THEMA: SA - KTP - NAM 2017 - Die große Runde
23 Mär 2020 12:28 #583831
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  • busko am 23 Mär 2020 12:28
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Hallo Fidel,

das Bild vom einzelnen Kapfuchs (Breitseite) im Gegenlicht ist einfach genial.....
.....in besseren Zeiten würde man es ein Kapfuchs mit Corona nennen.....

Danke und liebe Grüsse,
busko
Letzte Änderung: 23 Mär 2020 15:26 von busko.
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23 Mär 2020 15:47 #583848
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  • Sadie am 23 Mär 2020 15:47
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Hallo Fidel, danke dir für die wundervolle Unterhaltung mit deinen ebenso wunderschönen Fotos.
Gratuliere euch zum gerade 2x den gleichen Leopard zu sehen. Das Portrait Bild von seiner Majestät würde bei mir an der Wand hängen. Kann man immer wieder bestaunen. Das erinnert mich an unsern ersten Leopard in the tree und überhaupt. Den haben wir in Savuti in 2012 entdeckt und er war in einem Baum mit einer Impala Beute und hat uns angestarrt. So ein Katzenblick haut mir tief in die Seele. Danke für all die Leo Bilder!
Uri kennen wir und hatten dort ein unvergessliches Löwenkonzert mitten in der Nacht. Wir konnten sie im Mondlicht und mit Taschenlampe von den Stegen und vom Balkon verfolgen. Die Hütte hat sich erschüttert von all dem Gebrüll. Unvergesslich.
Also du siehst, das Schöne am Bericht lesen für uns ist dass viele unserer Erinnerungen auch hochkommen und wir der herrschenden harten Realität ein wenig entfliehen können. Danke.
Katrin
If life is a journey be sure to take the scenic route.
Next: W USA
Meine RBs
Expedition Antarktis:
www.namibia-forum.ch...s-und-s-georgia.html

Island In Herbstfarben
www.namibia-forum.ch...-september-2018.html


Nordamerikanische Safari und Landschaften May Till October 2019

www.namibia-forum.ch...landschaft-2019.html

Zweite Selbst Fahrer Tour in Tansania. Same same but different.
Juni 2018
www.namibia-forum.ch...e-but-different.html

Trip reports in English:

Namibia and KTP 2016
safaritalk.net/topic...-tr-nam-sa-bots-nam/

Botswana 2016:
safaritalk.net/topic...fari-tr-bots-nam-sa/

Tanzania 2015:
safaritalk.net/topic...s-and-lions-in-camp/

Nam-SA-Bots 2014:
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24 Mär 2020 16:03 #584002
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Lieber Busko
wir haben uns auch sehr über das Licht gefreut, so passend hat man es nicht alle Tage :-)

Liebe Katrin,
das große Hochkant-Portrait hängt bei uns in der Tat in groß im Gang und sorgt auch nach den Jahren immer wieder für ein Lächeln. Ich verstehe total, wieso so viele bei Leopardensichtungen scheinbar ausflippen, sind sind einfach etwas sehr besonderes. Eurer Erlebnis in Urikaruus hört sich sehr aufregend an, dort ist scheinbar öfters was geboten ;-)

Viele Grüße
fidel
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24 Mär 2020 17:22 #584022
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Tag 11 30.10.2017 KTP Nossob
Gefahrene KM: 183





Wir haben hervorragend geschlafen, kurz vor Gateöffnung begrüßt uns die Sonne über den Dünen.



Wir verlassen kurz hinter einem anderen Fahrzeug Kieliekrankie kurz nach Gateöffnung. Wir beschließen, zunächst Richtung Auobtal zu fahren, dort den Morgen über nach Tieren zu suchen uns, sobald wir dort nichts mehr sehen, auf den Weg über die obere Dünenstraße nach Nossob zu machen.

Im Auobtal angekommen sehen wir unsere Campnachbarn wieder – sowie zwei Löwinnen, die es sich auf der Straße gemütlich gemacht haben. Unsere ersten Löwendamen im Park und die ersten Löwen nach 4 löwenlosen Tagen (nicht dass ich mich beschweren würde – nur als interessantes Detail, wie sehr das alles immer vom Zufall abhängt).





