nunmehr Corona zum Opfer), jeweils mit unterschiedlichen Ecken und Schwerpunkten. Dies macht es nicht einfach, mit einem Bericht anzufangen – fängt man mit dem spektakulärsten an, mit dem ersten oder letzten? Was interessiert mehr? Will jemand den fünften Bericht zum KTP überhaupt noch lesen?

Ich habe mich schließlich dazu entschlossen, hier nahezu chronologisch vorzugehen und zunächst einen Bericht unserer zweiten Reise im Herbst 2017 vorzustellen, da diese auch im Rückblick auf weitere Reisen als besonders gelungen in Erinnerung geblieben ist und man nun mal irgendwo anfangen muss. Auch wenn dieser somit nicht mehr ganz taufrisch ist, denke ich dass er hoffentlich gute Unterhaltung und vielleicht die ein oder andere für jemand anderes nützliche Information beinhalten wird. Welche potentiellen Reiseberichte noch kommen könnten, mag ich lieber nicht Spoilern, auch um mir selbst nicht zu viel Druck zu machen.. ich weiß ja noch nicht mal, ob ich es schaffe, einen Bericht zu Ende zu schreiben. Ich verspreche aber, mir größte Mühe zu geben.

Da dies mein erster eigener Reisebericht werden wird, bitte ich um Nachsicht bzgl. etwaiger Anfängerfehler und hoffe, dass diese im Laufe der Zeit ausgebügelt werden können.

Nach so viel Vorrede nun zur Sache – 24 Tage Südafrika, Botswana und Namibia.

Der Reisebericht ist "gesonnt" - wer also nur den Bericht ohne Kommentare lese möchte, klicke auf die Sonne rechts oben.

Da ich im Frühjahr 2017 einen neuen Job mit anfänglicher Urlaubssperre begonnen hatte und wir im Herbst 2016 eine wunderbare Tour quer durch Namibia und in den Caprivi als Ersttäter absolviert hatten, wurde klar, dass wir gegen Ende 2017 dringend einen längeren Urlaub benötigen würden. Glücklicherweise waren unsere Arbeitgeber (und Vertreter) bereit, uns für 3,5 Wochen gehen zu lassen, so dass wir volle 24 Tage vor Ort zur Verfügung hatten – für jeden von uns der bis dahin längste Urlaub am Stück.

Aufgrund der vielen Berichte über den KTP wurde dieser zunächst als wesentliches Element der Route auserkoren. Da es sogar noch ein paar Verfügbarkeiten gab, war die Entscheidung, wohin es gehen sollte, nahezu gefallen. Auch hatten uns die Game Drives im Jahr zuvor in Etosha so gut gefallen, dass klar war, dass der Besuch von Nationalparks der Schwerpunkt werden müsste. Es blieb die Frage, was man mit KTP kombinieren könnte und ob man besser von Windhoek oder aus Johannesburg aus eine passende Route zimmern könnte. Irgendwann fiel die Entscheidung, dass wir von und nach Johannesburg fliegen würden und noch einige Ziele in Südafrika mit einbauen wollen. Da uns auf unserer Ersttätertour im Jahr zuvor jedoch der gesamte südliche Teil Namibias mit Ausnahme des Sossusvleis entgangen war, war der Wunsch, diesen Teil ebenfalls noch miteinzubauen, sehr groß. Herausgekommen ist am Ende eine Route mit einer nicht unerheblichen Gesamtkilometerzahl, die jedoch hauptsächlich auf einige recht lange Fahrtage sowie exzessive Game Drives entfielen. Im Ergebnis – so viel sei vorweg genommen – war die Route trotz der Fahrtage (jedenfalls in der Retrospektive) ziemlich perfekt.

Heraus kam nach diversen Umbuchungen in der KTP-Buchungslotterie am Ende folgende Route:

19.10. Flug MUC – JNB mit SAA
20.10. Thabazimbi - Marula Cottage
21.10. Marakele NP Bontle Campsite
22.10. Marakele NP Bontle Campsite
23.10. Pilanesberg Bakgatla Resort
24.10. Pilanesberg Bakgatla Resort
25.10. Kuruman – Red Sands Country Lodge
26.10. KTP – Rooiputs
27.10. KTP – Rooiputs
28.10. KTP – Urikaruus
29.10. KTP – Kieliekrankie
30.10. KTP – Nossob
31.10. KTP – Nossob
01.11. KTP – Kalahari Tented Camp
02.11. KTP – Kalahari Tented Camp
03.11. Mesosaurus Fossil Camp
04.11. Koiimasis
05.11. Namtib Little Hunters Rest
06.11. Fish River – Hobas Camp
07.11. Augrabies Falls NP
08.11. Augrabies Falls NP
09.11. Mokala NP – Motswedi Campsite
10.11. Mokala NP – Motswedi Campsite
11.11. Mokala NP - Lilydale Chalet
12.11. Rückflug JNB – MUC mit SAA
13.11. Ankunft MUC


K1600_karteneu.JPG


Insgesamt fuhren wir laut unserem unbestechlichen (und vortrefflichen) Navi 5.833km.

Als Fahrzeug diente uns ein Hilux Bushcamper von Bushlore (gebucht über Kwenda), der uns nach anfänglichen Schwierigkeiten ohne Probleme durch die gesamte Zeit begleitete. Der professionelle Service und die besonders gute Campingausstattung im Vergleich zur Konkurenz erkennt man immer nur dann, wenn man andere Anbieter im Vergleich hat. Allein das Vorhandensein eines Schubladensystems und Küchenfachs stellten für uns schon einen nie geahnten Luxus dar, den ich nie mehr missen wollen würde. Auch die Campingstühle sind bisher unerreicht.

Nach so viel Text ist es an der Zeit, einen kleinen visuellen Vorgeschmack zu geben auf das was noch kommen wird.

K1600_20171023-IMG_1009-Bearbeitet.JPG


K1600_20171023-IMG_8834-Bearbeitet.JPG


K1600_20171026-DSC02524.JPG


K1600_20171028-IMG_1609.JPG


K1600_20171029-IMG_9477-Bearbeitet.JPG


K1600_20171103-IMG_2573.JPG


K1600_20171104-IMG_2835.JPG


K1600_20171110-IMG_3960.JPG


Viele Grüße
fidel
Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025
zuletzt bearbeitet 03. Apr. 2020
238 Beiträge · seit 201317. März 2020 · #2
Hallo Fidel,

auch „nostalgische“ Reiseberichte sind gerade Balsam für die Seele. Super, dass Du den wortwörtlichen Anfang gemacht hast.

Liebe Grüße
Stubsi
121 Beiträge · seit 201717. März 2020 · #3
Hallo Fidel !

Da hast Du ja ein ganzes Bündel an guten Gründen für Deinen Reisebericht.

Ich will Dir da gerne als interessierter Mitleser helfen.

Freue mich schon auf viele weitere tolle Bilder und Erlebnisse, die Ihr bestimmt hattet.

Die liegende Giraffe finde ich spannend, bei unserer Reisen hatten wir das noch nie Live, das Ausstehen
würde ich gerne mal sehen.

Grüße, Burkhard
zuletzt bearbeitet 17. März 2020
Themenstarter925 Beiträge · seit 201617. März 2020 · #4
Tag 1 – 20.10.2017 Thabazimbi Marula Cottages

Nach unendlich langer Wartezeit mit insgesamt über 10 Monaten ohne einen einzigen Urlaubstag und umfangreicher Vorbereitung in Sachen Planung, dem Erwerb immer neuer unersetzlicher Ausrüstungsgegenstände und viel Vorfreude brachte uns SAA unspektakulär und bequem nach Johannesburg. Eine Schande, dass es diese Strecke nicht mehr gibt. Den Flughafen kannten wir von unserer Reise im Vorjahr, anders als damals ging es nun jedoch nicht in den Transit, sondern Richtung Immigration. Dort ging aller Horrormeldungen zum Trotz alles recht zügig voran, so dass wir kurz darauf im Eingangsbereich verzweifelt nach unserem Abholer von Bushlore suchen konnten – was nach mehrfacher Umrundung aller wartenden Abholer schließlich gelang.

Bereits auf dem Weg zur Bushlore-Zentrale fiel uns der extreme Kontrast zwischen Namibia und Südafrika auf. Wir kannten mit Ausnahme der nordafrikanischen Staaten in Afrika bisher nur Namibia mit seinem doch überschaubaren Verkehr und zur Auswahl stehenden Straßen. Hier war nunmehr keinerlei Unterschied zu jeder x-beliebigen Großstadt weltweit zu erkennen. Es ging über Autobahnkreuze und mehrspurige Straßen. All dies schreckte uns zunächst auch von einer Reise nach Südafrika ab – die Sorge, alles sei zu europäisch, wie zuhause, mit geteerten Straßen und ohne jeglichen Funken „Abenteuer“. Wie sich herausstellen sollte, waren unsere Sorgen sämtlich unbegründet und wir haben Südafrika und seine Reize und Vorteile inzwischen sehr schätzen gelernt.

