THEMA: Uganda - von Affen und Vögeln
07 Apr 2020 21:00 #585670
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Hallo Fidel

Ein Uganda-Reisebericht und dann noch von dir, da bin ich gerne mit dabei! Uganda steht auch irgendwo auf unserer Afrika-Wunschliste :)

Beste Grüsse
Stefanie
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09 Apr 2020 11:51 #585815
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Hallo Cora,
danke für deine Eindrücke und neueren Infos. Wir sind auch sehr froh darüber, dass wir den Schuhschnabel gefunden haben, die Zeit der Suche war auch wunderschön und stets unterhaltsam, lediglich die Sorge, "leer" auszugehen wuchs mit fortschreitender Stunde..

Hallo Katrin,
ich glaube, ihr müsst da Uganda definitiv nochmal überdenken. Gerade mit euerer Erfahrung, auch in Ostafrika, würdet ihr glaube ich in Uganda definitiv nicht enttäuscht werden. Es ist ein absolut traumhaftes Land und (soviel sei vorweggenommen) das Land, dass uns bisher am meisten beeindruckte und dass ich als das bisher "schönste" Land, dass wir besucht haben, ansehen würde. Klar gibt es Probleme und Hürden, aber das Gesamtpaket stimmt. Es gibt vielleicht nicht gar so viele Tiere wie in Tansania oder nicht in derselben Vielfalt, aber dennoch genug für spannende Safari-Tage und zudem eine stets interessante Landschaft und die Chance auf Tiere, die man woanders nicht zu Gesicht bekäme. Einzig die immer wieder zu lesende Kritik am Queen Elizabeth NP (zumindest dem Nordteil) teile ich durchaus, der wird bei vielen Routen zu stark gewichtet.

Hallo Stefanie,
vielen Dank für dein Interesse - ich hoffe sehr, dass ihr es auch irgendwann einmal dahin schafft. Es bietet zwar nicht die Einsamkeit des südlichen Afrikas o. den Tierreichtum von Serengeti und Masai Mara, dafür viele wirklich einmalige Erlebnisse.

Gleich gehts weiter mit dem nächsten Tag.

Viele Grüße
fidel
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09 Apr 2020 11:59 #585816
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Tag 03 24.02. Murchison Falls NP Heritage Safari Lodge
Gefahrene KM: 427





Noch bevor unser Wecker klingelt, machen sich die Stuttgarter bereits im Dunklen auf den Weg. Leider ist das nicht zu überhören, da alle Zimmer zum Garten und Parkplatz hin ausgerichtet sind. Wir kommen deshalb in das Vergnügen, schon früher als geplant wach zu werden..

Nach dem Frühstück machen auch wir uns gegen 08:00 Uhr auf den Weg Richtung Murchison Falls NP. Wir haben überhaupt keine Ahnung, wie lange wir brauchen werden, da es hierzu keinerlei verlässliche Zahlen gibt – es hängt schlicht sehr stark davon ab, wie schnell man durch Kampala kommt. Wir folgen der Verbindungsstraße Entebee – Kampala einige Kilometer nach Norden. Der Verkehr ist zwar dicht, aber fließt. Der neue Highway, der die beiden Städte verbindet, ist zum damaligen Zeitpunkt zwar schon fertiggestellt, aber noch nicht eröffnet.

Mein Plan war, irgendwann Richtung Westen abzubiegen und Kampala über kleinere Straßen zu umfahren, die Route hatte ich gestern Nachmittag gebastelt und aufs Navi geladen. Daher geht es nun irgendwann nach links ab auf eine Lehmpiste zwischen Häusern durch. Die Straße lässt sich gut fahren, ab und an müssen wir abbiegen. Es geht meistens durch Siedlungen, zum Teil auch durch Wald- und Sumpf, aber man kommt gut voran. Die Route ähnelt ein wenig dem Verlauf des neuen Highways (sofern jemand den Track benötigt, ich hatte ihn hier im Uganda-Forum irgendwann mal gepostet). Irgendwann kommen wir wieder auf eine größere Straße mit Verkehr, jedoch ist nun der Northern Bypass nicht mehr weit. Rechts von uns liegt Kampala, soweit man sehen kann sind sämtliche Straßen verstopft.

