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THEMA: Wo sind all die Tiere hin... Newcomers to Namibia
20 Nov 2019 22:54 #573366
  • tim.buktu
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  • tim.buktu am 20 Nov 2019 22:54
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Ok, ok, dem aufmerksamen Betrachter wird es nicht entgangen sein, aber besser spät als nie.

Seit Jahren fotografiere ich leidenschaftlich in meiner Freizeit und auf Reisen. Doch noch nie bin ich auf die Idee gekommen einen Reisebericht zu schreiben. Warum gerade jetzt und warum so spät?

Einer der wichtigsten Gründe ist die Hilfsbereitschaft in diesem Forum und die hier bereits veröffentlichten nutzbringenden Reiseberichte! Aber natürlich auch die eindrucksvolle Landschaft Namibia's und zu guter Letzt unsere tolle Reisegruppe. Geschrieben ist der Bericht schon lange, allerdings in der Senke mangels Zeit verschwunden.....

Zu dieser "klassischen" Route gibt es bereits zahlreiche Berichte und Tipps hier im Forum. Deshalb beschränke ich mich auf unsere Erlebnisse, versüßt mit ein paar Bildern.

Wer wir sind? Nun, hauptsächlich sind wir zwei Familien, abenteuerlustige Reisende mit der Neigung zu unbekannten Orten, Kulturen, Menschen und Traditionen.

Wir - also meine Frau Sonja und Tochter Summer - sind zum ersten Mal in Namibia unterwegs und somit Newcomers. Unsere Freunde sind auf dem afrikanischen Kontinent wesentlich erfahrener. Lisa, Chris und Zoe bereisten mehrfach verschiedene afrikanische Länder, neben Namibia und Botswana auch Ghana und Tansania.

Die Rundreise wurde vollständig als individualreise in Eigeninitiative geplant.


Namibia Greenhorntour '18

Unsere Reiseroute:
22.03.2018 Abflug FRA -> WDH (1)
23.03.2018 Windhoek (3)
24.03.2018 Tsondab Valley (4)
25.03.2018 Sesriem / Sossusvlei (6) mit DeadVlei (5)
26.03.2018 Rooiklip Campsite (7)
27.03.2018 Walvis Bay (8)
28.03.2018 Walvis Bay (8)
29.03.2018 Spitzkoppe (11)
30.03.2018 Madisa Campsite (12)
31.03.2018 Hoada Campsite
01.04.2018 Onjoweve Filmhaus (17)
02.04.2018 Onjoweve Filmhaus (17)
03.04.2018 Olifantsrus Campsite (19)
04.04.2018 Okaukwejo Campsite (20)
05.04.2018 Okaukwejo Campsite (20)
06.04.2018 Algroeve Lodge (22)
07.04.2018 WDH -> FRA


Der Flug:
Nun, AirNamibia ist schon ein bisschen speziell. Um ein Forum-Member hier zu zitieren: "Wenn man sich bei Air Namibia auf etwas verlassen kann, dann auf das nicht funktionierende Board-Entertainment". Pünktlich zum Start die überraschende Durchsage des Piloten mit der Meldung eines ausgefallenen Board Entertainment. Huch, sowas aber auch ;)

Wir sitzen in Reihe 12, Sitze HK (Steuerboard) was ziemlich bescheiden ist, da bis Reihe 11 das Entertainment noch funktioniert. Wir freuen uns über ausreichend Gin-Tonic als Schlummertrunk und genießen den Nachtflug.

Kurz vor dem Abflug treffen wir im Flugzeug auf einen freundlichen Mechaniker. Euphorisch erzählt er uns von seinem Namibia Aufenthalt und wie ausgezeichnet Springbock schmeckt. Gespannt lauschen wir seiner gut vorgetragenen Ausführung um dann im letzten Satz zu erfahren, dass er nur 23 Std. für einen Auslandseinsatz in Windhoek war. Immerhin steigerte seine Erzählung unsere Vorfreude auf ein Springbock Steak am ersten Abend in Joe's Beerhouse (wo auch sonst ;) )

TAG 1: Windhoek - und warum Wäsche waschen überwertet wird!