Bei Bushlore angekommen erhielten wir nach umfangreicher Einweisung unseren gebuchten Hilux (hierzu habe ich im Eingangspost bereits einiges geschrieben). Er war nicht mehr der jüngste, aber offenbar gut gewartet. Interessant waren ein paar größere Dellen vorne am Anfang des Daches bzw. am Übergang dazu – die Geschichte ihrer Entstehung wurde uns leider nicht präsentiert. Sie sorgten jedoch immer wieder für interessierte Blicke.

Nach Übergabe ging es zunächst in den nächst gelegenen Supermarkt um eine Basisgrundausstattung an Snacks und Getränken zu erwerben, um den heutigen Tag zu überstehen. Anschließend machten wir uns über Brits und die R511 auf den Weg von Midrand nach Thabazimbi am Rande des Marakele Nationalparks. Überall war es für unsere Augen im Vergleich zu Namibia erstaunlich grün – was sowohl am späteren Reisezeitraum als auch den grundsätzlich höheren Niederschlagsmengen in der Gegend lag – jedoch eine sehr nette Abwechslung darstellte. Ob diese Route oder die Strecke über die N1 und Bela Bela schneller ist, blieb im Vorfeld offen – die Strecke über Brits ist jedoch landschaftlich interessanter und weniger eintönig – durchaus ein Vorteil nach einem Nachtflug.

A propos Nachtflug: 2016 waren wir nach einem Nachtflug um 11:45 Uhr in Windhoek gelandet und mussten nach Wagenübernahme und Großeinkauf noch bis zum Lake Oanob fahren – das fanden wir mit ungewohntem Wagen, Hitze etc. derart ermüdend, dass wir vor hatten, davon künftig Abstand zu nehmen. Da wir nun jedoch bereits morgens gelandet waren, keinen Einkauf tätigen mussten und abends in ein festes Bett fallen konnten, erschien uns die Fahrtstrecke nach Thabazimbi machbar – was sie rückblickend auch war.

Die Unterkunft liegt etwas außerhalb der Stadt auf dem Weg in Richtung des Nationalparks und ist über einen leicht sandigen Zufahrtsweg zwischen lauter Zäunen hindurch erreichbar.

Dort gegen 15:00 Uhr angekommen, wurden wir schließlich von ein paar Hunden und der (deutschsprachigen) Gastgeberin Monika freundlichst begrüßt und in unser Zimmer geführt. Schön eingerichtet und gemütlich mit Terrasse und leicht diesigem Blick übers Tal.

K1600_20171020-DSC02440.JPG


201710201DSC02437.jpg


K1600_sabotnam-1.JPG


Anschließend machten wir uns ans Umpacken unserer Taschen und machten es uns mit Fernglas und Kamera auf vor dem Zimmer gemütlich um die Vielzahl der vorbeikommenden Vögel zu beobachten. Sehr gefreut haben wir uns über ein Pärchen von Paradise Flycatchern, die leider nicht willig waren, für ein Bild still zu halten. Wir hatten nun erstmals eine Vogel-App installiert und den Willen, jeden Vogel, der uns begegnet, auch zu bestimmen und in der App zu markieren, ohne dabei zu exzessiv zu werden wie manch andere 🙂

Sollte ein Vogel falsch benannt sein - bitte nicht vor alternativen Vorschlägen zurückschrecken!

K1600_20171020-IMG_0912.JPG

Red-Headed Weaver / Rotkopfweber

K1600_20171020-IMG_8505.JPG

Southern Masked Weaver / Maskenweber

Insgesamt lohnte sich der Aufwand jedoch sehr – wir kamen am Ende des Urlaubs auf eine für uns vorher nicht vorstellbare Zahl von 84 verschiedenen Vögeln (erfahrene Birder dürfen an dieser Stelle schmunzeln – auch unsere Liste ist zwischenzeitlich glücklicherweise gut gewachsen). Unsere Säugetier-App bescherte uns 46 verschiedene Säugetiere – eine Zahl die auch in künftigen Urlauben nicht mehr erreicht wurde.

K1600_20171020-IMG_8504.JPG


K1600_20171020-IMG_0917.JPG

Kennt jemand zufällig den Namen dieser interessanten Pflanze?

Abends gab es, gemeinsam mit einer deutschen Familie die hier letzte Nacht ihres Urlaubs verbrachte, sehr leckere Nudeln sowie das erste Bier des Urlaubs.

Die nächsten Tage wird das Verhältnis von Text zu Bildern besser, versprochen.
Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025
zuletzt bearbeitet 17. März 2020
Themenstarter925 Beiträge · seit 201617. März 2020 · #5
Liebe Stubsi, lieber Burkhard,

vielen Dank für Euer Interesse - ich hoffe die Erwartungen erfüllen zu können 😛

Die Giraffe hat sich - meiner Erinnerung nach - während unserer Anwesenheit nicht zum Aufstehen bequemt (oder anders gesprochen, wir haben sie glücklicherweise nicht aufgescheucht).

Viele Grüße,
fidel
Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025
1'835 Beiträge · seit 201517. März 2020 · #7
Danke fürs Schrieben und Zeigen. Da bin ich mit dabei da ich doch einige eurer Ziele auch kenne. Ist immer interessant diese Plätze durch andere Augen anzusehen. Deine Bilder gefallen mir gut. Wer ist eigentlich “wir” oder habe ich das überlesen? Würde mich über ein Bild von “wir” freuen damit ich sehen kann mit wem ich Reise.
LG Katrin
If life is a journey be sure to take the scenic road! Expedition Antarktis: https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299327-expedition-antarktis-mit-falklands-und-s-georgia.html Island In Herbstfarben https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299288-island-in-herbstfarben-september-2018.html Nordamerikanische Safari und Landschaften May Till October 2019 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/weitere-laender/299141-nordamerikanische-safari-und-landschaft-2019.html Zweite Selbst Fahrer Tour in Tansania. Same same but different. Juni 2018 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/tansania/295665-zweite-selbst-fahrer-tour-in-tansania-same-same-but-different.html Trip reports in English: Namibia and KTP 2016 http://safaritalk.net/topic/16959-self-drive-safari-tr-nam-sa-bots-nam/ Botswana 2016: http://safaritalk.net/topic/16985-self-drive-safari-tr-bots-nam-sa/ Tanzania 2015: http://safaritalk.net/topic/15256-self-drive-safari-through-northern-tz-parks-of-mara-crossings-and-lions-in-camp/ Nam-SA-Bots 2014: http://safaritalk.net/topic/14669-self-drive-safari-in-botswana-south-africa-and-namibiab/page
2'191 Beiträge · seit 201618. März 2020 · #8
Hallo Fidel,

da bin ich doch gerne dabei. Etwas Abwechslung in den dauerenden Corona-News. Ich steige in Euren Bushcamper ein und sichere mir einen bequemen Platz.

LG

Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
5'479 Beiträge · seit 200918. März 2020 · #9
Hallo Fidel,

so ein Reisebericht ist genau das, was ich jetzt brauche.

Alles Gute
Thomas
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
Themenstarter925 Beiträge · seit 201618. März 2020 · #10
Tag 2 21.10.2017 Marakele NP Bontle Campsite
Gefahrene KM: 55

21.10..JPG


21.10.Sat.JPG


Nach reichlich nachgeholtem Schlaf geht es nach einen leckeren Frühstück ans Lösen einiger autospezifischer kleinerer Wehwehchen.

Problem 1: Irgendeine Warnleuchte leuchtet. Ich meine, es war die ABS-Warnleuchte. Ein Blick ins Handbuch verrät, dass ein Besuch in der Werkstatt ratsam wäre (zwischenzeitlich wissen wir, es gibt fast kein Auto im südlichen Afrika, wo diese nicht immer mal wieder leuchtet).

Problem 2: Die Lenkung wirkte auf der Herfahrt irgendwie ziemlich „schwammig“. Ob das daran lag, dass sich ein Hilux nach normalen Fahrzeugen in Europa immer etwas ungewohnter anfühlt oder es andere Ursachen hat, konnte nicht aufgeklärt werden. Bei uns kam jedoch hinzu, dass das Lenkrad ab ca. 80km/h stark zu vibrieren anfing. Dies, in Kombination mit der gefühlt schwammigen Lenkung und dem Wissen, von nun an viele tausend Kilometer weit weg vom Depot von Bushlore zu fahren, ließ uns dann doch zum Telefonhörer greifen. Auch unser offenbar autoversierter Gastgeber konnte sich auf das Problem keinen Reim machen.

