THEMA: SA - KTP - NAM 2017 - Die große Runde
17 Mär 2020 21:42 #583151
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  • Sadie am 17 Mär 2020 21:42
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Danke fürs Schrieben und Zeigen. Da bin ich mit dabei da ich doch einige eurer Ziele auch kenne. Ist immer interessant diese Plätze durch andere Augen anzusehen. Deine Bilder gefallen mir gut. Wer ist eigentlich “wir” oder habe ich das überlesen? Würde mich über ein Bild von “wir” freuen damit ich sehen kann mit wem ich Reise.
LG Katrin
If life is a journey be sure to take the scenic route.
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Meine RBs
Expedition Antarktis:
www.namibia-forum.ch...s-und-s-georgia.html

Island In Herbstfarben
www.namibia-forum.ch...-september-2018.html


Nordamerikanische Safari und Landschaften May Till October 2019

www.namibia-forum.ch...landschaft-2019.html

Zweite Selbst Fahrer Tour in Tansania. Same same but different.
Juni 2018
www.namibia-forum.ch...e-but-different.html

Trip reports in English:

Namibia and KTP 2016
safaritalk.net/topic...-tr-nam-sa-bots-nam/

Botswana 2016:
safaritalk.net/topic...fari-tr-bots-nam-sa/

Tanzania 2015:
safaritalk.net/topic...s-and-lions-in-camp/

Nam-SA-Bots 2014:
safaritalk.net/topic...-and-namibiab/page-1
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17 Mär 2020 23:45 #583158
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  • Gabi-Muc am 17 Mär 2020 23:45
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Hallo Fidel,

da bin ich doch gerne dabei. Etwas Abwechslung in den dauerenden Corona-News. Ich steige in Euren Bushcamper ein und sichere mir einen bequemen Platz.

LG

Gabi
04.2016: Gardenroute von Kapstadt zum Addo Elephant Park
08.2017: Okambara, Bagatelle, KTP, Gessert/Keetmanshop, Canyon Lodge/Fish River, Eagle's Nest/Aus, Koiimasis, Sossusvlei, Meike/Swakopmund, Mount Etjo
06.2018: Voigtland, Meike/Swakopmund, Omandumba, Camp Kipwe, Vreugde/Etosha, Mushara, Frans Indongo, Okonjima
04.2019: Voigtland, KTP, Alte Kalköfen Lodge, Kanaan, Tok Tokkie Trail, Le Mirage Resort & Spa, Windhuk
06.2021: Caprivi: Elegant Farmstead, Gabus, Mobola, Namushasha, Shemetu, Hakusembe, Kambaku, Okonjima
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18 Mär 2020 12:41 #583213
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  • Topobär am 18 Mär 2020 12:41
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Hallo Fidel,

so ein Reisebericht ist genau das, was ich jetzt brauche.

Alles Gute
Thomas
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18 Mär 2020 13:58 #583221
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Tag 2 21.10.2017 Marakele NP Bontle Campsite
Gefahrene KM: 55





Nach reichlich nachgeholtem Schlaf geht es nach einen leckeren Frühstück ans Lösen einiger autospezifischer kleinerer Wehwehchen.

Problem 1: Irgendeine Warnleuchte leuchtet. Ich meine, es war die ABS-Warnleuchte. Ein Blick ins Handbuch verrät, dass ein Besuch in der Werkstatt ratsam wäre (zwischenzeitlich wissen wir, es gibt fast kein Auto im südlichen Afrika, wo diese nicht immer mal wieder leuchtet).

Problem 2: Die Lenkung wirkte auf der Herfahrt irgendwie ziemlich „schwammig“. Ob das daran lag, dass sich ein Hilux nach normalen Fahrzeugen in Europa immer etwas ungewohnter anfühlt oder es andere Ursachen hat, konnte nicht aufgeklärt werden. Bei uns kam jedoch hinzu, dass das Lenkrad ab ca. 80km/h stark zu vibrieren anfing. Dies, in Kombination mit der gefühlt schwammigen Lenkung und dem Wissen, von nun an viele tausend Kilometer weit weg vom Depot von Bushlore zu fahren, ließ uns dann doch zum Telefonhörer greifen. Auch unser offenbar autoversierter Gastgeber konnte sich auf das Problem keinen Reim machen.

