THEMA: Patagonien 2020: Zwischen Anden, Pampa und Eis
22 Apr 2020 05:58 #587006
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Guten Morgen Beate,

nur ein kurzes Zwischenlob - total nett von dir zusätzlich noch jede Menge Tipps und Adressen hier einzufügen!
Freu mich auf jeden weiteren Tag...
Danke und VG, Nette
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22 Apr 2020 21:19 #587085
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Hallo Nette,

dein Lob lässt mich erröten :blush: ! Danke :kiss: !
Ich hoffe, die Leser, die auch einmal dorthin fahren wollen, können meine Infos gebrauchen. Ich schreibe diesen Bericht extra in dieser Form, denn es war sehr schwer im Vorfeld, eine halbwegs passable Runde zusammenzustellen, denn diese Tour sollte eine sehr aktive Tour sein. Wir wollten viel wandern, und ein Plan B musste auch daher, wenn es mal regnen sollte. Im Urlaub will ich zumindest nicht meine Zeit damit vertrödeln, an den jeweiligen Stationen so gar keinen Plan zu haben. Die meiste Literatur war auf Spanisch, ist aber für mich ja kein Problem. Ich habe wirklich viel gelesen, aber die Infos von CONAF, der staatlichen Parkverwaltung, waren sehr umfangreich und präzise. Damit konnte man gut arbeiten. Da ich seit einigen Tagen doch wieder mehr arbeiten muss, wird es ab jetzt auch wohl ein wenig langsamer vorwärts gehen :( .

Herzliche Grüße in den Süden unseres Landes
Beate
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22 Apr 2020 22:27 #587091
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Von Hornopirén nach Caleta Gonzalo (Parque Nacional Pumalín Douglas Tompkins)

4.2.2020

Aktivitäten des Tages:
Fährfahrt von Hornopirén (12.30 Uhr-17.40 Uhr) nach Caleta Gonzalo ("Parque Nacional Pumalín Douglas Tompkins").
Es hatte die ganze Nacht geregnet, und eigentlich wäre jetzt der richtige Zeitpunkt gewesen damit aufzuhören, aber….. :angry:
So drehten wir uns noch einmal im Bett um und erschienen erst gegen 10.00 Uhr :whistle: (!) beim Frühstück.
Obwohl das Schiff ausgebucht war, ging die Einschiffung relativ zügig.







Das Wetter war gar nicht mal so schlecht, es hatte aufgehört zu regnen, und die Sonne versuchte sogar herauszukommen. Im Gegensatz zu gestern hätte ich jetzt gerne strahlenden Sonnenschein gehabt, denn dann wirkt das natürlich ganz anders. Den gab es aber nicht, wir fanden es trotzdem schön, und es blieb auch überwiegend trocken.
Eine abwechslungsreiche Fährfahrt durch die Fjordlandschaft Chiles, die Berghänge voller Wasserfälle, unsere ersten Mini-Gletscher ;) (!), wunderschön! So in etwa stelle ich mir die Fjordlandschaft in Norwegen vor.





























Kurz bevor wir anlegten fing es noch einmal an zu regnen, das war es dann aber mit der Nässe über Tag. Nachts hat es dann in Puerto Puyuhuapi und El Chaltén wohl jeweils einmal noch geregnet, mehr nicht. Der Februar scheint also für Patagonien ein relativ trockener Monat zu sein, vielleicht hatten wir aber einfach auch nur Glück :woohoo: :woohoo: .

Ein weiteres Kapitel gibt es später noch.....
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22 Apr 2020 22:53 #587093
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Und hier geht es weiter.....

Der „Parque Nacional Pumalín Douglas Tompkins“ empfing uns mit freundlichem Wetter.





Unsere Unterkunft für die nächsten beiden Tage hatte ich direkt online bei der Parkverwaltung gebucht. Alles Wissenswerte zum Park und den Wanderwegen gibt es hier: www.parquepumalin.cl/#
Und wir hätten es nicht besser treffen können. Ein ganz kuscheliges Häuschen, direkt am Fjord, gebaut auf Stegen, darunter rauschende Wildbäche. Mir hat es sehr gefallen, für meinen Mann war die Decke ein wenig zu niedrig :ohmy: , so dass er sich ein paar Mal den Kopf gestoßen hat. Frühstück und Abendessen (festes Menü) kann man im Haupthaus einnehmen, und beides ist von sehr guter Qualität. Alle (!) Abendessen brauchten wir am Ende nicht zu bezahlen, denn am 2. Tag funktionierte unser heißes Wasser schon am Morgen nicht und da durch die Straßenbarrikade in Chaitén die Ersatzteile nicht geliefert werden konnten, konnte man es nicht reparieren und wir mussten buchstäblich mit Eiswasser duschen :angry: :sick: . Wir haben es überlebt :dry: !











