THEMA: Rastlos durchs Kaokoveld und Damaraland ...
27 Aug 2017 19:25 #486929
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15.06.2017 Pamlwag Campsite (über Khowarib Schlucht, Kleine Serengeti und Otjitheka Trail)

Die Campsites 5-8 liegen schön am Fluss und sind wesentlich besser ausgestattet als die der Community.


Auch Campinggäste dürfen am Frühstück (N$100 pp) teilnehmen. Punkt sieben waren wir daher an der Lodge. Gestärkt konnten wir uns dann den fahrerisch schwierigsten Teil widmen. Mein Vater ist gefahren und ich habe ihn eingewiesen. Daher konnten wir auch keine Aufnahmen machen.

Die Strecke verlief nun oberhalb des Flussbetts und bot noch keine allzu spektakulären Aussichten.


Es gab immer wieder Abschnitte mit dem sogenannten puderfeinen Bulldust/Powder Dust. Nach ca. neun Kilometer war der "Wasserfall" erreicht.


Hier erkannte man gut, dass das Wasser aus einem Seitental kam.


Der Oberlauf des Flussbetts wurde hinter dem wasserführenden Nebenfluss zunehmend trockener, sodass wir bald nur noch im Bett fuhren.


Hier war es landschaftlich wunderschön.




Die Farben der Felsen erinnerten mich eher an den Südwesten der USA.










Gerne hätten wir Elefanten in dieser einmaligen Kulisse beobachtet, mussten allerdings mit ihren Hinterlassenschaften vorlieb nehmen. Auf Wildtiere stießen wir in der Schlucht leider nicht (nur zwei Zebraskelette). An Nutztieren sahen wir einen verendeten Esel, andem sich gerade zwei Hunde labten.

Bei Umumbaaitjie verließen wir den Hoanib/Ombonde. Ohne Navigation hätten wir die Ausfahrt nicht gefunden. Die Spur war als solche nicht mehr zu erkennen, weil zuvor mehrfach Ziegen drüber getrampelt waren. Wir fuhren nun eine Piste in Richtung Kamdescha Vet fence, der in T4A nicht eingezeichnet war. Kurz vor dem Abzweig zur kleinen Serengeti stießen wir noch auf eine Herero-Siedlung. Wildtiere sahen wir leider nicht, obwohl das Gras üppig stand (außer bei den beiden Siedlungen) und es auch einen reichhaltigen Mopanebestand gab.

Auch auf den nun folgenden Kilometern sahen wir keinerlei Säugegetier. Wir bestiegen einen kleinen Hügel noch vor erreichen der "Serengeti".




Langsam lichtete sich der Busch und die Grasfläche war erreicht.


Hier gab es die üblichen Verdächtigen (Strauß, Springbock, Oryx und Trappen).










Nach der Grasebene wurde das Gelände wieder steiniger und karger. Wir trafen noch auf eine Giraffe welche sich direkt bei einer Siedlung befand.

Wir kamen nun an einer größeren Ansiedlung vorbei (Otjitheka?). Hier gabelte sich die Piste. Der Otjitheka-Trail führte nach Norden und eine andere Piste in westlichen Richtung direkt zur C43. Da es zu der "West-Piste" keinerlei Information gab, blieben wir auf den für uns längeren Otjitheka-Trial, welcher nun eine Passhöhe erreichte. Hier blickte man nach Westen zur C43.




Noch vor der Passhöhe begegnete uns ein Landcruiser mit Anhänger, dessen Insassen einen ausgelassen Eindruck machten. Bei der Tal"fahrt" wurde uns auch klar, warum die so gut drauf waren: weil sie es hinter sich hatten. Persönlich würden wir den Pass von West nach Ost nicht fahren. Vor allem hatten wir Glück, dass wir uns nicht später begegnet sind, denn es gab auf dem ca. 1,5 langen, steilen Stück keine Ausweichmöglichkeit. Und oben von der Passhöhe konnte man auch nicht wirklich erkennen, ob gerade ein Fahrzeug im Anmarsch war.
Das Foto kann das Gelände nicht wirklich wider geben. Zumal es sich noch um eine gute Stelle handelte.