Ein Anruf ergab die befriedigende Erkenntnis, dass wir die ABS-Leuchte ignorieren sollen. Unser „Lenkungsproblem“ konnte nicht wirklich eingegrenzt werden, als wahrscheinlichste Ursache wurde das Aufziehen neuer Räder ohne Spurkorrektur o.ä. angesehen (an alle Autoexperten: bitte nicht hauen, falls das technisch Blödsinn sein sollte. Wir hatten zu Hause noch nie ein Auto und all mein Wissen über Autos habe ich aus Outdoor/Reise-Foren, Blogs und Top Gear). Wir sollten einfach mal weiterfahren, wahrscheinlich würde sich das Problem mit weiterem Abfahren der Reifen erledigen (tatsächlich wurde es mit der Zeit schwächer).

Nachdem die Autoprobleme somit „gelöst“ waren, ging es für uns nach Thabazimbi um im dortigen gut sortierten Supermarkt unseren Ersteinkauf zu erledigen. Wir fanden alles, was wir für die ersten Tage brauchen würden und was unser Einkaufszettel noch so an zwingend notwendiger Grundausstattung aufführte, einschließlich einer lokalen Simkarte.

Abschließendes Fazit Marula Cottages / Thabazimbi: Eine Topunterkunft, auch mit Blick auf das Preisleistungsverhältnis. Freundliche und hilfsbereite Gastgeber, schöne ruhige Lage. Auf dem Weg von Johannesburg in den Norden würden wir hier jederzeit wieder einen ersten Stop einlegen (direkt vom Flughafen in den Park erschien uns zu riskant). Thabazimbi ist als Bergbaustadt keine Schönheit, es gibt aber alles was man braucht. Wer also von Johannesburg aus Richtung Norden aufbricht, kann den ersten Großeinkauf guten Gewissens auf einen späteren Zeitpunkt verschieben.



Nachdem all die ganzen Vorbereitungshandlungen endlich erledigt waren, ging es endlich Richtung Parkgate, welches sich ein paar Kilometer hinter der Stadt befand. Dort durften wir zum ersten Mal unsere neu erworbene Wildcard (bzw. den Confirmation Letter) vorzeigen, uns wurde der Weg zu unserer Campsite beschrieben und wir durften nach mehr als einem Jahr warten wieder auf Game Drive.

Wir fuhren zunächst die wenigen Kilometer Richtung Campsite, um uns einen schönen Platz auszusuchen (es besteht freie Platzwahl). Es waren einige Plätze besetzt, es gab jedoch noch einen schönen Platz direkt am „Zaun“ des Campingplatzes. Am nächsten Tag waren wir schließlich fast alleine auf dem Campingplatz. Der Park selbst besteht aus zwei Teilen, einem „unteren“ Teil, der weitestgehend flach ist und in dem sich keine Raubtiere befinden und einem „oberen“ Teil, der deutlich bergiger ist und wo es auch Löwen und Leoparden geben soll. Früher war die Bontle Campsite berühmt dafür, dass häufiger NH zu Besuch kamen oder in der Nähe der Campsite grasten. Da wir während unsres Aufenthaltes keine im unteren Teil des Parks entdecken konnten (aber im oberen), weiß ich nicht, ob es im unteren Teil noch NH gibt. Der Vorteil der raubtierfreien Zone im Park ist, dass auf in Südafrika kein Zaun, sondern nur eine Reihe Poller die Grenze markiert und die Tiere sich so frei bewegen können.





Hier sieht man schön die Zweiteilung des Parks. In den oberen Teil geht es durch einen Tunnel unter der Straße, die den Park teilt, hindurch. Im oberen Teil befindet sich auch das schön gelegene Tlopi Tented Camp.

Anschließend richteten wir unseren Camper etwas besser ein, machten und mit der Ausstattung vertraut und legten die erste Nachmittagssiesta des Urlaubs ein.



