THEMA: Rastlos durchs Kaokoveld und Damaraland ...
23 Okt 2017 08:54 #493767
  • Giraffen-Lisa
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  • Giraffen-Lisa am 23 Okt 2017 08:54
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Guten Morgen Axel,
eben habe ich den letzten Teil deines Reiseberichtes gelesen und freute mich wieder über deine tollen Fotos und deine Art des Erzählens.
Die Idee, zur Big Mama zu fahren und von dort die Gegend zu erkunden, gefällt mir gut. Das werde ich für März 2018 auch mal planen.
Ob der Urlaub in Namibia erholt oder rastlos wegen der vielen Fahrerei ist bei uns auch immer wieder eine Diskussion und wir wägen das jedes mal von Neuem ab. Es gibt sooo viel Spannendes und wunderschöne Ecken, die wir wieder oder neu besuchen wollen, da bleibt die Ruhe manchmal auf der Strecke.
Danke für deinen klasse Reisebericht von
Giraffen-Lisa
Meine Aufenthalte in Südwest/Namibia:
1978 / 1979 - Job Farm am Waterberg, 1980 – Arbeiten im Schülerheim in Otjiwarongo - Besuch Missionsstation Andara / Caprivi, 1981 – Rundreise mit Bulli: Namibia – Kapstadt – Gardenroute – Zymbabwe – Victoriafälle – Botswana (10Tage mit dem Mokoro im Okawango-Delta) – Namibia, 1983 - Farm Otjikaru am Waterberg
lange Pause
2007 Namibia, 2008 Namibia/Botswana, 2009 Namibia
nächste Tour ist für 2018 geplant
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03 Apr 2018 22:30 #517563
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  • grw1974 am 03 Apr 2018 22:30
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hi

schöner bericht mit schönen fotos, gut geschrieben. erlaube mir aber einige kritische anmerkungen. tut mir jetzt schon leid wenn ich hier als spielverderber rüberkomme.

zuerst ein feedback zu deinem reisestil. sicher, ist deine eigene entscheidung. aber nur schon wenn du erwähnst, dass der günstige air-namibia flug die verlockung war...überleg dir einfach mal ganz selbstkritisch was "deine" reise dem land und den leuten in namibia gebracht hat. sicher, jeder gast bringt was - aber wenn alle gäste so reisen würden wie du ? es entstünden kaum arbeitsplätze.

jetzt kommt punkt zwei - und das ist richtig kritisch. du machst verbotene sachen - und schreibst ganz offen darüber. du bist nicht nur verbotene strecken am kunene (nach der serra cafem piste, zu den dunen) gefahren - auch im hoanib im flussbett. klar, dir ist nichts passiert - aber die konsequenzen können gross sein. ich bin selber in der tourismus-industrie tätig und gebe dir ein beispiel: unsere gäste zahlen über 1000 EUR für eine nacht zb im hoanib camp. ok - mag man hier nicht verstehen, schafft aber arbeitsplätze vor allem auch für leute aus der community. je mehr "illegale" aber durch die private concessions fahren - umso unattraktiver wird die gegend, und umso geringer die chance der verlängerung der concession. vor allem durch die postings der ganzen GPS koordinaten leistest du einen bärendienst. praktisch - aber du lockst die "falschen" leute an die falschen orte.

es mag eine andere diskussion sein, ob es gut ist gewisse gegenden "luxustouristen" vorzuenthalten. ich reise selber auf beide arten. fliege ich mit gästen ins serra cafema wollen diese leute ihre ruhe haben - reise ich 4x4 finde ich im syncro oder im river camp ähnliche bedingungen zum anderen preis. ich denke - leben und leben lassen. dazu gehört aber auch eine portion "respekt" - die habe ich in deinem bericht (bei aller sorgfalt beim thema feuer und fahren) doch etwas vermisst.

namibia hat es geschafft neben dem luxus-tourismus auch immer noch für selbstfahrer attraktiv zu sein - das funktioniert aber nur mit disziplin. und für alle jene die denken "das sieht ja keiner" - täuscht euch mal nicht. verschiedene wildlife-organisationen nutzen wildkameras die auf bewegung reagieren...und autos werde da durchaus auch gemolden.

hättest du eine neue tracks-4-africa karte (zb die neue papierkarte oder ein aktuelles download) genutzt - wären die alle Strassen nördlich der groendrom und der oranjedrom als "permit" angegeben worden.

das wars. aber dennoch danke fürs zeigen der wirklich schönen bilder!
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03 Apr 2018 23:54 #517567
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  • aos am 03 Apr 2018 23:54
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Hallo,

habe kurz überlegt, ob ich antworte - mache es aber trotzdem, wenn auch nicht ausführlich.