Ein Anruf ergab die befriedigende Erkenntnis, dass wir die ABS-Leuchte ignorieren sollen. Unser „Lenkungsproblem“ konnte nicht wirklich eingegrenzt werden, als wahrscheinlichste Ursache wurde das Aufziehen neuer Räder ohne Spurkorrektur o.ä. angesehen (an alle Autoexperten: bitte nicht hauen, falls das technisch Blödsinn sein sollte. Wir hatten zu Hause noch nie ein Auto und all mein Wissen über Autos habe ich aus Outdoor/Reise-Foren, Blogs und Top Gear). Wir sollten einfach mal weiterfahren, wahrscheinlich würde sich das Problem mit weiterem Abfahren der Reifen erledigen (tatsächlich wurde es mit der Zeit schwächer).

Nachdem die Autoprobleme somit „gelöst“ waren, ging es für uns nach Thabazimbi um im dortigen gut sortierten Supermarkt unseren Ersteinkauf zu erledigen. Wir fanden alles, was wir für die ersten Tage brauchen würden und was unser Einkaufszettel noch so an zwingend notwendiger Grundausstattung aufführte, einschließlich einer lokalen Simkarte.

Abschließendes Fazit Marula Cottages / Thabazimbi: Eine Topunterkunft, auch mit Blick auf das Preisleistungsverhältnis. Freundliche und hilfsbereite Gastgeber, schöne ruhige Lage. Auf dem Weg von Johannesburg in den Norden würden wir hier jederzeit wieder einen ersten Stop einlegen (direkt vom Flughafen in den Park erschien uns zu riskant). Thabazimbi ist als Bergbaustadt keine Schönheit, es gibt aber alles was man braucht. Wer also von Johannesburg aus Richtung Norden aufbricht, kann den ersten Großeinkauf guten Gewissens auf einen späteren Zeitpunkt verschieben.

K1600_20171023-DSC02472.JPG


Nachdem all die ganzen Vorbereitungshandlungen endlich erledigt waren, ging es endlich Richtung Parkgate, welches sich ein paar Kilometer hinter der Stadt befand. Dort durften wir zum ersten Mal unsere neu erworbene Wildcard (bzw. den Confirmation Letter) vorzeigen, uns wurde der Weg zu unserer Campsite beschrieben und wir durften nach mehr als einem Jahr warten wieder auf Game Drive.

Wir fuhren zunächst die wenigen Kilometer Richtung Campsite, um uns einen schönen Platz auszusuchen (es besteht freie Platzwahl). Es waren einige Plätze besetzt, es gab jedoch noch einen schönen Platz direkt am „Zaun“ des Campingplatzes. Am nächsten Tag waren wir schließlich fast alleine auf dem Campingplatz. Der Park selbst besteht aus zwei Teilen, einem „unteren“ Teil, der weitestgehend flach ist und in dem sich keine Raubtiere befinden und einem „oberen“ Teil, der deutlich bergiger ist und wo es auch Löwen und Leoparden geben soll. Früher war die Bontle Campsite berühmt dafür, dass häufiger NH zu Besuch kamen oder in der Nähe der Campsite grasten. Da wir während unsres Aufenthaltes keine im unteren Teil des Parks entdecken konnten (aber im oberen), weiß ich nicht, ob es im unteren Teil noch NH gibt. Der Vorteil der raubtierfreien Zone im Park ist, dass auf in Südafrika kein Zaun, sondern nur eine Reihe Poller die Grenze markiert und die Tiere sich so frei bewegen können.

201710211DSC02445.jpg


marakelemap.JPG


Hier sieht man schön die Zweiteilung des Parks. In den oberen Teil geht es durch einen Tunnel unter der Straße, die den Park teilt, hindurch. Im oberen Teil befindet sich auch das schön gelegene Tlopi Tented Camp.

Anschließend richteten wir unseren Camper etwas besser ein, machten und mit der Ausstattung vertraut und legten die erste Nachmittagssiesta des Urlaubs ein.

201710211DSC02446.jpg


Langweilig wurde uns dabei zu keinem Zeitpunkt. Dafür sorgte ein steter Strom unterschiedlichster tierischer Besucher. In den Bäumen um uns war ein Cardinal Woodpecker in Aktion (leider ohne scharfes Bild), Kapsperlinge und ein omnipräsenter Gelbschabeltoko wurden immer zutraulicher und zeigten uns bald einen gravierenden Nachteil unserer tollen Campingausstattung: aus unerklärlichen Gründen ist die Unterseite des Campingtisches verspiegelt. Dies führt dazu, dass sämtliche Vögel, die sich dem Tisch so weit genähert hatten, dass sie ihres Gegenübers gewahr wurden, stets alles daran setzten, ihren vermeintlichen Gegenüber zu attackieren. Uns blieb nichts übrig, als die armen Tiere immer wieder zu verscheuchen um sie vor sich selbst zu schützen – ein Problem, dass während des Urlaubs noch wiederholt auftreten sollte.

In der Ferne sahen wir auf der Campsite Grünmeerkatzen herumlungern, die wir aufgrund verschiedener Warnungen im Vorfeld stets im Augen behielten. Auch ein Strauß ließ es sich nicht nehmen, auf der Campsite nach Nahrung zu suchen und flößte uns erst einmal etwas Respekt ein. So aus der Nähe im Stuhl sitzend sind sie doch verdammt groß und über die möglichen Folgen der Kombination von kräftigen Klauen und kleinem Gehirn hatten wir bereits genug Storys gelesen.

201710211IMG_8537.jpg


K1600_20171021-IMG_8532.JPG


Im weiteren Verlauf des Nachmittags konnten wir eine schöne namenlose Eidechse entdecken.

K1600_20171021-IMG_8527.JPG


Irgendwann wurde es dann Zeit, sich auf einen Game Drive zur Erkundung des Parks zu machen. Wir fuhren zunächst einen Loop im unteren Teil und trafen dabei auf die ersten Impals und Zebras des Urlaubs.

K1600_20171021-IMG_0926.JPG


K1600_20171021-IMG_8538.JPG


Der untere Teil des Parks ist relativ dicht bewaldet, weite Teile waren noch absolut knochentrocken und kahl.

Anschließend fuhren wir durch die Unterführung in den oberen Teil des Parks und dort einmal um den einzigen dort vorhandenen Loop. Hier oben ist die Landschaft deutlich abwechslungsreicher, die Berge sind interessant geformt. Auch hier war jedoch alles trocken und in weiten Teilen auf verbrannt. Es zeigte sich jedoch vereinzelt das erste zarte Grün des Sommers. Wenn es grün ist, muss es hier absolut toll aussehen.

201710211IMG_0930.jpg


201710211IMG_0928.jpg


Wir entdecken neben weiteren Zebras zwei Klippspringer neben der Straße, die uns den Gefallen tun, sich kurz in Pose zu werfen.


K1600_20171021-IMG_8551.JPG


K1600_20171021-IMG_8553.JPG


Auch die erste Gabelracke des Jahres wird digital verewigt.

K1600_20171021-IMG_8561.JPG


Als wir schon fast auf dem Rückweg sind, freuen wir uns schließlich, unseren ersten südafrikanischen Elefanten beim Abendmahl beobachten zu dürfen.

K1600_20171021-IMG_8569.JPG


Er lässt sich von uns überhaupt nicht stören und mampft sich genüsslich durch das frische Grün. Die Möglichkeit, wenigstens ein paar Elefanten sehen zu können, war mit einer Hauptgründe, weshalb wir am Anfang unserer Route noch den Marakele und den Pilanesberg Nationalpark eingebaut hatten. Diese Pflichtaufgabe hatten wir nun am ersten Tag erfüllt.

Zurück auf der Campsite waren wir schließlich pünktlich zum ersten Sundowner des Urlaubs, den wir in vollen Zügen genießen konnten, während auf der Lichtung vor der Campsite Impalas und Warzenschweine friedlich grasten und der Himmel sich langsam rot färbte.

201710211IMG_0935.jpg


201710211DSC02454.jpg


K1600_20171021-DSC02455.JPG


So ging der erste komplette Urlaubstag zuende und wir testeten erstmals das Bett unseres Zuhauses für die nächsten Wochen.
Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025
zuletzt bearbeitet 18. März 2020
Themenstarter925 Beiträge · seit 201618. März 2020 · #11
Liebe Bettina,
vielen Dank für die Bestätigung 🙂 Deinen aktuellen Bericht verfolge ich ich ebenfalls mit großem Intersse - und merke erst jetzt beim Schreiben hier wie viel Aufwand tatsächlich hinter so einem Bericht steckt..

