THEMA: Uganda - von Affen und Vögeln
10 Apr 2020 23:55 #585954
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Hallo Fidel, wie schön dass deine Eltern so eine gute Einführung zur ersten Safari erhielten.
Ich kenne das Gefühl, da es mir mit unsern erwachsenen Kindern gleich ging. Man will ihnen doch das Beste bieten!
Jetzt verstehe ich auch was du meinst wegen allerlei Erstsichtungen in Uganda. Das würde sich sicher für uns auch lohnen. Mal sehen.
L.G Katrin
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11 Apr 2020 16:09 #586007
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Tag 04 25.02. Murchison Falls NP Heritage Safari Lodge Teil 2

Wir fahren nun einen Loop Richtung Nil und Lake Albert, welcher uns Richtung Delta bringen soll. Wir sehen unsere ersten Oribis (und haben anfangs etwas Probleme, sie von Kobs zu unterscheiden).





Ferner noch mehr Wasserböcke, diesmal mit Nachwuchs..



.. Perlhühner..



und weitere Ground Hornbills.



Dann ist es Zeit für den Auftritt einer weiteren Afrika-Ikone, diesmal in Gestalt einer Rothschild-Giraffe. Diese Giraffenunterart ist stark gefährdet, der Murchison Falls NP ist einer der besten Plätze, um sie noch beobachten zu können.








Weitere Oribis posieren für uns – sie sind sehr hübsch anzusehen und immer wieder fazsinierend, wie viele verschiedene Antilopenarten der afrikanische Kontinent so beherbergt..



Als wir uns dem Ufer des Albert Nils nähern (welcher nördlich aus dem Lake Albert "entspringt", während der Viktioria Nile vom Viktoriassee zum Lake Albert führt und dort in einem Delta mündet – auf dem Sat-Bild einen Post vorher gut zu erkennen), sehen wir, dass die offenbar fruchtbaren Grasflächen an seinen Ufern von einer Vielzahl von Tieren begrast werden. Wir sehen Wasserböcke, Büffel, Warzenschweine und allerhand Vögel, die die Herden begleiten.



Als wir näher ans Ufer kommen, sehen wir ein paar Hippos im Wasser (damit ist eines der "Must-Sees" für meine Eltern abgehakt ;-) ).



Außerdem sehen wir jede Menge Vögel wie Ibisse, White-Faced Whistling Ducks, Squaco Heron, Spur-winged Geese und einen profanen, aber immer wieder schön anzusehenden Graureiher. Alle anderen befanden sich leider etwas zu weit entfernt für vorzeigbare Fotos, insbesondere in Kombination mit nunmehr vorherschendem Hitzeflimmern.



Der Weg vom Delta weg entlang des Viktoria Niles führt etwas weiter versetzt durch etwas dichteren Wald, auch hier gibt es jedoch offenere Flächen und wir sehen neben weiteren Giraffen, einem Buschbock und noch mehr Büffeln erneut eine kleine Elefantenherde.





Da es nunmehr langsam Mittag wurde, beschlossen wir, zur Para Lodge zu fahren um für den Nachmittag eine Bootstour zu den Falls zu buchen und mal einen Blick auf die Preise für ein mögliches Mittagsessen zu werfen. Wir buchen zunächst eine Tour und begeben uns dann auf die Terasse der Lodge, wo wir ein fair bepreistes Mittagsmenu bei toller Aussicht auf den Nil und die am gegenüberliegenden Ufer liegenden Büffel sowie immer wieder kehrenden Elefanten haben. Die Lodge ist riesig und entspricht so in etwa allen Klischees, die man so als normalerweise Nicht-Lodgehopper von einer Lodge hat. Ob wir uns hier wohl fühlen würden, bezweifle ich. Da ist uns die Heritage Lodge trotz ihrer Problemchen doch lieber (auch wenn die Lage der Paraa Lodge natürlich unschlagbar ist).

