Drei Vegetarier auf Busrundreise

Reisebericht 230 Antworten · 31,5k Aufrufe · gestartet 30. Sept. 2016 von Flotho
Themenstarter246 Beiträge · seit 201530. Sept. 2016 · #1
Hallo zusammen,

nachdem wir vor gut einem Jahr in Vorbereitung auf unsere erste Fernreise dieses Forum entdeckt und viele wertvolle Hinweise gelesen haben, wollen wir uns dafür in Form eines Reiseberichts bedanken. Nun gibt es hier mehr als genug Reiseberichte, so dass der Hinweis auf besonders tolle Bilder der ewig gleichen Motive wahrscheinlich nicht zieht und der Bericht vielleicht nicht zu Unrecht als überflüssig betrachtet wird. Berichte von Busrundreisen sind hier allerdings nicht ganz so zahlreich und als besonderen Mehrwert wollen wir ausführlich über unsere Erfahrungen als Vegetarier in den Unterkünften des Fleischlands Namibia berichten. Mögen sie den einen oder anderen Veggie im Hinblick auf einen möglichen Namibiaurlaub beruhigen. Wir hatten tatsächlich leichte Bedenken im Vorhinein und bei der Buchung entsprechend nachdrücklich und auf Ratschläge hin auch mehrfach darauf hingewiesen. Meiers versprach, sich darum zu kümmern und tatsächlich war unser Reiseleiter, vorab informiert worden; sein Umgang damit bestand darin, beim jeweiligen check-in Bescheid zu geben. Wir hätten uns daher jeglichen Buchungshinweis etc. sparen können, konnten vielmehr den spontanen Umgang vor Ort mit drei Ovolactovegetariern vor Ort beobachten. Das Erstaunen in mancher Lodge, dass wir nicht für bestimmte Fleischsorten Ausnahmen machten, war recht witzig. Im Ergebnis waren wir nichtsdestoweniger mit einer Ausnahme sehr positiv von den Mahlzeiten überrascht.

Zunächst aber unsere Route und Unterkünfte.

1. Tag Windhoek – Hilton Windhoek (Stadtbesichtigung; Essen in Joe’s Beerhouse)
2. Tag Kalahari – Intu Africa Zebra Kalahari Lodge (Rehoboth; Game Drive)
3. Tag Fish River – Fish River Lodge (Köcherbaumwald; Spaziergang am Canyon-Rand)
4. Tag Klein Aus Vista – Desert Horse Inn (2Ü) („Game Drive“ am Canyonrand; Wanderung im Naturschutzpark)
5. Tag Ausflug von Klein Aus (Garub; Kolmanskuppe; Lüderitz; Diaz-Kreuz)
6. Tag Sossusvlei – Sossusvlei Lodge (2Ü) (Helmeringhausen; Hammersteinlodge; Wanderung von der Sossuslvei Lodge)
7. Tag Sossusvlei (Sossusvlei; Sesriem Canyon)
8. Tag Swakopmund – Hansa Hotel (2Ü) (Solitaire; Welwitschia; Swakopmund-Museum)
9. Tag In und um Swakopmund (Katamaranfahrt Walvis Bay; Aquarium Swakopmund; Stadtspaziergang; Essen im Brauhaus)
10. Tag Vingerklippe – Vingerklipp-Lodge (Skelettküste; Uis; 2 Wanderungen auf dem Gebiet der Lodge)
11. Tag Grootberg – Grootberg Lodge (2Ü) (Khorixas; Twyfelfontein; Orgelpfeifen; Verbrannter Berg; Damara Living Museum)
12. Tag Trekking um Grootberg (Wüstenelefanten)
13. Tag Etosha – Okaukuejo (Oppi-Koppi Lodge; Himbadorf; Outjo)
14. Tag Etosha – Mokuti Etosha Lodge (Fahrt durch den Etosha)
15. Tag Erindi – Old Traders (Tsumeb; Otjiwarongo; Game Drive Erindi)
16. Tag Windhoek – Gocheganas (4 Ü: 4=3) (Okahandjia; Ablieferung im Safari Hotel; private Fahrt nach Gocheganas)
17. Tag Gocheganas (Wanderung; Wellness/Sauna; Game Drive)
18. Tag Gocheganas (Mountainbike; Sauna)
19. Tag Gocheganas (Geführte Wanderung; Sauna)
20. Tag Gocheganas (Wellness/Sauna; Rückflug)