Liebe Katrin,
auch ich lese gerne Berichte über bereits besuchte Gegenden - jeder hat schließlich andere Erlebnisse. Eine kurze Einführung habe ich leider im Eingangspost vergessen. Wir, dass sind meine Frau und ich, beide (nunmehr) Anfang 30 aus dem leider viel zu vollen München mit starkem Hang zur Naturbeobachtung und fest im Griff des Afrikaviruses (woran dieses Forum übrigens die die Schuld trägt... Mit Bildern der Protagaonisten, die über meinen Avatar hinausgehen, kann ich leider nicht dienen - da hat wohl jeder seine persönliche Öffentlichkeitsschwelle, hinzu kommen bei mir berufliche Gründe. Außerdem sind wir generationsuntypisch eher fotoscheu - es gäbe also gar nicht so viele Bilder 🙂

Liebe Gabi, lieber Thomas,
auch Euch vielen Dank für Eurer Interesse. Ich hoffe, weiterhin rasch neue Kapitel einstellen zu können.

Viele Grüße
fidel
Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025
Themenstarter925 Beiträge · seit 201618. März 2020 · #12
Tag 3 22.10.2017 Marakele NP Bontle Campsite
Gefahrene KM: 66,5

22.10..JPG


22.10.sat.JPG


Mitten in der ersten Dachzeltnacht unserer Urlaubs werden wir plötzlich durch lauter seltsame Geräusche um uns herum geweckt, die wir nicht zuordnen können. Ein Blick aus dem Fenster verrät schließlich: die Impalaherde hat offenbar beschlossen, dass die Campsite eine hervorragende Weidegelegenheit bietet und grast überall um uns herum in wenigen Metern Abstand im Mondlicht. Ein wunderbar friedliches Bild.

Nach dem Aufstehen sitzt die morgendliche Routine noch nicht wirklich sicher, so dass wir einige Zeit benötigen, bis wir endlich erneut den Park erkunden können. Verstärkt wird dieses Problem dadurch, dass das Auto trotz wiederholter Versuche zunächst einfach nicht Anspringen möchte. Irgendwann klappt es dann doch und wir machen uns auf eine erste Runde zunächst durch den unteren Teil des Parks und dem Plan, anschließend im oberen Teil des Parks bis zum Lenong View Point zu fahren.

Wir fahren zunächst wieder zurück zum Parkeingang um uns dann nach rechts zum Tshugulu Drive zu wenden. Der Weg führt durch zum Teil etwas offenere Gegenden, zum Teil durch sehr attraktiven Wald, der bereits deutlich grüner ist als in anderen Teilen des Parks. Zusammen mit dem rötlichen Sand sehr schön anzusehen.

Dort zeigen sich uns die ersten Giraffen.

K1600_20171022-IMG_0957.JPG


K1600_20171022-IMG_0974.JPG


Sowie erneut die hier offenbar omnipräsenten Impalas.

201710221IMG_0965.jpg


Wir sehen ein Horde Paviane über die Straße laufen, für ein brauchbares Foto reicht nicht mehr. Anschließend können wir eine Kudu-Dame sowie einen European Bee-Eater bewundern.

201710221IMG_8598.jpg


201710221IMG_8585.jpg


Wir legen einen kurzen Stop bei einem Bird Hide ein, der sich uns jedoch nur mit Schlamm und ohne jede Tierwelt präsentiert. Leider hat es etwas zugezogen und ist jetzt bewölkt und grau. Adé schönes Morgenlicht..

K1600_20171022-DSC02458.JPG


Auf dem Parkplatz vor dem Hide finden wir ein Heuschrecken (?) - Pärchen.

K1600_20171022-IMG_0983.JPG


Später zeigen sich abermals Giraffen in schönem Wald.

201710221IMG_0974.jpg


201710221IMG_8607.jpg


201710221IMG_8609.jpg


An einem weiteren Hide sehen wir in der Ferne einige Grünmeerkatzen sowie eine Nilgans. Anschließend geht es in den oberen Teil des Parks. Die bereits bei Abfahrt aufgetretene Schwierigkeit, den Motor zu starten, tritt auch während unseres Game Drives immer mal wieder auf. Hinzu kommt jedoch ein neues Problem. Nun beschloss nach der ABS-Leuchte auch das Bremswarnsymbol zu leuchten. Ein Blick ins Handbuch rät doch deutlich dringender als bei der ABS-Leuchte, einen Werkstatt aufzusuchen. Wir haben keinen Empfang, also verschieben wir dieses Problem zunächst.

Im oberen Teil des Parks entdecken wir zunächst einen Hasen, der sich mangels Unterholz nicht verstecken kann (bitte die schlechte Bildqualität zu entschuldigen – es ist leider das einzige Bild..).

201710221IMG_8620.jpg


Wir finden einen Elefantenhintern in verbranntem Busch und schließlich eine Herde Gnus und Zebras, die sich ersichtlich über das frische sprießende Grün freuen. Leider ist auch hier das Licht nicht auf unserer Seite.

201710221IMG_0986.jpg


201710221IMG_0987.jpg


201710221IMG_0989.jpg


201710221IMG_8638.jpg


In weiter Ferne sehen wir schließlich eine NH-Mutter mit ihrem Kalb und können Sie eine Zeit lang beobachten.

201710221IMG_8639.jpg


An der Abzweigung zum View Point stellen wir fest, (a) dass die Straße hinauf verdammt schmal und steil aussieht und (b) dass das Bremswarnsymbol nicht mehr leuchtet – und entscheiden uns dafür, mehr Vertrauen in die Technik unter der Motorhaube als in die Warnleuchten in der Fahrerkabine zu haben.

Es hat mittlerweile noch stärker zugezogen ist relativ kühl geworden.

201710221DSC02465.jpg


Je weiter wir der Straße folgen, desto kahler wird die Landschaft. An einigen Stellen gibt es Ausweichmöglichkeiten für entgegenkommende Fahrzeuge, zum Glück ist die Straße stets recht weit einsehbar.

Der Park ist die Heimat einer der größten noch existenten Kapgeier-Kolonien. Wir sehen in großer Höhe ein paar Geier kreisen, ob es sich um Kapgeier oder „gewöhnliche“ Weißrückengeier handelt, ist auf die Entfernung nicht zu erkennen.

Der Blick von oben ist interessant, allerdings ist alles ziemlich diesig und es ist verdammt kalt und windig, so dass es uns nicht lange hier oben hält.

201710221IMG_8649.jpg


Wir sehen von oben, dass eine Reihe von Autos in Begriff ist, den Berg zu erklimmen und warten ein paar Minuten, um ihnen nicht auf offener Strecke zu begegnen. Beim Starten des Motors begrüßt uns nun erneut – das Bremswarnsymbol.. Nun ist uns doch etwas mulmig zumute. Oben auf einem Berg, vor uns eine steile einspurige Straße, keinerlei alternative Bremsmöglichkeiten.. Wir überlegen, wie gut wohl die Handbremse helfen würde und beschließen, es zu riskieren und die Motorbremse intensiv einzusetzen. Schließlich kommen wir wohlbehalten wieder unten an und fahren zurück zur Campsite – wobei das Bremswarnsymbol erneut verschwindet.

Auf der Campsite angekommen, beschließen wir, dass wir für heute genug Aufregung hatten und genug vom Park gesehen haben und den Abendgamedrive ausfallen zu lassen. Insgesamt ist die Tierdichte nicht sehr groß. Hinzu kommt, dass im oberen, tiertechnisch spannenderen Teil aufgrund der kahlen schwarzen Bäume und der vielen Steine trotz des frischen Grüns alles einen etwas trostlosen Eindruck hinterlässt.

Zum Glück gibt es auch auf der Campsite selbst noch allerhand Spannendes zu entdecken. Ein Frosch – nach unseren Recherchen müsste es sich um einen White Foam-Nest Tree Frog handeln – hat es sich einer Astkabel sehr fotogen bequem gemacht.

201710221IMG_8668.jpg


Wenig später verlässt er seinen Parkplatz und gibt uns die Chance für weitere Bilder.

201710221IMG_8658.jpg


Auch Warzenschweine, Impalas, Grünmeerkatzen und Helmperlhühner geben sich die Ehre. Plötzlich lässt sich im Baum über unserem Tisch ein Kleinsperber (?) nieder und hat nichts gegen eine Fotosession einzuwenden.

201710221IMG_8686.jpg


So geht der Tat schließlich gemütlich zu Ende, morgen geht es auf den kurzen Weg zum Pilanesberg.