Langweilig wurde uns dabei zu keinem Zeitpunkt. Dafür sorgte ein steter Strom unterschiedlichster tierischer Besucher. In den Bäumen um uns war ein Cardinal Woodpecker in Aktion (leider ohne scharfes Bild), Kapsperlinge und ein omnipräsenter Gelbschabeltoko wurden immer zutraulicher und zeigten uns bald einen gravierenden Nachteil unserer tollen Campingausstattung: aus unerklärlichen Gründen ist die Unterseite des Campingtisches verspiegelt. Dies führt dazu, dass sämtliche Vögel, die sich dem Tisch so weit genähert hatten, dass sie ihres Gegenübers gewahr wurden, stets alles daran setzten, ihren vermeintlichen Gegenüber zu attackieren. Uns blieb nichts übrig, als die armen Tiere immer wieder zu verscheuchen um sie vor sich selbst zu schützen – ein Problem, dass während des Urlaubs noch wiederholt auftreten sollte.

In der Ferne sahen wir auf der Campsite Grünmeerkatzen herumlungern, die wir aufgrund verschiedener Warnungen im Vorfeld stets im Augen behielten. Auch ein Strauß ließ es sich nicht nehmen, auf der Campsite nach Nahrung zu suchen und flößte uns erst einmal etwas Respekt ein. So aus der Nähe im Stuhl sitzend sind sie doch verdammt groß und über die möglichen Folgen der Kombination von kräftigen Klauen und kleinem Gehirn hatten wir bereits genug Storys gelesen.





Im weiteren Verlauf des Nachmittags konnten wir eine schöne namenlose Eidechse entdecken.



Irgendwann wurde es dann Zeit, sich auf einen Game Drive zur Erkundung des Parks zu machen. Wir fuhren zunächst einen Loop im unteren Teil und trafen dabei auf die ersten Impals und Zebras des Urlaubs.





Der untere Teil des Parks ist relativ dicht bewaldet, weite Teile waren noch absolut knochentrocken und kahl.

Anschließend fuhren wir durch die Unterführung in den oberen Teil des Parks und dort einmal um den einzigen dort vorhandenen Loop. Hier oben ist die Landschaft deutlich abwechslungsreicher, die Berge sind interessant geformt. Auch hier war jedoch alles trocken und in weiten Teilen auf verbrannt. Es zeigte sich jedoch vereinzelt das erste zarte Grün des Sommers. Wenn es grün ist, muss es hier absolut toll aussehen.





Wir entdecken neben weiteren Zebras zwei Klippspringer neben der Straße, die uns den Gefallen tun, sich kurz in Pose zu werfen.






Auch die erste Gabelracke des Jahres wird digital verewigt.



Als wir schon fast auf dem Rückweg sind, freuen wir uns schließlich, unseren ersten südafrikanischen Elefanten beim Abendmahl beobachten zu dürfen.



Er lässt sich von uns überhaupt nicht stören und mampft sich genüsslich durch das frische Grün. Die Möglichkeit, wenigstens ein paar Elefanten sehen zu können, war mit einer Hauptgründe, weshalb wir am Anfang unserer Route noch den Marakele und den Pilanesberg Nationalpark eingebaut hatten. Diese Pflichtaufgabe hatten wir nun am ersten Tag erfüllt.

Zurück auf der Campsite waren wir schließlich pünktlich zum ersten Sundowner des Urlaubs, den wir in vollen Zügen genießen konnten, während auf der Lichtung vor der Campsite Impalas und Warzenschweine friedlich grasten und der Himmel sich langsam rot färbte.







So ging der erste komplette Urlaubstag zuende und wir testeten erstmals das Bett unseres Zuhauses für die nächsten Wochen.
Letzte Änderung: 18 Mär 2020 15:53 von fidel.
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18 Mär 2020 14:25 #583228
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Liebe Bettina,
vielen Dank für die Bestätigung :) Deinen aktuellen Bericht verfolge ich ich ebenfalls mit großem Intersse - und merke erst jetzt beim Schreiben hier wie viel Aufwand tatsächlich hinter so einem Bericht steckt..

