THEMA: Uganda - von Affen und Vögeln
17 Apr 2020 10:20 #586502
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Hallo zusammen
und vielen Dank allen Kommentatoren, fleißigen Danke-Drückern und stillen Lesern!

@Cora
Das Glück, dieses Jahr in Afrika gewesen zu sein, hatte ich zum Glück auch, aber es ist natürlich schon wieder viel zu lange her und ich hätte nichts dagegen einzuwenden gehabt, wenn es im Juni endlich geklappt hätte, mal die Serengeti zu sehen..

@Katrin
Jetzt musste ich lange überlegen, welche Story du meinst. Ich glaube du bist da aufgrund meiner unglücklich mehrdeutigen Formulierung einem Missverständnis aufgesessen. Das Boot-Foto ist von meinem Vater gemacht, zeigt ihn aber nicht (da müsste man wohl mindestens 20 Jahre draufschlagen :laugh: ). Übelkeit war kein großes Thema, wahrscheinlich hat das Adrenalin u. die Anspannung da alles gut überspielt.

@Gabi
Es gibt schon Fotos von der Rückfahrt, aber nur ein paar zaghafte Versuchte, das Wasser zu fotografieren, welche allesamt misslangen. Das Boot an sich ist top, so lange es keine Wellen gibt. Durch den Stahlrumpf hätte ich da bei Hippos nicht so viel Bedenken, klar könnten sie es im Worst Case zum Kentern bringen, aber unser Guide blieb eigentlich immer auf guter Distanz. Auf einem so großen Fluss kann man das auch leichter, als an manchen Ecken in Botswana o. Namibia. Zum Reifen sag ich jetzt mal noch nichts..

Viele Grüße
fidel
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19 Apr 2020 16:08 #586763
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Tag 07 28.02. Hoima Kontiki
Gefahrene KM: 94





Der heutige Tag hält wenige Bilder, aber gleichwohl die ein oder andere Geschichte bereit – es kommen wieder Tage mit mehr Bildern :)

Wir hatten uns (gegen meinen Wunsch) dafür entschieden, im Budongo Forest einen Bush Walk zu machen. Hintergrund des Ganzen war, dass unser Permit für den Park gegen 07:30 Uhr auslaufen würde, aber niemand Lust hatte, so früh und ohne gemütliches Frühstück in Eile den Park zu verlassen. Da wir heute nur bis Hoima mussten, gab es auch Zeit dafür. Wenn wir aber schon mehr für Eintritt zahlen, müssen wir auch noch irgendeine Aktivität vor Ort machen. Meine Versuche, die anderen von einem Schimpansentracking zu überzeugen, fruchteten nicht. Ich hielt die Gelegenheit für optimal, die anderen verwiesen auf die im Vergleich zu einem Bushwalk höreren Kosten und darauf, dass wir ja im Kibale Forest einen ganzen Tag lang Schimpansen verfolgen würden.. Na wenn die wüssten..

So gab es für uns also nach einem guten Frühstück einen Bushwalk. Wir gingen gemeinsam mit einem Ranger durch den Wald hinter der Lodge. Es war für uns alle das erste Mal in einem "Regenwald". Der erste Eindruck war: es ist zwar grün, aber ziemlich trocken. Wir erhielten eine Einführung in die Ökologie des Waldes und bekamen verschiedene Pflanzenarten gezeigt. Das war alles nicht uninteressant, aber so wirklich spannend auch nicht. Man hörte und sah nahezu keine Vögel. Einzig verschiedene Hornrabenarten zogen, wie berits am Abend zuvor, lärmend über uns vorbei.

Sehr informativ und interessant waren hingegen die Ausführungen über die Safari-Ameisen, während wir einer Straße dieser Ameisen zusahen und die unterschiedlichen Größen sowie die Koordination und Effizienz bewunderten. Wir bekamen anschaulich gezeigt, wie fest der Biss einer Soldatin ist. Wir erfuhren, dass die Ameisen aus diesem Grund sogar als Wundklammern eingesetzt worden sein sollen – die praktische Ausführung davon blieb uns zum Glück erspart.



Leider war unser Guide nur mäßig engangiert. Als wir im Gebüsch einen Duiker sahen, mussten wir ihn erst darauf aufmerksam machen und fragen, um was für ein Tier es sich handelt. Wir sahen auch das Schlafnest einen Schimpansen. So wirklich der Knaller war der Bushwalk (wie von mir befürchtet..) nicht, zumindest nicht für den Preis. Vielleicht war ich auch zu negativ voreingenommen, aber irgendwie zündete bei mir die Tour am Wenigsten. Deshalb gibt es leider auch nahezu keine Bilder vom durchaus faszinierend schönen Wald.