Bevor es losgeht, sind noch die beteiligten Protagonisten vorzustellen, bestehend aus uns (Thomas 34/m; Florian 35/m mit unserer Mutter/Schwiegermutter Barbara 75/w), drei Mitreisenden (ein Ehepaar Anfang/Mitte 50, eine 24jährige Alleinreisende) und dem ca. 70jährigen Driverguide. Obwohl die Reise für 10-19 Touristen ausgeschrieben war, hatten wir das Glück, dass sie auch mit nur 6 Buchungen durchgeführt wurde. Nichtsdestoweniger gab es hinreichend hummeldummige Erlebnisse: ein Grund für uns, im Folgenden mit falsche Namen zu operieren, um das eine oder andere ausplaudern zu können. Sprechen wir also von dem Ehepaar Paul und Anja, Cinderella (Cindy) und unserem Reiseleiter Bernhard.
Themenstarter246 Beiträge · seit 201530. Sept. 2016 · #2
24.08.2015

Nachdem ich von Air Namibia am Telefon die Auskunft bekommen habe, dass man genau 24 Stunden vor Abflug den Web-Check-In machen kann, habe ich am 23.8. um 20:30 im Reisefieber den PC eingeschaltet und war ziemlich erstaunt, dass schon fast das ganze Flugzeug belegt war. Der erste Gedanke war, dass die anderen aber schnell gewesen sein müssen, oder es doch noch einen anderen Weg gab zu reservieren. Dann kam die Erkenntnis, nicht 24 Stunden vorher, sondern am Tag vor dem Abflug kann man reservieren. Okay, ist für den Rückflug notiert.

Nach einigen Problemen mit der Anreise zum Flughafen wegen der Gleisbauarbeiten und Zugausfällen in Frankfurt hatten wir und bis zur Handgepäckskontrolle vorgearbeitet und dachten auch diese schon mit Prädikat bestanden zu haben, als mir bei Einpacken meine Spiegelreflexkamera wieder abgenommen wurde. Die Security bestand darauf, diese testen zu müssen. Meine restlichen Sachen zusammenpackend schaute ich ihn verwirrt an und frage, was für einen Test er machen müsse. Aber mehr als dass es ein Stichprobentest sei sagte sie mir nicht. Ich folgte und musste meine Kameratasche öffnen. Rausnehmen solle ich sie nicht. Ich war immer noch verwirrt, was sich auch nicht änderte als sie mit einem Papiersteifen über die Kamera und in allen möglichen Winkeln der Tasche strich. Der Streifen kam kurz in eine Maschine worauf ich ein paar Sekunden später die Auskunft erhielt, es sei alles in Ordnung. Auf weiteres Nachfragen bekam ich endlich die Antwort: Es war ein Test auf Sprengstoff.

Auch wenn wir uns warm angezogen hatten, für die Kälte im Flugzeug war es zu wenig. Es war echt verdammt kalt. Notiz für den Rückflug: Dicke Jacke anziehen. Nach dem Start kam die ernüchternde Erkenntnis, dass das Flugzeug zum Hörbuch hören am Fenster in Reihe 28 viel zu laut ist. Leider taugte die Filmauswahl auch nicht viel und so musste es also irgendwie funktionieren zu schlafen. Erst mal gab es aber noch was zu essen. Da wir vegetarisches Essen bestellt hatten, bekamen wir dies als erste, bevor das andere Essen verteilt wurde. Die Gnocchi in Tomatensoße waren für Flugzeugessen erstaunlich lecker und gar nicht matschig. Der Salat war etwas erschreckend. Ohne Dressing, okay, das stört nicht. Aber die grüne Chili, die darauf lag, war schon sehr scharf, zumindest so pur und als Ganzes im Salat (bei uns auf dem Balkon wachsen mehrere Chilipflanzen mit bis zu 500.000 Scoville – also wir mögen es eigentlich scharf).