Liebe Katrin,
auch ich lese gerne Berichte über bereits besuchte Gegenden - jeder hat schließlich andere Erlebnisse. Eine kurze Einführung habe ich leider im Eingangspost vergessen. Wir, dass sind meine Frau und ich, beide (nunmehr) Anfang 30 aus dem leider viel zu vollen München mit starkem Hang zur Naturbeobachtung und fest im Griff des Afrikaviruses (woran dieses Forum übrigens die die Schuld trägt... Mit Bildern der Protagaonisten, die über meinen Avatar hinausgehen, kann ich leider nicht dienen - da hat wohl jeder seine persönliche Öffentlichkeitsschwelle, hinzu kommen bei mir berufliche Gründe. Außerdem sind wir generationsuntypisch eher fotoscheu - es gäbe also gar nicht so viele Bilder :-)

Liebe Gabi, lieber Thomas,
auch Euch vielen Dank für Eurer Interesse. Ich hoffe, weiterhin rasch neue Kapitel einstellen zu können.

Viele Grüße
fidel
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18 Mär 2020 15:56 #583242
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Tag 3 22.10.2017 Marakele NP Bontle Campsite
Gefahrene KM: 66,5





Mitten in der ersten Dachzeltnacht unserer Urlaubs werden wir plötzlich durch lauter seltsame Geräusche um uns herum geweckt, die wir nicht zuordnen können. Ein Blick aus dem Fenster verrät schließlich: die Impalaherde hat offenbar beschlossen, dass die Campsite eine hervorragende Weidegelegenheit bietet und grast überall um uns herum in wenigen Metern Abstand im Mondlicht. Ein wunderbar friedliches Bild.

Nach dem Aufstehen sitzt die morgendliche Routine noch nicht wirklich sicher, so dass wir einige Zeit benötigen, bis wir endlich erneut den Park erkunden können. Verstärkt wird dieses Problem dadurch, dass das Auto trotz wiederholter Versuche zunächst einfach nicht Anspringen möchte. Irgendwann klappt es dann doch und wir machen uns auf eine erste Runde zunächst durch den unteren Teil des Parks und dem Plan, anschließend im oberen Teil des Parks bis zum Lenong View Point zu fahren.

Wir fahren zunächst wieder zurück zum Parkeingang um uns dann nach rechts zum Tshugulu Drive zu wenden. Der Weg führt durch zum Teil etwas offenere Gegenden, zum Teil durch sehr attraktiven Wald, der bereits deutlich grüner ist als in anderen Teilen des Parks. Zusammen mit dem rötlichen Sand sehr schön anzusehen.

Dort zeigen sich uns die ersten Giraffen.





Sowie erneut die hier offenbar omnipräsenten Impalas.



Wir sehen ein Horde Paviane über die Straße laufen, für ein brauchbares Foto reicht nicht mehr. Anschließend können wir eine Kudu-Dame sowie einen European Bee-Eater bewundern.





Wir legen einen kurzen Stop bei einem Bird Hide ein, der sich uns jedoch nur mit Schlamm und ohne jede Tierwelt präsentiert. Leider hat es etwas zugezogen und ist jetzt bewölkt und grau. Adé schönes Morgenlicht..



Auf dem Parkplatz vor dem Hide finden wir ein Heuschrecken (?) - Pärchen.



Später zeigen sich abermals Giraffen in schönem Wald.







An einem weiteren Hide sehen wir in der Ferne einige Grünmeerkatzen sowie eine Nilgans. Anschließend geht es in den oberen Teil des Parks. Die bereits bei Abfahrt aufgetretene Schwierigkeit, den Motor zu starten, tritt auch während unseres Game Drives immer mal wieder auf. Hinzu kommt jedoch ein neues Problem. Nun beschloss nach der ABS-Leuchte auch das Bremswarnsymbol zu leuchten. Ein Blick ins Handbuch rät doch deutlich dringender als bei der ABS-Leuchte, einen Werkstatt aufzusuchen. Wir haben keinen Empfang, also verschieben wir dieses Problem zunächst.

Im oberen Teil des Parks entdecken wir zunächst einen Hasen, der sich mangels Unterholz nicht verstecken kann (bitte die schlechte Bildqualität zu entschuldigen – es ist leider das einzige Bild..).



Wir finden einen Elefantenhintern in verbranntem Busch und schließlich eine Herde Gnus und Zebras, die sich ersichtlich über das frische sprießende Grün freuen. Leider ist auch hier das Licht nicht auf unserer Seite.









In weiter Ferne sehen wir schließlich eine NH-Mutter mit ihrem Kalb und können Sie eine Zeit lang beobachten.



