THEMA: Costa Rica - Dschungel und Mee(h)r
29 Mai 2019 12:21 #557648
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Uff, ab jetzt wird es für mich schwierig... Ich habe nämlich nur noch Mäthus handgeschriebene Notizen unlesbares Gekraxel als Gedächtnisstütze zur Verfügung. :S
Ich bemühe mich, heute trotzdem noch einen Tag einzufügen. :silly:
Liebe Grüsse von Karin, auf den Sommer wartend :whistle:
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29 Mai 2019 16:04 #557654
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Dienstag, 22. Januar 2019

Gopf, ist das kühl hier! Das man in Costa Rica frieren kann, hätten wir nach der letzten Reise auch nicht gedacht. 2016 hatten wir Ende April/Anfang Mai mehrere schlaflose Nächte, weil es so feucht-heiss war. Und so laufen wir heute mit Pulli und langen Hosen zum Frühstück. Gestern Abend hatten wir unsere Wild-Kamera in Herbies Garten montiert, das Resultat überprüfen wir während dem Frühstück. Leider hat die Kamera weder ein Tamandua, noch ein Kinkajou, ein Tayra oder ein Coati eingefangen. Nur Herbie und seine Katze sind vor die Linse gelaufen. :laugh:
Beim leckeren Frühstück, dass aus einem bunten Teller mit Spinat-Omelett, verschiedenen Früchten, Toast und Marmelade besteht, haben wir Gesellschaft von einem jungen französischen Paar, dass eine nette Route vor sich hat: Ab hier 1 Nacht Tortuguero und die nächste Nacht in Carate beim Corcovado NP. Herbie schüttelt nur den Kopf. :huh: Wir haben keine Eile und so unterhalten wir uns noch lange mit Herbie über sein Grundstück auf der Osa Peninsula, dass er vor einiger Zeit gekauft hat und nun das Haus wohnlich einrichtet. Wir beneiden ihn sehr darum, denn die Osa Peninsula ist für uns (noch) Costa Rica pur. Später suchen wir in Herbies Garten nach Fröschen und werden schnell fündig.



Irgendwann gegen Mittag verabschieden wir uns (inkl. Foto :silly: ) und fahren los Richtung Limón.



Die Fahrt ist recht anstrengend, die Strasse ist nur 2spurig und es sind fast ausschliesslich grosse, laute LKWs unterwegs. Und zwar allesamt aus dem Bananen-Business: Chiquita, Del Monte, Dôle, etc. Wir fahren durch eine richtige Bananen-Hochburg, sehen erste Plantagen und auch Logistik-Terminals.





Schliesslich erreichen wir Limón und beschliessen spontan einen kleinen Umweg durch die Stadt zu fahren. Eine Schönheit ist Limón wahrlich nicht: Heruntergekommene Gebäude, viel Abfall und Bettler auf der Strasse. Und das Meer, was wir zu Gesicht bekommen, ist grau, trüb, sehr aufgewühlt und so gar nicht karibisch… :pinch:

Wir hoffe, dass es weiter südlich besser aussieht. Aber erst mal geht es für uns in den Dschungel. Unser Ziel ist die Selva Bananito Lodge, eine ehemalige Farm zur Holzproduktion, die von den Nachkommen des Gründers zu einer nachhaltigen Gäste-Lodge umgestaltet wurde, die sich dem Schutz des Regenwalds und seiner Bewohner verschrieben hat. Die Anfahrt ist recht abenteuerlich und führt zuerst durch Bananenplantagen, danach Farmland und schliesslich dichten Regenwald inkl. Flussdurchfahrt.



Wir entdecken eine Kolonie von Montezuma Oropendolas:






Zum Schluss gibt es noch einen Roadblock:
vimeo.com/339127939

Wenn man den Weg kennt, dauert es von der Hauptstrasse in Bananito Sur gut 30 Minuten bis zur Lodge.
Wir werden von Guide Harvey begrüsst, der hier ein bisschen «Mädchen für alles» ist. Er zeigt uns zuerst unseren Bungalow, ein offenes Haus auf Stelzen mit einer super Sicht in die Bäume und die umliegenden offenen Flächen. Da die Lodge früher eine Farm war, ist sie nicht wie erwartet «mitten im Wald», sondern das Gelände wirkt offen und luftig. Von Dschungel umgeben ist sie natürlich trotzdem, man merkt es nur nicht so.