Das mit dem Schlaf war nicht einfach, denn es war doch deutlich unbequemer als erwartet. Dann kamen auch noch teils sehr heftige Turbulenzen dazu. Bereits die Schweiz musste wegen Sturmwarnung umflogen werden und ab Kamerun flogen wir über teilweise heftiges Gewitter. Bilanz: Barbara hatte das Unterhaltungsprogramm ausgereizt, Florian immerhin etwas, wenn auch nicht ausreichend geschlafen und Thomas einen kräftezehrenden unruhigen Halbschlaf unternommen. Immerhin hatten wird das Drama um die uns zu diesem Zeitpunkt noch unbekannte Cindy nicht mitbekommen. Diese litt nämlich unter extremer Flugangst und heulte schon beim Besteigen des Flugzeugs Rotz und Wasser. Bei den Turbulenzen erreichte ihrer Auskunft nach ihre Todesangst ein solches Niveau, dass sich die anderen Passagiere in der näheren Umgebung allesamt wegsetzten.

Die Landung hat uns sehr überrascht. Huch, das ist ja schon die Landebahn und schon haben wir aufgesetzt. Das ganze ohne irgendwelche Probleme wie Druck auf den Ohren. Ob das wohl an der Höhe liegt?

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zuletzt bearbeitet 30. Sept. 2016
8'672 Beiträge · seit 201030. Sept. 2016 · #4
Flotho schrieb: Nichtsdestoweniger gab es hinreichend hummeldummige Erlebnisse: ein Grund für uns, im Folgenden mit falsche Namen zu operieren, um das eine oder andere ausplaudern zu können. Sprechen wir also von dem Ehepaar Paul und Anja, Cinderella (Cindy) und unserem Reiseleiter Bernhard.


Silvio, rutsch mal - 🤩 😄 YES!!! Da bin ich natürlich auch dabei - liest sich gut und scheint ein Bericht für Lästerschwester und Co. zu werden 😎 !
Davon abgesehen kommt mir sicher das Eine oder Andere irgendwie bekannt vor ..... 😎 🤪

LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 30. Sept. 2016
2'396 Beiträge · seit 201101. Okt. 2016 · #5
Hallo Florian,

schon der Titel hat mich extremst (!) abgetörnt: Zu dritt würde ich nie mehr reisen (wegen der ständig wechselnden Allianzen 2:1), Vegetarier bin ich nicht und Busrundreisen gehen ja nun mal überhaupt nicht.
Aber dann habe ich mich daran erinnert, dass ich hier schon mal einen sehr unterhaltsamen RB von einer Lästerschwester über eine Bustour 2011 gelesen habe. Also bin ich doch dabei 🤩 !

LG aus Puerto de la Cruz,

Karsten
[size =3] Infos NordTZ 22 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301813-infos-nordtansania-juni-juli-22.html?start=0 RB Kenia 2020 https://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/299653-kurzer-rb-kenia-sept-2020.html?start=0 Reisebericht Südtanzania 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282710-tanzanias-sueden-daumendruecken-hilft-nicht-immer.html Kurzbericht 7 Wochen Nam-Bots 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/16-unterkuenfte/254072-kurzbericht-7-wochen-nam-bots.html Bericht Zimbabwe 1995: ... 30 Tage Gefängnis http://www.namibia-forum.ch/forum/139-off-topic/241529--30-tage-gefaengnis.html Reisebericht 2008: 18 Nights in the Bush - ha-ha-ha http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/263931-18-nights-in-the-bush-ha-ha-ha.html Nordtansania Feb. 2015 - Kein RB http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285690-tansania-februar-2015-kein-reisebericht.html?limitstart=0&start=12] Walking Safari Zimbabwe 97 https://www.namibia-forum.ch/forum/148-diverses/287052-walking-safari.html?limitstart=0
Themenstarter246 Beiträge · seit 201501. Okt. 2016 · #6
KarstenB schrieb:Hallo Florian,

schon der Titel hat mich extremst (!) abgetörnt: Zu dritt würde ich nie mehr reisen (wegen der ständig wechselnden Allianzen 2:1), Vegetarier bin ich nicht und Busrundreisen gehen ja nun mal überhaupt nicht.