Nach ca. 2 Stunden waren wir wieder zurück an der Lodge und versuchten, die Tour und unser Abendessen mit Kreditkarte zu bezahlen – was grundsätzlich gehen sollte. Es ging auch. Dafür musste ich jedoch den Manager zunächst nach draußen begleiten, um dann in einem unglaublich alten und unglaublich schrottreifen Auto platz zu nehmen. Es sah in etwa so aus, wie die Autos, die in Südnamibia gerne zur Zierde rumstehen. Um hineinzugelangen, musste man von außen durch die nicht existente Scheiben greifen, um die Tür von Innen zu öffnen.

Nachdem wir beide hineingelangt waren und das Fahrzeug mittels Kurzschließen gestartet werden konnte, fuhren wir ca 2-3 Kilometer die Straße Richtung Gate. Dort hielten wir an, stiegen aus und das Lesegerät wurde sehnsüchtig gen Himmel gehalten. Nach einigen Versuchen klappte es, und wir fuhren zurück. Hätte ich von den Umständen gewusst, hätte ich natürlich nie nach Kreditkartenzahlung gefragt..

Schließlich verlassen wir die Lodge, die uns sehr gut gefallen hat und die wir guten Gewissens weiterempfehlen können und fahren Richtung Gate. Dort löhnen wir einen weiteren Tag Permit und verlassen schließlich den Park. In der Summe war das heute wohl der teuerste Waldspaziergang aller Zeiten..

Kurz nach dem Gate sahen wir am Straßenrand eine große Schlange.



Unsere Versuche, die Gattung zu bestimmen, waren nicht einfach und endeten mit dem Gemeinschaftsbeschluss, dass es sich um eine Black Mamba handeln dürfte. Kann das jemand verifizieren?

Wir hatten bewusst großzügig geplant und die Etappe von Murchison Falls National Park zum Kibale Forest auf zwei Tage aufgeteilt. Es gab im Netz verschiedenste Berichte zu dieser Straße und auch die ein oder andere Abenteuergeschichte. Konsens war jedoch, dass man, wenn alles gut geht, sicher an die 10 Stunden brauchen würde. Da wir zu Beginn der großen Regenzeit fuhren, keine Erfahrungen mit Lehmpisten und Schlamm hatten und auch so keine große Lust auf 10 Stunden Fahrt hatten, war die Entscheidung, die Fahrt zu splitten, recht schnell gefallen.

Dass wir mit der Entscheidung nicht so ganz falsch lagen, zeigten bereits die ersten Kilometer. Die Straße Richtung Masindi war in einem katastrophalen Zustand. Sie bestand nahezu nur aus Gräben, Auswaschungen und Löchern. Je häher wir Masindi kamen, desto stärker befahren wurde sie zudem. Schließlich hatten wir dieses Stückchen hinter uns gebracht und fuhren für kurze Zeit auf Teer nach Masindi. Anschließend ging es ein kurzes Stück auf offenbar frisch geteertem Belag weiter, dann wurde es wieder Lehmpiste. Wir kam jedoch relativ gut voran, der Zustand war bei weitem nicht so schlecht wie das Anfangsstück. Sobald es jedoch irgendwo feuchter wurde, musste man gehörig aufpassen, nicht ins Rutschen zu kommen und weiterhin Vortrieb zu erhalten.

Irgendwann fuhren wir an einem Kleinbus mit Touristen vorbei, der offensichtlich ein Problem mit dem Motor hatte. Als wir kurz darauf an einer Engstelle warten mussten, setzte sich ein Fahrzeug mt leicht Proletenhaft anmutenden Ugandern neben uns und fragte uns, weshalb wir den anderen Touristen nicht geholfen hätten. Sie waren sichtlich erbost und beschimpften uns. Wir hatten naturgemäß durchaus erwogen, anzuhalten und zu fragen, ob sie Hilfe benötigen. Da es sich jedoch erkennbar um ein Motorproblem handelte (es waren mehrere Leute über den Motor gebeugt), wir keinerlei Ahnung von Motoren haben, es Empfang gab und die Strecke relativ gut befahren war, hatten wir nicht angehalten – m.E. auch rückblickend vollkommend zu Recht. Offenbar hatten manche Ugander (die natürlich selbst nicht angehalten hatten) da ein anderes Verständnis von Hilfeleisten.

Es war erkennbar, dass "die Chinesen" dabei waren, die gesamte Strecke zu asphaltieren. Immer wieder gab es Baustellen, ein System war jedoch nicht erkennbar. Ca. 20-30 Kilometer vor Hoima gab es nun durchgehend Asphalt, jedoch noch ohne jegliche Begrenzung, Beschriftung o.ä. und mit einer mehreren Zentimeter dicken Splittschicht obenauf.

