THEMA: Patagonien 2020: Zwischen Anden, Pampa und Eis
15 Apr 2020 21:24 #586402
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Patagonien 2020: Zwischen Anden, Pampa und Eis

Hallo, ihr Lieben,

eigentlich wollte mein lieber Mann immer schon einmal nach Alaska, Eisberge, Gletscher und Bären sehen, aber seitdem dort diese etwas „spezielle“ Type namens Donald regiert weigere ich mich beharrlich, in dieses Land zu reisen :whistle: . Ich mag einfach nicht, es gibt auch noch andere schöne Fleckchen auf dieser Erde, die wir noch nicht gesehen haben.
Da kam mir Bertis (Beatnick) Bericht namibia-forum.ch/for...fel-und-geysire.html gerade recht, und die Arme musste in der Folge eine Flut von persönlichen Nachrichten über sich ergehen lassen. Geduldig beantwortete sie alle meine Fragen, und langsam begann die Tour Form anzunehmen. Danke noch einmal, Berti :kiss: :kiss: :kiss: !
Parallel stöberte ich in dem Bildband „Reise durch Patagonien“. Was für Landschaften, so vielfältig und bunt, so einzigartig, scheinbar noch relativ unberührte Natur und zudem dünn besiedelt. Massentourismus war da wohl nicht zu erwarten, also genau nach unserem Geschmack.
Eine Straßenkarte brachte dann letztendlich Klarheit, und unsere Route konnte gesteckt werden. Mit dem Mietwagen sollte es von Puerto Montt zur Insel Chiloe und danach zum Wandern in den Parque Pumalin gehen. Im Anschluss dann ein Besuch der Sehenswürdigkeiten von Puerto Puyuhuapi und des Lago General Carreras, der, eingerahmt von schneebedeckten Bergen, geradezu einen magischen Zauber auf mich ausübte. Die Grenze zu Argentinien wollten wir am Paso Roballos passieren, denn dann könnten wir die Panoramaroute durch das Valle Chacabuco im Parque Patagonia fahren. Still und heimlich hoffte ich auf Gürteltiere. Danach dann immer weiter Richtung Süden bis zu den Nationalparks „Los Glaciares“ und „Torres del Paine“ bis zum Endziel Punta Arenas. Kein Buenos Aires, kein Santiago de Chile, kein Valparaiso, keine Atacama-Wüste und auch kein Feuerland. Das waren die Abstriche, die ich machen musste, aber sie waren nötig :angry: .
Einzige Verbindung Nordpatagoniens mit Südpatagonien auf chilenischer Seite ist die „Ruta 7“, die sogenannte „Carretera Austral“. Auf argentinischer Seite wechselt man dann auf die legendäre „Ruta 40“, eine der eintönigsten und zugleich faszinierendsten Strecke, die ich je in meinem Leben gefahren bin.

