THEMA: Nam,die Fünfte-und immer noch kein Sossusvlei
23 Feb 2013 11:02 #277638
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  • mutsel am 23 Feb 2013 11:02
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Hallo Matthias,
mit so etwas Ähnlichem können wir auch mitreden. Wir haben es beim 5.x Namibia endlich 1x in den Ethosha NP geschafft. Und wir müssen da auch nicht wieder hin - die Geschmäcker sind eben verschieden. Aber noch kein Sossusvlei?? Das möchten wir nicht missen. Das haben wir jetzt 3x und immer fast alleine. Auch keine Endlosschleife auf die Düne 45. Allerdings wenn du auf Federn stehst - wird dir dort nur der ein oder ander Strauß begegnen. Dann lass dich mal weiter über den Caprivi aus - denn da wollen wir auch bald hin.
Einen schönen Sonntag
Annette
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23 Feb 2013 18:43 #277681
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  • fotomatte am 23 Feb 2013 18:43
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Hallo Annette,

Das Sossusvlei steht für mich als Synonym dafür,wo man als Ersttäter gefälligst hinzufahren hat-ein must-do suzusagen.Ich hätte auch den Fisch River oder manch andere Attraktion wählen können,da war ich halt auch (noch) nicht.
Ich lass mir einfach ungern "vorschreiben",was man von einem Land gefälligst gesehen haben muss/sollte.Hier macht man sich über die Leute lustig,die nach Deutschland kommen,um Heidelberg,das Oktoberfest und Schloss Neuschwanstein zu sehen,wenn man nach Namibia fährt,läuft prinzipiell das gleiche Spiel ab--und Alle finden es OK.Das ist einfach nicht meine cup-of-tea.
Ich will auch nicht ausschliessen,dass ich irgendwann mal,wenn es denn in meine Routenplanung passt,ins Sossusvlei fahren werde.Nur werde ich dort dann sicher länger verweilen als nur einen Tag.Und sei versichert,Annette,auch in dieser Ecke Namibias gibt es deutlich mehr Federn zu zählen als nur die von Straussen,die ich mir übrigens in der kargen Wüstenlandschaft durchaus gerne anschaue-dort passen sie hin.
Zur Etosha haben wir wohl ähnliche Empfindungen:einmal dort gewesen reicht völlig aus.Die Landschaft dort ist nicht wirklich prickelnd,und Tiere gibt´s woanders auch (siehe meine Auslassung bzgl.Mahango Park,so als Beispiel).Und dem eher spröden Charme der staatlichen Camps kann ich mich ohne Probleme verschliessen,ohne das Gefühl zu haben,etwas zu verpassen.
Erst jetzt durfte ich ja meine Gefühle in dieser Richtung am Waterberg wieder auffrischen.Die Dame am Counter war schon etwas pickiert,dass wir keinen Game drive buchen wollten ( Völlig überteuert und von komplett unmotivierten Guides abgwickelt habe ich das so bei meinem ersten Besuch anno 2005 kennen gelernt ).
Aber der Spaziergang auf die Kante ist sehr kurzweilig,landschaftlich schön und ornimässig ergiebig,also auf jeden Fall empfehlenswert.

Ich beneide Dich darum,den Trip noch vor sich zu haben ebenso wie um die Klettermöglichkeiten dann.Wenn ich fahre,ist es dazu halt einfach zu heiss.Es reicht dann nur für kleinere Besteigungen wie diesmal die Blutkoppe,aber ich will nicht klagen--es wäre Jammern auf höchstem Niveau.