Als wir schon kurz davor waren, uns darüber zu freuen, dass diese Etappe so reibungslos und einfach geklappt hatte, bemerkte ich plötzlich ein seltsames Fahrgefühl, sah in den Spiegel und fluchte.. Ein Hinterreifen war platt. Und wir hatten keinen Ersatzreifen. 15 Kilometer vor dem Ziel und noch dazu auf Teer..

Nun war guter Rat teuer. Schließlich war klar, irgendwie muss ein neuer oder ein geflickter Reifen zu unserem Fahrzeug, sonst kommen wir hier nicht weiter. Wenn wir nicht wissen, wie ein Reifen von alleine aus Hoima zu uns kommen soll, muss der Reifen eben nach Hoima.

Wir machten uns daran, den platten Reifen zu demontieren. Dies erwies sich jedoch als schwieriger, als erwartet. Der Wagenheber hatte offenbar nahezu kein Öl mehr in sich und ließ sich kaum bewegen. Die Stange dafür passte nicht korrekt. Mein Vater und ich lagen sicher 20 Minuten unter dem Auto und versuchten, den Wagenheber irgendwie zum Funktionieren zu bringen. Während der gesamten Zeit hielt übrigens keinerlei Fahrzeug, obwohl sicher 20-30 vorbeifuhren.

Erst als wir den Wagenheber fast oben hatten, hielt ein Roller mit zwei Ugandern. Sie schoben uns beiseite und ließen uns nicht mehr machen. Sie sprachen kein Englisch, aber irgendwann war zu verstehen, dass sie nun gerne den Ersatzreifen demontieren würden, um weiter zu machen. Nachdem sie das volle Ausmaß unseres Problems erkannt hatten, fingen sie an zu telefonieren. Wie das das Problem lösen sollte, war mir unklar – vor allem da wir uns noch nicht einmal mit unseren Helfern über ihre Strategie unterhalten konnten. Mir war klar – am einfachsten kommen wir hier wieder weiter, wenn einer von uns den Reifen in die Stadt bringt und wieder herfährt.

Zufällig kam gerade der Bus mit den Touristen, der zuvor defekt war, um die Kurve. Auf mein Winken hin, hielten sie an und erklärten sich bereit, mich samt Reifen nach Hoima mitzunehmen. Im Bus war eine Grupper junger Holländer, die mir ihr Leid über ihren Bus klagten. Offenbar überhitzte alle paar Kilometer der Motor, so dass sie warten mussten, bis er wieder abgekühlt war. Ich erzählte ihnen, dass wir sie zuvor gesehen hatten und sie fanden es vollkommen normal, dass wir nicht angehalten hatten..

Schließlich wurde ich an einer Werkstatt abgesetzt und machte mich auf die Suche nach jemanden, der ihn uns flicken könnte. Da man als Weißer, der alleine einen Reifen spazieren trägt, genug Aufmerksamkeit erregt, war dieses Problem schnell gelöst. Das Locht war rasch gefunden, der Reifen mit einem weiteren Propfen geflickt. Ich konnte mir währenddessen kurz in einem kleinen Shop nebenan wenigstens etwas zu trinken holen, denn leider hatte es mal wieder deutlich über 30° C.

Als der Reifen fertig war, bot einer der an der Werkstatt / Tankstelle herumlungernden Männer mir an, mich mit seinem Auto zurück zu fahren. Mangels passender Alternativen, willigte ich ein. Das Fahrzeug war ein ebenfalls nahezu schrottreifes Auto, dass in einem früheren Leben aber offenbar einmal ein japanischer Sportwagen gewesen sein muss. Die Türen ließen sich bei diesem Fahrzeug zwar normal öffnen, das Starten geschah jedoch auf diessele Art und Weise und die Fenster ließen sich nur bedienen, indem man die Armlehne abnahm und die passenden Kabel zusammenhielt. Scheint hier also Standard zu sein :)

Dem Wagen angemessen ging es nun mit Vollgas – d.h. deutlich jenseits der 100 km/h – wieder zurück, wo der Fahrer uns sogar noch davon abhielt, selbst den Reifen zu montieren. Nach einem Dank für die Hilfe und seiner Entlohnung, machten wir uns schließlich auch endlich auf die letzten Kilometer nach Hoima.

Hoima ist eine quirlige, aber sehr angenehme Stadt. Der KfZ-Verkehr ist überschaubar, es gibt viele Läden und es ist überall was los. Unsere Unterkunft, das Hoima Kontiki, befindet sich am Stadtrand. Zuvor müssen wir jedoch endlich einen neuen Ersatzreifen auftreiben..