Organisiert und gebucht habe ich diese Reise wie immer komplett in Eigenregie.
Bedingung der Mietwagenfirmen für das Befahren der Carretera Austral (teils geteert, aber vielfach auch übelstes Wellblech mit Schlaglöchern wie ich sie vorher noch nicht einmal in Afrika gesehen habe) ist ein geländegängiges 4x4 Fahrzeug.
Wir haben bei Seelmann www.seelmann.cl/ einen Toyota Hillux mit abschließbarer Ladeflächenabdeckung gebucht, dazu 2 Reservekanister mit jeweils 20 Liter Volumen und einen zusätzlichen Reservereifen. Die Reservekanister konnten wir gut gebrauchen, denn nicht jede Tankstelle hat dort auch Benzin, und im Torres del Paine wollten wir auch die hintersten Winkel erkunden (dort gibt es keine Tankstelle!), die Reservereifen brauchten wir zum Glück nicht.
Die Flüge buchte ich bei Air France und zwar als Gabelflug von Hamburg über Paris nonstop nach Santiago de Chile und von dort aus direkt weiter mit LATAM nach Puerto Montt. Zurück ging es dann ab Punta Arenas mit LATAM nach Santiago de Chile und dann wieder mit Air France über Paris zurück nach Hamburg. Preiswerter wäre es mit LATAM ab Frankfurt gewesen, jedoch hätten wir zurück mit Iberia gemusst, und das war auf Grund unserer Erfahrungen keine Option.
In Punkto Unterkünften wurde ich fündig bei Booking.com. Die Kriterien: keine Touristenhotels, also Unterkünfte aus einschlägigen Buchungsagenturen, halbwegs preiswert und mindestens eine Bewertung von 9.0. Da macht man in der Regel nichts falsch. Lediglich die Unterkunft im Torres del Paine, am Lago General Carreras und im Parque Pumalin buchte ich direkt und zwar auf eindringlichen Rat von Berti im Torres del Paine 1 Jahr im Voraus. Das war auch nötig, und nur so konnte ich dort noch 4 zusammenhängende Nächte in der wunderschönen Pampa Lodge ergattern.
Alle Buchungen, Mietwagen, Flüge und Unterkünfte, klappten problemlos, kein wirklicher Fehlgriff, teilweise sogar richtig First Class mit Familienanschluss und sehr individueller Betreuung. Ich würde es genauso wieder machen,
Das Wetter war fast durchweg gut, kaum Regen, und wenn mal ein Schauer herunter kam, waren wir entweder schon im Bett oder am fahren. Je weiter wir Richtung Süden fuhren umso wärmer wurde es. Wir hatten ein stabiles Hoch erwischt mit Temperaturen und strahlendblauem Himmel im Torres del Paine von 25 Grad. Nur der patagonische Wind, der hatte es in sich, und einmal musste ich kapitulieren und ging – keineswegs demütig, sondern einfach nur überrascht- zu Boden :ohmy: .
Tagesoutfit waren neben wasserdichter Wanderhose eine wasserdichte Wanderjacke mit Kapuze (im Normalfall ist das Pflicht, ich bin aber fast durchweg im Shirt gelaufen), Mütze, Handschuhe und leichte Wanderstöcke, die sehr praktisch bei matschigem Untergrund sind. Und den hatten wir, da es nachts in den ersten Tagen immer am regnen war, teilweise sehr heftig. Nur so konnte ich mich von Baumwurzel zu Baumwurzel vorwärtskämpfen und lag nur einmal platt im Matsch :angry: .





Wer jetzt allerdings glaubt, ich würde hier einen umfassenden Reisebericht über unsere Erlebnisse in Patagonien einstellen, dem muss ich leider sagen, dass dem nicht so sein wird :whistle: .
Zum einen, da mir momentan einfach die Zeit fehlt und zum anderen, da der Teil in den südlichen Nationalparks sich mehr oder weniger mit den Erlebnissen unserer lieben Berti (Beatnick) deckt. Wir sind die Tour zwar komplett anderes herum gefahren, also von Nord nach Süd, jedoch haben wir hemmungslos fast alle Wanderungen und Ausflüge geklaut :laugh: , so dass ich zumindest im letzten Teil nicht allzu viel Neues berichten kann. Okay, das Wetter bei uns war ein bisschen besser B) , so dass wir, anders als Berti und Thomas bei Sonnenaufgang schon unterwegs waren und uns nicht wie die beiden noch einmal im Bett umdrehten :whistle: .







Ich werde meinen kleinen Bericht in 3 Teile gliedern:

1. Über die Carretera Austral von Puerto Montt (Chile) zum Paso Roballos (Argentinien)

2. Über die Ruta 40 zu den Highlights des Südens: Parque Nacional Los Glaciares (Nord und Süd) und
Parque Nacional Torres del Paine

3. Punta Arenas

Ach ja, ich vergaß noch zu erwähnen diese Reise fand statt Anfang des Jahres von Ende Januar bis Ende Februar :dry: , also gerade noch just in time. Mensch, was hatten wir Glück :woohoo: ! Für den kompletten Trip hatte ich 4 Wochen angesetzt. Im Nachhinein hätten es gut noch 2 Wochen mehr sein dürfen. Abgehetzt haben wir uns jedoch nicht, nur hätte ich gelegentlich hier und da etwas mehr Zeit gehabt, denn die Landschaft ist, soviel sei schon verraten, atemberaubend. Auch hätte ich gerne einmal einen Tag einfach nur so vertrödelt ohne jegliches Programm, mich einfach mal mit einem Buch an einen See gesetzt und die Seele baumeln lassen. Obwohl: einmal durfte ich, und mein lieber Mann meckerte nicht einmal über meine Untätigkeit. Warum, wieso, weshalb, das werdet ihr zu einem späteren Zeitpunkt erfahren :whistle: .