LG aus Puerto de la Cruz,

Karsten
Hallo Karsten,
Ich dachte mir schon, dass der Titel verschrecken kann. Aber er ist präzise und keine Angst, wir sind keine Missionare! Zum Thema Busrundreise werde ich im Fazit ein paar Gedanken äußern. Letztlich war es eine schöne Erfahrung und wir hatten viel Glück. Ansonsten kam Etosha mit einem Tag natürlich zu kurz, davon abgesehen fühlten wir uns zumeist nicht auf der Flucht.
Meine Feder ist spitz und ich werde mich bemühen, den nüchternen Tatsachen von Florian den nötigen drive zu verleihen und all die Anekdoten hinzuzufügen, die für die notwendige Unterhaltung sorgen sollen.
Champagner schrieb:

Silvio, rutsch mal - 🤩 😄 YES!!! Da bin ich natürlich auch dabei - liest sich gut und scheint ein Bericht für Lästerschwester und Co. zu werden 😎 !

LG Bele
Hallo Bele, ja, zu lästern gibt es genug. Cindy ist so gut, die kann man gar nicht erfinden. Da sie immer wieder Gegenstand des Spots war, sei an der Stelle schon mal gesagt, dass wir nicht nur an, sondern auch mit ihr viel Spaß hatten und sie von ihren zahlreichen Marotten abgesehen sehr hilfsbereit, aufgeschlossen und liebenswert war. Außerdem versuchen wir auch, uns selbst ein bisschen durch den Kakao zu ziehen.
Über Bernhard wäre auch manches zu sagen, aber da halte ich mich etwas zurück, denn das würde eher in Negative abgleiten (z.B. seine ständigen dummen Sprüche und geistlosen Witze über Schwarze beim Fahren in sein Mikrofon wie "was ist der Unterschied zwischen einem Schwarzen und einer Schwalbe?" - "ein Schwarzer hat einen Schwanz und eine Schwalbe kann fliegen", was uns alle sehr genervt hat). Da die Zahl der Reiseleiter, die für sense of africa arbeiten, sicher nicht unbegrenzt ist und der eine oder andere Forist ihn erkennen könnte, halte ich mich da zurück, zumal er insgesamt sehr gut abgeliefert hat und uns gegenüber stets korrekt war.

Der nächste richtige Beitrag kommt dann morgen, Windhuk wird noch gewöhnlich, aber spätestens in der Fish River Lodge kann man lästern.

LG Thomas
zuletzt bearbeitet 01. Okt. 2016
8'672 Beiträge · seit 201001. Okt. 2016 · #7
Flotho schrieb:
Hallo Bele, ja, zu lästern gibt es genug. Cindy ist so gut, die kann man gar nicht erfinden. Da sie immer wieder Gegenstand des Spots war, sei an der Stelle schon mal gesagt, dass wir nicht nur an, sondern auch mit ihr viel Spaß hatten und sie von ihren zahlreichen Marotten abgesehen sehr hilfsbereit, aufgeschlossen und liebenswert war. Außerdem versuchen wir auch, uns selbst ein bisschen durch den Kakao zu ziehen.
Fein 😄 - wie gesagt, ich freue mich - ich liebe Realsatire 😉 Und schon auf den ersten Metern gefällt mir deine Schreibe!
Über Bernhard wäre auch manches zu sagen, aber da halte ich mich etwas zurück, denn das würde eher in Negative abgleiten (z.B. seine ständigen dummen Sprüche und geistlosen Witze über Schwarze beim Fahren in sein Mikrofon wie "was ist der Unterschied zwischen einem Schwarzen und einer Schwalbe?" - "ein Schwarzer hat einen Schwanz und eine Schwalbe kann fliegen", was uns alle sehr genervt hat). Da die Zahl der Reiseleiter, die für sense of africa arbeiten, sicher nicht unbegrenzt ist und der eine oder andere Forist ihn erkennen könnte, halte ich mich da zurück, zumal er insgesamt sehr gut abgeliefert hat und uns gegenüber stets korrekt war.
Ganz ehrlich Thomas (und ich kann mich da zu keinem einzigen Smiley überwinden): ich finde das, was dieser Reiseleiter von sich gegeben hat (und ich denke, das war nur eine kleine Kostprobe) unterste Schublade und dieser Bernhard sind genau die Leute, vor denen ich mich (nicht nur in Namibia) fürchte, weil ich nicht weiß, ob ich mich in so einem Moment beherrschen könnte....
Noch heute bin ich dem Schicksal dafür dankbar, dass 2011 Tutu Nakamhela unser (übrigens auch von Sense of Africa bezahlter) Guide sein durfte, der mir sein Land auf eine Weise gezeigt und erklärt hat, die mich sehr beeindruckt und sensibilisiert hat.

