THEMA: Enjoy Zimbabwe - Die Sternenhimmeltour
25 Sep 2018 22:20 #533689
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Hallo Thomas,
ich habe es aus T4A kopiert. Die 14 Kilometer vom der Hauptpiste zur Gabelung sind eine ganz normale Piste. Auf dieser führt ein Abzweig zum Scout Camp, wo man sich einträgt. Ein paar Kilometer weiter gabelt sich die Strasse. Die "gute" Piste führt geradeaus und endet dann in Siakobvu. Rechts geht es auf schlechter werdendem Track maximal , feldwegbreite wie von Dir beschrieben Richtung Vulanduli Gate (lt Hupe 27 km) . Wir sind allerdings nur ca 1,5 h weit gekommen, ca 3 km vor dem Gate, bis wir umdrehen mußten. Vielleicht kam das schwierigste nachher ? Außerdem waren wir ja viel später im Jahr unterwegs. Du hast allerdings Recht, da kommt ein Grader keine 100m weit. Das bezog sich auf den Teil nach Guesthouse bis Bumi Hill.
Wenn wir noch mal hinfahren, mache ich mehr Fotos :-)
Grüße
Marc

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30 Sep 2018 11:29 #534117
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1.9. Trotz der sauberen und komfortablen riesigen Betten haben wir gut geschlafen  Auch die Handwerker, die tatsächlich um 6.30 Uhr anfangen zu werkeln sind kein Problem. Nach dem Frühstück auf dem unteren Deck sind die Optionen 1) zurück und für einen Tag nach Matsuadona; 2) ein langer Fahrtag Richtung Binga oder 3); ein weitere Entspannungstag mit Vollpension, Pool und Nichtstun schnell ausgezählt. Andrew, der Campmanager, hat kein Problem mit der Verlängerung und hat am Vormittag Zeit, mir die Technik der Lodge zu zeigen.









Da nur zwei andere Parteien da sind, hält sich der Gästestreß in Grenzen. Zwei Amerikaner sind am Morgen abgereist, die Zimbabwer mit 3 Kindern beim Fischen und das französische Paar beim Fotographieren. Er zeigt mir die beeindruckende Solaranlage, die lustigerweise aus Deutschland ist und von Deutschland aus überwacht wird. Er hat auf seinem Smartphone alle Daten, aktuelle Leistung, die einzelnen Abnehmer, die dezentralen kleinen Anlagen auf den Zimmern etc. So viel Smart Home ist auch bei uns noch nicht alltäglich. Wir machen einen Abstecher zum Hafen, wo gerade drei große Bullen ein Ponton mit Heu plündern. Auch die Anti-Wilderer-Einheit, die sie mit viel Geld unterstützen kommt gerade an. Gemeinsam vertreiben wir die Elefanten. Aber wenn man sieht, wie viel Vorsicht und Respekt diese Profis walten lassen, ist es für mich wieder ein Signal, allein lieber mehr als weniger Abstand zu halten.
Auch ein paar Kühe und Kälber, die wir auf dem Weg zurück treffen, werden mit großem Respekt behandelt, auch wenn sie fast zahm erscheinen.
Zurück im Camp machen wir einen Abstecher in sein Warenwirtschaftsystem. Superprofessionell und state of the art. Wenn er mal zu uns kommt und die Excellisten sieht, macht er eine Zeitreise 20 Jahre zurück  Wir haben den ganzen Tag Zeit um mit ihm und Jaison, seiner Rechten Hand zu plaudern und ich glaube, wir genießen es genauso wie sie.













Am Abend kann man vom Hügel wieder Feuer im Tal sehen, die wahrscheinlich vom Abfackeln der Felder kommen. Gestern waren zu große Wellen aber heute gibt es das Fischerboot Spektakel. Unzählige Boot machen sich in der Dämmerung auf und nach Einbruch der Dunkelheit sieht man unzählige Lichter auf dem See. Man könne meinen, es ist die Überpromenade des Gardasees. Dann noch ein bißchen Sterne und Gin Tonic.

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30 Sep 2018 15:32 #534141
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2.9. Also, auf nach Binga. Wir verabschieden uns herzlich.



Die Franzosen fliegen heute auch von hier nach Mana in ein Luxus Tented Camp, dass auch zur Hotelgruppe gehört. Trotzdem, selbst wenn ich das Geld hätte, würde ich die landgestützte Version des Reisens der Fliegerei von (Luxus-) Camp zu Camp vorziehen. Die Begegnungen mit den Menschen sind für uns mittlerweile ein unverzichtbarer Teil des Reisens geworden. Zurück ist die Strasse komischerweise gar nicht mehr so schlimm. Anders als bei der Hinfahrt ist auch der Tse Tse Posten besetzt, wo wir einige Zeit ratschen und dem Kontrolleur ein paar T Shirts für seine Kinder schenken. Natürlich müssen wir wieder Fahrdienst leisten und nehmen eine alte Frau mit, die von Ihren Töchtern ins Auto gesetzt wird. Sie spricht kein Englisch und wir haben schon Angst, dass sie irgendwo landet wo sie gar nicht hinwill. Aber schließlich gibt sie uns ein Zeichen und steigt aus. Wie immer ungläubige Blicke der anderen Menschen an der Strasse, wenn wir einen Mitfahrer aussteigen lassen. Die Hauptstrasse nach Binga ist eine Gravelroad, die sich gut fahren läßt und nur ein paar Überraschungen in Form von Löchern und Kurven bereithält. Zwischendurch versorgen wir noch einen LKW Fahrer, der seit Tagen festsitzt. Food ist over 