Dies ist dann wieder etwas schwieriger als gedacht. Wir steuern einen Laden an, der aussieht, als würde er Reifen verkaufen. Leider verfügt er nicht über unsere Reifengröße. Auch der zweite Laden verfügt nicht über die richtige Größe. Der Inhaber beschreibt uns jedoch den Weg zu einem weiteren Laden, bei dem wir unser Glück versuchen können.

Nach einigem hin und her konnten wir den Laden finden. Nach einigem Warten auch den dazugehörigen Inhaber. In seinem "Lager" – letzlich nicht mehr als ein Raum, der bis zur Decke voll mit Reifen in verschiedensten Größen und Zuständen gestapelt war – turnte er ein wenig herum und kam schließlich mit zwei Reifen wieder zum Vorschein.

Nun musste der Reifen nur noch auf die Felge. Hierfür rief der Inhaber einen weiteren Helfer herbei, der alten und neuen Reifen mit sich nahm. Während wir warteten, unterhielten wir uns sehr gut mit dem Inhaber und einigen weiteren Interessenten. Das Gespräch war sehr interessant. Der Ladeninhaber erzählte, er sei eigentlich Lehrer gewesen. Weil die Bezahlung so schlecht sei, habe er jedoch irgendwann aufgehört und verdient nun als Reifenhändler mehr. Irgendwann kam das Gespräch auf Unterschiede zwischen Deutschland und Uganda. Alle Zuhörer wollten nicht glauben, dass man in Deutschland nicht einfach so sein Haus bauen kann, wenn irgendwo Platz ist und viele Deutsche einen Großteil ihres Verdienstes für Miete oder Hausdarlehen ausgeben. Sehr happy waren alle, als sie erfuhren, dass wir in Deutschland auch Kartoffeln essen – und zwar "the good ones, not the brown ones". Dass Süßkartoffeln ("the good ones") bei uns im Vergleich zu normalen Kartoffeln eher eine Randerscheinung sind, verschwiegen wir da lieber, um die Stimmung nicht zu gefährden :)

Nach diversen Heiratsangeboten kam unser schicker neuer Reifen schließlich wieder und wurde unter Einsatz unzähliger Hände am Auto befestigt, wo er von da an stolz trohnte.

Irgendwann hatten wir dann auch das Kontiki gefunden. Dabei handelt es sich um eine relativ große Anlage verschiedenster Bungalows, die offenbar auch viel für Konferenzen, Feiern u.ä. genutzt wird. Alles war gepflegt, Preisleistungsverhältnis top. Als wir kamen, war offenbar gerade irgendeine kirchliche Feier lokaler Prominenter im Gange. Verschiedene Würdenträger stolzierten umher, es gab Büffet im Garten und unglücklich laute, unpassende Musik. Glücklicherweise war das Gelände groß genug und die Feier abends beendet, so dass wir nach einen ordentlichen Abendessen im Restaurant (Essen mit Auswahl!) in Ruhe schlafen gehen konnten.
Letzte Änderung: 19 Apr 2020 16:10 von fidel.
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19 Apr 2020 21:22 #586798
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fidel schrieb:
Tag 07 28.02. Hoima Kontiki
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Der heutige Tag hält wenige Bilder, aber gleichwohl die ein oder andere Geschichte bereit – es kommen wieder Tage mit mehr Bildern :)

Wir hatten uns (gegen meinen Wunsch) dafür entschieden, im Budongo Forest einen Bush Walk zu machen. Hintergrund des Ganzen war, dass unser Permit für den Park gegen 07:30 Uhr auslaufen würde, aber niemand Lust hatte, so früh und ohne gemütliches Frühstück in Eile den Park zu verlassen. Da wir heute nur bis Hoima mussten, gab es auch Zeit dafür. Wenn wir aber schon mehr für Eintritt zahlen, müssen wir auch noch irgendeine Aktivität vor Ort machen. Meine Versuche, die anderen von einem Schimpansentracking zu überzeugen, fruchteten nicht. Ich hielt die Gelegenheit für optimal, die anderen verwiesen auf die im Vergleich zu einem Bushwalk höreren Kosten und darauf, dass wir ja im Kibale Forest einen ganzen Tag lang Schimpansen verfolgen würden.. Na wenn die wüssten..

So gab es für uns also nach einem guten Frühstück einen Bushwalk. Wir gingen gemeinsam mit einem Ranger durch den Wald hinter der Lodge. Es war für uns alle das erste Mal in einem "Regenwald". Der erste Eindruck war: es ist zwar grün, aber ziemlich trocken. Wir erhielten eine Einführung in die Ökologie des Waldes und bekamen verschiedene Pflanzenarten gezeigt. Das war alles nicht uninteressant, aber so wirklich spannend auch nicht. Man hörte und sah nahezu keine Vögel. Einzig verschiedene Hornrabenarten zogen, wie berits am Abend zuvor, lärmend über uns vorbei.