Irgendwann wird es dann doch Zeit, aufzustehen und etwas Morgengymnastik einzulegen.



Die andere Löwin hat es sich derweil im Flussbett gemütlich gemacht.



Schließlich marschieren beide flussaufwärts.







Wir verlassen die beiden schließlich, nachdem sie sich in höherem Gras niedergelegt haben. Wir fahren weiter und finden einen Northern Black Korhaan.



sowie zwei eifrige Erdmännchen.



Am Himmel kreist ein Tawny Eagle.



Und am Boden läuft ein Crowned Lapwing umher.



Bei einem Erdhörnchenbau herrscht emsige Betriebsamkeit.



An der Kreuzung zur Upper Dune Road treffen wir schließlich noch auf eine Gnuherde.



Anschließend machen wir uns auf den Weg über die Dünen. Dabei treffen wir auf einen sehr kooperativen Black-shouldered Kite.



Später treffen wir auf einen Rock Kestrel (oder ist es ein Lesser Kestrel??), der von uns auf der Straße entlang stolziert und sich dabei nicht aus der Ruhe bringen lässt.



Inzwischen hat es zugezogen und ist sehr diesig, zugleich aber mit nahe der 40° verdammt heiß. Im Nossobtal sind wir zunächst überrascht, wie anders es im „nördlichen“ Nossobtal im Vergleich zu weiter südlich und im Auobtal aussieht. Wir sehen einen jungen Gaukler.



Schließlich kommen wir in Nossob an und checken für eine der 2017 neu errichteten Premium Campsites ein. Diese liegen südlich der normalen Campsite und verfügen jeweils über ein eigenes Duschhäuschen und eine Außenküche. Der Flair entspricht aber dem einer Baustelle. Generell wirkt Nossob natürlich eher etwas staubig und trostlos, wie der letzte Fleck Zivilisation in der Wüste. Die Premium Campsites schaffen es aber, das noch zu übertreffen. Das Blechdach heizt sich ziemlich auf und ist zudem so konstruiert, dass ab frühem Nachmittag alles in der Sonne liegt. Bäume gibt es nicht, nur ein Büsche außenrum mit Bauschuttresten und Müll. Der Blick geht entweder zu den Nachbarn oder Richtung Busch. Ich finde, da hätte man echt mehr draus machen können.. Vielleicht sind wir auch schlicht zu verwöhnt von Uri und Kielie.

Unsere Hoffnung, dass sich der Baustellenflair mit der Zeit und mehr Bewuchs legt, hatte sich übrigens auch mehr als zwei Jahre später nicht erfüllt. Rückblickend betrachtet (wenn ich die Bilder nun noch einmal sehe) war es damals sogar noch attraktiver als letzten Dezember, jedenfalls weniger verwahrlost. Nichtsdestotrotz ist die Lage von Nossob natürlich top und ein eigenes Bad Luxus, so wirklich warm werden wir mit dem Camp aber zunächst nicht und beneiden die normalen Camper um die schönen Schattenbäume.





Es ist furchtbar heiß und diesig, zu gleich aber auch sehr windig. Unsere Versuche, mit unserem Tarp ein Sonnensegel zu errichten, scheitern am starken Wind.

Nachmittags geht es nochmal auf einen kurzen Game Drive zum Marie-se-Gat Loop, den wir bei der Hinfahrt ausgelassen haben. Wir sehen auf dem gesamten Loop nichts außer einem Wiedehopf, der im Gegensatz zu seinen Artgenossen freundlich genug ist, eine Sekunde still zu halten.



Erst am Rooikop Wasserloch haben wir schließlich Glück. Wir entdecken zwei Weißgesichtseulen / Southern White-faced Owl in einem Baum direkt neben der Straße. Nach einigem Rangieren schaffen wir es, durch die dichten Zweige eine Sichtachse für Bilder zu finden.







Sehr erfreut, treten wir schließlich den Rückweg zum Camp an.
Letzte Änderung: 24 Mär 2020 17:33 von fidel.
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25 Mär 2020 10:36 #584137
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Tag 12 31.11.2017 KTP Nossob
Gefahrene KM: 73





In der Nacht hören wir immer wieder in Zaunnähe Löwen.