Ausschlaggebend war nicht der günstige Flug. Ob der nun 500 oder 900 EUR kostet, spielt in Anbetracht der Gesamtkosten nur eine untergeordnete Rolle und schafft auch keinen Arbeitsplatz in Namibia. Es fiel mir lediglich leichter, mich wieder für Namibia zu entscheiden. Daran solltest du dich aufhängen.

Wir haben bei über 22 Nächten vier mal wild gecampt, daher greif dein Argument nicht, dass wie keine lokalen Arbeitsplätze unterstützt hätten. Wenn Namibia Campingurlaub anbietet, darf sich keiner beschweren, dass dies Touristen auch tun.

Über die Rechtmäßigkeit des Eintrittsverbots in die Konzessionen gibt es unterschiedliche Rechtsauffassungen. Mir ist weder bekannt noch ersichtlich, dass TA4 hier das Maß der Dinge sein soll. Die Green drum Route gehört noch nicht mal zum Konzessionsgebiet von Serra Cafema. Dazu gehören die Pisten im Tal ab dem Flugplatz und wie bereits geschrieben, wird an der Rechtmäßigkeit gezweifelt. Wir haben keine Gäste (von Serra Cafema oder des Hoanib Camps) belästigt. Wir sind nicht runter zum Kunene gefahren und die Aussichtspunkte bei Mittagshitze werden wohl auch nicht Serra Cafema angefahren (wurden sie auch nicht).
Der Vorteil des Hoanib Camps liegt doch nicht in den drei exklusiven Kilometern im Flussbett vor dem Camp, sondern dass man in den Nationalpark fahren kann, was wir nicht getan haben. Auch vor der Einrichtung der Konzession im Hoanib sind die wenigsten zur NP-Grenze gefahren und haben das Flussbett bei Amspoort Richtung Norden verlassen. An den zwei Tagen im Hoanib sind wir auf kein weiteres Touristenfahrzeug gestoßen. Das New Shoeman's Camp am Hoarusib oder Kuidas Camp (Huab) kommen offensichtlich ohne diese Zutrittsverbote aus .
Das waren jetzt alles (relativierende) Rechtfertigungen (für das eigennützige Verhalten) meinerseits, was aber nicht heißen soll, dass ich berechtigten Interessen der Konzessionseigentümer nicht verstehen würde.

Stimmt, ich habe GPS-Koordinaten gepostet. Das sind aber alles Punkte, die sowieso bei T4A oder openstreet maps verzeichnet sind bzw. sich per google earth bestimmen lassen.

Viele Grüße
Axel
Letzte Änderung: 03 Apr 2018 23:56 von aos.
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grw1974 schrieb:
hi
zuerst ein feedback zu deinem reisestil. sicher, ist deine eigene entscheidung. aber nur schon wenn du erwähnst, dass der günstige air-namibia flug die verlockung war...überleg dir einfach mal ganz selbstkritisch was "deine" reise dem land und den leuten in namibia gebracht hat. sicher, jeder gast bringt was - aber wenn alle gäste so reisen würden wie du ? es entstünden kaum arbeitsplätze.
Es ist nicht der Sinn des Reisens, in anderen Ländern Arbeitsplätze zu schaffen. Das ist nur ein positiver Nebeneffekt. Der Sinn des Reisens ist andere Länder und deren Bewohner kennenzulernen.
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04 Apr 2018 15:32 #517613
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  • dergnagflow am 04 Apr 2018 15:32
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Hi,grw1974 schrieb:
jetzt kommt punkt zwei - und das ist richtig kritisch. du machst verbotene sachen - und schreibst ganz offen darüber. du bist nicht nur verbotene strecken am kunene (nach der serra cafem piste, zu den dunen) gefahren -
Sorry, aber die ist keinesfalls verboten.
Es gab hier schon diverse Diskussionen und alle kamen zu dem Schluss, dass die Konzessionsbedingungen ein ausschließliches Befahren für "eure" Gäste nicht hergeben. Selbst Tourism Namibia verteilt Broschüren, wo offiziell für die Region bis zur Monster Dune geworben wird. Für Selbstfahrer.

grw1974 schrieb:
auch im hoanib im flussbett. klar, dir ist nichts passiert -
Auch das Befahren des Hoanibs ist nicht verboten. Man sollte halt die Konzession entrichten.
Nur, wenn niemand da ist, bei dem man zahlen könnte, ist's halt auch schwierig.

grw1974 schrieb:
hättest du eine neue tracks-4-africa karte (zb die neue papierkarte oder ein aktuelles download) genutzt - wären die alle Strassen nördlich der groendrom und der oranjedrom als "permit" angegeben worden.
Nur weil die in T4A so gekennzeichnet sind, bedeutet das nicht, dass dem auch so ist.

lg
Wolfgang
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