Fazit Marakele NP: Der Park ist vielleicht eher für seinen landschaftlichen Abwechslungsreichtum als für seine Tierwelt ein interessantes Ziel. Als erster Park eine Reise bietet er die Gelegenheit, wieder in den Safarimodus zu kommen und bietet jede Menge Ruhe und Naturnähe. Im Rückblick jedoch für uns das Ziel, auf das wir am ehesten hätten verzichten können. Mag sein, dass wir etwas Pech mit diesigem Wetter hatten und zur falschen Jahreszeit da waren, andere Berichte aus dem Park belegen, dass es vor allem in der grünen Jahreszeit lang nicht zu abweisend wirkt. Wir hatten gleichwohl einige sehr schöne Tierbegegnungen und Erlebnisse, die wir nicht missen wollen. Die Campsite selbst ist eine echte Empfehlung, schön gelegen mit vielen Bäumen und Tieren um einen herum, es gibt meines Wissens auch einige fest installierte Zelte zu mieten.
Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025
zuletzt bearbeitet 18. März 2020
Themenstarter925 Beiträge · seit 201619. März 2020 · #13
Tag 4 23.10.2017 Pilanesberg Bakgatla Campsite Teil 1
Gefahrene KM: 146

23.10..JPG


23.10.sat.JPG


Heute morgen verzichteten wir aufgrund der dürftigen Ausbeute auf einen gesonderten Game Drive – zudem hatten wir die Hoffnung, in Pilanesberg mehr Glück zu haben. Da wir heute nur eine kurze Fahrstrecke und somit Zeit hatten, beschlossen wir zunächst einmal die noch offenen Fahrzeugprobleme anzugehen. Einen Anruf bei Bushlore später war das Anlasserproblem gelöst: man muss immer aufpassen, dass die Fußmatte nicht unter das Kupplungspedal rutscht. Offenbar ist im Fahrzeug eine Diebstahlsicherung verbaut, die ein Anlassen des Fahrzeugs verhindert, wenn das Pedal nicht wirklich zu 100% durchgetreten ist. Wegen des sporadisch aufleuchtenden Bremswarnsymbols wurde spekuliert, dass wohl nur ein Sensorfehler vorliegen dürfte, riet uns aber zur Sicherheit eine Toyota Werkstatt aufzusuchen. Passenderweise lag ein Vertragshändler auf unserer heutigen Route in Northam.

Dort schilderten wir unser Problem und nahmen im Verkaufsraum Platz, während ein Mitarbeiter das Fahrzeug an die Elektronik anschloss, eine kleine Probefahrt macht und erneut an die Elektronik anschloss. Am Ende stand die Erkenntnis, dass es sich wohl um einen älteren Sensorfehler handeln dürfte, der sich immer wieder bemerkbar machte. Sie löschten das Fehlerprotokoll, ab dann hatten wir Ruhe vor der Leuchte. Der Chef des Autohauses, selbst mit Camper im südlichen Afrika unterwegs, war sichtlich an unserer weiteren Route interessiert und gab uns noch seine Telefonnummer, damit wir ihn jederzeit bei sonstigen Fahrzeugproblemen anrufen können – er kenne überall Leute, die kurzfristig helfen können. Wir bedankten uns für die unbürokratische Hilfe – Bezahlung oder ein Trinkgeld wollte man nicht annehmen – und machten uns auf den Weg Richtung Pilanesberg.

Dort kamen wir gegen Mittag an und checkten im vor dem Eingangstor zum Park befindlichen Bakgatla Resort ein. Am Park gibt es zwei Campsites, eine am Nord- und eine am Südeingang bei Sun City. Da wir (a) aus Norden kamen und (b) hofften, dass sich wegen des größeren Abstands zu Sun City weniger Personen in den nördlichen Teil verirren würden, hatten wir uns für diese Campsite entschieden. Dabei handelt es sich um ein gigantisch großen Komplex mit zahlreichen Bungalows und gefühlt hunderten Stellplätzen – die aber zu 95 % leer waren. In Ferienzeiten muss hier die Hölle los sein. Der Campingplatz ist, ich würde sagen, „in Ordnung“. Man findet ein paar schöne Ecken zum Stehen, es gibt auch recht viele weniger schöne Ecken. Anhand des Bodens konnten wir sehen, dass es hier wenige Tage zuvor massivst geregnet haben muss – viele Wege waren halb weggespült, überall sah man die Spuren einer kurz zuvor vergangenen Flut.

Was jedoch für die Campsite sprach: es wimmelte hier nur so von Vögeln jeglicher Couleur. Besonders ein Pärchen Gelbschabeltokos hatte wohl im Baum neben unserem Stellplatz sein Quartier und unterhielt uns während der zwei Tage unseres Aufenthalts vorzüglich, insbesondere da sie ziemlich schmutzig und abgekämpft aussahen und sich beständig stritten. Leider hatten sie auch die Angewohnheit, unser Auto näher zu inspizieren und sich dabei wahlweise im Seitenspiegel selbst zu attackieren oder unsere Scheibenwischer zu inspizieren. Wir waren daher gezwungen, sie immer wieder von unserem Fahrzeug zu vertreiben. Die extra für die Reise angeschaffte Gummischlange, die wir unter die Windschutzscheibe gelegt hatten, zeigte keinerlei Wirkung.

K1600_20171023-IMG_8699.JPG


Nach Mittagessen und etwas Ausruhen beschlossen wir, dem Park einen Besuch abzustatten. Sofern man im Bakgatla Resort nächtigt, bekommt man nochmals Rabatt auf den Eintritt, so dass dieser, gerade im Vergleich zu anderen Parks, geradezu lächerlich niedrig war.

Da wir keinerlei Erfahrung mit Game Drives auf Teerstraßen hatten und noch die naive Vorstellung hatten, man würde auf Teerstraßen keine Tiere, sondern nur Autos sehen, bogen wir bei erster Gelegenheit nach links auf eine Gravelroad und folgten dieser in einem größeren Kreis immer in Nähe der Parkgrenze. Vielleicht lag es an der Uhrzeit oder wir hatten eine blöde Strecke erwischt – jedenfalls sahen wir für die ersten 2 – 3 Stunden gefühlt sehr wenig und wenn dann, wenig fotogen, da zu weit, zu verdeckt oder im direkten Mittagssonnenlicht. Zu Gesicht bekamen wir dabei einzelne Kudus, einen Magpie Shrike sowie in der Nähe eines kleineren Sees in der Ferne einen einsamen Wasserbock und Nilgänse.

An einem weiteren Wasserloch lag ein Hippo im Schlamm und bewegte sich nicht.

201710231IMG_8715.jpg


Zwar hatten wir nun unser erstes Hippo außerhalb des Wassers gesehen (im Jahr zuvor im Caprivi hatten wir zwar Hippos en masse, aber stets nur im Wasser), wir waren uns aber nicht so wirklich sicher, ob es überhaupt noch lebte – schließlich lag es in der größten Mittagshitze regungslos in der Sonne. Nach ein paar Minuten bangen Beobachtens schließlich die Erlösung – es bewegt sein Schwänzchen 🙂

Nun sind wir fast am östlichen Gate des Parks und beschließen, der Teerstraße von dort ins Zentrum des Parks zu folgen. An einem weiteren, sehr ausgetrockneten See finden wir weitere Hippos – diesmal definitiv noch lebendig.

201710231IMG_8717.jpg


Wir sehen zudem einen Ibis / Hagedasch, einen Elefanten, eine Giraffe und lassen eine Herde Kudus vor uns die Straße überqueren. Zwischenzeitlich hatte es wieder zugezogen, so dass das Licht eher flach wurde.

201710231IMG_8721.jpg


201710231IMG_0999.jpg


201710231IMG_1023.jpg


201710231IMG_8726.jpg


Ein Glanzstar sitzt sehr fotogen auf einem bereits ergrünten Ast. Die Bäume sind hier größtenteils bereits ergrünt, lediglich das Gras ist noch gelb und trocken.

201710231IMG_8733-Bearbeitet.jpg


In sehr sehr weiter Ferne sehen wir ein braunes Etwas und sinnieren darüber, ob wir es mit einem Gnu oder einem einsamen Büffel zu tun haben. Das Hitzeflimmern und der Umstand, dass wir stets nur das Hinterteil zu Gesicht bekommen, macht eine Bestimmung nicht einfacher. Wenn ich nunmehr mit mehr Erfahrung die unscharfen Bilder begutachte, spricht doch mehr für ein Gnu 😉

Im Zentrum des Parks ist die Landschaft wunderschön. Es gibt große Ebenen, die mit gold leuchtendem Gras bestanden sind, außenrum Hügel und in der Mitte einen großen See.