Auf dem Weg zum Bootsanleger sehen wir schließlich noch kurz eine Warzenschweinfamilie



Dann geht es mit einer Handvoll weiteren Gästen auf das relativ große, zweistöckige Boot. Nahezu zeitgleich mit uns legt auch die Tour des UWA-Boots ab, welches eine ähnliche Bauweise hat und die Tour nahezu identisch fährt – gefühlt fuhr unser Bootsführer besser und mehr zu Sichtungen hin als der Bootsführer des UWA-Boots.

Während wir auf das Ablegen warten, sehen wir bereits einen ersten Elefanten in der Nähe der Anlegestelle am Wasser stehen.



Dann geht es flussaufwärts, immer am Ufer entlang. Wir sehen trotz großer Hitze am frühen Nachmittag jede Menge Tiere und Vögel, die sich alle im und am Wasser aufhalten. Das Boot ist glücklicherweise so dünn besucht, dass wir uns bequem zwischen Seiten und Decks des Boots für die jeweils beste Fotoposition bewegen können. Eine Gruppe Amis bestätigt leider den Ruf, der ihnen nacheilt, ansonsten sind alle anderen Gäste sehr angenehm.





Es ist nicht immer einfach, von so einem großen Boot aus eine gute Fotoposition zu erwischen, aber der Bootsführer gibt sich ehrlicherweise große Mühe, uns dass so gut es geht zu ermöglichen. Der Guide an Deck wirkt sehr kompetent und ist zudem super nett, einzig die Ausprache mancher Tiere (inbesondere der "wiva bats") führte bei uns zunächst zu etwas Rätselraten und schließlich zu jahrelangen schönen Erinnerungen bei jedem neuen Weaver Bird.







Immer wieder verstecken sich mächtige Krokodile im Gebüsch.



Selbstverständlich gibt es auch Hippos in rauen Mengen und in allen Größen.





Sehr freuen wir uns auch über diverse Bee-Eater, die unsere Bee-Eater-Sichtungsliste vergrößern wie den Red-Throated Bee-Eater..



.. und später das nördliche Pendant zu den Carmine Bee-Eater des südlichen Afrikas. Für Krokodil-Fans ist die Ecke sicher eine der besten Afrikas.





Auf Inseln im Fluss zeigen sich immer wieder Hippos.





Dazu sehen wir nahezu sämtliche vertretene Reiher- und Kingfisherarten.



Leider hat es langsam zugezogen und ein starker Sturm kam auf. In der Ferne sah man hohe Gewitterwolken auftürmen, irgendwann donnerte es auch in der Ferne. Wir erreichten schließlich das "Ziel" der Tour, die Murchison Falls. Leider sah man (wie wir vorher wussten) nicht wirklich viel, was man sah, war jedoch durchaus beeindruckend. Das Boot tat sich sichtlich schwer, in der starken Strömung und dem Sturm zu navigieren.




Das Ufer war hier wesentlich steiler und nochmals dichter bewachsen. Ein Schreiseeadler saß genau auf Augenhöhe.



Am gegenüberliegenden Ufer lagen jede Menge Krokodile. Ich weiß nicht ob wir es dort hörten oder ich es irgendwo anders gelesen hatte und ob es stimmt, aber es scheint als ob die Krokodile dort so zahlreich und riesig rumlungerten, weil sie sich vom steten Strom von Fischen, der benommen oder ausgenockt unten in der Strömung landete, ernähren.



Manche mussten erst noch etwas wachsen.



Zurück ging es nun mit etwas höherer Geschwindigkeit, jedoch nicht ohne weitere Sichtungen wie Jackson Hartebeests



oder unsere ersten Black-and-white Colobus Affen, die sich jedoch sehr weit enfernt befanden und gerade so erkennbar waren..



Am Ufer war nun auch eine Gruppe Anubis-Paviane



Schließlich erreichten wir wieder den Anleger. Auch wenn es sich um ein großes Boots handelt, hat sich die Fahrt voll und ganz gelohnt; allein die unglaubliche Vielzahl an Tieren und Vögeln, die man hier zu Gesicht bekommt ist fantastisch, der Blick auf die Fälle ist da nur das I-Tüpfelchen. Klar ist ein kleineres Boot sicher besser (seine Vor- und Nachteile werden wir in ein paar Tagen kennenlernen), aber auch wesentlich teurer.