Von der C43 fuhren wir ins Palmwagkonsessionsgebiet, wo wir den Aub Canyon besuchten.














Abendstimmung "auf" Palmwag









Gefahrene Kilometer: 169
Letzte Änderung: 27 Aug 2017 19:36 von aos.
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01 Sep 2017 22:18 #487715
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16.06.2017 Nebental Huab Teil 1

Auch heute nahmen wir am Frühstück der Lodge teil, sodass es erst ca. 07:30 Uhr auf die Piste ging. Wir fuhren die C43 bis Bergsig. Diese Tafelberglandschaft in dieser Gegend zählt für mich zu den schönsten Namibias.




Nach 46 km nahmen bogen auf die C39 Richtung Torra Bay. Auch hier ist die Landschaft beeindruckend.


Der Kudu rannte über die Piste und entfernte sich, sodass eigentlich nur ein besseres Beweisfoto möglich war.


Von der C39 führte nach ca 23 km eine unscheinbare Piste (ungefähr an der Stelle, an der man auf den Vet-zaun trifft) nach Süden. Die nun folgenden 50 km bis zum Desolation Valley gingen nur schleppend voran.
Zunächst überquerten wir einen Nebenfluss des Koigab.


Plötzlich wandelte sich die doch recht karge Landschaft in ein gelbes Meer. In diesem Teil gab es auch weit entfernt Tiere.








Offensichtlich war hier der Niederschlag sehr lokal ausgeprägt, denn nach ein paar Kilometern wurde der Bewuchs wieder karger.




Wir queren kurze Zeit später das Springbok Revier. Wir hielten bis hier ausgiebig Ausschau nach Nashörnern, konnten aber leider keines entdecken.


Hinter dem Springbok wurde es karger ...




und karger - allerdings mit Wüstenmelone.


Das Huab Tal - auch Desolation Valley - war hier nicht mehr weit. Der Huab selbst vielleicht noch 10 km entfernt.




Das Tal machte auf dem ersten Blick seinem Namen aller Ehre. Die Trostlosigkeit war dennoch spektakulär.


Auf den Hügel rechts der Piste fuhren wir als nächstes. Das Kuidas Camp (kein Fotos gemacht) war gleich dahinter.






Letzte Änderung: 01 Sep 2017 22:36 von aos.
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02 Sep 2017 00:11 #487724
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Hallo Axel, eine schöne Spätschau mit Deinen wunderbaren Landschaftsaufnahmen. Danke dafür. Im kommenden Frühjahr - Mitte April bis Mitta Mai - ist die zweite Tour nach Namibia geplant mit Schwerpunkt Nordwest-Etosha-Nordost-Caprivi. Dein Bericht steigert die Vorfreude, wobei wir uns nicht in die ganz einsamen Stellen des Kaokoveldes trauen werden.., (oder?!, vielleicht sollten wir doch vorsichtshalber ein Dachzelt mitnehmen) . Egal, wie es ausgeht und wo es hingeht, es wird schön.
Viele Grüße
Anne
2011 Südafrika - 2013 Kamerun - 2016 Namibia - 2018 Namibia
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02 Sep 2017 15:39 #487779
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aos schrieb:
15.06.2017 Pamlwag Campsite (über Khowarib Schlucht, Kleine Serengeti und Otjitheka Trail)