Nach unserem kurzen Checkin in der Pension Steiner (hotelpensionsteiner.com-namibia.com/de/) werden wir von bwana-Guide Phineas (www.bwana.de/namibia...-stadtrundfahrt.html zu einer Stadtbesichtigung abgeholt. Im Vorfeld hatten wir bereits den Wunsch geäußert bedürftige Kinder in Katatura zu unterstützen.



Phineas hat in Deutschland zwei Jahre Landwirtschaft studiert und spricht entsprechend sehr gut deutsch.

Die Tour geht von den Lutherischen Kirche zur alten Feste weiter zu den Regierungsgebäudenm und anschließend Richtung Katatura/Silvertown.


Ratespiel: Finde den Fehler!

Wir erfahren, dass jeder Einwohner von Silvertown bei einer Registrierung im Einwohnermeldeamt zwei Wellbleche erhält. Die Regierung reduziert damit die Obdachlosigkeit und erfasst über dieses "Belohnungssystem" alle zugezogenen Einwohner.


Silvertown: Wellblechhütten soweit das Auge reicht.

Wir sind sprachlos ab den unzähligen Wellblechhütten . Soweit das Auge reicht stehen Hütte an Hütte.
Phineas erklärt die Versorgungsstruktur: Strom wird in den Randgebieten illegal abgezapft. Frischwasser gibt es an dezentralen Ausgabestellen. Wobei teilweise Strecken bis zu 4km zurückgelegt werden müssen um an Wasser zu gelangen. Die Abfallwirtschaft funktioniert stellenweise überraschend gut. Die Einwohner sammeln Müll an der Straße der dann sporadisch abgeholt wird. Wir entdecken aber auch Müllansammlungen zwischen den Häusern.

Auffällig ist die Reaktion der Menschen. Im Gegensatz zum Randgebiet werden wir in der tieferen Katatura aufmerksam gemustert. Aber alle wirken freundlich, viele winken uns zu.


Nicht selbstverständlich: Blechhütte mit Küche und gefliesten Boden

Unser Guide ist gut vernetzt. Immer wieder winkt er Einheimischen zu oder spricht kurz mit Ihnen. Als ein besonderes "Schmanckerl" kündigt er die Besichtigung einer der Wellblechhütten an. Wir sind überrascht, schließlich wollen wir nicht einfach unangekündigt oder gar nur wegen möglichem "Trinkgeld" in die Privatsphäre anderer Menschen eindringen. Wir spüren, dass Phineas sich aber besondere Mühe gibt und so schauen wir kurz die Wohnung seines Freundes an.

Es ist eine Bullenhitze in der Hütte. Fenster zum Lüften gibt es keine. Ich möchte mir nicht vorstellen wir kalt es im Winter hier drin ist.


Outdoor Toilette: für europäische Langsitz-Kacker äußerst gewöhnungsbedürftig!

Wir biegen in eine abgelegene Straße ab und sind am Ziel angekommen. Phineas wird auch hier freundlich begrüßt und ruft alle Kinder aus der näheren Umgebung zusammen. Wir versuchen mit den Erwachsenen und Kinder ins Gespräch zu kommen. Gelingt uns dies mit den Kindern einigermaßen sind die Erwachsenen äußerst verschlossen.
Erst später wird mir klar: Es ist ein Kommunikationsproblem! Die Erwachsenen sprechen kaum Englisch und wir kein Afrikans. Gut, Hände und Füße gehen auch.


Annäherungsversuch verschiedener Kulturen und Generationen. (Bildquelle: Lisa)


Kinderüberraschung: Ein Koffer voller Kleider und Spielsachen


Die Spannung ist den Kindern ins Gesicht geschrieben!

Phineas räumt den Koffer aus und legt den Inhalt auf den staubigen Boden. Dabei handelt es sich um unterschiedliche Kleidung wie Pullover, Jacken, Schlafanzüge, Schuhe, Hosen aber auch ein paar Spiel-, Mal und Bastelsachen.

Während die Kleidung noch verteilt wird, höre ich mein Frau aufgeregt hinter mir nach Luft schnappen. "Hey, das ist alles frisch gewaschen und gebügelt!!!! Der kann das doch nicht einfach in den Dreck werfen!!!". Doch kann er!