Er bekommt Nudeln und Sauce für ein paar weitere Tage und Wasser. Darüber freut er sich sehr, da nicht abzusehen ist, wann er da wieder wegkommt.
Um 14.00 Uhr erreichen wir den Abzweig nach Binga und entscheiden, noch die Stunde nach Mlibizi zu fahren. Das macht den Fahrtag morgen nach Hwange kürzer. Das Mlibizi Zambesi Resort ist tatsächlich in gutem Zustand, leider sind wir wieder die einzigen Gäste.





Der angrenzende kleine Supermarkt hat ein buntes Sammelsourium aus von manchem zu viel und von anderem nichts. Es reicht für Kekse, Fanta und Zahnbürste. Nach dem tollen Sonnenuntergang kochen wir wieder selber und als Dessert gibt es: Sternenhimmel !



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30 Sep 2018 21:15 #534183
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3.9. Der Besitzer ist wie viele andere Einheimische total desillusioniert. Sie haben sich viel vom Sturz Mugabes und der Wahl versprochen und sehen jetzt keine Veränderung und keine Perspektive. Nur für uns ist es besser, da es keine Roadblocks und Gängeleien der Polizei mehr gibt. Aber dass scheinbar nur noch der abgehobene Luxustourismus funktioniert und die schöne Infrastruktur für den Brot- und Butter-Touristen leersteht oder verfällt ist sehr schade.
Entlang der Strasse sind verschiedene Holzschnitzereien ausgestellt. Scheinbar hat jedes Dorf seine Spezialität, die einen Trommel, die anderen Hocker, die nächsten Beile und Hacken und dann Stühle.
An den ersten Ständen kommen wir ja noch vorbei, aber dann müssen wir doch halten. Vor einem Berg von Sägespänen stehen 4 große Steckstühle, zwei hell, zwei dunkel. Ich frage nach dem Preis für die dunklen, super gearbeitet, schwer, bequem. Preis: 20 $ ! Die daneben, hell, schöner: 25$! Ok, wir nehmen zwei. Sandras Einwand, dass wir ja noch nach Hause fliegen müssen, wird vertagt. Die Dinger wiegen knapp 30 kg das Stück. Wir packen sie in unsere Handtücher und weiter geht’s.





Na ja, nicht lange. Dann müssen wir einen Mann mit seinen vier kleinen niedlichen Kindern mitnehmen. Sie wollen in die Kirche und hätten dafür noch locker fünf Kilometer laufen müssen. Die Kleinen sind 3-6 Jahre alt und sitzen total andächtig im Auto. Nur die größte traut sich, uns zu begrüßen und zu verabschieden. Beim nächsten Anhalter müssen wir passen, falsche Richtung.
Wir beschließen das Main Camp auszulassen und über die Stadt Hwange nach Sinematella zu fahren. In Hwange tanken wir und kaufen im gut sortierten Supermarkt ein. Die Zufahrt in den Park ist gut beschildert führt allerdings durch eine riesige Miene. Eine Mondlandschaft mit riesigen Trucks, Staub und Sicherheitskontrollen.







Kurz danach ist die Welt aber wieder in Ordnung und kurz vor Mittag erreichen wir das traumhaft gelegene Camp. Die Private Campsite sind alle vergeben, aber hier ist es leer.





Wir haben wieder freie Platzwahl, außer uns ist noch ein anderer Camper hier. Die Hütten und das Restaurant sind geschlossen. Wie wir später erfahren, hat die Minengesellschaft die Lizenz für das Camp bekommen und will dort die Arbeiter unterbringen. Da es aber Widerstand gegen die Vergabe gibt, passiert im Moment wenig. Tim und ich machen einen Erkundungsgang, früher muß es ein Traum gewesen sein.



Am Nachmittag machen wir einen sehr schönen 3 stündigen Game Drive durch die tolle Landschaft, aber wir sehen kaum wild und die Elefanten sind sehr scheu. Sobald sie das Auto bemerken, flüchten sie in heller Aufregung.







Am Abend kommt noch ein weiterer Hillux, drei Parteien aus drei Nationen ( Polen, Deutschland, Italien ) genießen den Sonnenuntergang von der Hangkante. Die Duschen sind in Ordnung und erst spät streunen Hyänen durch das Camp.
In der Nacht sieht man das Licht Mine am Horizont.