Auch auf dem Northern Bypass ist der Verkehr zäh, es geht jedoch voran und nach nicht einmal 1,5 Stunden ab Abfahrt sind wir an Kampala vorbei und auf der Fernstraße Richtung Gulu. Die Häuser werden weniger, der Verkehr auch. Aufgrund der vielfältigen Eindrücke links und rechts der Straße wird einem auch nicht so schnell langweilig. Sämtliches Leben spielt sich hier an und auf der Straße ab. Immer wieder kommen wir an Verkaufsständen vorbei, die alles mögliche verkaufen. Aufpassen muss man jedoch auf Busse und LKW, welche immer wieder waghalsig überholen oder auf der falschen Spur fahren, vor allem die Busse dabei mit absurder Geschwindigkeit.

Wir kommen gut voran, so dass wir gegen 12:00 Uhr an der Abzweigung zum Ziwa Rhino Sanctuary stehen. Wir wollten unseren Besuch dort davon abhängig machen, wie gut wir vorankommen. Da erst erst 12:00 Uhr ist und wir "nur" noch ca. 200Km auf Teer vor uns haben, beschließen wir, den Rhinos einen Besuch abzustatten.

Das Sanctuary ist der seit 2005 laufende Versuch, die in Uganda ausgerotteten NH (ursprünglich Northern W. R., nunmehr Southern W.R.) wieder in Uganda zu vermehren und eines Tages aussiedlen zu können. Dabei handelt es sich um ein Joint Venture aus UWA (der ugandischen Nationalparkverwaltung) und privaten Organistationen. Die NH leben auf einem großen, mit Elektrozaun gesicherten Gehege und werden rund um die Uhr von Ranger bewacht.

Es geht einige Kilomter zum Headquater, wo uns ein Guide zugewiesen wird, mit dem wir nochmals ein paar Kilomter auf einem kleineren Feldweg fahren. Schließlich wird das Fahrzeug neben der Straße geparkt und es geht zu Fuß weiter. Es ist verdammt heiß und stickig, deutlich über 30° C. Naturgemäß ist das nicht die beste Zeit, um NH zu suchen, wenn man aber nicht vor Ort übernachtet (was sicher die vorzuziehende Variante wäre), bleibt einem aber nichts anderes übrig, als Mittags nach NH zu suchen.



Es geht über ausgetrockente Sumpfwiesen und bereits nach wenigen Minuten sehen wir in einiger Entfernung zwei NH unter einem Baum liegen.





Wir können relativ nah rangehen, zu Fuß ein durchaus spannendes Erlebnis.





Unter verschiedenen Bäumen und Büschen entdecken wir schließlich noch weitere NH. Ingesamt sehen wir am Ende 17 verschiedene NH, was zum damaligen Zeitpunkt mehr als 3/4 der ugandischen NH-Population entspricht..


Übersichtstafel, noch ohne den letzten Nachwuchs

Wir haben sogar das Glück, ein Auge auf den zum damaligen Zeitpunkt jüngsten Nachwuchs zu werfen, der zu diesem Zeitpunkt ca. eine Woche alt war. Leider versteckte er sich recht gut, so dass es nur ein Beweisfoto gibt.



Es ist schön, dass es die Einrichtung gibt und sie macht einen sehr vernünftigen und durchdachten Eindruck und die Zahl wächst nach und nach. Ob es jemals dazu kommen wird, dass die NH wieder ausgewildert werden können, erscheint mir aufgrund der vielfältigen Mensch-Tier-Konflikte in Uganda eher fraglich. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

Zurück am Headquarter sind wir aufgrund der Hitze ziemlich platt und genehmigen uns daher ein kühles Getränk und eine Kleinigkeit im schattigen Café/Imbiss. Leider zieht sich das alles etwas, so dass wir erst nach 15:00 Uhr auf die letzte Etappe des Tages starten können. Zunächst geht es wie gehabt gut weiter. Bei Kuruma überqueren wir den Nil (fantastisch, einen Fluss so viele Tausend Kilometer weiter südlich als man ihn bisher aus Ägypten kann, wiederzutreffen). Die Gegenden hier sind einsamer und leerer, es gibt nur noch vereinzelt Dörfer und Orte. Landschaftlich sehr attraktiv, oft waldig. Leider wird die Straße immer schlechter und besteht bald aus mehr Schlaglöchern als Teer. Optimal, wenn man am Ende eines langen Fahrtages irgendwann endlich ankommen möchte. Die vermeintlich kurze Strecke nördlich des Parks entlang zieht sich so doch noch einmal gewaltig.