Sehr informativ und interessant waren hingegen die Ausführungen über die Safari-Ameisen, während wir einer Straße dieser Ameisen zusahen und die unterschiedlichen Größen sowie die Koordination und Effizienz bewunderten. Wir bekamen anschaulich gezeigt, wie fest der Biss einer Soldatin ist. Wir erfuhren, dass die Ameisen aus diesem Grund sogar als Wundklammern eingesetzt worden sein sollen – die praktische Ausführung davon blieb uns zum Glück erspart.



Leider war unser Guide nur mäßig engangiert. Als wir im Gebüsch einen Duiker sahen, mussten wir ihn erst darauf aufmerksam machen und fragen, um was für ein Tier es sich handelt. Wir sahen auch das Schlafnest einen Schimpansen. So wirklich der Knaller war der Bushwalk (wie von mir befürchtet..) nicht, zumindest nicht für den Preis. Vielleicht war ich auch zu negativ voreingenommen, aber irgendwie zündete bei mir die Tour am Wenigsten. Deshalb gibt es leider auch nahezu keine Bilder vom durchaus faszinierend schönen Wald.

Nach ca. 2 Stunden waren wir wieder zurück an der Lodge und versuchten, die Tour und unser Abendessen mit Kreditkarte zu bezahlen – was grundsätzlich gehen sollte. Es ging auch. Dafür musste ich jedoch den Manager zunächst nach draußen begleiten, um dann in einem unglaublich alten und unglaublich schrottreifen Auto platz zu nehmen. Es sah in etwa so aus, wie die Autos, die in Südnamibia gerne zur Zierde rumstehen. Um hineinzugelangen, musste man von außen durch die nicht existente Scheiben greifen, um die Tür von Innen zu öffnen.

Nachdem wir beide hineingelangt waren und das Fahrzeug mittels Kurzschließen gestartet werden konnte, fuhren wir ca 2-3 Kilometer die Straße Richtung Gate. Dort hielten wir an, stiegen aus und das Lesegerät wurde sehnsüchtig gen Himmel gehalten. Nach einigen Versuchen klappte es, und wir fuhren zurück. Hätte ich von den Umständen gewusst, hätte ich natürlich nie nach Kreditkartenzahlung gefragt..

Schließlich verlassen wir die Lodge, die uns sehr gut gefallen hat und die wir guten Gewissens weiterempfehlen können und fahren Richtung Gate. Dort löhnen wir einen weiteren Tag Permit und verlassen schließlich den Park. In der Summe war das heute wohl der teuerste Waldspaziergang aller Zeiten..

Kurz nach dem Gate sahen wir am Straßenrand eine große Schlange.



Unsere Versuche, die Gattung zu bestimmen, waren nicht einfach und endeten mit dem Gemeinschaftsbeschluss, dass es sich um eine Black Mamba handeln dürfte. Kann das jemand verifizieren?

Wir hatten bewusst großzügig geplant und die Etappe von Murchison Falls National Park zum Kibale Forest auf zwei Tage aufgeteilt. Es gab im Netz verschiedenste Berichte zu dieser Straße und auch die ein oder andere Abenteuergeschichte. Konsens war jedoch, dass man, wenn alles gut geht, sicher an die 10 Stunden brauchen würde. Da wir zu Beginn der großen Regenzeit fuhren, keine Erfahrungen mit Lehmpisten und Schlamm hatten und auch so keine große Lust auf 10 Stunden Fahrt hatten, war die Entscheidung, die Fahrt zu splitten, recht schnell gefallen.

Dass wir mit der Entscheidung nicht so ganz falsch lagen, zeigten bereits die ersten Kilometer. Die Straße Richtung Masindi war in einem katastrophalen Zustand. Sie bestand nahezu nur aus Gräben, Auswaschungen und Löchern. Je häher wir Masindi kamen, desto stärker befahren wurde sie zudem. Schließlich hatten wir dieses Stückchen hinter uns gebracht und fuhren für kurze Zeit auf Teer nach Masindi. Anschließend ging es ein kurzes Stück auf offenbar frisch geteertem Belag weiter, dann wurde es wieder Lehmpiste. Wir kam jedoch relativ gut voran, der Zustand war bei weitem nicht so schlecht wie das Anfangsstück. Sobald es jedoch irgendwo feuchter wurde, musste man gehörig aufpassen, nicht ins Rutschen zu kommen und weiterhin Vortrieb zu erhalten.