Ich persönlich würde diesen Bernhard bei Sense of Africa melden!!! Das ist mein voller Ernst.....

Jetzt aber wieder zurück zum Spaß - es ist langes Wochenende und das Wetter soll ja ein bisschen schwächeln - du hättest also zumindest in mir eine dankbare Leserin 🙂 !

Liebe Grüße von Bele

P.S.: Eure Erfahrungen als Vegetarier interessieren mich auch, da ich nächsten April mit drei dieser Spezies unterwegs sein werde und Fisch und Hühnchen ja bekanntermaßen in Afrika nicht zu Fleisch gezählt und somit auch von Vegetariern bedenkenlos verspeist werden können. 😎
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 01. Okt. 2016
Themenstarter246 Beiträge · seit 201501. Okt. 2016 · #8
Champagner schrieb:
Ich persönlich würde diesen Bernhard bei Sense of Africa melden!!! Das ist mein voller Ernst.....

P.S.: Eure Erfahrungen als Vegetarier interessieren mich auch, da ich nächsten April mit drei dieser Spezies unterwegs sein werde und Fisch und Hühnchen ja bekanntermaßen in Afrika nicht zu Fleisch gezählt und somit auch von Vegetariern bedenkenlos verspeist werden können. 😎
Hallo Bele
Exakt, das war immer wieder eine Diskussion, besonders die Hühnchenfrage.
Zu der Sache mit dem Reiseleiter: Ich verstehe deinen Ansatz und habe auch kurz daran gedacht. Allerdings hätte ich es als unfair empfunden, da wir ihn nie zur Rede gestellt haben (auch wenn die versteinerten Mienen der ganzen Gruppe sprechend waren), er in seinen +/- 70 Jahren, die er in Afrika lebt, nach seinen spärlichen Andeutungen Dinge erlebt hat, die das zwar nicht entschuldigen, aber nachvollziehbar machen, und er drittens einiges an überobligatorischen Leistungen erbracht hat. Er hat seine Herde wirklich gut behütet, einschließlich des Unterbindens eines Handtaschenraubs.

LG Thomas
Jetzt aber der nächste Bericht:
Themenstarter246 Beiträge · seit 201501. Okt. 2016 · #9
25.08.2015

Windhoek

Das Flugzeug parkte auf dem Flugfeld direkt vor dem Terminal. Wir stiegen aus und es stand dort viel Personal, um den Weg zu markieren. Ich weiß nicht mehr ob mich dieser Anblick oder die regenasse Landebahn mehr verwirrten. Es soll doch um diese Zeit hier nicht regnen. Für die Höhe, auf der Windhoek liegt, war es wider Erwarten ziemlich schlechte Luft. Es roch brandig und etwas muffig. Grund dafür waren ausufernde Buschbrände, deren Auswirkungen uns die ersten Tage verfolgen sollten (siehe dazu auch den Reisebericht 80. Geburtstag auf der Pad, der fast zeitglich ähnliche Orte behandelt).

An der Passkontrolle wurde Barbara und noch eine andere ältere Frau von der Angestellten aus der Schlange rausgeholt und die beiden durften direkt bis vorne hin gehen. Natürlich musste sie dann hinter der Kontrolle auf uns warten und stand nun allein herum. T.i.A.? Später auf unserer Reise ist uns auch aufgefallen, dass es in den Städten keine Behindertenparkplätze gibt, dafür aber speziell für ältere Menschen reservierte. Bevor wir den Ankunftsbereich verlassen konnten wurden noch mal Koffer und auch Handgepäck durchleuchtet. Erneut wurde Barbara bevorzugt, denn sie durfte mit ihrem Koffer an den Kontrollen vorbei.