Schönen Abend
Matthias
Letzte Änderung: 11 Jun 2014 21:55 von fotomatte.
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26 Feb 2013 17:03 #278208
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Dienstag 29.Januar:

Wir treiben uns gleich nach dem Hellwerden wieder in den floodplains rum direkt unterhalb der Lodge .Ich werde erstmals einer Zwergdommel ansichtig,die auf Schilfhalmen nach oben klettert,um die ersten Sonnenstrahlen des Tages zu tanken.Da muss ich also über 8000 km um die halbe Welt düsen,um den Vogel mal zu sehen.Bislang konnte ich ihn in Europa erst einmal hören-in Tschechien.
Immer wieder beeindrucken uns die melodischen Rufreihen der Coppery-tailed Coucals.Ein europäischer Fischadler kurbelt sich in die Höhe.
Gegen 9.oo Uhr gehen wir zurück und geniessen das Frühstück und lassen uns richtig Zeit,um auch möglichst von Allem wenigstens kosten zu können.
Nach dem Packen und Tanken sind wir gegen Mittag wieder auf der Piste weiter Richtung Osten.
Wir fahren bis nach Bagani,wo wir uns mit Fleisch,Yoghurt und Milch eindecken,und fahren weiter bis zur Mahangu Lodge,wo wir die Site 5 belegen.Die hinterste Campsite grenzt direkt an Schilf und Grasland,wo nachts die Hippos zum grasen rauskommen.Das weiss ich von meinem letzten Besuch hier .
Wir bauen die Zelte auf,stellen das Auto unter den Sonnenschutz,schnappen uns die fotooptischen Gerätschaften und erkunden die nähere Umgebung.So finden wir gleich ein Paar Weissstirnspinte.Die sind neu für uns und werden entsprechend gepixelt.



auf dem Damm ,der zur Mahangu Lodge gehört und diese vor Überflutung schützen soll.Im Hintergrund der Okavango.




Sunset über den floodplains der Mahangu Lodge


Ein Dominikanerwitwen-Männchen versucht sein Weibchen mit einer hinreissenden Balzflugeinlage zu bezirzen.Leider ist er so hibbelig,dass das Fotografieren ganz schön anspruchsvoll ist.Der kleine Kerl ist etwa zwölf Zentimeter gross ( naja,eher klein ),hat aber einen Schwanz,der dreimal so lang ist wie er selbst.
Zum Sonnenuntergang bietet uns dann ein Schwarm Rotflügel-Brachschwalben eine Flugshoweinlage ,vor dem kitschig-orangeroten Abendhimmel fast schon etwas zu theatralisch.
Im Camp zurück gehen wir uns erstmal abkühlen in den Pool.Vollmond ist ja schon wieder ein paar Tage her,und so können wir im Wasser liegend den Sternenhimmel geniessen.Ich muss an den tristgrauen Winter zuhause denken und freue mich,hier zu sein.So mag ich Winter!
Danach gehen wir zum Restaurant der Lodge.Man kann hier auf einer Plattform direkt über dem Okavango sitzen.Kleine Fledermäuse fliegen unter uns durch,man hört die Hippos grunzen-und wir machen uns mit Hilfe zweier GT bettschwer.

Bilder gibt es dann vom nächsten Tag wieder mehr,ich habe festgestellt,dass ich heute fast nur gefilmt habe.

Bis dahin,
Fotomatte
Letzte Änderung: 28 Dez 2013 22:27 von fotomatte.
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26 Feb 2013 19:27 #278238
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  • baboon am 26 Feb 2013 19:27
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... die Vorfreude steigt, bei uns geht es Ende April/ Anfang Mai Richtung Caprivi. Vielen Dank für den interessanten Bericht und die schönen Bilder- aber die Videos würden mich immer noch freuen :)

Viele Grüße baboon
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26 Feb 2013 20:10 #278250
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  • Mac73 am 26 Feb 2013 20:10
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Hallo,
auch reihe mich ein.
Dein Name "Fotomatte" ist ja Programm und fällt mir natürlich sofort ins Auge. Dabei erwarte ich natürlich richtig gute Bilder!!!! ;) ;) :)
Das was ich gesehen habe ist toll.
Ich freue mich nämlich auch auf den Sommer im Caprivi und werdde versuchen meine Fototechnik gut einzusetzen. B)
Gruß,
Marcus
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Mittwoch 30.Januar.