Unser klassisches deutsches Denken nach Ordnung und Reinlichkeit ist hier völlig überflüssig. Uns wird bewusst wie notwendig wesentliche Dinge hier in Katatura sind - ausgeprägter Reinlichkeitssinn und Ordungsdrang müssen nicht dazu gehören.

Dann kommt der große Höhepunkt: Jedes Kind darf sich ein Wunsch erfüllen und aus der Auswahl der mitgebrachten Sachen etwas aussuchen! Die Augen leuchten und jeder malt sich aus was ihm gehören könnte. Beliebt sind Schuhe, bei den jüngeren Spielsachen, bei den älteren Kleidung.


Freie Auswahl: jedes Kind darf sich einen Wunsch erfüllen.


Gummistiefel mit Skihosen. Passt!


Mädchenjacke und dann noch zu klein? Egal, Hauptsache Jacke -> Stolz wie Harry

Wir schauen noch kurz dem Kleidermarkt zu, verabschieden uns dann um uns dann für's Abendessen in Joe's Beerhouse zu richten.


Treffpunkt für (fast) alle Touristen: Joe's Bierhouse


Dankbare Kulisse für Fotografen


Joe's Beerhouse: ziemlich Deutsch angehaucht.


Springbock-Steak bevor es auf unserem Teller landet!


Wir lernen Chrigu mit seiner Familie, sowie Manuela von bwana kennen.
Letzte Änderung: 20 Nov 2019 23:09 von tim.buktu.
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21 Nov 2019 00:01 #573368
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Hallo,

der erste Teil liest sich klasse. Das wird bestimmt ein richtig guter Reisebericht. Ich bin dabei und sichere mir schon mal ein Plätzchen in der ersten Reihe.

LG

Gabi
04.2016: Gardenroute von Kapstadt zum Addo Elephant Park
08.2017: Okambara, Bagatelle, KTP, Gessert/Keetmanshop, Canyon Lodge/Fish River, Eagle's Nest/Aus, Koiimasis, Sossusvlei, Meike/Swakopmund, Mount Etjo
06.2018: Voigtland, Meike/Swakopmund, Omandumba, Camp Kipwe, Vreugde/Etosha, Mushara, Frans Indongo, Okonjima
04.2019: Voigtland, KTP, Alte Kalköfen Lodge, Kanaan, Tok Tokkie Trail, Le Mirage Resort & Spa, Windhuk
06.2020: Caprivi: Elegant Farmstead, Gabus, Mobola, Namushasha, Shemetu, Hakusembe, Kambaku, Okonjima
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21 Nov 2019 09:07 #573384
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Ha, es geht los ... :laugh:

Die im Bericht benannte 'Lisa' bin ich :) Leider habe ich es nicht geschafft, meinen Bericht zu schreiben, aber viel lieber reise ich hier nochmal mit. Danke tim.buktu, dass du uns eine Erinnerungsreise schreibst.

Für uns war das Paket '2 Familien mit je einer Teenietochter' genial!
Da unser Hobbyfotograph sich für das Fotoschießen zur Verfügung stellte, konnten wir geniesen und schauen und ab und zu rufen: "tim.buktu, hast das aufgenommen?" :silly:

Es war eine mega klasse Tour! Seit 40 Jahren bereise ich Südwest / Namibia und wieder war es spannend und wir hatten alle mächtig Freude und Spaß.

Danke für den Start des Foto- und Reisebericht einer unvergesslich schönen Tour von
Giraffen-Lisa
Meine Aufenthalte in Südwest/Namibia:
1978/79 Besuch auf Farm am Waterberg, 1980 Praktikum im Schülerheim Otjiwarongo/ Besuch Missionsstation Andara/Caprivi, 1981 Bulli-Rundreise (T3) : Namibia – Kapstadt – Gardenroute – Zymbabwe – Victoriafälle – Botswana (10Tage mit dem Mokoro im Okawango-Delta) – Namibia,
1983 Arbeiten auf Farm Otjikaru am Waterberg
lange Pause
Tolle Urlaube folgenten: 2007 Namibia, 2008 Namibia/Botswana, 2009 Namibia
2018 Wunderschöne 2-Familientour mit Familie tim.buktu
Letzte Änderung: 21 Nov 2019 11:50 von Giraffen-Lisa.
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22 Nov 2019 06:28 #573437
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Guten Morgen,

der Stil der Fotos und deine Erzählungen machen Lust auf mehr und ich freue mich, einige bekannte Orte wiederzusehen :)

Liebe Grüße
Laura
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24 Nov 2019 00:00 #573578
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Erste Erfahrungen im Linksverkehr: Beim Abbiegen wird munter gewischt, weit und breit jedoch kein Regen

Tag 2: Tsondab Valley - und was Roulette mit Nambia zu tun hat....