Wir entscheiden uns entgegen der Mehrheit der Gäste des Camps, für einen Morning Drive Richtung Norden, da wir auch die Gegend nördlich von Nossob kennenlernen wollen. Wir finden zunächst nicht die nächtlich aktiven Löwen, jedoch einen sehr zerrupften Pale Chanting Goshawk.



An einem Webervogelnest etwas abseits des Wegs sitzen auffallend viele Greifvögel im Geäst und etwas bewegt sich dort. Bei näherem Hinsehen zeigt sich, dass ein Honeybadger gerade versucht, in das Nest einzudringen bzw. dort nach Beute sucht.





Doch so wirklich den Eingang oder was er sucht, scheint er nicht zu finden. Schließlich macht er sich daran, an einer Stelle das Nest aufzubrechen bzw. sich hineinzuwühlen.





Auch dies scheint nicht so wirklich von Erfolg gekrönt zu sein. Schließlich gibt er auf, klettert hinab und entschwindet unseren Blicken.



In einem anderen Baum sehen wir kurz darauf unsere erste African Wildcat. Sie scheint ein Auge verloren zu haben. Leider erschrecken wir sie durch unser Bremsen, so dass uns nur ein paar Schnappschüsse gelingen.





Am Wasserloch Cubitje Quap erwartet uns der Anblick zweier stattlicher Gesäße.



Für die nächsten 12 Minuten (laut exifs) bleibt es bei diesem Anblick und dem Geräusch schlabbernder Zungen. Die beiden müssen mächtig Durst haben – oder es macht ihnen Spaß, Touristen ihre Hinterteile zu präsentieren. Irgendwann ist der Bauch voll oder das Touristenärgern zu langweilig.





Es geht ein paar Schritte weiter an unserem Auto vorbei, dann wird geschnüffelt und geschüttelt.





Schließlich lassen sich beide auf den Fahrspuren im Schatten nieder.





Was sie wohl heute Nacht getrieben haben, dass sie soo fertig sind?

Die weitere Fahrt bietet zwar einige landschaftliche Abwechslung, außer ein paar Gnus in der Ferne jedoch weniger Tiere.



Als wir wieder zurückfahren, liegen beide Löwen noch immer im Schatten, nunmehr in tiefen Schlaf versunken. Wir verlassen die beiden und fahren wieder zurück nach Nossob für etwas Siesta. Für heute Abend haben wir einen Night Drive gebucht. Es ist das erste Mal, dass wir einen Night Drive machen, das erste Mal überhaupt, dass wir einen geführten Game Drive machen (wenn man die Bootstour in Mavunje außen vor lässt). Wir sind daher sehr gespannt was uns erwartet. Es geht gemeinsam mit einer Familie und einem deutschen Paar, welches sich später als FoMi Stubsi herausstellte in einem großen LKW Richtung Süden und Marie-se-Gat Loop.

Unmittelbar nach dem Gate stoßen wir auf eine Löwin, die offenbar auf dem Weg zum Wasserloch ist – na toll, jetzt wäre der Hide vielleicht die bessere Variante :-)



Wir sehen auf Bäumen in der Ferne einen Raubadler sowie einige Geier, die jedoch schon aus weiter Ferne Reißaus nehmen. Ein junger Pale Chanting Goshawk ist kooperativer.



Schließlich findet unser Fahrer einen Fleckenuhu.





Wir halten ebenfalls am Baum mit den Weißgesichtseulen von Gestern, anscheinend scheint es sich um ihren Stammbaum zu handeln. Nachdem es langsam dunkel wird und die Scheinwerfer zum Einsatz kommen, sehen wir immer wieder in größerer Entfernung Springhasen. Auf dem Rückweg sehen wir schließlich kurz eine Wildkatze am Rande der Fahrbahn, zuletzt noch für einige Sekunden eine braune Hyäne in einiger Entfernung. Bilder hiervon gibt es leider keine, da ich noch nicht herausgefunden habe, wie man im Dunkeln ohne Blitz sinnvoll mit einem Teleobjektiv ohne Stativ Bilder macht. Manche Kompaktkameras scheinen da einfacher zu sein :-P

Insgesamt war der Night Drive ganz interessant, aber auch nicht mehr. Es ist natürlich immer vieles Glückssache, wir würden ihn wohl durchaus wieder machen wenn die Gelegenheit da ist.
Letzte Änderung: 25 Mär 2020 10:46 von fidel.
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25 Mär 2020 16:29 #584199
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Tag 13 01.11.2017 KTP Kalahari Tented Camp Teil 1
Gefahrene KM: 250





So langsam neigt sich unsere Zeit im KTP bereits dem Ende zu. Wahnsinn, wie schnell die Zeit verfliegt, wenn man nichts tut außer Game Drives, Schlafen und Entspannung..