Irgendwann fuhren wir an einem Kleinbus mit Touristen vorbei, der offensichtlich ein Problem mit dem Motor hatte. Als wir kurz darauf an einer Engstelle warten mussten, setzte sich ein Fahrzeug mt leicht Proletenhaft anmutenden Ugandern neben uns und fragte uns, weshalb wir den anderen Touristen nicht geholfen hätten. Sie waren sichtlich erbost und beschimpften uns. Wir hatten naturgemäß durchaus erwogen, anzuhalten und zu fragen, ob sie Hilfe benötigen. Da es sich jedoch erkennbar um ein Motorproblem handelte (es waren mehrere Leute über den Motor gebeugt), wir keinerlei Ahnung von Motoren haben, es Empfang gab und die Strecke relativ gut befahren war, hatten wir nicht angehalten – m.E. auch rückblickend vollkommend zu Recht. Offenbar hatten manche Ugander (die natürlich selbst nicht angehalten hatten) da ein anderes Verständnis von Hilfeleisten.

Es war erkennbar, dass "die Chinesen" dabei waren, die gesamte Strecke zu asphaltieren. Immer wieder gab es Baustellen, ein System war jedoch nicht erkennbar. Ca. 20-30 Kilometer vor Hoima gab es nun durchgehend Asphalt, jedoch noch ohne jegliche Begrenzung, Beschriftung o.ä. und mit einer mehreren Zentimeter dicken Splittschicht obenauf.

Als wir schon kurz davor waren, uns darüber zu freuen, dass diese Etappe so reibungslos und einfach geklappt hatte, bemerkte ich plötzlich ein seltsames Fahrgefühl, sah in den Spiegel und fluchte.. Ein Hinterreifen war platt. Und wir hatten keinen Ersatzreifen. 15 Kilometer vor dem Ziel und noch dazu auf Teer..

Nun war guter Rat teuer. Schließlich war klar, irgendwie muss ein neuer oder ein geflickter Reifen zu unserem Fahrzeug, sonst kommen wir hier nicht weiter. Wenn wir nicht wissen, wie ein Reifen von alleine aus Hoima zu uns kommen soll, muss der Reifen eben nach Hoima.

Wir machten uns daran, den platten Reifen zu demontieren. Dies erwies sich jedoch als schwieriger, als erwartet. Der Wagenheber hatte offenbar nahezu kein Öl mehr in sich und ließ sich kaum bewegen. Die Stange dafür passte nicht korrekt. Mein Vater und ich lagen sicher 20 Minuten unter dem Auto und versuchten, den Wagenheber irgendwie zum Funktionieren zu bringen. Während der gesamten Zeit hielt übrigens keinerlei Fahrzeug, obwohl sicher 20-30 vorbeifuhren.

Erst als wir den Wagenheber fast oben hatten, hielt ein Roller mit zwei Ugandern. Sie schoben uns beiseite und ließen uns nicht mehr machen. Sie sprachen kein Englisch, aber irgendwann war zu verstehen, dass sie nun gerne den Ersatzreifen demontieren würden, um weiter zu machen. Nachdem sie das volle Ausmaß unseres Problems erkannt hatten, fingen sie an zu telefonieren. Wie das das Problem lösen sollte, war mir unklar – vor allem da wir uns noch nicht einmal mit unseren Helfern über ihre Strategie unterhalten konnten. Mir war klar – am einfachsten kommen wir hier wieder weiter, wenn einer von uns den Reifen in die Stadt bringt und wieder herfährt.

Zufällig kam gerade der Bus mit den Touristen, der zuvor defekt war, um die Kurve. Auf mein Winken hin, hielten sie an und erklärten sich bereit, mich samt Reifen nach Hoima mitzunehmen. Im Bus war eine Grupper junger Holländer, die mir ihr Leid über ihren Bus klagten. Offenbar überhitzte alle paar Kilometer der Motor, so dass sie warten mussten, bis er wieder abgekühlt war. Ich erzählte ihnen, dass wir sie zuvor gesehen hatten und sie fanden es vollkommen normal, dass wir nicht angehalten hatten..

Schließlich wurde ich an einer Werkstatt abgesetzt und machte mich auf die Suche nach jemanden, der ihn uns flicken könnte. Da man als Weißer, der alleine einen Reifen spazieren trägt, genug Aufmerksamkeit erregt, war dieses Problem schnell gelöst. Das Locht war rasch gefunden, der Reifen mit einem weiteren Propfen geflickt. Ich konnte mir währenddessen kurz in einem kleinen Shop nebenan wenigstens etwas zu trinken holen, denn leider hatte es mal wieder deutlich über 30° C.