Das Gewitter hatte sich nunmehr glücklicherweise verzogen, und so ging es im besten Abendlicht zurück zum Parkgate, natürlich nicht ohne weitere Sichtungen.










Zurück am Gate müssen fahren wir noch über den Nil nach Pakwach, um zu tanken. So langsam kommt uns der Verdacht auf, dass etwas mit dem Fahrzeug nicht stimmen kann. Entweder stimmt die Anzeige nicht, oder wir verbrauchen im Schnitt 15-18 Liter auf 100km. Bereits auf unsrer Fahrt zum Murchison Falls NP mussten wir einmal tanken, nun neigt sich die Nadel erneut bedrohlich. Wie viel in den Tank passt, konnte uns bei der Übergabe nicht gesagt werden, wir hatten jedoch immer voll machen lassen. Noch waren wir uns aber nicht zu 100% sicher, ob das normal ist oder nicht. In Pakwach ging das Tanken ohne Probleme von statten, einzig die Belagerung durch Verkäufer war etwas anstrengend – das hat man aber nahezu überall in Uganda, wo regelmäßiger Fahrzeuge anhalten (aber lang nicht so nervig wie etwa in Ägypten oder auch manchmal in Namibia).

Als wir wieder aus dem Ort rausfuhren, waren einige Bewohner gerade beim Abendspaziergang. Ein Elefant bewegte sich außerhalb des Reserves in der Nähe der Straße und auch die Bewohner zückten ihre Handys für ein Bild und beobachteten ihren wilden Nachbarn. Meines Wissens sind die Konflikte zwischen Bewohnern und Tieren hier nicht so ausgeprägt wie im Queen Elizabeth NP, da die Gegend um den Park hier wesentlich dünner besiedelt ist. Die Gefahr durch den Mensch für die Tierwelt kommt hier aus anderer Richtung..

Zurück in der Lodge gab es erneut ein leckeres Abendessen, als Alternative zum allgegenwärtigen Nile Special wurde diesmal ein Tusker ausprobiert – geschmacklich leider nicht dasselbe :)
Letzte Änderung: 18 Mai 2020 13:01 von fidel.
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12 Apr 2020 03:15 #586051
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Hallo Fidel, sehr schöner Game Drive mit Bootsfahrt!
ich habe eine Frage: Was sind deine Gründe dafür dass du nicht auf der näheren Seite des Parks nahe der Fälle übernachtet hast? Wegen der Fähre und dem Preis der Lodges?
Möchte gerne dein reasoning erfahren.
L G Katrin
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13 Apr 2020 12:19 #586150
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Hallo Katrin,
der Grund ist primär der Preis gewesen. Es gibt zwar auch auf der Südseite ein paar günstigere Lodges, aber wir wollten uns die Fähre zu den Gamedrive-Gebieten (die sich alle auf der Nordseite befinden) ersparen. Auch auf dem Weg vom Gate bis zu den "eigentlichen" Game Drive Gebieten haben wir immer sehr viele schöne Sichtungen gehabt, die Fahrzeit von der Heritage Lodge bis nach Paraa ist nicht soo lang. Wobei auch die Heritage Lodge zwar außerhalb des Parks lag, aber ohne jegliche Zäune o.ä., so dass wir mehrfach Elefanten in der Nähe der Lodge sehen konnten. Im Nordteil selbst gibt es nur die Paraa und die Pakuba Lodge sowie ganz im Osten (und damit noch deutlich abgelegener als die Lodges außerhalb im Norden) noch eine Lodge. Rückblickend würde ich wohl eher in den sauren Apfel beißen und in der Pakuba Lodge (mit gemischten Reviews) absteigen, dafür aber nicht immer hin und her fahren müssen. Das war das erste Mal, dass wir irgendwo "außerhalb" übernachtet haben, aber bisher seitdem auch das letzte Mal :-) Aber irgendwo muss man halt sparen anfangen bei so einer teuren Reise, und die Pakuba Lodge kostet das 2-3fache der Heritage Safari Lodge und man zahlt, je nach Zeitpunkt der Ab- und Anreise ggf. einen weiteren Tag Eintritt.