Die Strecke verlief nun oberhalb des Flussbetts und bot noch keine allzu spektakulären Aussichten.
Es gab immer wieder Abschnitte mit dem sogenannten puderfeinen Bulldust/Powder Dust. Nach ca. neun Kilometer war der "Wasserfall" erreicht.
Hier erkannte man gut, dass das Wasser aus einem Seitental kam.
Der Oberlauf des Flussbetts wurde hinter dem wasserführenden Nebenfluss zunehmend trockener, sodass wir bald nur noch im Bett fuhren.
Hier war es landschaftlich wunderschön.
Die Farben der Felsen erinnerten mich eher an den Südwesten der USA.
Hallo aos gerade bin ich erst auf deinen Bericht gestossen und freue mich sehr über deine Bilder dieser Etappe. Wir sind die Strecke auch gerade im August gefahren, die Farben in der Khowarib Schlucht sind echt spektakulär.
Bei Umumbaaitjie verließen wir den Hoanib/Ombonde. Ohne Navigation hätten wir die Ausfahrt nicht gefunden. Die Spur war als solche nicht mehr zu erkennen, weil zuvor mehrfach Ziegen drüber getrampelt waren. Wir fuhren nun eine Piste in Richtung Kamdescha Vet fence, der in T4A nicht eingezeichnet war. Kurz vor dem Abzweig zur kleinen Serengeti stießen wir noch auf eine Herero-Siedlung. Wildtiere sahen wir leider nicht, obwohl das Gras üppig stand (außer bei den beiden Siedlungen) und es auch einen reichhaltigen Mopanebestand gab.
Auch auf den nun folgenden Kilometern sahen wir keinerlei Säugegetier. Wir bestiegen einen kleinen Hügel noch vor erreichen der "Serengeti".
Wahrscheinlich seid ein kleines Stück später aus dem Hoanib rausgefahren. Denn wir sahen keinerlei Hütten oder Anzeichen von menschlichen Bewohnern und Nutztieren. Wir bogen rechts in einer erkennbaren engen Furt aus dem Flussbett, welches übrigens zuvor extrem steile Lehmwände aufwies und uns zeigte wie hoch der Wasserstand sein kann wenn der Hoanib in vollem Schuss abgeht.
Nach der Grasebene wurde das Gelände wieder steiniger und karger. Wir trafen noch auf eine Giraffe welche sich direkt bei einer Siedlung befand.
Wir kamen nun an einer größeren Ansiedlung vorbei (Otjitheka?). Hier gabelte sich die Piste. Der Otjitheka-Trail führte nach Norden und eine andere Piste in westlichen Richtung direkt zur C43. Da es zu der "West-Piste" keinerlei Information gab, blieben wir auf den für uns längeren Otjitheka-Trial, welcher nun eine Passhöhe erreichte. Hier blickte man nach Westen zur C43.
Tolle Bilder von der "Serengeti" Danach oder schon auf der Ebene seid ihr wohl auf einer anderen Spur gefahren, wir sahen keine Siedlung und ich erinnere mich nicht an diese Sicht von der Passhöhe.
... es gab auf dem ca. 1,5 langen, steilen Stück keine Ausweichmöglichkeit. Und oben von der Passhöhe konnte man auch nicht wirklich erkennen, ob gerade ein Fahrzeug im Anmarsch war.
Das Foto kann das Gelände nicht wirklich wider geben. Zumal es sich noch um eine gute Stelle handelte.
Ja die steinigen und zum Teil engen und und vorallem auch recht steilen Passagen wären eine kleine Herausforderung bei Gegenverkehr. Wir begegneten keinem einzigen Fahrzeug auf dieser Strecke.

Ich lese jetzt auch noch den Anfang deines Berichts, denn so kann ich nochmal die Schönheit dieser Region geniessen, du hast tolle Bilder davon!
Liebe Grüsse Leona
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02 Sep 2017 16:44 #487789
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Hallo La Leona,

freut mich, wenn dir die Bilder gefallen.

Nach der kleinen Serengeti sind wir Richtung Westen gefahren, ihr seid gen Süden. Wie waren zwar beide auf dem Otjitheka-Trail, aber jeweils auf einen anderen Abschnitt.