Gleich danach laufen wir zum Restaurant, wo wir noch ein spätes Mittagessen erhalten. Zum Trinken gibt es nur Bier oder selbstgemachte Fruchtsäfte. Im Bungalow steht ausserdem ein grosser Tonkrug mit Wasser zur Verfügung. Abfall will hier möglichst vermieden werden.
Nach dem Essen laufen wir ein bisschen über das Farmgelände, entdecken einen Kaiman im Teich und lernen Luis kennen, einen einheimischen, deutschsprachigen Reiseleiter, der ein deutsches Paar durch Costa Rica begleitet. Er hat ein Fernglas umgehängt und fragt uns: «Mögt ihr vögeln?» :whistle: :laugh: :laugh:


Die mögen wir besonders B)

Den restlichen Nachmittag relaxen wir in den Hängematten in unserem Bungalow. Später gibt es Abendessen im Restaurant, alle sitzen an einem Tisch. Wir unterhalten uns mit Harvey, ein aufgestellter, fröhlicher Mensch, ein echtes Original. Seine Vorfahren stammen aus Uganda und Äthiopien und wurden als Plantagenarbeiter nach Costa Rica verschifft. Er ist bereits mehrfacher Grossvater und zeigt uns stolz seine grosse Familie. Während wir schon beim Dessert sind und es längst dunkel ist, treffen noch 2 Freundinnen aus Deutschland ein. Sie sind erst gestern in CR angekommen, das Gepäck ging bei der Fluggesellschaft verloren und sie haben sich auf der Strecke zur Lodge hoffnungslos verfahren. Für Gesprächsstoff ist gesorgt. :silly:
Bald darauf schlüpfen wir müde unter unser Moskitonetz, begleitet von dieser Geräuschkulisse:
vimeo.com/339129309

Und ich staune, was mir trotz kaum vorhandener Notizen alles wieder einfällt zu diesem Tag! :whistle:
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Schon wieder Seitenumbruch. :evil: :evil:
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06 Jun 2019 11:26 #558205
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Hallo Carinha

Bei einem Reisebericht von Costa Rica bin ich doch auch dabei!
Sehr schön bisher!

LG

Herby
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09 Jun 2019 15:36 #558412
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Mittwoch, 23. Januar 2019

Die Howler Monkeys wecken uns mit ihrem Gebrüll. Faszinierend, was die für einen Lärm machen können! :blink:
Dann geht es ins Restaurantgebäude zum Frühstück. Es gibt ein Büffet mit selbstgemachtem Brot, Marmelade, Käse und vielen Früchten. Wer will, kann auch Eierspeisen bestellen. Lecker! :P

Kaum sind wir «vollgefressen», geht es auch schon los mit einem Hike in den Regenwald. Zusammen mit den deutschen Girls und Harvey laufen wir, bewaffnet mit Gummistiefeln und Wander-/Schlangenstöcken, los Richtung Dschungel. Wobei uns Harvey laufend mit Quizfragen unterhält… Etwa was denn der Unterschied zwischen Dschungel und Regenwald sei. (Der Dschungel ist viel dichter bewachsen. Im Regenwald mit seinen hohen Laubbäumen ist der Boden weniger bewachsen weil das Sonnenlicht nicht bis zur Erde durchdringen kann. Dies die Kurzfassung «aus dem Kopf heraus»)


Wer findet die Anole? ;)

Ich habe als einzige die normalen Trekkingschuhe an, da keine passenden Gummistiefel für meine grossen Füsse vorhanden waren. Trotzdem schaffe ich es trockenen Fusses, mehrere Bäche zu überqueren. :silly: Die Wanderung ist sehr informativ, wir kommen kaum vorwärts, weil Harvey über alles etwas erzählen kann.





An einem steilen Wegstück entdecken wir die grossen Bullet Ants. Diese werden auch 24-Stunden-Ameisen (Paraponera clavata), Tropische Riesenameisen oder „Gewehrkugelameisen“ genannt, weil ihr Stich während 24 Stunden extrem schmerzhaft ist, vergleichbar mit einem Gewehrschuss. Während Harvey ganz entspannt erzählt, läuft ihm plötzlich eine Ameise über die Hand. Sofort fängt er an, panisch herum zu zappeln. Gott sei Dank scheint die Ameise aber nicht in «Schiesslaune» und so entfernen wir uns rasch vom «Tatort». :whistle:


(Bild aus dem Internet)

Nach etwa 2 Stunden sind wir zurück in der Lodge, duschen kurz und schon ist Zeit fürs Mittagessen. Dieses fällt etwas knapp aus für Mäthus Geschmack (Tellerservice), aber es wird anstandslos nachgeschöpft.