Sobald die Brücke über den Nil fertig ist, bieten sich natürlich die Lodges am Südufer des Nils eher an (oder eine der schönen Campsites mitten im Game Drive Gebiet).

Viele Grüße
fidel
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13 Apr 2020 20:11 #586211
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Tag 05 26.02. Murchison Falls NP Heritage Safari Lodge
Gefahrene KM: 85





Diese Nacht war erholsamer als die letzte. Wir durften unsere Hütte umziehen und in die deutlich größere und angenehmer gestaltete Hütte neben meinen Eltern ziehen. Auch der Wecker tat an diesem Morgen seinen Dienst und so standen wir nach einem weiteren leckeren Frühstück (das Frühstück ist generell eines der Highlights in Uganda) diesmal mehr oder weniger pünktlich mit Sonnenaufgang am Gate (so wie es nach Plan sein sollte).



Im Tümpel auf der Zufahrt sahen wir bereits wieder im ersten Morgenlicht einen Graureiher sowie einen Schreiseeadler.



Auch innerhalb des Parks zeigten sich rasch verschiedenste Tiere. Eine Warzenschweinmutterr hatte nichts dagegen einzuwenden, dass wir sie bei der Nachwuchsversorgung beobachteten.



Kurz konnten wir einen Blick auf unseren – neben Mangusten – erstes Landraubtier in Uganda werfen, einen für uns neuen (und bisher einmaligen) Goldschakal.



Die Landschaft des Parks ist wirklich einmalig.



Wie man sieht, war die Gegend relativ trocken, einige Stellen wirkten auch als hätte es nicht vor einiger Zeit Buschfeuer gegeben, es spross jedoch bereits frisches Gras. Hatten wir wie bereits geschildert anfangs noch etwas Probleme, Kobs und Oribis auseinanderzuhalten, machten manche Sichtungen es uns da einfacher..



Wir sahen ein junges Hartebeest..



..sowie erneut eine größere Büffelherde, die offenbar gerade frisch von der Beauty-Farm kam.



Auf einem der Palmsträucher saß ein Steinschmätzer und wärmte sich auf.



Wir sahen Elefanten..



.. und noch mehr Büffel.



Wir sahen unseren ersten Kappengeier und kurz darauf den Grund seiner Anwesenheit, ein totes Büffelkalb. Grund des Versterbens oder Besitzer des Kills waren jedoch leider nicht auszumachen.





Mit der heutigen Erfahrung würden wir evtl. noch länger dort stehen bleiben und warten (bzw. fragte ich mich gerade, weshalb wir das nicht taten), aber gerade mit Safari-Ersttätern hat man irgendwie häufiger das Gefühl, immer weitefahren zu müssen um neue Sachen zu finden.. Und natürlich kann man sich in so einer Situation, gerade früh am Morgen, immer nur falsch entscheiden.
Immer wieder sahen wir einzelne Elefantenbullen und auch größere Herden verschiedenster Tiere in der Ferne. Erwähnte ich schon, dass die Landschaft super interessant ist? :)





Wir fuhren erneut auf einen der Loops Richtung Westen, wo es landschaftlich etwas anders aussah. Es war grüner, buschiger und gab zum Teil schöne Akazienwälder. Hier stießen wir auf eine große Herde Giraffen.





In einem Baum turnte ein roter Stummelaffe herum.





Wir freuen uns über eine Erst-Sichtung eines Cinnamon-Chested Bee-Eaters. Ich saß grad ewig und habe Bilder verglichen, ob es sich nicht doch nur im einen Little Bee-Eater handelt.. dagegen spricht jedoch ein eindeutig zu erkennender weißer Fleck an der Wange bzw. am Nacken, was gegen Little und für Cinnamon-Chested (oder Blue-breasted) spricht. Auch gibt es kein blauen Streifen über dem Auge. Dafür soll der Cinnamon-Chested eigentlich vor allen in höheren Lagen vorkommen, wir befinden uns hier aber "nur" auf ca. 1000m.. Größe ist irgendwie schwer zu beurteilen, tendiert aber eher Richtung Little..