Als der Reifen fertig war, bot einer der an der Werkstatt / Tankstelle herumlungernden Männer mir an, mich mit seinem Auto zurück zu fahren. Mangels passender Alternativen, willigte ich ein. Das Fahrzeug war ein ebenfalls nahezu schrottreifes Auto, dass in einem früheren Leben aber offenbar einmal ein japanischer Sportwagen gewesen sein muss. Die Türen ließen sich bei diesem Fahrzeug zwar normal öffnen, das Starten geschah jedoch auf diessele Art und Weise und die Fenster ließen sich nur bedienen, indem man die Armlehne abnahm und die passenden Kabel zusammenhielt. Scheint hier also Standard zu sein :)

Dem Wagen angemessen ging es nun mit Vollgas – d.h. deutlich jenseits der 100 km/h – wieder zurück, wo der Fahrer uns sogar noch davon abhielt, selbst den Reifen zu montieren. Nach einem Dank für die Hilfe und seiner Entlohnung, machten wir uns schließlich auch endlich auf die letzten Kilometer nach Hoima.

Hoima ist eine quirlige, aber sehr angenehme Stadt. Der KfZ-Verkehr ist überschaubar, es gibt viele Läden und es ist überall was los. Unsere Unterkunft, das Hoima Kontiki, befindet sich am Stadtrand. Zuvor müssen wir jedoch endlich einen neuen Ersatzreifen auftreiben..

Dies ist dann wieder etwas schwieriger als gedacht. Wir steuern einen Laden an, der aussieht, als würde er Reifen verkaufen. Leider verfügt er nicht über unsere Reifengröße. Auch der zweite Laden verfügt nicht über die richtige Größe. Der Inhaber beschreibt uns jedoch den Weg zu einem weiteren Laden, bei dem wir unser Glück versuchen können.

Nach einigem hin und her konnten wir den Laden finden. Nach einigem Warten auch den dazugehörigen Inhaber. In seinem "Lager" – letzlich nicht mehr als ein Raum, der bis zur Decke voll mit Reifen in verschiedensten Größen und Zuständen gestapelt war – turnte er ein wenig herum und kam schließlich mit zwei Reifen wieder zum Vorschein.

Nun musste der Reifen nur noch auf die Felge. Hierfür rief der Inhaber einen weiteren Helfer herbei, der alten und neuen Reifen mit sich nahm. Während wir warteten, unterhielten wir uns sehr gut mit dem Inhaber und einigen weiteren Interessenten. Das Gespräch war sehr interessant. Der Ladeninhaber erzählte, er sei eigentlich Lehrer gewesen. Weil die Bezahlung so schlecht sei, habe er jedoch irgendwann aufgehört und verdient nun als Reifenhändler mehr. Irgendwann kam das Gespräch auf Unterschiede zwischen Deutschland und Uganda. Alle Zuhörer wollten nicht glauben, dass man in Deutschland nicht einfach so sein Haus bauen kann, wenn irgendwo Platz ist und viele Deutsche einen Großteil ihres Verdienstes für Miete oder Hausdarlehen ausgeben. Sehr happy waren alle, als sie erfuhren, dass wir in Deutschland auch Kartoffeln essen – und zwar "the good ones, not the brown ones". Dass Süßkartoffeln ("the good ones") bei uns im Vergleich zu normalen Kartoffeln eher eine Randerscheinung sind, verschwiegen wir da lieber, um die Stimmung nicht zu gefährden :)

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If life is a journey be sure to take the scenic route

Meine RBs
Expedition Antarktis:
www.namibia-forum.ch...s-und-s-georgia.html

Island In Herbstfarben
www.namibia-forum.ch...-september-2018.html


Nordamerikanische Safari und Landschaften May Till October 2019

www.namibia-forum.ch...landschaft-2019.html

Zweite Selbst Fahrer Tour in Tansania. Same same but different.
Juni 2018
www.namibia-forum.ch...e-but-different.html

Trip reports in English:

Namibia and KTP 2016
safaritalk.net/topic...-tr-nam-sa-bots-nam/

Botswana 2016:
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Tanzania 2015:
safaritalk.net/topic...s-and-lions-in-camp/

Nam-SA-Bots 2014:
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19 Apr 2020 21:30 #586800
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Oops, so sorry.
Ich wollte nur einen Satz zitieren und kann das Ganze nun nicht löschen.
Ich wollte sagen dass dieser Satz

“Dies ist dann etwas schwieriger als gedacht”

Passt eigentlich für jede unserer Afrika Reisen, und deshalb muss ich immer extra Geduld mit einpacken.
Danke für die Unterhaltung!
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20 Apr 2020 21:36 #586897
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Tag 08 01.03. Kibale NP Kibale Forest Camp
Gefahrene KM: 239





Heute stand der größere Abschnitt unserer "Überführungsetappe" vom Murchison Falls NP zum Kibale NP an. Es hatte nachts ein wenig geregnet und über uns sahen die Wolken nach verdammt viel neuem Regen aus. Wir hofften das beste.