Grüße
Axel
Letzte Änderung: 03 Sep 2017 12:42 von aos.
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02 Sep 2017 21:02 #487818
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16.06.2017 Nebental Huab Teil 2

Nach dem Kuidas Camp (der einzige grüne Fleck in der Umgebung) fuhren wir noch zu einem Aussichtspunkt, wo wir eine Brotzeit einlegten und die Umgebung genossen.








Weiter ging es zum Fluss. Selbst der Huab wirkte hier ein wenig trostlos.


Wir fuhren nur ein Kurzes Stück im Huab, den wir Richtung Osten wieder verließen (Damaraland 4x4-Trail). In der Vorbereitung habe ich gelesen, dass die Piste am Nordufer nur von Ost nach West befahren werden kann und es keine Möglichkeit gibt, den Huab zu queren. Nach 8 km verließen wir den Damaraland 4x4-Trail Richtung Norden, um nach 8 km auf die Huab-Sümpfe zu stoßen.

Unterwegs kamen wir an diesen Felsformationen vorbei.




Die Huab-Sümpfe (Blick Richtung Südwesten)


Auf der anderen Seite des Huab befindet sich der Desolation Valley Viewpoint. Man hat aber keine Chance an dieser Stelle den Huab zu queren - auch nicht zu Fuß (Wasser, Matsch und zwei meter hohes dichtes Schilf verhindern das). Daher beschlossen wir, den Hügel auf unserer Seite zu besteigen.


Während am Ufer noch ein angenehmen Wind wehte, zog es auf dem Hügel dermaßen, dass eine Kommunikation kaum mehr möglich war.
Blick Richtung Nordosten


Auf diesem Bild kann man gut erkennen, dass es eine Piste zu anderen Ufer gab, welche auch noch befahrbar aussah.


Hinter links im Bild ist der Sand zu sehen, den der Wind aufwirbelte.


Rückweg zum Fahrzeug


Wir fuhren umgehend auf die Verbindungspiste, die wir vom Hügel gesehen hatten. Sie ließ sich auch recht gut fahren. Wir wähnten uns schon auf der anderen Seite. Allerdings hätten wir kurz vor dem Ufer durch ein längeres mit Wasser gefülltes Matschloch fahren müssen. Dies war uns zu heikel, da wir keinerlei Erfahrungen mit Schlamm hatten/haben. Hätten wir uns hier festgefahren und uns nicht selbst befreien können, würde es eine Weile dauern (Tage, Wochen?), bis das nächste Fahrzeug hier vorbei käme. Um zum Aussichtspunkt zu wandern, war es inzwischen (ca. 15:00 Uhr) zu spät.
Wir kehrten um, aber nicht ohne ein paar Aufnahmen zu machen.






Drüben führte nun die Piste Richtung Osten oberhalb des Flusses entlang. Unterwegs nahmen wir noch die laut Tracks4Africa "Sectacular Rock Formation" mit. In den USA würde man diese als Hoodoo bezeichnen.




Da es inzwischen halb vier war, wollten/mussten wir uns langsam ein Übernachtungsplatz suchen. Hier im Tal war es inzwischen zu windig geworden. Mein Plan war es gewesen, noch ca 12 km weiter im/am Huab zu fahren. Ab dort hat Huab wieder große Bäume und es somit evtl. windstiller. Die Piste führte bald am Rand des Flusses lang. Es war hier buckelig und die Piste war tief eingegraben. Es kam mir aufgrund des Schilfs so vor, als würden wir durch Nordseedünen fahren. Nach ca. 8 km war allerdings Schluss, da die Piste im matschigen Schilf endete bzw. an einer Abbruchkante. Zwei Kilometer zuvor führte eine Pist aus dem Huab raus. Also fuhren wir die 2 km zurück, um ihr durch dieses Nebental zu folgen.


Der Wind war hier wesentlich schwächer und wir fanden ein schönes Fleckchen.




Lange hielten wir es am Feuer nicht aus, da es durch den Wind schnell abkühlte.


Gefahrene Kilometer: 176
Letzte Änderung: 02 Sep 2017 21:11 von aos.
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