Endlich gehts richtig los. Wir beginnen um 09:00 Uhr mit der Fahrzeugübernahme bei Safari Car Rental (SCR). Erster Blick auf den Tacho: 95793km!

Perfekt! Die Karre ist eingeritten und abgenutzt - was soll da noch schiefgehen. Mit Rudolf gehen wir jeden Kratzer, Steinschlag und Delle durch und notieren alles nach deutscher Ordnung. Neue Schäden sind nur bei massiver Ausprägung später identifizierbar, der Rest wird im Land der Krater untergehen...


Fahrzeugcheck: SCR wird seinem Ruf gerecht. Alles in tadellosem Zustand.


Frontscheibe und rechte Seite sind eine einzige Krater und Kratzerlandschaft.

Geschlafen wird im Dachzelt:
Fahrzeug Nr. 1 ist mit zwei 1,40m breiten Dachzelten ausgestattet. Mit 2,40m Länge ist es für uns zwei Erwachsene ausreichend geräumig, bequem und sauber. Zum Zeitpunkt der Übernahme konnte ich mir absolut nicht vorstellen Bett gegen Dachzelt einzutauschen, aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt...... doch dazu später mehr.
Fahrzeug Nr. 2 ist fast identisch, jedoch nur ein Dachzelt, etwas jüngeren Baujahres und entsprechend weniger Kilometer. Optischer Eindruck ebenfalls top, allerdings stellen sich später kleinere Mängel heraus!

Es folgt packen, einkaufen und einräumen. Dann geht es los Richtung Tsondab Valley über den Spreetshoogte Pass (wir brauchen länger, vor uns fährt ein VW Polo mit 60PS den Pass hoch).


Aussicht von der D1275 in den namibischen Osten.

Wir erreichen die Farm Tsondab Valley wo wir bei Hans einen Rundflug in seiner Cessna über den Namib-Naukluft National Park und dem Kuiseb Canyon bei Sonnenuntergang gebucht haben. Beste Voraussetzungen für ein spannendes Fotoshooting. Soweit der Plan....


Schon jetzt finden wir die Landschaft des Tsondab Valley umwerfend.


Chris beim Luftablassen für eine leichte Sandfahrt.


Da ist sie wieder: die deutsche Genauigkeit, nach SCR Vorgabe exakt 1,8 kPa!


Klare und makellose Landschaft. Ein Traum!

Wir werden von Kristin, der Frau von Hans mit einem kühlem Aperitif und einer tierischen Überraschung herzlich empfangen:
Am vorherigen Tag wurde ein junges und einsames Zebra-Baby gefunden.


Läuft so wackelig, wie manch Touri nach zu viel Malaria-Prophylaxe.


(Fast) Alle müssen gebührenden Abstand halten.


Bis auf weiteres die Ersatz-Mama. Schmeckt trotzdem.

Kristin kümmert sich liebevoll um das Zebra-Baby. Sie ist sich bewusst, dass ein dauerhafter Aufenthalt auf Ihrer Farm nicht funktionieren würde und ist schon auf der suche nach einer geeigneten Farm.


Mit Hans im Land Rover unterwegs zum Flugplatz.

Hans holt uns zum abendlichen Flug ab. Wir wollen vor Sonnenuntergang noch was sehen und müssen uns beeilen. Hans brettert mit seinem Landrover 109 Petrol Series, Baujahr 1972 mit achtzig Sachen über die schmalen Wege. Na, wenn er so fliegt wie er fährt dann gute Nacht. :sick:


Die Cessna ist defekt. Wir fliegen mit einer winzigen Ersatz-Maschine.


Alle startklar? Die Anspannung ist anzusehen.


Wahnsinns viele Knöpfe, Schalter und Hebel und ein eigenes Steuer, klasse!


