THEMA: SA - KTP - NAM 2017 - Die große Runde
25 Mär 2020 17:20 #584215
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  • H.Badger am 25 Mär 2020 17:20
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Hallo fidel,
vielen Dank für deinen Bericht und die wirklich überaus schönen Fotos.
Tolle Sichtungen hattet ihr vor allem im KTP - beim Anschauen der Bilder schmerzt unser ins Wasser fallender Urlaub dort umso mehr.
Die Erdmännchen-Kobra-Begegnung: Ganz großes Kino!
Aber auch der kletternde Honigdachs und die Kapfüchse sind etwas Besonderes!
Und euer kleiner Leopard ist wirklich höchst fotogen - Sehnsucht pur.
Danke fürs Teilhabenlassen.
Liebe Grüße
Sascha
AKTUELL: Reisebericht 2018: Sri Lanka www.namibia-forum.ch...-sri-lanka-2018.html
Reisebericht 2016: Südafrika, Namibia, Mauritius www.namibia-forum.ch...in-der-kalahari.html
Reisebericht 2016: Kinder und Katzen im Kruger www.namibia-forum.ch...atzen-im-kruger.html
Reisebericht 2017: Namibia - vom KTP zum Etosha NP www.namibia-forum.ch...he-lion-s-share.html
Reisebericht 2018: Kinder und Katzen im Kruger - Reloaded www.namibia-forum.ch...kruger-reloaded.html
Reisebericht 2019: Etosha, Caprivi, Chobe www.namibia-forum.ch...be-2019.html?start=0
Letzte Änderung: 25 Mär 2020 17:21 von H.Badger.
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25 Mär 2020 17:21 #584216
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Tag 13 01.11.2017 KTP Kalahari Tented Camp Teil 2

Am Elands Wasserloch treffen wir auf unsere erste und einzige Tüpfelhyäne dieses Urlaubs. Sie regt sich nicht, scheint aber zu atmen.



Zudem hat sich eine Herde Oryx zum Trinken versammelt.



Im Auob-Tal angekommen, treffen wir erneut auf einen Fleckenuhu.



Nach einem Gleitaar..



kommen wir zum nächsten Fleckenuhu..



Was auch immer heute los, keine Ahnung. Ob dort immer so viele sind und lediglich unsere Augen darauf programmiert sind? Ob alle zum 01.11. eingeflogen sind? Fragen über Fragen..

Auf einem Baum sitzt schließlich ein Weißrückengeier und erlaubt uns erstmals die Beobachtung und Fotografie eines Geiers aus der Nähe.



Es folgen ein Tawny Eagle und ein junger Pale Chanting Goshawk, der gerade dabei ist, etwas für uns nicht erkennbares zu verspeisen.







Schließlich erreichen wir das Kalahari Rest Camp, checken uns mangels Besetzung selbst ein und Beziehen eines der hinteren Zelte weiter rechts. Auch diese Zelte gefallen uns sehr gut. Es ist zwar nicht so exklusiv wie Urikaruus oder Kieliekrankie aufgrund der größeren Zahl an Nachbarn, aber die Abstände sind m.E. weit genug, so dass man die Größe des Camps nicht wirklich mitbekommt. Auch hier würden wir jederzeit sofort wieder nächtigen.

Nach einer Siesta geht es schließlich noch auf eine kleine Abendrunde. Da sich unsere Buchung für das Kalahari Tented Camp aufgrund der Buchungslotterie auf zwei verschiedene Buchungen verteilt, müssen wir jedoch zunächst noch abklären, ob wir beide Nächte im selben Zelt bleiben können. Dem Warden ist unser Problem bereits bekannt, er kann uns jedoch noch nichts versprechen, da er nochmals Rücksprache mit Mata Mata halten muss – er hofft bei unserer Rückkehr eine Antwort zu haben.

Unterwegs entdecken unsere erste Ludwigstrappe..



..weitere Geier und eine Gabelracke.



Am Sitzas Craig Lockhard Wasserloch hat sich für KTP-Verhältnisse eine ganze Armada an Fahrzeugen versammelt.



Der Grund: in 70 – 100 Meter Entfernung hat sich ein Löwenrudel niedergelassen, das in tiefen Schlaf versunken ist.



Na ob das Warten sich da so lohnt? :-) Uns ist das bei der Vielzahl an Autos jedenfalls zu blöd, deshalb fahren wir noch weiter flußabwärts und genießen die schöne Abendstimmung.