Handybild mit Harvey, der eigentlich Anselmo heisst

Nachmittags ruhen wir uns lesend in der Hängematte aus. Wobei meine Lektüre nicht gerade entspannend ist. Es ist die wahre Geschichte von dem Mexikaner, der mit seinem kleinen Fischerboot in einen Sturm gerät und anschliessend während 428 Tagen allein im Pazifik treibt. :pinch:


Montezuma Oropendola

Später machen wir nochmal eine kleine Wanderung auf eigene Faust. Die anderen Gäste haben einen Ausritt gebucht. Aber im Laufe der Reise habe ich mir geschworen, mich in Costa Rica nie auf ein Pferd zu setzen. Deshalb sind wir nochmal per pedes unterwegs. Wir laufen eigentlich nur auf markierten Wegen entlang von ehemaligen Viehweiden und Resten von Bananenplantagen. Aber plötzlich entdecken wir eine grosse Katzenspur auf dem Weg!!! :woohoo: Wir machen ein Foto und Harvey bestätigt uns später, dass es sich um eine Jaguarspur handelt. :ohmy: Er kann es selbst kaum glauben, dass die Katze sich so nah an der Lodge bewegt. Aber da in der Gegend, wo wir die Spur gefunden haben, oft Pekaris unterwegs sind, sei er wohl auf Schweinejagd gewesen.




Blattschneider-Ameisen



Beim Abendessen lernen wir kurz Jürgen, den Besitzer und Manager der Lodge, kennen. Er wurde in Costa Rica geboren und spricht deshalb fliessend spanisch und deutsch. Während dem Essen hat er eine Besprechung mit 2 Angestellten der costaricanischen Telekom.
Deshalb unterhalten wir uns mehrheitlich mit unseren Tischnachbarn, einem jungen Paar aus Wales. Wir waren im letzten Sommer in Südengland unterwegs und so haben wir genug Gesprächsstoff. Sie lachen über unsere Aussage, dass wir nie mehr dorthin reisen werden. Denn damals hatten wir 10 Tage Sonnenschein pur mit fast 30 Grad und das wird wettermässig nie mehr zu toppen sein. :laugh:

Nach dem Essen nimmt Mäthu noch an einem Nightwalk teil. Da er der einzige ist, der noch mitmachen will, kommt auch noch Edi, ein Angestellter, zu Schulungszwecken mit. Zu dritt entdecken sie ein Kinkajou, Frösche, Schlangen, die Lodge-Pferde (seehr grosse Tiere im Dunkeln :ohmy:) und Basilisken. Ich geniesse währenddessen das Nachtkonzert in der Hängematte.

Die Fotos sind leider alle recht schlecht geworden:









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Donnerstag, 24. Januar 2019

Bereits um 7 Uhr morgens beginnt Mäthus Programm. Dazu wird er selber noch einen Bericht nachliefern (ist leider noch in Arbeit). Derweil geniesse ich die Ruhe in der Lodge. Natürlich ist es alles andere als ruhig, aber Vogelgezwitscher und Tiergeräusche sind für mich definitiv kein Lärm.



Video "Morgenruhe"
vimeo.com/341747313
Darauf ist auch gut der Ruf des Montezuma Oropendolas zu hören :kiss:

Als Mäthu zurück kommt, gehen wir zusammen zum verspäteten Frühstück. Da neue Gäste eingetroffen sind, wird wieder der «Einführungshike», den wir gestern schon gemacht haben, durchgeführt. Darauf haben wir nicht so wirklich Lust. Wir beschliessen deshalb, uns am Nachmittag Cahuita anzuschauen und dort bei der Gelegenheit ein paar Getränke und Snacks einzukaufen. Auf dem Weg dorthin sehen wir das berühmte Sloth Sanctuary in Penshurt und wir beschliessen spontan, diesem einen Besuch abzustatten. Die nächste Führung findet um 1 Uhr statt und so heisst es erstmal warten. Wir stöbern ein bisschen im Souvenir Shop und beobachten Buttercup, ein «Ambassador-Sloth», sozusagen ein Ausstellungsmodell, das nicht mehr ausgewildert werden kann und dessen Job ist, bei den Touris Sympathien für die Faultiere und Spendenwilligkeit zu wecken. Wir sind fast alleine.