201710231DSC02475.jpg


Wir sehen immer wieder Elefanten, die sich ganz entgegen ihres Rufs sehr friedlich verhalten. Zudem kommt nunmehr die Sonne wieder etwas raus, so dass sich uns ein paar schöne Fotogelegenheiten bieten.

201710231IMG_1036.jpg


201710231IMG_1040.jpg


In die andere Richtung stehen ein paar Zebras, mit dabei ein noch sehr kleines Fohlen, welches sich immer dicht an seiner Mutter hält. Leider ist die Qualität der Fotos aufgrund der Entfernung und Hitze nicht berauschend, aber gleichwohl sehr nett zu beobachten. Und es zeigt sich mal wieder, wie wichtig es ist, zwei Kameras und zwei Teles dabei zu haben, da nunmehr auf beiden Seiten etwas geboten ist 😉

201710231IMG_8758.jpg


201710231IMG_8761.jpg


Rund um den See sind nunmehr eine Vielzahl von Vögeln zu sehen, Seidenreiher, Kormorane, Nimmersatte und und und.. Bei einem kleineren Fahrzeugauflauf ( = 3 Fahrzeuge – bis dahin die größte Ansammlung an Fahrzeugen im Park) zeigt sich ein Hippo grasend an Land.

201710231IMG_1045.jpg


201710231IMG_1048.jpg


Ein Waffenkiebitz läuft durchs Gras.

201710231IMG_1052.jpg


Giraffen durchstreifen die Grasebenenen. Man fühlt sich hier ein wenig an Bilder aus Ostafrika erinnert. Uns gefällt es hier sehr gut.

201710231IMG_8783.jpg


Am See gibt es in einem schönen schilfgedeckten Gebäude einen Bird-Hide, zu dem ein langer Steg führt. Dieser sollte sich für uns als DAS Highlight des Parks herausstellen. Leider fiel er einige Zeit später einem Feuer zum Opfer und ist, soweit ich weiß, mangels verfügbarer Gelder, noch nicht wieder aufgebaut.. Dass es um die Finanzen (des nicht von Sanparks verwalteten) Parks nicht besonders gut bestellt ist, sieht man auch an der sonstigen Infrastruktur. Die Teerstraßen bestehen zum Teil aus mehr Schlaglöchern als Teer, vieles macht einen sehr desolaten Eindruck. Bei den hohen Besucherzahlen eigentlich nur schwierig nachzuvollziehen..
Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025
zuletzt bearbeitet 19. März 2020
Themenstarter925 Beiträge · seit 201619. März 2020 · #14
Tag 4 23.10.2017 Pilanesberg Bakgatla Campsite Teil 2

Bereits unmittelbar nach dem Aussteigen am Hide sehen wir auf einem toten Baum im Wasser zwei Nilgänse in fotogener Pose, die uns die Gelegenheit bieten, sie mal von Angesicht zu Angesicht und nicht nur von oben herab an einem Wasserloch zu fotografieren.

201710231IMG_8788.jpg


Auf verschiedenen Ästen sind Graufischer zu sehen, zudem entdecken wir einen Heiligen Ibis und einen Grünreiher. Auf einem Ast in weiterer Ferne wartet ein Schreiseeadler auf bessere Zeiten.

In einem toten Baum hängt etwas heraus – was sich kurz darauf als Waran entpuppt.

201710231IMG_8800.jpg


Ein Graufischer auf einem Baum neben dem Steg hat fette Beute gemacht und versucht diese nunmehr in den folgenden Minuten fachgerecht essbar zu machen. Es ist schön, dies von so nah, außerhalb des Autos, in Ruhe beobachten zu können. Ein anderer Gast mit großer Kamera und großem Objektiv wurde ebenfalls auf den Vorgang aufmerksam und feuerte nun stakkato-artig Bildfolgen ab. Immer wenn dem Auslöser eine kurze Pause gegönnt wurde, sah sich ein unsichtbarer Frosch unter dem Steg zu einer Antwort genötigt und replizierte auf das Auslöserfeuer mit exakt identischer Zahl an Klicks. Zu einem näheren Kennenlernen kam es jedoch leider nicht.

Insgesamt dauerte es über fünf Minuten, bis der Fisch endlich so weich geklopft war, dass er durch Schnabel und Schlund gewürgt werden konnte.

201710231IMG_8802.jpg


201710231IMG_1072.jpg


201710231IMG_8806.jpg


201710231IMG_8817-Bearbeitet.jpg


201710231IMG_8831.jpg


Vom Hide aus konnten wir einen Kollegen beobachten, der noch im Ansitz auf seine Gelegenheit zum Abendessen wartete.

201710231IMG_8834.jpg


Auf einem toten Baum vor dem Hide waren mehrere Weißbrustkormorane, Silberreiher und Ibisse versammelt.

201710231IMG_8838.jpg


201710231IMG_8845.jpg


201710231IMG_8847.jpg


Weißbrauen-Uferschwalben genossen die Abendsonne.

201710231IMG_8851.jpg


Im Schilf um den Hide waren die Maskenweber eifrig mit dem Nestbau beschäftigt und ein Grünreiher ging auf Jagd.

201710231IMG_1070.jpg


Im Wasser vor dem Hide schwamm eine Schildkröte unbekannter Art umher.

201710231IMG_8844.jpg


Glücklich über so viel Tiere zögerten wir unsere Abfahrt immer weiter heraus, mussten wir doch nur noch über Teer wenige Kilometer bis zum Ausgang fahren. Diese Rechnung hatten wir jedoch ohne die Straße gemacht.

201710231DSC02479.jpg


Was auf dem Papier nach Teerstraße aussah, entpuppte sich nunmehr als reinste Schlaglochpiste, die ein rasches Vorankommen unmöglich machte. Wir lagen dennoch hinreichend gut in der Zeit, als sich vor uns ein Stau auftat – ein NH-Roadblock. Leider konnten wir seinen Anblick nicht genießen, sondern mussten die erste sich bietende Gelegenheit zum Passieren nutzen um gerade rechtzeitig zu Torschluss den Park zu verlassen. Wenigstens reichte es für ein verwackeltes Bild 🙂

201710231IMG_8860.jpg
Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025
zuletzt bearbeitet 19. März 2020
Themenstarter925 Beiträge · seit 201619. März 2020 · #15
Tag 5 24.10.2017 Pilanesberg Bakgatla Campsite Teil 1
Gefahrene KM: 82

24.10..JPG


24.10.sat.JPG


Nach geruhsamer Nacht brachen wir mit Toröffnung erneut in den Park auf. Dabei zeigte sich so langsam ein Nachteil des Bakgatla Ressorts. Alle spannenden und tierreichen Teile des Parks schienen eher in der Mitte zu liegen, die Straße dahin war jedoch katastrophal schlecht.

201710241DSC02483.jpg


Trotzdem sind wir aufgrund der guten Erfahrungen des gestrigen Tages optimistisch. Zudem bringt die aufgehende Sonne alle um uns herum zum leuchten. Kurz darauf präsentierte sich uns bereits das erste Highlight des Tages in Form einer NH-Herde. Anfangs noch etwas verdeckt von Büschen und Gräsern, bekommen wir sie schließlich schön zu Gesicht und können die Interaktionen dieser Riesen beobachten.

201710241IMG_8871.jpg


201710241IMG_8887.jpg


Kurz darauf sehen wir eine Gnuherde.

201710241IMG_1100.jpg


Am See in der Parkmitte angekommen, sieht man anhand der Hippos, dass die Tiefe des Sees wohl überschaubar ist.

201710241IMG_8892.jpg


Im Hintergrund sieht man den Bird Hide. Ein Elefant kümmert sich um die Landschaftspflege.

201710241IMG_8906.jpg


Besonders freue ich mich über einen Löffler, der in einem weiteren See auf Nahrungssuche ist.

201710241IMG_8915.jpg


Wir fahren einige kleinere Straßen und finden ein Klippspringerpärchen sowie Zebras.

201710241IMG_8932.jpg


201710241IMG_1123.jpg


Später machen wir an einem View Point auf einem der Hügel Frühstückspause mit reichlich Besuchern.

201710241IMG_1132.jpg

Natalfrankolin

201710241IMG_1147.jpg

Grauschnabeltoko

Schließlich fahren wir aufgrund der gestrigen Erfahrungen erneut zum Bird Hide und werden wiederum nicht enttäuscht. Zunächst sehen wir einen Heiligen Ibis..

201710241IMG_1158.jpg


… einen Silberreiher auf der Jagd (leider ohne scharfes Foto) und schließlich ein Nachwuchskrokodil.

201710241IMG_1164.jpg


Im Hide fliegen Lesser Striped Swallows / Maidschwalben herum.