In der Empfangshalle wartete auch gleich Bernhard auf uns. Schnell noch zum ATM. Die zwei Personen vor mir sind ohne Geld wieder weg gegangen. Ich hatte schon keine große Hoffnung mehr. Wenn ich mich nicht im Forum über die Benutzung der ATM gelesen hätte, wäre ich mit den Auswahlmöglichkeiten überfordert gewesen. Aber so hat es funktioniert und der Automat spuckte Geld aus.

Bernhard holte den Bus

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und wir machten uns auf den Weg nach Windhoek. Kurz vor Windhoek lag ein LKW umgekippt auf der Straße, der dort auch schon eine Weile liegen musste. Trotz der frühen Stunde, es war noch immer nicht 8:00, begannen wir programmgemäß die Stadtrundfahrt. Dabei haben wir als erstes die Christuskirche,

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den Tintenpalast,

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den Bahnhof

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und ein wenig die Innenstadt (letzteres ohne aus dem Bus auszusteigen) angeschaut. Wir haben im Craft Café eine Pause gemacht wo einige etwas gegessen oder getrunken haben. Anschließend stand ein hinreichend kurzer Besuch einer Diamantenfirma auf dem Programm.
zuletzt bearbeitet 01. Okt. 2016
Themenstarter246 Beiträge · seit 201501. Okt. 2016 · #10
Glücklicherweise ließ das Hilton

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ein sehr frühes Einchecken zu, so dass wir den Mittag und Nachmittag zur eigenen Erkundung der Stadt ohne Gepäck zur Verfügung hatten. Auffällig waren die unzähligen Einkaufszentren, sowie Klamotten- und Schuhgeschäfte.

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Themenstarter246 Beiträge · seit 201501. Okt. 2016 · #11
Im Zoopark sahen wir zum ersten Mal deutlich und aus der Nähe sehr interessante Bäume. Die Arten und Formen der Bäume in Namibia haben uns im Laufe der Reise noch oft ziemlich beeindruckt.

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Das Unabhängigkeitsmuseum wirkte auf uns so abschreckend, dass wir keine Lust hatten, es zu besichtigen. Der real existierende Sozialismus Nordkoreas lässt grüßen.

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Der Weg zurück zum Hotel gestaltete sich etwas schwierig, da an einer großen Kreuzung einer vierspurigen Straße die Ampel es nicht für nötig hielt die Fußgängerampeln in kreuzender Richtung auf grün zu schalten. Die Einheimischen störte so etwas weniger, denn die liefen einfach meist drauf los und verließen sich darauf, dass die Autos halten werden. Wir trauten uns das nicht und liefen nach 20 min. vergeblichem Warten auf Ampelschaltung oder Verkehrslücke einen Umweg und mussten auf den geplanten Besuch des Supreme Court-Geländes verzichten.

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Stattdessen wurden wir von einem angeblichen Musiklehrer angebettelt, der vorgab, in Dresden studiert zu haben und Geld für Aufführungen seiner Schüler zu sammeln. Da wir von Bernhard genau auf diese Masche vorbereitet waren, sagten wir zu, beim Besuch der angeblich stattfindenden abendlichen Aufführung kräftig zu spenden. Offenbar mischt da auch ein ehemaliger Reiseleiter mit, der, so Bernhard, den Beruf aufgegeben hat, weil sich mit dieser Masche ein mehrfaches an Geld und auch noch ohne Arbeit erwirtschaften lässt.

Das Abendessen war in Joe’s Beerhouse vorgesehen, wobei uns Bernhard ein Budget vorgab. Verputzen konnten wir das nicht alles. Auf weitere Beschreibungen verzichten wir als hinreichend bekannt. Es gibt einfach unheimlich viel zu sehen und zu fotografieren:

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Das Essen war lecker. Wir bestellten uns eine Butternut-Suppe, Cannelloni mit Spinat und Feta. Zum Nachtisch gab es ein Kaktusfeigenparfait bzw. einen Malva-Pudding mit Aprikosensoße und Vanilleeis.
zuletzt bearbeitet 01. Okt. 2016
57 Beiträge · seit 201601. Okt. 2016 · #12
Hallo Flotho,
ich will auch mit! In Namibia will ich zwar nächstes Jahr als Selbstfahrerin unterwegs sein, aber so eine Kleingruppenreise habe ich in Westkanada auch schon gemacht und kenne daher die Dynamik, die sich da entwickeln kann 😉
Außerdem habe ich natürlich Hummeldumm gelesen und freue mich aufs Lästern.
Und ich bin zwar keine Vegetarierin, esse aber wenig Fleisch (Heißt das Flexitarier? Ach, immer diese Schubladen..... ) und daher interessieren mich Eure Erfahrungen diesbezüglich.
Also bitte, bitte das lange Wochendene zum Weiterschreiben nutzen. DANKE!
Dani
2'396 Beiträge · seit 201101. Okt. 2016 · #13
Hallo Thomas,

Du schreibst: "er in seinen +/- 70 Jahren, die er in Afrika lebt, nach seinen spärlichen Andeutungen Dinge erlebt hat, die das zwar nicht entschuldigen, aber nachvollziehbar machen,"
Die gleiche Erfahrung haben wir auch mit unserem Vermieter (einem engagiertem Christen!) in Windhoek gemacht. Wenn man weiß, was seiner Familie angetan wurde, kann (muss?) man die rassistischen Sprüche anders einordnen.

LG aus PdlC,

Karsten
[size =3] Infos NordTZ 22 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301813-infos-nordtansania-juni-juli-22.html?start=0 RB Kenia 2020 https://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/299653-kurzer-rb-kenia-sept-2020.html?start=0 Reisebericht Südtanzania 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282710-tanzanias-sueden-daumendruecken-hilft-nicht-immer.html Kurzbericht 7 Wochen Nam-Bots 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/16-unterkuenfte/254072-kurzbericht-7-wochen-nam-bots.html Bericht Zimbabwe 1995: ... 30 Tage Gefängnis http://www.namibia-forum.ch/forum/139-off-topic/241529--30-tage-gefaengnis.html Reisebericht 2008: 18 Nights in the Bush - ha-ha-ha http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/263931-18-nights-in-the-bush-ha-ha-ha.html Nordtansania Feb. 2015 - Kein RB http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285690-tansania-februar-2015-kein-reisebericht.html?limitstart=0&start=12] Walking Safari Zimbabwe 97 https://www.namibia-forum.ch/forum/148-diverses/287052-walking-safari.html?limitstart=0
7'296 Beiträge · seit 200601. Okt. 2016 · #14
danifee schrieb:
Und ich bin zwar keine Vegetarierin, esse aber wenig Fleisch

... ich esse auch wenig Fleisch, aber oft und dann viel.
Die beste Beilage zu einem großen Schnitzel ist immer noch ein ordentliches Steak. 😉

(Heißt das Flexitarier? Ach, immer diese Schubladen..... ) und daher interessieren mich Eure Erfahrungen diesbezüglich.

... nun im Ernst.
Ich bin in vielen afrikanischen Ländern ja auch größtenteils Vegetarier, weil ich keine Lust auf Knorpel, Knochensplitter und angeschmorte Fellreste habe. Ich selbst koche auch meist vegetarisch. In Namibia gibt es allerdings in allen auf Touristen eingestellten Lokalen so gutes Fleisch, dass ich dort glatt zum Karnivoren mutieren könnte. Man kann sich aber auch in Namibia recht gut fleischlos ernähren.