An der Abzweigung zum View Point stellen wir fest, (a) dass die Straße hinauf verdammt schmal und steil aussieht und (b) dass das Bremswarnsymbol nicht mehr leuchtet – und entscheiden uns dafür, mehr Vertrauen in die Technik unter der Motorhaube als in die Warnleuchten in der Fahrerkabine zu haben.

Es hat mittlerweile noch stärker zugezogen ist relativ kühl geworden.



Je weiter wir der Straße folgen, desto kahler wird die Landschaft. An einigen Stellen gibt es Ausweichmöglichkeiten für entgegenkommende Fahrzeuge, zum Glück ist die Straße stets recht weit einsehbar.

Der Park ist die Heimat einer der größten noch existenten Kapgeier-Kolonien. Wir sehen in großer Höhe ein paar Geier kreisen, ob es sich um Kapgeier oder „gewöhnliche“ Weißrückengeier handelt, ist auf die Entfernung nicht zu erkennen.

Der Blick von oben ist interessant, allerdings ist alles ziemlich diesig und es ist verdammt kalt und windig, so dass es uns nicht lange hier oben hält.



Wir sehen von oben, dass eine Reihe von Autos in Begriff ist, den Berg zu erklimmen und warten ein paar Minuten, um ihnen nicht auf offener Strecke zu begegnen. Beim Starten des Motors begrüßt uns nun erneut – das Bremswarnsymbol.. Nun ist uns doch etwas mulmig zumute. Oben auf einem Berg, vor uns eine steile einspurige Straße, keinerlei alternative Bremsmöglichkeiten.. Wir überlegen, wie gut wohl die Handbremse helfen würde und beschließen, es zu riskieren und die Motorbremse intensiv einzusetzen. Schließlich kommen wir wohlbehalten wieder unten an und fahren zurück zur Campsite – wobei das Bremswarnsymbol erneut verschwindet.

Auf der Campsite angekommen, beschließen wir, dass wir für heute genug Aufregung hatten und genug vom Park gesehen haben und den Abendgamedrive ausfallen zu lassen. Insgesamt ist die Tierdichte nicht sehr groß. Hinzu kommt, dass im oberen, tiertechnisch spannenderen Teil aufgrund der kahlen schwarzen Bäume und der vielen Steine trotz des frischen Grüns alles einen etwas trostlosen Eindruck hinterlässt.

Zum Glück gibt es auch auf der Campsite selbst noch allerhand Spannendes zu entdecken. Ein Frosch – nach unseren Recherchen müsste es sich um einen White Foam-Nest Tree Frog handeln – hat es sich einer Astkabel sehr fotogen bequem gemacht.



Wenig später verlässt er seinen Parkplatz und gibt uns die Chance für weitere Bilder.



Auch Warzenschweine, Impalas, Grünmeerkatzen und Helmperlhühner geben sich die Ehre. Plötzlich lässt sich im Baum über unserem Tisch ein Kleinsperber (?) nieder und hat nichts gegen eine Fotosession einzuwenden.



So geht der Tat schließlich gemütlich zu Ende, morgen geht es auf den kurzen Weg zum Pilanesberg.

Fazit Marakele NP: Der Park ist vielleicht eher für seinen landschaftlichen Abwechslungsreichtum als für seine Tierwelt ein interessantes Ziel. Als erster Park eine Reise bietet er die Gelegenheit, wieder in den Safarimodus zu kommen und bietet jede Menge Ruhe und Naturnähe. Im Rückblick jedoch für uns das Ziel, auf das wir am ehesten hätten verzichten können. Mag sein, dass wir etwas Pech mit diesigem Wetter hatten und zur falschen Jahreszeit da waren, andere Berichte aus dem Park belegen, dass es vor allem in der grünen Jahreszeit lang nicht zu abweisend wirkt. Wir hatten gleichwohl einige sehr schöne Tierbegegnungen und Erlebnisse, die wir nicht missen wollen. Die Campsite selbst ist eine echte Empfehlung, schön gelegen mit vielen Bäumen und Tieren um einen herum, es gibt meines Wissens auch einige fest installierte Zelte zu mieten.
Letzte Änderung: 18 Mär 2020 16:09 von fidel.
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