Generell ist eines der schönsten Dinge am Safariurlaub meines Erachtens, einfach im besten Licht langsam durch schöne Landschaft zu tuckern, nicht wissend was sich hinter der nächsten Kurve verbirgt.. diese Spannung, verbunden mit der Schönheit der Natur im Abend- und Morgenlicht, macht für mich einen der Hauptreize eines Afrikaurlaubes aus.

Wir sehen noch ein paar Gnus und Springböcke..



..sowie schließlich den gefühlt hundersten Fleckenuhu des Tages.



Als wir langsam gen Camp zurückfahren, ist der Großteil der Autos am Wasserloch verschwunden, die Löwen liegen weiterhin unverändert da. Auf einer Düne sehen wir schließlich die ersten Giraffen im Park.



Zufrieden mit der Ausbeute des heutigen Tages kehren wir zurück zum Camp. Wir erhalten die Information, dass wir in unserem Zelt auch für die nächste Nacht bleiben können und genießen bei einem Lagerfeuer das Gefühl, draußen zu sein.
Letzte Änderung: 26 Mär 2020 09:44 von fidel.
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25 Mär 2020 17:35 #584222
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Tag 14 02.11.2017 KTP Kalahari Tented Camp Teil 1
Gefahrene KM: 118





Nun ist ist es soweit. Unser letzter voller Tag ist gekommen. Diesen wollen wir natürlich voll und ganz ausnützen und starten pünktlich um 05:30 im fahlen Licht der Dämmerung flussabwärts. Ich liebe es, wenn die Gate-Zeiten so gelegt sind, dass man noch einige Zeit vor Sonnenaufgang bzw. nach Sonnenuntergang unterwegs sein kann, so hat man nochmals größere Chancen auf spezielle Sichtungen und ist bei Sonnenauf- oder Untergang an wesentlich interessanteren Orten als am Campeingang. Gerade der großzügige Wechsel der Öffnungszeiten in den südafrikanischen Parks ist dafür hervorragend geeignet, anders als der wöchentlich exakt abgestimmte Zeitpunkt in Namibia. Natürlich gibt es auch Zeiten, in denen man erst nach Sonnenaufgang los darf, Anfang November zählen bewegen wir uns jedoch noch eindeutig auf der Gewinnerseite.

Dass sich der frühe Start lohnt, zeigt sich sogleich. Wir sehen im Flußbett mehrere Löffelhunde auf Futtersuche.



Kurz darauf sehen läuft eine braune Hyäne im Flussbett mit einem großen Knochen im Maul. Sie überquert vor uns die Straße, bleibt mehrfach stehen und läuft schließlich neben uns die Düne herauf. Leider erlaubt das schwache Licht der Dämmerung keine besseren Bilder, der im Kopf gespeicherte Eindruck ist dafür umso größer. Endlich sehen wir eines dieser super interessanten Tiere einmal für mehr als nur 2 Sekunden.













In diesem Kontext kann ich jedem nur wärmstens die Erzählungen von Mark und Delia Owens zu ihren Forschungen zu Braunen Hyänen in CKGR, veröffentlicht im Buch Cry of the Kalahari, ans Herz legen. Man lernt unglaublich viel über diese vermeintlichen Einzelgänger, was man vorher nie vermutet hätte.

Nachdem wir die Hyäne nicht mehr sehen können, fahren wir etwas weiter und treffen erneut auf Löffelhunde, leider erneut etwas weit entfernt.



Schließlich finden wir das gestrige Löwenrudel verstreut über Baumstämme und Wiese wieder. Für ordentliche Fotos ist die Entfernung fast zu groß, für die Beobachtung mit dem Fernglas jedoch optimal, insbesondere da die jüngeren Mitglieder des Rudels voller Energie stecken und immer unterwegs sind. Wir stehen hier fast eine halbe Stunde und werden in der Zeit immer wieder von aus Mata Mata kommenden Fahrzeugen überholt, die für 5 Sekunden anhalten und dann weiterbrausen – am Abend zuvor waren die Löwen wesentlich weiter weg, dafür standen x Fahrzeuge da.. das verstehe wer will.











Irgendwann verlassen wir sie dann doch und finden zunächst mal wieder einen Tawny Eagle.



Kurz darauf läuft etwas Braunes durchs Gras – die nächste braune Hyäne :D



Leider ist sie etwas weit entfernt und nur sehr kurz zu sehen, ehe sie sich in ein dichtes Gestrüpp verkriecht.