Irgendwann machen wir uns langsam wieder auf den Weg zurück Richtung Norden. Löwen o.ä. fanden wir leider keine, hörten aber, dass es morgens irgendwo eine Sichtung gegeben haben soll.

Auf dem Rückweg stoßen wir auf einen verdammt großen Waran, sicher fast 2 Meter lang.



Schließlich können wir nochmals einige Rote Stummelaffen mit Nachwuchs beobachten.






Am Tümpel vor dem Gate angekommen, erwartet uns ein unerwarteter Anblick.



Hunderte von Abdim-Störchen sitzen und stehen in der Gegend sowie auf allen verfübaren Bäumen. Im Hintergrund des letzten Bildes sieht man den Ort Pakwach.



Noch mehr freuen wir uns über einige Kronenkraniche. Diese Wappentiere Ugandas standen auf der Wunschliste ziemlich weit oben.




Zurück in der Lodge genehmigen wir uns einen kleinen Snack und ruhen uns aus.



Irgendwann wird es mir doch zu langweilig und ich begebe mich auf Vogelsuche. Es flattern sehr viele Vögel umher, leider verstecken sie sich recht gut in dichten Büschen..



Der Red-Chested-Cordon Bleu zählt zu den Vögeln, bei denen beim Blättern im Guidebook stoppt und sich wünscht, ihn mal live zu sehen und bei dem man sich frägt, wie die Natur auf manche Eigenarten kam..



Grey-backed Fiscals sind allgegenwärtig, ferner gelingen von Brown Babbler / Sudandrossling, Fawn-Breasted Waxbill / Ockerastrild, Common Bulbul / Kapbulbul, Abysinian Roller / Senegalracke, Crimson-breasted Shrike / Scharlachwürger, Blue-headed Coucal / Mönchskuckuck, Northern Brown-thorated Weaver / Riedweber und Rüppell's Longtailed Starling / Schweifglanzsstar wenigstens Nachweisbilder..

Leider türmen sich recht plötzlich große Gewitterwolken auf und es wird duster. Nun folgt ein heftiger Wolkenbruch. Wir beschließen, den Nachmittags-Gamedrive sausen zu lassen und zu versuchen, für den nächsten Morgen eine Bootstour den Nil abwärts Richtung Delta zu organisieren. Unser Problem ist, dass sämtliche Standardtouren Richtung Delta meist um 07:00 Uhr starten, wir jedoch aufgrund Gateöffnung um 07:00 Uhr nicht um 07:00 Uhr am Anleger sein können. Mit Hilfe von Führer (Bradt's) und dem Lodge-Manager gelingt es uns, Preis und Optionen bei der Paraa Lodge zu erfragen und einen Treffpunkt für morgen früh, 08:00 Uhr für eine Privattour zu vereinbaren. Geplant waren meine ich 3-4 Stunden für 200 oder 250$.

Anschließend unterhalten wir uns etwas mit dem Manager. Er erzählt, dass er aus der Gegend sei und während des Bürgerkriegs der LRA in den 90er Jahren seine gesamte Familie verlor, als er noch ein Kind war. Er sei dann nach Kampala gegangen und habe sich dort durchgeschlagen und schließlich weiter zur Schule gehen können und sogar an der Uni Tourismus studieren können. Seine Geschichte zeigt uns eindrucksvoll, wie nah die zum Teil weiterhin ungelösten Konflikte hier in der Gegend bei allen Menschen sind.. Unglaublich, wie fröhlich und hoffnungsvoll die Menschen hier trotz all der schwierigen Vergangenheit und Gegenwart immer sind..
Letzte Änderung: 13 Apr 2020 20:27 von fidel.
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13 Apr 2020 23:21 #586232
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Hallo Fidel, danke für deine Erklärungen wegen dem Lodge Ort. Wann soll dann die Brücke fertig sein?
Die Landschaft hat wirklich etwas magisches an sich. Würde mir gut gefallen. Wir hâtten vorgehabt im Delta zu campen und nur bei der Hin und Rückfahrt die Fähre zu gebrauchen.
Danke für all die schönen Bilder von all den neuen Tieren. Mach weiter so...
Katrin.
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