Buttercup-Fotostrecke :kiss:














Kurz vor 1 Uhr strömen plötzlich Busladungen von Leuten ins Sanctuary, die anscheinend vorangemeldet sind. Es gibt zuerst eine 1-stündige Bootsfahrt, etwa 8 handbetriebene Boote vollbeladen mit Touris schippern in den Kanälen herum und suchen nach Faulis und anderen Tieren. Auf so eine Massenveranstaltung verzichte ich lieber. Mäthu setzt sich ohne mich in eins der Boote, denn er hofft auf gute Fotogelegenheiten. Leider fällt das Resultat nur mässig aus.



Danach gibt es eine Führung in die Rehabilitationsstation und wir erfahren sehr viel Wissenwertes über die 2- und 3-Finger-Faultiere. Der Guide erklärt alles in Spanisch und Englisch, was das ganze etwas langfädig macht. Zudem sind einige Touris nicht wirklich interessiert und quasseln ständig dazwischen. Aber die Faultiere sind zuckersüss, vorallem die nachtaktiven Zweifinger, die in den unmöglichsten Posen Siesta halten (fast wie unser Kater Nougat :whistle: ).
Alles in allem eine sinnvolle und wichtige Einrichtung, aber leider infolge der Spendenabhängigkeit etwas auf Massenabfertigung angelegt. In der Nebensaison würde ich das Sanctuary aber jederzeit wieder besuchen.





Nach den Sloths fahren wir weiter nach Cahuita, einem kleinen karibischen Dorf mit Laid-back-Atmosphäre. Bekannt ist das Dorf vorallem wegen dem Cahuita Nationalpark. Diesen werden wir aber erst in den nächsten Tagen besuchen. So betreten wir erstmal einen der kleinen Supermärkte, suchen unsere 7 Sachen zusammen und treffen prompt auf die beiden Waliser vom gestrigen Nachtessen. Sie sind heute abgereist. Nach einer kurzen Snackpause am Strand fahren wir wieder zurück; den Weg finden wir ohne Probleme.


Auf meinem Kopf herrscht längst Filzmatten-Alarm :laugh: (und mittlerweile verstehe ich, warum hier so viele mit Rastas herumlaufen... :silly: )

Vor dem Abendessen gibt es noch einen Vortrag von Jürgen zur Selva Bananito Lodge und dem dazugehörigen Reserve. Er erzählt sehr eindrucksvoll, wie aus der Holzfarm seines Vaters das heutige Wald- und Wasserschutzgebiet entstanden ist, inkl. Forschungsprojekt für Jaguar, Ozelot & Co.
Während dem Essen ergeben sich sehr lustige und interessante Unterhaltungen mit den anderen Gästen, Jürgen und Harvey. Mäthu möchte unbedingt nochmal einen Nightwalk machen und er kann Christina und Klaus, ein Paar aus Schleswig-Holstein, überzeugen, auch teilzunehmen. Denn der Walk findet normalerweise erst bei mindestens 2 Teilnehmern statt. Ich mache dann auch noch spontan mit und da wir erwartungsgemäss nicht so weit laufen werden, ziehe ich diesmal die viel zu grossen Männer-Gummistiefel an. Mithilfe der Taschenlampen entdecken wir allerlei Tiere wie Kinkajous, Faultiere, Palmvipern, Schildkröten, ein Opossum und Frösche. Mäthus Stiefel füllen sich schon bei der ersten Bachquerung mit Wasser und Edi bietet ihm seine zum Tausch an. Aber die Socken sind ja eh schon nass und so verzichtet er.











Als wir am Boden eine kleine, aber sehr schnelle Schlange entdecken, stapft Harvey nervös mit den Stiefeln herum. Aber als er kurz darauf ein anderes Tier im Wasser entdeckt, vergisst er die Schlange komplett, obwohl sie immer noch direkt hinter uns herumschlängelt. Als wir ihn darauf hinweisen, wird er wieder leicht hektisch und wir müssen ein bisschen über unseren «Biologen» schmunzeln. Nach fast 2 Stunden sind wir zurück in der Lodge, befreien uns von den Stiefeln und fallen müde ins Bett.
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