THEMA: Uganda - von Affen und Vögeln
06 Apr 2020 14:48 #585531
  • fidel
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  • fidel am 06 Apr 2020 14:48
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Liebe FoMis,

da es auch weiterhin so aussieht, als ob die meisten von uns in näherer Zukunft (was auch immer man sich unter diesem Begriff vorstellen mag) nicht nach Afrika kommen werden und auf der Festplatte noch Bilder von weiteren Reisen schlummern, möchte ich wie bereits angekündigt meine Reiseberichte nun weiter fortsetzen. Vielleicht beschert es dem ein oder anderen ein paar vergnügliche Minuten, schöne Erinnerungen oder Ideen für neue Ziele. Da ich selbst massiv von den Berichten anderer profitiert habe, ist es nun an der Zeit, selbst tätig zu werden.

Für uns ging es im Februar / März 2018 für gute zwei Wochen nach Uganda. Bereits vor unserer letzten Tour, bei der wir circa ein Jahr auf den nächsten (Nichtnord-)Afrikaurlaub warten mussten, war uns klar: so lange wie dieses Mal, halten wir es ohne Afrika nicht aus..

Da für den vorherigen Urlaub auch bereits seit Monaten nahezu alles fertig geplant war und die Planung von Reisen viel Spaß und Freude bereitet, wurden bereits im Herbst 2017 Pläne für einen weiteren Afrikaurlaub geschmiedet. Wir dachten dabei an einen vielleicht etwas kürzeren Urlaub im Frühjahr, so dass man noch Zeit/Budget für einen weiteren Urlaub im weiteren Verlauf des Jahres hat. Wir wollten auf jeden Fall etwas anderes als staubig und trocken und lieber etwas Grün erleben. Zudem sollte auch noch etwas Spannung und Exoktik verbleiben, weshalb wir etwa Südafrika ausschlossen. Das übrige südliche Afrika schien uns für einen "kurzen" Urlaub nur bedingt geeignet, vor allem in der Regenzeit. In Ostafrika könnte man sich hingegen noch in die Zeit vor Beginn der großen Regenzeit "quetschen" und hätte grundsätzlich schon mehr "Grün", nicht so viel Trockenheit durch die vorangegangene kleine Regenzeit und vielleicht etwas Grün durch die gerade beginnende große Regenzeit.

Uganda selbst hatte ich lange einzig und allein mit Gorillatrekking in Verbindung gebracht. Als ich das erste Mal davon las, mutete es etwas seltsam an, extra in ein Land zu fahren und so viel Geld auszugeben, nur um eine einzige Stunde Gorillas sehen zu können. Je mehr wir jedoch über das Land lasen, desto deutlicher wurde, dass Uganda auch jenseits des Gorillatrekkings je Menge zu bieten hat, was auch ohne Gorillas eine Reise rechtfertigen würde. Da es zudem für Selbstfahrer – neben Ruanda – das vermutlich am leichtesten zu bereisende Land in Ostafrika darstellen dürfte, war ein weiterer Pluspunkt.

Nach längerem Hin und Her beschlossen wir zudem, zum ersten Mal nicht als Camper sondern in festen Unterkünften zu nächtigen. Hierfür sprach aus unserer Sicht: das Angebot an vernünftigen Fahrzeugen mit Campingausstattung ist begrenzt und im Vergleich zu Fahrzeugen ohne Campingausstattung relativ teuer, jedenfalls wenn man mehr als "nur" Zelt, Kühlbox, Tisch und Stuhl haben möchte. Die Bilder, die wir bis dahin von Campsites in Uganda gesehen haben, sprachen (anders als etwa in Namibia) auch nicht dafür, dass man hier unbedingt campen muss. Hinzu kam, dass wir durchaus mit einigem Regen rechneten – und da nicht auf ein Zelt unbekannter Qualität vertrauen wollten. Es gibt einige Unterkünfte mit vertretbaren Preisen (wir haben am Ende im Schnitt ca. 80€ pro Nacht gezahlt, z.T. mit Halbpension, z.T. nur mit Frühstück). Zuletzt waren wir uns nicht sicher, wie und ob wir uns für mehrere Wochen vor Ort gut oder ohne großen Aufwand selbst versorgen können. Im Ergebnis sprach somit mehr für feste Unterkünfte als für Zelten. Heute würde ich das etwas anders sehen und stehe einer Campingtour aufgeschlossen gegenüber bzw. sehe ihre Vorteile – das ist aber alles auch immer einfacher, wenn man schon einmal im Lande war.