So geht es für uns nun heute zu unserem letzten Übernachtungstop im KTP zum Kalahari Tented Camp. Wir verlassen Nossob Richtung Süden – da es nun November ist, bereits eine halbe Stunde früher als sonst. Zunächst sehen wir längere Zeit nichts, am Kaspersdraai Wasserloch schließlich einen interessant gefärbten Schakal.





Kurz darauf sehen wir einen jungen Pale Chanting Goshawk, der sich offenbar in der Punk-Phase seiner Jugend befindet.



An einem weiteren Wasserloch haben sich Unmengen an Spatzen versammelt. Kaum zu glauben, dass eine derartige Vogeldichte bis vor nicht allzu langer Zeit auch bei uns zu Hause noch normal war.. Der Vergleich der Massen an Vögeln, die man in Afrika auf Safari findet mit der Population in Europa lässt einen stets etwas nachdenklich zurück..





Wir sehen auch einen Violette-eared Waxbill, die Bilder taugen leider lediglich als Nachweis.. Kurz darauf stoßen wir jedoch auf einen Fleckenuhu, der sich weitaus besser ablichten lässt. Was nun beginnt, ist, nunja, etwas seltsam :-P



Nur 5 Minuten später sehen wir den nächsten Fleckenuhu.



Einige Minuten später treffen wir auf gleich drei Fleckenuhus in einem Baum – was ist denn heute los?



Am Dikbaardskolk Picknickplatz angekommen, gibt es endlich Frühstück mit üblichem Vogelbesuch.



Plötzlich fährt ein Südafrikaner mit Wohnmobil auf den Picknickplatz, steigt aus, läuft auf uns zu und erzählt uns, dass ein paar Kilometer weiter südlich vier Geparden an einem Riss seien. Diese Information hat eine elektrisierende Wirkung. Wir hatten bisher noch nie Geparden gesehen, noch weniger an einem Riss. Die Hoffnung, Geparden zu sehen war einer der wesentlichen Gründe, überhaupt in den KTP zu fahren. Schließlich werden diese offenbar von allen anderen hier ständig gesehen. Wir werden daher alles so schnell wie möglich ins Auto und suchen die von unserem freundlichen Tippgeber beschriebene Stelle, auch wenn wir eigentlich am Picknickplatz auf die Dune Road abbiegen wollten.

Nach einiger Zeit finden wir den Kill, von den Geparden jedoch keine Spur.



Sie haben ganze Arbeit geleistet, lediglich ein paar Schakale streiten sich um die kümmerlichen Reste.

Wir fahren etwas auf und ab und entdecken die vier Geparde schließlich relativ weit entfernt im Schatten liegend. Einerseits glücklich, nunmehr endlich Geparden gesehen zu haben, zugleich etwas enttäuscht, sie am Kill verpasst zu haben, geben wir unser bestes, um sie trotz der Entfernung halbwegs adäquat auf Chip bannen zu könne.





Wir warten nahezu eine Stunde in der Hoffnung, dass sie sich bewegen oder wieder näher kommen.

Leider tun sie uns den Gefallen nicht, außer einigen Stellungswechseln passiert nichts. Dafür sticht uns ein seltsam aussehender Stecken keine 2 Meter von unserem Fenster entfernt ins Auge, der uns aus einem Loch heraus mustert.



Sie ist vollkommen regungslos, starrt uns jedoch die ganze Zeit an. Wir sinnieren darüber, ob wir nicht lieber das Fenster schließen oder weiter weg fahren sollten und ob Kapkobras spucken können.





Da auch von den Geparden keine Kooperation mehr zu erwarten ist, suchen wir schließlich vorsichtshalber das Weite und machen uns auf unseren weiteren Weg.
Letzte Änderung: 25 Mär 2020 16:42 von fidel.
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