THEMA: "Wüsten"elefant tötet Touristen im Huab
14 Nov 2019 03:45 #572803
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  • La Leona am 14 Nov 2019 03:45
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Dieser tragische Unfall beschäftigt mich, denn er hätte auch mir passieren können.
Mir tut der Guide leid, wie kann er den Tod seines Kunden jemals verarbeiten ohne sich selber die Schuld zuzuführen?
Was hätte er anders machen sollen, können, tun müssen?
Stellt euch die Situation vor. Einfach schrecklich, mein Beileid an alle Beteiligten.
Gruss Leona
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14 Nov 2019 08:34 #572810
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  • busko am 14 Nov 2019 08:34
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Danke dir Leona.....und.....VORSICHT....."Schmetterlingsgefahr"!
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14 Nov 2019 10:07 #572818
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  • EundM am 14 Nov 2019 10:07
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Ja, dieser Unfall ist sehr, sehr tragisch und sicher werden diejenigen, die dabei waren, diese schreckliche Erinnerung niemals mehr vergessen.

Zu deiner Frage, La Leona :
Was hätte er anders machen sollen, können, tun müssen?

ist mir folgende Überlegung gekommen:

Die Tour nicht mehr anbieten. Das wäre meines Erachtens die einzige Lösung, bei der solche Unglücke ausgeschlossen werden können. Andere Massnahmen können vielleicht das Risiko verringern, aber nie ausschließen.

Meine Begründung dazu:
Wir Menschen aus den industrialisierten, wohlhabenden Ländern wollen im Urlaub unberührte Natur sehen, wünschen uns die Begegnung mit wilden Tieren, Einsamkeit und Abenteuer. Und das ist auch ganz verständlich.

Dass der Tourismus-Sektor diese Wünsche erfüllen will und damit Einkommen sichert ist auch ganz verständlich.

Aber mit diesen Vorgaben dringen wir immer weiter in die bis dahin unberührte Natur vor und verkleinern so immer weiter die Rückzugsgebiete der freilebenden Tierwelt.

Gerade jetzt, wo es in Namibia so trocken ist, müssen die Tiere weite Strecken für Wasser und Nahrungs-Suche zurücklegen, sind hungrig, nervös, aggressiv.
Frisches Futter ist rar- und wenn ein Busch oder Baum lockt, dann nähert der Elefant sich wohl auch mal einem Camp, einem Auto oder Menschen, wenn die eben an diesem Busch oder Baum stehen.

Ich will hier niemandem etwas schlecht reden, und auch mein Mann und ich wollen ja das Kaokofeld und den Mudumu besuchen.
Aber die Gefahr von unguten Begegnungen zwischen Mensch und Tier lässt sich unter diesen Umständen nie ausschließen.

Nachdenkliche Grüße
Elisabeth
Letzte Änderung: 14 Nov 2019 10:09 von EundM.
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14 Nov 2019 11:47 #572833
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La Leona schrieb:
Dieser tragische Unfall beschäftigt mich, denn er hätte auch mir passieren können.

Ganz genau so ist es!

Ich werde nie vergessen, als wir mit Freunden auf der Dombo Farm zu Gast waren:

Mein Mann und der Mann meiner Freundin ließen sich von Uli die Farmgebäude und die Herstellung der Ziegel auf dem Hof der Farm zeigen. Ich stand in der Zeit unter der Dusche und sah nur eine graue Wand am Badezimmerfenster vorbei schweben.

Und während die Männer so fachsimpelnd über den Hof liefen, haben sie den Elefantenbullen überhaupt nicht bemerkt, der da inzwischen mucksmäuschen still hinter einem Busch stand. Erst als der dann vorgeschossen kam....

Uli rief sofort: ....keiner bewegt sich und zusammen bleiben, damit der Bulle uns als Einheit wahrnimmt! Wenn wir jetzt wegrennen, packt er sich einen von uns!

Ganz langsam, Schritt für Schritt, haben die Männer dann den Rückzug angetreten - während der Elefant immer ohrenwedelnd Angriffe fuhr. So lange, bis der Knabe mit der Distanz zufrieden war.

Bis zu diesem Zeitpunkt hätten wir niemals für möglich gehalten, wie unsichtbar sich so ein Koloss hinter so einem kleinen Busch machen kann.

LG
Logi
Letzte Änderung: 14 Nov 2019 12:05 von Logi.
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14 Nov 2019 12:11 #572837
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Genau Logi,
Deswegen bewegt man sich im Busch nirgendwo hin, ohne vorher die Umgebung ein paar Minuten auf Bewegungen abgesucht hat. Wer in der Wildnis rumsteuert wie im heimischen deutschen Garten dann....
Das heißt nicht das es doch Überraschungen geben kann. South Luangwa, Hippo vor der Duschtür z. B
Darum gilt, kein Zaun bei Wildtierbestand .In der Gegend, immer Augen, Ohren und restlichen Sinne einschalten.
Die Natur verzeiht keine Fehler.
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14 Nov 2019 12:31 #572839
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EundM schrieb:
Die Tour nicht mehr anbieten. Das wäre meines Erachtens die einzige Lösung, bei der solche Unglücke ausgeschlossen werden können. Andere Massnahmen können vielleicht das Risiko verringern, aber nie ausschließen.

Bleibt doch bitte mal rational. Es haben sicher hunderttausende Touris bereits geführte Touren durch wildreiche Gebiete in Namibia gemacht, bei denen nichts passiert ist. Insofern muss man das doch ins Verhältnis setzen. Das ist ein tragischer Unfall. Zur falschen Zeit am falschen Ort. Traumatisch für Angehörige und Tourteilnehmer. Statistisch wäre wahrscheinlich auch einer von hunderttausend Touristen zu Hause beim Fensterputzen raus gefallen oder sowas, wenn er zu dem Zeitpunkt nicht als Tourist in Namibia gewesen wäre, wo er solchen Tätigkeiten nicht nachgeht.

Deutlicher häufiger als Touristen werden einheimische Schwarze von Wildtieren getötet. Das interessiert anscheinend niemanden. Nun ist "einer von uns" betroffen, ein (weißer) deutschsprachiger Tourist. Ganz große Betroffenheit. Die Einheimischen müssen dann alle in die Städte ziehen, weil sich Zusammenstöße mit Wildtieren anders nicht ausschließen lassen oder wie ist da die Lösung? Oder interessiert uns das einfach weiter nicht?

Liebe Grüße
Letzte Änderung: 14 Nov 2019 12:32 von Avioniker.
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