Frühes Aufstehen ist angesagt,denn heute wollen wir in den Mahango Park.Am Gate entrichten wir unseren Obulus ( 40 N$ pro Nase plus 10 N$ fürs Auto ) und gleich hinter dem Eingang geht es links ab auf eine komplett neu ( mit deutschen Steuergeldern ) erbaute,höhergelegte pad.Wenigstens die baboons und die Warzenschweine freuen sich darüber,denn sie haben schnell gelernt,dass sich die grösste Hitze des Tages trefflich in den kühlen Entwässerungsrohren verschlafen lässt.
Gleich öffnet sich der Busch,und vor uns liegt eine grosse,sumpfige Wiese,auf der vor Allem Steppenzebras,Streifengnus,Red Lechwes,Giraffen,einzelne Büffelbullen,viele Impalas,einzelne Kudus sowie ein riesiger,alter Elefantenbulle stehen.Der Eli steht in einem Matschloch,das er mit einer Vordersäule aufmischt,bis der Matsch die passige Konsistenz hat,um sich dann erstmal richtig einzusauen.Das tut er mit Hingabe so lange,bis er komplett -inklusive der dicken Stosszähne,sich in makellosem Schwarz präsentiert.Seine Arbeit unterbricht er immer nur kurz,um vorwitzige Schweine zu verscheuchen.Das rechte Ohrläppchen ( sagt man so auch bei einem Eli ? ) hat einen tiefen Riss und ein blutendes Loch,und da wir nicht wissen,wo er sich die Blessuren eingefangen hat,sind wir etwas unsicher,als er dann direkt hinter unserem Auto die pad kreuzt,um auf der anderen Seite im Busch langsam grasend zu verschwinden.
Im Standgas tuckern wir langsam dahin,immer wieder haltend.Dann steigen wir aus,um irgendwelchen Vögeln hinterher zu schleichen,mal den lautkreischenden Meyers Papageien,dann diversen Spechten,vielen verschiedenen Kuckucksarten,aber auch zahlreichen bunten Kleinvögeln wie den diversen Waxbills.
Bei den zwei Riesen-Baobabs steigen wir wieder aus,um ausgiebig zu fotografieren.



Ein Monster von Baum-ein Baobab




Little Bee-eater ( Zwergspint )




Martial Eagle ( Kampfadler )

Als wir wieder auf die Durchgangsstrasse kommen,ist Mittag schon vorbei.Da es sehr heiss ist,und die Farben total blaustichig,fahren wir zurück ins Camp,um zu frühstücken,zu duschen und dann ein Nickerchen zu machen.
Aber gegen 16.30 Uhr fahren wir wieder in den Park ein,nehmen diesmal aber die Pad nach rechts zum Wasserloch.Im Hide haben sich Arbeiter einquartiert,so ist hier nicht allzuviel zu erwarten,wir fahren langsam zurück,um nochmals die gleiche Strecke wie heute morgen zu fahren.Das lohnt sich absolut.Den Sonnenuntergang erleben wir wieder an der grossen Wiese,und als es dunkel ist,beobachten und filmen wir Flughühner,Ziegenmelker sowie eine Weissgesichtsohreule.
Im Camp zurück alles wie gehabt--duschen,Pool,GT.
Wir bleiben lange sitzen.Es ist nicht viel los--Tote Hose,sagt der Manager,zu dieser Jahreszeit.Schlecht für ihn,gut für uns.Nachdem der immer noch imposante Mond orangerot über dem Okavango aufgegangen ist,und die Hippos und die "Xylophon-Frösche" ihr Konzert geben,begeben wir uns in die Waagerechte.


Vielen Dank fürs Interesse,fürs Danke-klicken und für die Kommentare.
@baboon:Ich habe keinerlei Erfahrung damit,wie man Videos einstellt,deshalb-und auch wegen dem ganzen Zeitaufwand-wird das wohl nix werden,sorry.

Matthias
Letzte Änderung: 28 Dez 2013 22:28 von fotomatte.
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