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30 Sep 2018 21:21 #534184
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4.9. Am frühen Morgen hören wir wieder einen Löwen, finden ihn aber auf dem Weg zu Robins Camp nicht. Am Mandavu Dam frühstücken wir





und gondeln Richtung Robins. Einen kleinen Abstecher machen wir noch nach Maduma, da uns ein Guide sagt, es gäbe dort Wildhunde. Leider nicht, aber das wäre eine gute Wahl zum Übernachten. Bei Deteema wird ein Tended Camp gebaut und gegen Mittag sind wir in Robins. Auch hier ist die Lizenz neu vergeben worden und das Camp ist komplett renoviert.





Es werden noch auf der Campsite neue Duschen gebaut, aber die Hütten und das Restaurant sind fertig und sehr nett gemacht. Camper finden sich allerdings eingezäunt hinter den Häusern und noch einmal mit einem Zaun von den Häusern getrennt wieder.

Insgesamt erinnert es etwas an Camps im Krüger Pakr. Sicher für eine breitere zahlungsbereite und nicht so campinglustige Zielgruppe gut gemacht, für uns aber etwas zu optimiert. Auch die Polen von gestern kommen wieder hierher. Sie haben weder auf der Fahrt vom Main Camp nach Sinematella gestern noch auf der Fahrt heute nennenswertes Sichtungsglück und sind einigermaßen enttäuscht. Da aber auch alle Operator Fahrzeuge, mit denen wir uns unterwegs ausgetauscht haben, ebenso wenig Glück hatten, lag es wohl eher an der generellen Scheuheit der Tiere.
Auch auf dem Gamedrive zu den Wasserlöchern sehen wir zwar immer wieder Wild, aber es ist nicht mit den Parks in Botswana ec zu vergleichen.


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30 Sep 2018 21:57 #534189
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3.9. Der Besitzer ist wie viele andere Einheimische total desillusioniert. Sie haben sich viel vom Sturz Mugabes und der Wahl versprochen und sehen jetzt keine Veränderung und keine Perspektive. Nur für uns ist es besser, da es keine Roadblocks und Gängeleien der Polizei mehr gibt. Aber dass scheinbar nur noch der abgehobene Luxustourismus funktioniert und die schöne Infrastruktur für den Brot- und Butter-Touristen leersteht oder verfällt ist sehr schade.
Entlang der Strasse sind verschiedene Holzschnitzereien ausgestellt. Scheinbar hat jedes Dorf seine Spezialität, die einen Trommel, die anderen Hocker, die nächsten Beile und Hacken und dann Stühle.
An den ersten Ständen kommen wir ja noch vorbei, aber dann müssen wir doch halten. Vor einem Berg von Sägespänen stehen 4 große Steckstühle, zwei hell, zwei dunkel. Ich frage nach dem Preis für die dunklen, super gearbeitet, schwer, bequem. Preis: 20 $ ! Die daneben, hell, schöner: 25$! Ok, wir nehmen zwei. Sandras Einwand, dass wir ja noch nach Hause fliegen müssen, wird vertagt. Die Dinger wiegen knapp 30 kg das Stück. Wir packen sie in unsere Handtücher und weiter geht’s.

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Na ja, nicht lange. Dann müssen wir einen Mann mit seinen vier kleinen niedlichen Kindern mitnehmen. Sie wollen in die Kirche und hätten dafür noch locker fünf Kilometer laufen müssen. Die Kleinen sind 3-6 Jahre alt und sitzen total andächtig im Auto. Nur die größte traut sich, uns zu begrüßen und zu verabschieden. Beim nächsten Anhalter müssen wir passen, falsche Richtung.
Wir beschließen das Main Camp auszulassen und über die Stadt Hwange nach Sinematella zu fahren. In Hwange tanken wir und kaufen im gut sortierten Supermarkt ein. Die Zufahrt in den Park ist gut beschildert führt allerdings durch eine riesige Miene. Eine Mondlandschaft mit riesigen Trucks, Staub und Sicherheitskontrollen.

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Kurz danach ist die Welt aber wieder in Ordnung

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und kurz vor Mittag erreichen wir das traumhaft gelegene Camp

Die Private Campsites sind alle vergeben, aber hier ist es leer. Wir haben wieder freie Platzwahl, außer uns ist noch ein anderer Camper hier. Die Hütten und das Restaurant sind geschlossen. Wie wir später erfahren, hat die Minengesellschaft die Lizenz für das Camp bekommen und will dort die Arbeiter unterbringen. Da es aber Widerstand gegen die Vergabe gibt, passiert im Moment wenig. Tim und ich machen einen Erkundungsgang, früher muß es ein Traum gewesen sein.

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Am Nachmittag machen wir einen sehr schönen 3 stündigen Game Drive durch die tolle Landschaft, aber wir sehen kaum wild und die Elefanten sind sehr scheu. Sobald sie das Auto bemerken, flüchten sie in heller Aufregung.

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Am Abend kommt noch ein weiterer Hillux, drei Parteien aus drei Nationen ( Polen, Deutschland, Italien ) genießen den Sonnenuntergang von der Hangkante. Die Duschen sind in Ordnung und erst spät streunen Hyänen durch das Camp.
Nachts sieht man in der Ferne das Licht der Mine am Horizont.
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