Die Landschaft, das satte Grün, die dichten Pflanzen und das ständige Plätschern des Wassers, uns gefiel es auf Anhieb und man kann nur dankbar sein, dass es Menschen wie das Ehepaar Douglas und Kristine Tompkins gab, denen es eine Herzenssache war, diesen Regenwald zu schützen. Douglas Tompkins hat das bekannte Outdoor-Label „The North Face“ gegründet, Kristine Tompkins war Chefin von „Patagonia“. Irgendwann haben sie alles verkauft und in den 90er-Jahren Millionen von Hektar Land gekauft, um große Regionen von Südamerikas Naturgebieten zu erhalten.
Nachdem Douglas im Jahr 2015 bei einem tragischen Unfall mit dem Kayak auf dem Lago General Carreras ums Leben kam, spendete seine Frau den Großteil ihres Landes der chilenischen Regierung, und seit kurzem ist dieser Naturpark offiziell einer der jüngsten Nationalparks Chiles.

Das Licht abends am Fjord war einmalig und so saßen wir noch lange dort auf einem Baumstamm und konnten uns gar nicht satt sehen. Gesellschaft leistete uns ein deutsches Paar. Sie hatten ihre Jobs gekündigt und waren mit dem eigenen Wohnmobil nach Südamerika gereist. Die beiden kamen aus unserer Stadt, und das verband natürlich sofort. Sie wollten jetzt Richtung Norden die Panamericana hoch bis nach Kolumbien fahren. Ihre Träume dürften 4 Wochen später wohl geplatzt sein :( .





Im nächsten Kapitel geht es dann zu Fuß tief in den Regenwald des Pumalín. Eine Wander-Erfahrung der besonderen Art :P !

Gute Nacht!
Beate
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24 Apr 2020 20:35 #587268
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Parque Nacional Pumalín Douglas Tompkins

5.2.2020

Trotz des ständig rauschenden Wildbachs unter unserer Hütte :dry: hatte ich hervorragend geschlafen.
Ein banger Blick aus dem Fenster,



schnell rein in die Wanderklamotten, ein schnelles Frühstück, und los ging es.
Mein Gott, was war das grün und feucht, fantastisch :) ! Das Rauschen der Wildbäche übertönte jegliches Vogelgezwitscher.

Aktivität des Tages:
„Sendero Cascadas Escondidas“ und „Sendero los Alerces“:
(Das sind eigentlich 2 Wanderwege, sie gingen aber ineinander über, daher gibt es hier keine Abgrenzung)
Beide Wanderwege, die zu zwei tief im Regenwald versteckten Wasserfällen führten, sollten eigentlich mehr oder weniger 3.5 Stunden dauern, wir aber haben dafür tatsächlich 6 (!) Stunden gebraucht. Die Landschaft, kalter Regenwald, mit einer so üppigen Vegetation, wie ich sie nicht einmal in Costa Rica gesehen habe, war einfach atemberaubend, so dass ständig angehalten wurde, um zu fotografieren. Aber das war es nicht allein: es hatte in den Tagen davor ja heftig geregnet, das Gelände war extrem schwierig zu begehen, teils ging es durch Matsch von Baumwurzel zu Baumwurzel, teils über halb verrottete Bohlen. Bäche mussten irgendwie überwunden werden, es ging über steile glitschige Stiegen, das Geländer dieser Stiegen war teilweise verrottet und man musste nach Alternativmöglichkeiten zum Festhalten suchen. Es war schon nicht einfach, und als ich nach 20 Minuten platt wie eine Flunder im Matsch lag :ohmy: :angry: , wollte ich schon entnervt aufgeben, aber die Landschaft war einfach sensationell, und irgendwie ging es dann auch weiter. Eine Wanderung, die man nicht so schnell vergisst!
Der Anfang war noch relativ einfach, das sollte sich aber ziemlich schnell ändern (ich hoffe, man kann die Nässe und den Schlamm auf den Fotos halbwegs sehen).

























Es geht gleich weiter.....
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Und hier geht es weiter.....

Unsere Rast am 1. Wasserfall tat gut. Ein wenig verschnaufen.





Nach einer halben Stunde ging es weiter, und langsam ging es wirklich ans Eingemachte :dry: :ohmy: .











Am 2. Wasserfall gab es dann den dringend benötigten Energieriegel. Es war inzwischen schwül-warm, aber aufgeben war keine Option (die Chilenen wandern mit einfachen Gummistiefeln durch solches Gelände, und wahrscheinlich ist das auch das Beste, ich hätte nur sofort Blasen in diesen Dingern bekommen).
Und weiter ging es.....









Die Ruhepause am Fjord hatten wir uns redlich verdient.



Abends dann Körperpflege mit eiskaltem Wasser :ohmy: , aber auch das ging irgendwie.
Den Tag ausklingen ließen wir mit einem (oder auch mehreren :unsure: ) Glas (Gläsern) Rotwein vor unserer Haustür am Fjord, dort wo die Carretera Austral einfach im Wasser verschwindet. Schöner geht es eigentlich nicht :) .





Im nächsten Kapitel geht es dann nach Puerto Puyuhuapi am Rande des "Parque Nacional Queulat", und es war nicht nur der hängende Gletscher der mich in seinen Bann zog.....

Gute Nacht!
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