So wurde schließlich eine Route gebastelt, die wohl eine für Uganda typische Ersttäterroute darstellen dürfte. Viele bleiben kürzer (und haben überall weniger Zeit), manche gar nicht einmal eine Woche in diesem Land (pure Verschwendung), manche länger. Kidepo und alles östlich von Kampala musste leider wegfallen. Das Ziel war, möglichst viel Zeit an den interessanten Orten zu verbringen, zugleich aber auch bei unbekannten und unkalkulierbaren Straßenverhältnissen keine Monsteretappen zu haben.

Nach Einholen einiger Angebote (die Auswahl war nicht riesig) entschieden wir uns, aufgrund der guten Erfahrungen im Forum, der guten Kommunikation und fairen Preise für Douglas/Alpha Rent-a-Car. Aufgrund der guten Kommunikation und da wir die Permits für unsere geplanten Trekkings ohnehin über Douglas organisieren ließen, ließen wir schließlich auch die Unterkünfte durch ihn buchen, was hervorragend klappte und uns viele Einzelüberweisungen nach Uganda ersparte.

Am Ende stand folgende Route:



01 22.02. Entebbe Airport Guesthouse
02 23.02. Entebbe Airport Guesthouse
03 24.02. Murchison Falls NP Heritage Safari Lodge
04 25.02. Murchison Falls NP Heritage Safari Lodge
05 26.02. Murchison Falls NP Heritage Safari Lodge
06 27.02. Murchison Falls NP Budongo Eco Lodge
07 28.02. Hoima Kontiki
08 01.03. Kibale NP Kibale Forest Camp
09 02.03. Kibale NP Kibale Forest Camp – Chimp Habituation Experience
10 03.03. Queen Elizabeth NP Queen Elizabeth Bush Lodge
11 04.03. Queen Elizabeth NP Queen Elizabeth Bush Lodge
12. 05.03. Queen Elizabeth NP Queen Elizabeth Bush Lodge
13 06.03. Bwindi NP Buhoma Community Rest Camp
14 07.03. Bwindi NP Buhoma Community Rest Camp – Gorilla Trekking
15 08.03. Bunyoni Overland Resort
16 09.03. Lake Mburo NP Eagles Nest
17 10.03. Rückflug

Als wir von unserer Tour durch Südafrika und Namibia zurückkamen, fragte meine Mutter ganz unwissend, wo es denn als nächstes hinginge und dass sie ja schon auch mal Lust auf Afrika und wilde Tiere und so hätten. Da wir uns gut verstehen, boten wir ihnen schließlich an, sie mitzunehmen, sofern es kurzfristig noch Gorilla Permits und Verfügbarkeiten zu unseren gebuchten Terminen sowie ein größeres Fahrzeug verfügbar gäbe. Nachdem das alles der Fall war, wurde eine weitere Tranche nach Uganda überwiesen und wir harrten nun zu viert der Dinge, die uns in Uganda etwarten würden – schließlich war es auch für uns das erste Mal "richtiges Afrika" :-)

Wie und ob es uns gefallen hat, werdet ihr hoffentlich in Bälde lesen können – vorab wie gehabt ein kleiner Vorgeschmack als Teaser.









Der Bericht ist "gesonnt", so dass er wie gehabt durch Klicken auf die Sonne rechts oben ohne Kommentare gelesen werden kann. Wie immer freue ich mich über jedwede Rückmeldung oder Rückfragen!

Viele Grüße
fidel
Letzte Änderung: 18 Mai 2020 12:56 von fidel.
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06 Apr 2020 15:00 #585532
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  • Topobär am 06 Apr 2020 15:00
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Klasse, dass Du so fleißig am Schreiben bist.
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06 Apr 2020 15:35 #585534
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Topobär schrieb:
Klasse, dass Du so fleißig am Schreiben bist.

Jaaaaa! Finde ich auch!
Gespannt harrt der Dinge, die da kommen
Friederike
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06 Apr 2020 15:42 #585535
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Freue mich auf mehr!!
:woohoo:
Gruss aus Sodwana
Maddy
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06 Apr 2020 16:56 #585542
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Hoi Fidel

Da bin ich natürlich dabei!
Leg los, hü! ;-)
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06 Apr 2020 17:11 #585545
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  • Cora am 06 Apr 2020 17:11
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Hallo Fidel,

ich freue mich auf deinen Bericht, war im Januar 20 in Uganda auf einer ähnlichen Route unterwegs und kenne auch 2 deiner Unterkünfte Bush Lodge - ein Traum - und Eagles Nest - super schöne Lage.

Viele Grüße Cora
Reisen: Marokko 2006-2019 15 mal, Jordanien 2015, Namibia 2016, Nam-Bot-Sim 2017, Malawi-Sambia 2018, Tansania 2019, Uganda 2020
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