Das waren unsere Stationen:

Chile:
1. 3 Nächte in Puerto Varas: „Puerto Austral“
2. 2 Nächte in Castro/Insel Chiloe: „Turismo del Bosque“
3. 1 Nacht in Hornopiren: „Hosteria Catalina“
4. 2 Nächte in Caleta Gonzalo (Parque Pumalin): kleine Hütten, direkt bei der Parkverwaltung
gebucht: www.parquepumalin.cl/en/#
5. 2 Nächte in Puerto Puyuhuapi: „Los Mañíos Del Queulat“
6. 1 Nacht in Coyhaique: „Borde Simpson Boutique Hotel“
7. 2 Nächte in Puerto Guadal: „El Mirador de Guadal“: www.elmiradordeguadal.com/

Argentinien:
1. 1 Nacht in Lago Posadas: „Río Tarde Casa Patagónica“
2. 4 Nächte in El Chaltén: „Andino Aparts“
3. 2 Nächte in El Calafate: „La Soberana“

Chile:
1. 4 Nächte im Parque Nacional Torres del Paine: „Pampa Lodge“: pampalodgepatagonia.com/
2. 2 Nächte in Punta Arenas: „Innata Casa Hostal“

Für den 1. Teil gibt es jetzt vorab schon ein paar Fotos und zwar gemäß unserer Route von Nord nach Süd.



































Herzliche Grüße
Beate
Reiseberichte:
Aktuell: Patagonien 2020: Zwischen Anden, Pampa und Eis: namibia-forum.ch/for...n-pampa-und-eis.html

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Letzte Änderung: 17 Apr 2020 00:53 von Old Women.
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15 Apr 2020 23:49 #586412
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  • Gabi-Muc am 15 Apr 2020 23:49
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Liebe Beate,

da bin ich doch gerne dabei, auch wenn ich mich außer dem Reisebericht von Betti noch nicht mit Patagonien beschäftigt habe. Eigentlich wollten wir im Sommer nach Ecuador, zumindest auch mal Südamerika, aber das wird Corona zum Opfer fallen.

Daher freue ich mich umso mehr, mit Dir nach Südamerika zu reisen.

LG

Gabi
04.2016: Gardenroute von Kapstadt zum Addo Elephant Park
08.2017: Okambara, Bagatelle, KTP, Gessert/Keetmanshop, Canyon Lodge/Fish River, Eagle's Nest/Aus, Koiimasis, Sossusvlei, Meike/Swakopmund, Mount Etjo
06.2018: Voigtland, Meike/Swakopmund, Omandumba, Camp Kipwe, Vreugde/Etosha, Mushara, Frans Indongo, Okonjima
04.2019: Voigtland, KTP, Alte Kalköfen Lodge, Kanaan, Tok Tokkie Trail, Le Mirage Resort & Spa, Windhuk
06.2021: Caprivi: Elegant Farmstead, Gabus, Mobola, Namushasha, Shemetu, Hakusembe, Kambaku, Okonjima
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16 Apr 2020 07:16 #586424
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Hallo Beate,

ich hatte ja schon gewartet und gehofft und wahrscheinlich wäre bald auch mal eine kleine Anfrage an dich rausgegangen... Wie schön, dass du dich jetzt "freiwillig" entschlossen hast zu berichten!

Freu mich sehr über eine ausführliche Übersicht - die Bilder machen schon mal einen sehr, sehr guten Eindruck.
Viele Grüße,
Nette
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16 Apr 2020 08:04 #586425
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Liebe Beate,
bin bei Bettis Bericht schon wie ein Eisberg dahin geschmolzen, umso mehr freue ich mich noch einmal in diese tolle Gegend eintauchen zu dürfen.
Hab´s mir schon bequem gemacht ;)
LG von der Netti
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16 Apr 2020 08:19 #586426
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  • LolaKatze am 16 Apr 2020 08:19
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Liebe Beate,
der Bericht kommt gerade richtig, dankeschön. Da reise ich doch gerne mit. Könnte das die Vorlage für einen Südamerikaurlaub irgendwann mal werden? Zeit zum Planen habe ich ja gerade.
Ich freue mich schon auf den Bericht und die tollen Bilder. Hau in die Tasten, Beate :evil:

Liebe Grüsse und bleibt gesund
Nina
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16 Apr 2020 08:35 #586427
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  • H.Badger am 16 Apr 2020 08:35
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Liebe Beate,
da lese ich gern mit!
Südamerika ist ein Kontinent, auf den ich bisher noch keinen Fuß gesetzt habe.
Daher freue ich mich auf vielfältige Inspirationen für die Zeit nach Corona.

Herzliche Grüße
Sascha
AKTUELL: Reisebericht 2018: Sri Lanka www.namibia-forum.ch...-sri-lanka-2018.html
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Reisebericht 2019: Etosha, Caprivi, Chobe www.namibia-forum.ch...be-2019.html?start=0
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