201710241IMG_1161.jpg


Draußen ist ein Graureiher auf Beutesuche.

201710241IMG_1173.jpg


Ein Maskenweberweibchen beobachtet, ob das Männchen beim Hausbau alles richtig macht.

201710241IMG_1181.jpg


Am Steg zum Hide futtert ein Graubülbül sich durch das reichhaltige Angebot an frischem Obst und auch der Grünreiher ist wieder zu finden.

201710241IMG_8967.jpg


201710241IMG_8969.jpg


Irgendwann beschließen wir, dass es Zeit ist, zur Campsite zurück zu fahren für eine kleine Mittagspause. Auf dem Weg zurück entdecken wir eine Elefantenherde, die ihrem Aussehen nach zu urteilen soeben vom Baden zurückkommt. Sie laufen zunächst schräg zur Straße, schließlich auf der Straße vor uns her und entscheiden sich dann wenige Meter vor dem Parktor, nach rechts in die Büsche abzubiegen.

201710241IMG_1190.jpg


201710241IMG_1201.jpg


201710241IMG_1209.jpg
Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025
zuletzt bearbeitet 19. März 2020
Themenstarter925 Beiträge · seit 201620. März 2020 · #16
Tag 5 24.10.2017 Pilanesberg Bakgatla Campsite Teil 2

Nachmittags ging es nochmals eine Runde durch den Park. So wie der morgendliche Game Drive mit grauen Riesen endete, begann der abendliche Game Drive ebenfalls mit grauen Riesen. Es war schön zu beobachten, wie diese wunderbaren Tiere das frische Gras weideten und sich nicht im geringsten durch unsere Anwesenheit stören ließen.

201710241IMG_1221.jpg


201710241IMG_1224.jpg


201710241IMG_1225.jpg


201710241IMG_1229.jpg


Kurz darauf gelang es uns endlich einmal, ein Warzenschwein abzulichten, welches nicht sofort die Flucht ergriff.

201710241IMG_1235.jpg


Auf den Ebenen am Seeufer posierte ein Wasserbock.

201710241IMG_1249.jpg


Und auch die weiteren üblichen Verdächtigten zeigten sich bereitwillig.

201710241IMG_1253.jpg


201710241IMG_1273.jpg


201710241IMG_1278.jpg


201710241IMG_1284.jpg


Auch heute waren reizten wir die Gatezeiten wieder bis zum Ende aus. Da wir nun die Straße kannten und uns kein Roadblock mehr aufhielt, kamen wir diesmal jedoch tiefenentspannt und zufrieden wieder auf unserer Campsite an.
Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025
zuletzt bearbeitet 20. März 2020
Themenstarter925 Beiträge · seit 201620. März 2020 · #17
Tag 6 25.10.2017 Red Sands Country Lodge
Gefahrene KM: 536

25.10..JPG


25.10.sat.JPG


Heute stand uns der erste von zwei langen Fahrtagen bevor, um aus der Nähe Johannesburgs bis zum KTP zu gelangen, insgesamt eine Strecke von ca. 1000km. Da wir sowieso Richtung Südwesten weiter mussten und uns aufgrund der ergiebigen Game Drives der letzten Tage erneut gute Sichtungen erhofften, standen wir wieder bei Parköffnung am Gate um einen letzten Game Drive quer durch den Park zu absolvieren.

Relativ schnell zeigte sich, dass dies eine NH, von denen zwei noch vor sich hin dösten. Wir warteten einige Zeit und beobachteten die beiden Langschläfer.

201710251IMG_1300.jpg


Kurz darauf verspürte eines der beiden offenbar doch etwas Hunger und erhob sich.

201710251IMG_1307.jpg


201710251IMG_1312.jpg


Dann gab es einen sanften Stupser für die letzte Schlafmütze, ehe es sofort ans gemeinsame Grasen ging. Meine Bewunderung an den Gleichgewichtssinn der Madenhacker..

201710251IMG_1314.jpg


Nachdem wir die NH verlassen hatten, bogen wir auf einen kleineren Weg ein. Plötzlich lief ca. 100 Meter vor uns etwas seltsames über die Straße und blieb schließlich stehen, um uns zu begutachten. Was war das? Konnte das eine braune Hyäne sein? Damit hatten wir hier überhaupt nicht gerechnet.

201710251IMG_1319.jpg


Wir machen schnell ein Beweisfoto durch die Windschutzscheibe und wollten uns quer hinstellen, als von hinten mit Vollgas ein offenes Game Drive Fahrzeug heranbrauste, offenbar ohne die Hyäene zu sehen und in einer Staubwolke an uns und der Hyäne vorbeischoss. Die Hyäne war selbstverständlich verschwunden.. Entsetzt über so viel Idiotie und Egoismus seitens eines professionellen Guides und zugleich glücklich, zum ersten Mal eine braune Hyäne gesehen zu haben, machten wir uns langsam auf den Weg Richtung südliches Gate.

201710251IMG_1327.jpg


201710251IMG_1333.jpg


201710251IMG_1365.jpg


Fazit Pilanesberg: Landschaftlich wunderbar abwechslungsreich, man sieht viele verschiedene Tiere auf engem Raum. Wir hatten im Vorfeld große Sorgen von viel zu vielen Fahrzeugen. Auch waren wir uns nicht sicher, wie „echt“ sich Game Drives in einem eher kleinen Reservat, noch dazu auf Teerstraßen anfühlen würden. Am Ende erwiesen sich all diese Sorgen als unbegründet. Die Zahl der Besucher war sehr überschaubar, was sicher auch daran lag, dass gerade keine Ferien und Wochenende war. Lediglich einmal stießen wir auf eine große Fahrzeugansammlung, als ca. 15 Autos an einer Kreuzung standen. Da sich die Versammlung aber gerade auflöste, als wir ankamen, konnten wir den Grund der Versammlung nicht mehr aufklären. Ansonsten war uns lediglich das unangemessene Fahren einiger offener Game Drive Fahrzeuge negativ aufgestoßen. Sofern man Wochenenden und Ferien meidet, ist der Park eine wunderbare kleine Oase, die überraschend viel zu bieten hat. Zwar sahen wir keine Katzen, aber dafür fuhren wir ja noch in den KTP 🙂 Sehr gefreut haben wir uns über die zahlreichen NH-Begegnungen. Auch nach der nunmehr fünften „Safari“-Reise waren dies die besten NH-Sichtungen die wir bisher hatten.

Mit Entsetzen mussten wir daher nach unserer Rückkehr lesen, dass der Park allein in den Wochen rund um unseren Besuch 9 NH und im gesamten Jahr 2017 16 NH an Wilderer verloren hatte..

Schließlich machten wir uns gegen 08.15h auf den langen Weg Richtung Westen. Hierfür standen im Vorfeld 3 verschiedene Routen zur Auswahl: Über Botswana nach Kokotsha und von dort in die Mabuasehube Section, von da dann zu Nossob und Auob, eine Route über Kuruman und Van Zylsrus und über Kuruman und Upington. Da wir aufgrund fehlender größerer Sanderfahrung zu großen Respekt vor der Piste von Kokotsha in die Mabua und dem Trail von der Mabua nach Nossob hatten, wir sehr stark divergierende Informationen über die Qualität der Gravel Road bei der Strecke über Van Zylsrus fanden und uns Upington als für einen Großeinkauf optimal geeignet erschien, wurde es am Ende die längere Route über Upington.

201710251DSC02496.jpg


Als Zwischenübernachtung lag passend auf etwas mehr als halber Strecke, kurz hinter Kuruman die Red Sands Country Lodge, welche wir auch gegen kurz vor 15:00, d.h. nach knapp 7 Stunden Fahrtzeit und einer kurzen Mittagspause im KFC in Vryburg erreichten. Wir wechselten uns beim Fahren pünktlich jede Stunde ab, so ließ sich die Zeit gut aushalten. Wir waren überrascht, wie leer und einsam weite Strecken waren, gerade im Vergleich zu unserer bisherigen Route. Zwischen den jeweiligen „Städten“ im Abstand von > 100km befand sich nichts außer vereinzelter Farmen, die Straße kerzengerade aus. Es kam vor, dass einer von uns das Steuer übernahm und eine Stunde später wieder übergab, ohne eine einzige Kurve gefahren zu sein. Schon irgendwie faszinierend 🙂

201710251DSC02503.jpg


201710251DSC02505.jpg


Die Red Sands Country Lodge ist aufgrund ihrer Lage der optimale Übernachtungstop. Es gibt Campsites mit privaten Ablutions oder Bungalows. Da es kurz darauf und meines Wissens nochmals ein, zwei Jahre später dort zu Überfällen kam, sollte man vor einer Buchung vielleicht die Frage der Sicherheit nochmals checken – bereits damals gab es aber hohe Zäune mit Stacheldraht und andere vergleichbar martialische Schutzvorkehrungen. Wir erholten uns von der langen Fahrt und beobachten die örtliche Avifauna. Sehr gefiel uns dabei auch der rote Sand, der uns von nun an für lange Zeit begleiten sollte.