Im weiteren Verlauf sonnen sich zwei Weißrückengeier in der Baumkrone.



Kurz darauf zeigt sich ein weiterer Löffelhund.



Kaum zu glauben, dass wir 2019 in 13 Nächten im Park keinem einzigen Löffelhund begegnen.. Heute können wir uns über die zwei Stunden definitiv nicht beschweren..

Es folgt ein Wiedehopf..



.. ehe wir in Dalkeith auf die nächste Löwenversammlung treffen, die es sich auf dem Parkplatz am Wasserloch gemütlich gemacht hat.





Plötzlich scheint etwas die Aufmerksamkeit eines Jungen erregt zu haben. Er hebt den Kopf und geht offensichtlich in den Jagdmodus über.





Ein paar Meter schleichen, ein kurzer Sprint..



.. und das junge Männchen schaut blöd ins Gebüsch, wo sich eben noch eine Manguste befand, die lieber schnell das Weite gesucht hat.



Die Action weckt nun auch das Interesse der älteren Mitglieder des Rudels – wie, wir jagen schon wieder?





Sie trotten herbei, um den Jagderfolg ihres Sohnemanns zu begutachten.



Am Ende stehen drei Löwen da uns schauen blöd ins Gebüsch :-)

Auf dem Weg zurück zum Kalahari Tented Camp treffen wir auf ein paar Giraffen, die gerade mit Trinken beschäftigt sind.



Letzte Änderung: 25 Mär 2020 17:49 von fidel.
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25 Mär 2020 18:05 #584230
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Lieber Sascha,

ich freue mich, wenn ich wenigstens etwas KTP-Feeling transportieren kann, auch wenn es das Gefühl, vor Ort zu sein, nicht zu ersetzen vermag. Nun sind wir hier alle wohl erstmal auf einige Zeit auf Substitution für unsere Sucht angewiesen. Uns hat es leider auch mit einer gebuchten und 1,5 geplanten Reisen erwischt. Wichtiger ist jedoch wahrscheinlich, wie die Leute vor Ort diese Zeit überstehen - unser Problem ist da ein reines Luxusproblem..

Viele Grüße
fidel
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25 Mär 2020 21:53 #584264
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  • jaffles am 25 Mär 2020 21:53
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Hallo fidel,

jetzt muss ich mich auch als Mitleser outen. Bisher habe ich mich einfach an den schönen Bilder erfreut, bis ich plötzlich die 4 Löwen bei Dalkeith erkannt habe :whistle: .
Hab mal unsere Reisedaten abgeglichen und gesehen, dass wir uns im KTP gesehen haben könnten.
Diese 4 Löwen hatten wir nachmittags am 2ten. Hab gerade in unseren Reisebericht nachgelesen.
Und die Löwen bei Craig Lockhard (nicht Sitsas, das ist nördlicher und sieht anders aus!) haben wir ebenfalls gesehen.
Mal sehen, was bei euch noch kommt!
Danke für die Impressionen, nachdem unsere Reise nach Capetown futsch ist :( .
LG Claudia, ein großer KTP Fan
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26 Mär 2020 09:37 #584308
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Tag 14 02.11.2017 KTP Kalahari Tented Camp Teil 2

Am späten Nachmittag geht es schließlich noch auf einen letzten Abendgamedrive. Wir sehen zunächst einen Schakal, der offenbar gerade eine Maus gefangen hat.



Später sehen wir einen Sekretär, einen Gabar Goshawk und eine Gabelracke.







Die Löwen am Sitzas Craig Lockhard Wasserloch von heute Morgen sind immer noch da, haben sich jedoch weiter weg im Schatten verteilt.

Auch die Löwen in Dalkeith sind noch da, jedoch nun in einen komatösen Schlaf verfallen. Süß sind sie ja schon, wie sie so mitten auf der Straße liegen. Wir bleiben jedoch nicht allzu lange bei Ihnen, sondern machen uns dann wieder auf den Rückweg.





Auf der Rückfahrt zieht es langsam zu, in der Ferne sind erste Regenschauer zu sehen.





Kurz vor dem Camp sehen wir eine African Wildcat durchs Gras laufen. Für mehr als ein Beweisfoto langt es mangels Licht und aufgrund von Fokusproblemen leider nicht. Dennoch freuen wir uns sehr über diese Sichtung.



Abends tröpfelt es immer wieder leicht und windet, es bleibt aber trocken.
Letzte Änderung: 26 Mär 2020 09:39 von fidel.
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