Die Sonne sinkt immer tiefer, nach Berechnungen des Navis sollten wir exakt mit Sonnenuntergang ankommen. Kurz vor Pakwach haben wir dann doch noch einen großen "Aaah"-Moment: etwas unterhalb der Straße stolziert ein prächtiger Elefantenbulle durch die Wiese. Wunderbar majestisch anzusehen. Meine Eltern sind (als Safari-Ersttäter) sehr angetan. Fotos gibt es hiervon leider keine – der Wunsch, doch endlich einmal anzukommen, war größer als die Lust auf Fotos. Nach kurzer Zeit fuhren wir daher weiter, um schließlich kurz nach Sonnenuntergang, aber noch im Hellen, in der Heritage Safari Lodge anzukommen.

Die Lodge liegt sehr schön oberhalb des Nils und besteht aus lauter kleineren Rondells, die zwar realtiv einfach gehalten sind, aber ihren Zweck voll und ganz erfüllen. Meine Eltern erhalten ein größer erscheindes Haus näher an der Boma, unseres ist etwas weiter weg und leider recht beengt. Im Inneren stehen ganze vier Betten samt Moskitonetzen, so dass wir kaum Platz für unsere Taschen und zum Stehen haben.

Das Abendessen ist weder als besonders gut noch besonders schlecht in Erinnerung geblieben, es ist aber nett in der offenen Boma beim Bier zu sitzen und der Natur zu lauschen.

Da die Frage, ob man von Entebbe in einem Rutsch in den Murchison Falls NP fahren sollte und kann, immer wieder auftaucht, vielleicht noch ein paar kurze Worte dazu. So wie wir es gemacht haben, fand ich es schon grenzwertig, jedenfalls was Anstrengung etc. Angeht. Man hätte natürlich 1-2 Stunden früher in Entebbe starten können oder man kann das Rhino Sanctuary weglassen. Mag auch sein, dass man über den neuen Highway nochmals 30-60 Minuten einsparen kann. Wenn man selber fährt, würde ich sagen, dass man auf jeden Fall versuchen sollte, die Nacht im Ziwa Rhino Sanctuary zu verbringen, um alles zu entzerren oder darauf verzichten sollte.

Viele Grüße
fidel
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09 Apr 2020 13:34 #585825
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Hoi Fidel

Eben ist mir aufgefallen dass Ihr kurz nach uns in Uganda ward, wir waren nämlich vom 01.02. bis zum 10.02 dort, aber ohne Gorillas.
Danach war bei uns noch Sansibar angesagt.
Auch ich würde wie Du empfehlen im Ziwa Rhino zu übernachten oder das Ziwa gleich wegzulassen.
Alles Andere macht wenig Sinn.
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10 Apr 2020 15:47 #585908
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Tag 04 25.02. Murchison Falls NP Heritage Safari Lodge Teil 1
Gefahrene KM: 114





Leider war die Nacht, wieder einmal, nur mäßig erholsam. Zunächst wummerten entweder vom Dorf auf der gegenüberliegenden Flussseite oder von einer kleinen Privatpartie unten am Fluss die halbe Nacht hindurch Bässe, die selbst mit Ohrstöpseln nur schwer zu ertragen waren. Dazu war es verdammt heiß und stickig. Irgendwann fängt es an zu regnen, kurz darauf wird es im Bett ziemlich nass. Es tropft beständig von der Decke, ein guter Teil der Matratze ist schon nass. Zur Seite scheiben können wir das Bett aufgrund der Enge nur wenig, aber es hilft etwas. Andere Betten im Zimmer hat es noch schlimmer getroffen. So wird die Zahl möglicher Schlafpositionen für die nächsten Stunden etwas eingeengt..