201710251IMG_8999.jpg

Acacia Pied Barbet / Rotstirnbartvogel

201710251IMG_9009.jpg

unidentifizierbarer Schmutzfink

201710251IMG_9023.jpg

Southern Masked Weaver / Maskenweber

201710251IMG_9025.jpg

leider ebenfalls unbekannt geblieben..

201710251IMG_9036.jpg

Groundscraper Thrush / Akaziendrossel
Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025
zuletzt bearbeitet 20. März 2020
4'382 Beiträge · seit 201520. März 2020 · #18
Thomas schrieb:
Hallo Fidel,

so ein Reisebericht ist genau das, was ich jetzt brauche.

Alles Gute
Thomas
Ich auch
seufzt Friederike und freut sich an Deinem "Herausposaune"!
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
547 Beiträge · seit 201420. März 2020 · #19
Hallo Fidel

Herzlichen Dank für deinen tollen Bericht aus 2017. Wir waren Ende 2018 in der Red Sands Country Lodge. Haben uns damals bzgl. der Sicherheit auch etwas Sorgen gemacht, dann aber festgestellt, dass sie sehr viel in die Sicherheit investiert haben aufgrund früherer Überfälle. Wir haben uns definitiv wohl gefühlt dort und würden dort jederzeit wieder einen Stopp einlegen.

Gruss
Stefanie
Aktueller Reisebericht: 8 Wochen Botswana, Namibia und KTP Reisebericht "Breakfast with Lions" - Kapstadt - KTP November 2018, Reisebericht Südafrika Nordosten 2017/18, Mehr Fotos auf unserer Facebook-Seite "We travel not to escape life, but for life not to escape us."
zuletzt bearbeitet 20. März 2020
Themenstarter925 Beiträge · seit 201620. März 2020 · #20
Tag 7 26.10.2017 KTP Rooiputs Teil 1
Gefahrene KM: 601

26.10..JPG


26.10.sat.JPG


Da wir wussten, dass wir erneut eine nicht unerhebliche Strecke vor uns haben würden, standen wir wie gewohnt zeitig auf und machten uns auf den Weg nach Upington als erstes Etappenziel. Der Verkehr war nunmehr deutlich dichter als am Tag zuvor, insbesondere viele LKWs machten immer wieder Überholvorgänge notwendig.

201710261DSC02510.jpg


Schließlich erreichten wir jedoch wohlbehalten Upington. Dort fuhren wir zunächst zur Kalahari Mall, um uns mit allem einzudecken, was wir für die nächsten knapp zwei Wochen brauchen würden. Auf dem Parkplatz unterhielten wir uns kurz mit einer Dame, die erzählte, in der Nähe des Parks eine Farm zu betreiben und gerade beim Futter kaufen war. Das muss echt eine interessante, aber auch extrem aufreibende Tätigkeit sein, in derart trockener Umgebung Landwirtschaft zu betreiben..

201710271DSC02536.jpg


201710271DSC02537.jpg


Schließlich ging es noch zum Upington Slaghuis, wo wir unser zuvor per Email vorbestelltes Fleisch, Spieße und Würstchen tiefgefroren in Empfang nahmen. Etwas entsetzt waren wir dann doch, als wir die Größe des Pakets sahen, dass uns da überreicht wurde.. Da war der Hunger und die Neugier beim Durchgehen der Bestellliste wohl größer als gedacht. Zuhause ernähren wir uns zu 95 % vegetarisch, „richtiges“ Fleisch sieht unsere Küche alle paar Jubeljahre. Da hier Qualität und Preis aber zu stimmen scheinen und das Grillen am Lagerfeuer nunmal eine sehr entspannte, angenehme und einfache Art des Abendessens ist, sich Fleisch – im Gegensatz zu Gemüse – tiefgekühlt wunderbar hält werden wir im südlichen Afrika regelmäßig wieder zu Carnivoren.

Als auch das erledigt war, ging es auf die letzte Teilstrecke zum KTP. Irgendwann kamen die ersten Dünen und die Landschaft wurde immer interessanter.

201710261DSC02519.jpg


Einige Kilometer vor dem Park meinten wir, auf einer Weide Erdmännchen entdeckt zu haben, waren uns aber nicht sicher. Da die Ausrüstung noch von der Fahrt tief verstaut war, beließen wir es beim Verdacht und fuhren weiter. In Twee Rivieren checkten wir ein und brachten die arme Sanparks-Mitarbeiterin fast zur Verzeiflung, da sich unsere Buchung, bedingt durch die KTP-Buchungslotterie für 7 Nächte auf südafrikanischer Seite auf verschiedenste Buchungen verteilte.. Zudem nahmen wir sogleich die Ausreiseformalia aus Südafrika in Angriff, um den Park nach 9 staatenlosen Nächten Richtung Namibia verlassen zu können.

Schließlich war auch dies aller erledigt, Kameras und Ferngläser ausgepackt und auf Rückbank bzw. Schoß verteilt und wir machten uns auf die Erkundung des KTPs, gespannt was uns wohl erwarten würde.

Aufgrund der zahlreichen Reiseberichte über den KTP hatten wir große Hoffnungen auf Katzen, Erdmännchen und braune Hyäenen, zugleich aber die Sorge, dass wir zu den Leuten gehören könnten, die einfach nur „Pech“ haben und für die der Park am Ende einfach nur langweilig ist. Wir nahmen uns vor, komplett unvoreingenommen zu sein und uns schlicht einfach die größte Mühe zu geben, so viel wie möglich zu sehen.

Diesem Vorsatz folgend hielten wir bei der ersten sichtbaren Bewegung an und fanden zwei Vierstreifenmäuse im Gestrüpp – unsere ersten Tiere im KTP 🙂 Leider reichte es nicht für viel mehr als ein Beweisfoto.. Für Mäusefans lohnt es sich aber dran zu bleiben - eine spezielle Mäusesichtung hatten wir noch 😛

201710261IMG_9058.jpg


Auf unserem weiteren Weg nach Rooiputs sahen wir – für uns relativ überraschend – Hartebeestse, Strauße und, ebenfalls etwas überraschend, eine South African Shelduck. Bereits auf diesen ersten Kilometern zeigte sich, dass alle Arten von Vögeln, insbesondere Greifvögel hier in dieser kargen Gegend vertreten waren und wir freuten uns, trotz des vermeintlich schlechten Game Drive Zeit schöne Sichtungen zu haben – exemplarisch hierfür ein Pale Chanting Gawshak in jung und alt.

201710261IMG_9073.jpg


201710261IMG_9078.jpg


Plötzlich sahen wir am Rande der Piste etwas wuseln, das wir zunächst nicht zuordnen konnten. Bei näherer Begutachtung stellten wir fest: Erdmännchen! 🙂

Damit hatten wir nun überhaupt nicht gerechnet – innerhalb der ersten Kilometer im Park, zu schlechter Uhrzeit ausgerechnet die Tiere zu finden, auf die wir gehofft hatten und dann noch so nah, mit Jungtieren und und und..

201710261IMG_9086.jpg


201710261IMG_1391.jpg


201710261IMG_1406.jpg


201710261IMG_9095.jpg


Es war eine reine Freude, ihnen beim Futter suchen und spielen zuzusehen und wie der Nachwuchs immer beobachtend alle Handlungen der Großen beobachtete.

201710261IMG_1386.jpg


201710261IMG_9152.jpg


Zu beiden Seiten der Straße waren sie nun am Wuseln und wir taten uns schwer, alles gleichzeitig zu beobachten und adäquat abzulichten. Die harten Kontraste zwischen Schatten und Sonnenlicht halfen dabei nur bedingt. Unabhängig davon waren wir uns sicher – das ist die Topsichtung des Tages.

Ein interessanter Größenvergleich:

201710261IMG_9113.jpg


Insgesamt waren wir (oder zumindest ich) etwas überrascht über die geringe Größe – in meiner Vorstellung waren Erdmännchen irgendwie immer größer gewesen..

201710261IMG_9126.jpg


Ein Vogel am Himmel schien etwas Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

201710261IMG_9140.jpg


Insgesamt standen wir nun schon eine ganze Weile dort und beobachteten, das Beste sollte jedoch noch kommen.. (Sorry für den Cliffhanger, aber irgendwo muss ich den Beitrag splitten 😛 )
Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025
zuletzt bearbeitet 20. März 2020