Unendliche Weite: einsamer Baum mit Feenkreise(? kann jemand aufklären?)

Hans ist in seinem Element und wird langsam warm. Er erzählt uns munter über die Region, geologische Besonderheiten und über seine Farm. Die Frage nach Regen betrübt ihn allerdings: Seit einem Jahr hat es nicht (null, absolut gar nicht) geregnet. Hans ist genügsam: mit 2x20mm Niederschlag wäre er erst mal zufrieden. (zum Vergleich: mittlerer jährlicher Niederschlag BRD 780-810mm /qm Quelle ).


Hans, erfahrener Pilot und Guide.

Ich versuche weiter Hans seiner (bestimmt interessanten) Ausführung zu folgen, aber irgendwas stimmt mit mir nicht. Als wir dann die Wüste erreichen und Turbulenzen die Maschine wie eine Kugel beim Roulette durch die Luft wirbeln ist es klar: mir ist Kotzübel. Scheiße.


Schattenspiele im Namib-Naukluft National Park


Die letzten Dünen vor dem Kuiseb Canyon.


Kuiseb Canyon...


Endlich wieder Boden unter den Füßen.

Zum Fotografieren ist mir heute nicht mehr zumute. So stammt dieses Sun-Downer Highlight von meiner Frau, vielen Dank mein Schatz - tolles Bild!
Letzte Änderung: 24 Nov 2019 00:04 von tim.buktu.
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25 Nov 2019 10:19 #573676
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  • Giraffen-Lisa am 21 Nov 2019 09:07
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tim.buktu schrieb:

Unendliche Weite: einsamer Baum mit Feenkreise(? kann jemand aufklären?)

Hallo tim.buktu,
ich habe mich am Wochenende mit den Feenkreisen beschäftigt und es gab sehr kontroverse Meinungen dazu zu finden.

Die Entstehungshypothese bei Wikipedia war für mich am wahrscheinlichstens stimmig:

Die in Namibia untersuchten Feenkreise enthalten unterirdische Termitengänge. Radaruntersuchungen legten nahe, dass sich unter den Kreisen Schichten feuchteren Bodens befinden.
Am 29. März 2013 wurde in der Fachzeitschrift Science zusammen mit der namibischen Gondwana Collection eine mögliche Entstehungsursache veröffentlicht. Demzufolge befreit die Sandtermite (Psammotermes allocerus) den Sandboden von einjährigen Gräsern, damit das versickernde Regenwasser nicht von den Gräsern aufgenommen und über die Blätter verdunstet wird, sondern in den tieferen Bodenschichten verbleibt. In Gebieten mit durchschnittlich 100 mm Regen im Jahr befinden sich im Sandboden unter den Kreisen stets mehr als 5 Volumenprozent Wasser – selbst nach jahrelanger Trockenheit. Diese Werte erhielt der Biologe Norbert Jürgens im Rahmen einer Langzeitstudie in Feenkreisen auf dem Gelände der Namib Desert Lodge südlich von Solitaire. Der Wasserspeicher sorgt in den Gängen der Termiten für eine relative Luftfeuchtigkeit von 98 %, die das Insekt zum Überleben benötigt. Jürgens untersuchte nicht nur die vegetationslosen Zonen, sondern auch die Grasgürtel am Rande der Feenkreise, die er wegen ihres üppigeren Wuchses „Luxusgürtel“ nannte.


Ich freue mich schon, wenn es mit deinem Bericht weitergeht :)

Danke von Giraffen-Lisa
Meine Aufenthalte in Südwest/Namibia:
1978/79 Besuch auf Farm am Waterberg, 1980 Praktikum im Schülerheim Otjiwarongo/ Besuch Missionsstation Andara/Caprivi, 1981 Bulli-Rundreise (T3) : Namibia – Kapstadt – Gardenroute – Zymbabwe – Victoriafälle – Botswana (10Tage mit dem Mokoro im Okawango-Delta) – Namibia,
1983 Arbeiten auf Farm Otjikaru am Waterberg
lange Pause
Tolle Urlaube folgenten: 2007 Namibia, 2008 Namibia/Botswana, 2009 Namibia
2018 Wunderschöne 2-Familientour mit Familie tim.buktu
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