Wir hatten am gestrigen Abend ausgemacht, wann und was wir zum Frühstück haben wollten und hatten dabei vor, so zeitig fertig zu sein, dass wir mit Gateöffnung am Parkeingang sind, welcher ca. 5-10 Minuten mit dem Auto von der Lodge entfernt ist. Für meine Eltern sollte es die erste richtige Safari-Erfahrung werden. Wir hatten sie schon im Vorhinein darauf vorbereitet, dass das bedeutete, zu unchristlicher Zeit aufzustehen um dann stundenlang im Auto rumzukurven. Vor allem mein Vater war über die Aussicht, nunmehr jeden Tag sehr früh aufstehen zu müssen, nicht wirklich froh, fügte sich aber den Sachzwängen.

Irgendwann wache ich auf und wundere mich, weshalb der Wecker noch nicht geklingelt hatte – zack, wir hatten unseren ersten Safaristart verschlafen. Irgendetwas war beim Stellen des Weckers schief gelaufen. Wir hatten unseren Frühstückszeitpunkt zum Glück nur um ca. 30 Minuten verpasst (während meine Eltern natürlich brav aufgestanden waren). Sie konnten uns nicht wecken, weil sie nicht mehr sicher waren, welche der vielen gleichaussehenden Hütten die unsrige ist..

Wir bekamen zum Glück dennoch leckere Pancakes und beklagten uns über den Regen in unserer Hütte. Wir erhielten die befriedigende Antwort, dass man schauen werde, uns für die nächsten Nächte in einem anderen Bungalow einzuquartieren. Es sei der erste Regen dieser Regenzeit und man hätte die Dächer renoviert, aber noch nicht ihre Regendichte prüfen können. Zwar war es, im Verhältnis zu anderen Gegenden, hier in der Tat relativ trocken und es waren auch bei anderen Hütten Baumaßnahmen zu sehen, so ganz glaubwürdig erschien uns die Erläuterung aber nicht :P

Schließlich ging es dann jedoch endlich los in Richtung Park – schließlich waren wir dafür da und aufgestanden. Hierfür mussten wir die Zufahrt zur Hauptstraße zurückfahren und nach einigen hundert Metern auf der gegenüber liegenden Seite wieder verlassen. Die Zufahrt war nicht wirklich einfach zu erkennen, es führten mehrere Spuren von der Straße weg, die zum Teil in einen größeren See führten – anscheinend hatte es hier zum Teil schon gut geregnet. Bereits hier auf der Zufahrt (von insgesamt < 1km) sahen wir jede Menge Tiere.

Eine Herde Uganda-Kobs (unsere erste Bekanntschaft mit diesen hier sehr häufig vorkommenden Tieren) lief in einiger Entfernung über getrocknete Sumpflächen.





Am Boden neben dem Weg saß ein Senegal Coucals / Spornkuckucks, auf einem Palmstumpf erfreuten wir uns an am Anblick eines Abyssinian Ground Hornbills / Sudanhornrabens – so viele neue Tiere in den ersten Minuten :)





An einem Tümpel standen diverse Wasservögel, u.a. ein Saddle Billed Stork / Sattelstorch.



Auf einem Baum darüber war ein Fish Eagle / Schreiseeadler mit dem zerlegen von nicht identifizierbarer Beute beschäftigt.



Schließlich kamen wir zum Gate, registrierten uns und zahlten den Eintritt für die nächsten Tage bar in Dollar. Kartenzählung wäre möglich gewesen, aber wir wollten wenigstens einen Teil unseres Dollarvermögens endlich loswerden. Da wir noch nicht genau wussten, wann wir von der Budongo Eco Lodge aus am letzten Tag aus dem Park fahren würden, wurde uns zugesichert, dass wir beim Verlassen des Parks einfach nachzahlen könnten (so war es schließlich auch).