Letzlich war die Fahrt so unspektakulär wie unterhaltsam. Immer wieder waren längere Abschnitte bereits geteert, dann gab es wieder lehmige Abschnitte, zum Teil etwas rutschiger. Alles in allem aber gut machbar. Die dunklen Regenwolken blieben stets brav in unserem Rücken. Wir fuhren durch Dörfer und durch schöne Landschaften, Fotos entstanden leider keine.

Plötzlich sahen wir ein paar Blue Crested Turacos über die Straße fliegen – diese Vögel wollte ich ebenfalls unbedingt sehen.. Sie setzten sich in einem hohen Baum, leider etwas sehr weit entfernt für Fotos..

Je näher wir Fort Portal kamen, desto mehr Teefelder tauchten rechts und links der Straße auf. Ab Fort Portal war die Straße durchgehend perfekt geteert, jedoch gab es unendlich viele Speedbumps..

Schließlich kamen wir irgendwann Nachmittags wohlbehalten (nach einem weiteren Tankstop) im Kibale Forest an. Wir machen noch einen kurzen Abstecher zur Rezeption des Parks, um zu checken, ob unsere Permits tatsächlich in Ordnung sind und ob um die Uhrzeit des morgendlichen Beginns unserer Chimp Habituation Experience in Erfahrung zu bringen. Anschließend geht es ins Kibale Forest Camp. Das Camp ist ein absoluter Traum. Fest installierte Zelte mit gemauertem Bad stehen mitten im Regenwald. Überall turnen Affen und Vögel herum.



Hier war es wesentlich grüner als im Budongo Forest. Wir aßen ein verspätetes Mittagessen aus wunderbar riesigen und frischen Avocados, Mangos und Passionsfrucht, die wir an der Straße erstanden hatten. Am frühen Abend gingen wir noch ein wenig auf einem kleinen Beobachtungspfad auf dem Gelände der Lodge spazieren.


Ernneut konnten wir die faszinierenden Safari-Ameisen beobachten, die einen lebendigen Tunnel über den Weg gebaut hatten.



Wir machten auch Bekanntschaft mit der unangenehmen Eigenschaft dieser Ameisen – sie krabbelten sofort Schuhe und Beine hoch, sobald man irgendwo länger als 10 Sekunden stehen blieb – gut dass wir Gamaschen für unser Tracking mitgenommen hatten.
Wir sahen jede Menge Schmetterlinge







Wir sehen – und hören – einige Blue Crested Turacos. Leider verhalten sie sich nicht sehr kooperativ, was Fotos anbelangt und hüpfen rasch von Ast zu Ast.





Das Abendessen ist gut. Anschließend packen wir unsere Rucksäcke für den morgigen Tag, holen Regenjacke, Wandersocken und Gamaschen aus den Taschen und legen uns früh zu Bett – am morgigen Tag soll es früh losgehen :)
Letzte Änderung: 20 Apr 2020 21:41 von fidel.
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21 Apr 2020 17:41 #586965
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Hallo Fidel,

auch wir haben in Hoima zwischenübernachten und den Tag dazu genutzt die Rhinos zu besuchen und waren trotzdem recht zeitig an unserer Unterkunft, so das wir am Nachmittag noch Zeit hatten in der Stadt herumzuschlendern und durch Zufall die Schule mit Internat entdeckt haben. Mitte Januar waren keine Kinder da, weil Sommerferien, aber ein sehr netter Lehrer, der uns erlaubt hat uns auf dem Schulgelände und im Internat umzuschauen, leider hatte ich weder Kamera noch Handy dabei, so das es keine Fotos gibt. Es gab einen !!! Jungen- und einen !!! Mädchenschlafraum mit dicht nebeneinanderstehenden Doppelstockbetten, dass war schon ein sehr beklemmendes Gefühl. Seit dem weis ich auch wofür die farbigen Blechkisten mit unterschiedlichen Symbolen sind, welche in Uganda überall am Straßenrand verkauft werden, da kommt ein Vorhängeschloss dran und darin haben die Kinder im Internat ihre Sachen.
Ansonsten war der Bummel durch Hoima sehr interessant, wir haben ein paar Läden angeschaut und ein bischen Obst gekauft, u.a. die besten Ananas die ich je gegessen habe. Als es langsam dunkel wurde, haben überall am Straßenrand kleine Grills usw. aufgemacht, es gab Omletts, Fladenbrot, gegrillten Mais, Fleisch usw. und die lokale Bevölkerung hat sich zum Abendessen auf der Straße getroffen.

Viele Grüße Cora
Reisen: Marokko 2006-2019 15 mal, Jordanien 2015, Namibia 2016, Nam-Bot-Sim 2017, Malawi-Sambia 2018, Tansania 2019, Uganda 2020
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