Die Straße (damals noch nicht so breit wie heute – die heutige Schneise ist einfach grauenhaft für die Ästhetik..) führte durch eher waldigere Gegend, zum Teil auch über offenere Flächen. Überall waren kleinere und größere Palmsträucher – bzw. Bäume zu sehen (man verzeihe mir eine gewisse Ungenauigkeit bei Pflanzen – man kann sich nicht für alles gleichermaßen interessieren :) ).

Als erstes sahen wir ein Jackson Hartebeest. Die genaue Abgrenzung zwischen den verschiedenen Hartebeest, Topi, Kongoni etc. Arten scheint eine Wissenschaft für sich zu sein und die deutsche Übersetzung nicht immer exakt. Nach Rückfrage bei einem Guide müsste es sich hier jedoch ausschließlich um Jackson Hartebeest handeln.





Kurz darauf sehen wir erneut ein paar Kobs..



.. ein Warzenschwein mit prächtiger Frisur..



und an einer Pfütze einen Temnick's Stint (?) / Temnikstrandläufer.



Ein Marabu zeigt sein Instagram-Gesicht.


Irgendwann sehen wir rund um einen Baum verschiedene kleinere Tiere wuseln. Beim näherer Betrachtung stellen sie sich als Red Colobus / Uganda/Rote-Stummelaffen heraus, die leider etwas Kamerascheu sind – aber es sind einige Jungtiere dabei.





Für uns die erste neue Affenart bzw. nach Chacma Baboons und Vervet Monkeys die dritte überhaupt. Sie werden uns in der nächsten Zeit noch häufiger begegnen.

In einem traumhaften, lichten Wald treffen wir auf eine kleine Elefantenherde. Wie wir erst später auf den Bildern sehen, trägt ein Jungtier eine Schlinge, vermutlich von Wilderen, mit sich herum, die sicher schmerzhaft sein dürfe und ihn auch leicht beim Gehen behindert.







Als Nachhut kommt noch eine Mutter mit kleinem Nachwuchs – wunderbar anzusehen, leider aufgrund der Böschung, einiger Entfernung und Sträuchern nicht optimal zu fotografieren.



Kurz darauf sehen wir einen Wattled Lapwing / Senegalkiebitz.



sowie einen Defassa-Wasserbock. Im Gegensatz zu ihren südlichen Verwandten fehlt ihnen leider die attraktive Zielscheibe am Hintern.



Die Landschaft ist wunderschön, irgendwann kommen auch Nil und Lake Albert in Sicht.





Wir sind bisher erst eine gute Stunde im Park, haben aber schon unglaublich viel Tiere gesehen – damit hatten wir ehrlich gesagt nicht wirklich gerechnet gehabt. Auch meine Eltern konnten es kaum glauben, dass wirklich alle paar Meter irgend ein neues Tier darauf wartet, fotografiert zu werden. Es ist anfangs etwas schwierig, Erwartungshaltungen an Safari richtig zu transportieren :-)
Letzte Änderung: 18 Mai 2020 12:58 von fidel.
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10 Apr 2020 18:53 #585927
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Hallo Fidel,

wir haben nach dem Schuhschnabel nicht nochmal übernachtet, sondern sind nach ein paar Einkäufen bis nach Masindi gefahren. Ein langer und anstrengender Tag. Die Rhinos haben wir auf dem Rückweg besucht. Weglassen fände ich echt schade, für mich war es ein lohnenswertes Erlebnis zu Fuß so nah an die Tiere heranzukommen und ca. 1 Stunden mit ihnen verbringen zu dürfen.
Uns wurde gesagt, das jetzt intensiv nach einem Platz gesucht wird, einen Teil der Tiere aus zu wildern, da das Gelände zu klein wird, da sich die Rhinos gut vermehren. Auch ich habe die Tafel fotografiert, so sieht sie 2020 aus.


Viele Grüße Cora
Reisen: Marokko 2006-2019 15 mal, Jordanien 2015, Namibia 2016, Nam-Bot-Sim 2017, Malawi-Sambia 2018, Tansania 2019, Uganda 2020
Letzte Änderung: 10 Apr 2020 18:54 von Cora.
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