Wo es weniger touristisch zugeht, bedeutet "vegetarisch" nicht automatisch fleischlos, sondern dass es auch andere Bestandteile als Fleisch gibt. In Kamerun habe ich mal an einer Straßenküche gefragt, ob es auch etwas Vegetarisches gibt (die Kinder in der Gegend haben am Straßenrand gefangene Buschratten verkauft und davon kommt ja nicht nur das Filet ins Essen) und man bestätigte das. Als ich nach den Bestandteilen fragte, kam als erstes: "Stachelschwein".
Auch in Joe's Beerhouse stand Ende letzten Jahres noch Spahetti Bolognese und gemischter Salat mit Putenbruststreifen bei den vegetarischen Gerichten.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
4'382 Beiträge · seit 201501. Okt. 2016 · #15
Hallo, Veggies auf Busrundreise: Ich war mal ein Vegetarier, deshalb erlaube ich mir jetzt die erste Lästerei:
"Wann ist eigentlich aus Sex, Drugs and Rock'n Roll Veganismus, Laktoseintoleranz und Helen Fischer geworden?"
Ansonsten freue ich mich auf ein Plätzchen in Eurem Bus!
Gruß
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
7'296 Beiträge · seit 200601. Okt. 2016 · #16
...
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
zuletzt bearbeitet 01. Okt. 2016
Themenstarter246 Beiträge · seit 201501. Okt. 2016 · #17
danifee schrieb:
Und ich bin zwar keine Vegetarierin, esse aber wenig Fleisch (Heißt das Flexitarier? Ach, immer diese Schubladen..... ) und daher interessieren mich Eure Erfahrungen diesbezüglich.
Also bitte, bitte das lange Wochendene zum Weiterschreiben nutzen. DANKE!
Dani
Hallo Dani
Definieren werden wir unterwegs auch ein bisschen. Und heute Abend kommt noch ein neues Stück.
KarstenB schrieb:
Die gleiche Erfahrung haben wir auch mit unserem Vermieter (einem engagiertem Christen!) in Windhoek gemacht. Wenn man weiß, was seiner Familie angetan wurde, kann (muss?) man die rassistischen Sprüche anders einordnen.
Hallo Karsten,
soweit wir verstanden haben, ist er als Säugling mit seiner in Deutschland enteigneten Familie nach Äthiopien gegangen. Weil dort der Verlust der neuaufgebauten Farm drohte (Söhne sollten später schwarze Frauen heiraten, um das abzuwernden), zog man weiter nach Südafrika. Von dort ist er als Teenager allein weitergezogen nach Namibia und hat sich die ersten Jahre im Bergbau durchgeschlagen. Ich nehme an, in diesen Jahren hat er viel erlitten.
BikeAfrica schrieb:
Wo es weniger touristisch zugeht, bedeutet "vegetarisch" nicht automatisch fleischlos, sondern dass es auch andere Bestandteile als Fleisch gibt. In Kamerun habe ich mal an einer Straßenküche gefragt, ob es auch etwas Vegetarisches gibt (die Kinder in der Gegend haben am Straßenrand gefangene Buschratten verkauft und davon kommt ja nicht nur das Filet ins Essen) und man bestätigte das. Als ich nach den Bestandteilen fragte, kam als erstes: "Stachelschwein".
Auch in Joe's Beerhouse stand Ende letzten Jahres noch Spahetti Bolognese und gemischter Salat mit Putenbruststreifen bei den vegetarischen Gerichten.
Hallo Wolfgang,
das erklärt allerdings einiges. Derartige Speisekarten sind uns auch immer wieder begegnet, natürlich auch bei Joe's.
CuF schrieb:
"Wann ist eigentlich aus Sex, Drugs and Rock'n Roll Veganismus, Laktoseintoleranz und Helen Fischer geworden?"
Ansonsten freue ich mich auf ein Plätzchen in Eurem Bus!
Hallo Friederike,
da es ja eine Busrundreise ist, dürfte Platz für alle sein. Den Ball nehme ich auf, auch wenn ich ein Eigentor damit riskiere, denn wir sind schon etwas spießbürgerlich unterwegs (aber hey, solange dürfen wir ja noch nicht heiraten, bzw. partnern) und in Sachen Alkohol und Drugs sind wir außerdem strikte Abstinenzler. Aber im heutigen Universitätsmilieu ist ja zum Glück alles möglich. In meinem Umfeld streitet man um die Anerkennung polyamouröser Beziehungen oder mit dem lesbischen Paar, mit dem man eine WG teilt, erbittert um den Konsum von Honig als Veganer. Und Barbara hat mal mit der frühen Helene Fischer gearbeitet ...
aber wir hören sie trotzdem nicht (gibt das wieder einen Pluspunkt?). Auch sind wir "nur" Vegetarier und für Sex, Drugs and Rock'n Roll hatten wir ja noch Cindy dabei und mit Anja neben Cindy zumindest noch eine starke Raucherin.

LG Thomas
1'567 Beiträge · seit 201501. Okt. 2016 · #18
Hallo Thomas,

wir sind weder Vegetarier noch Busreisende, aber ich muss mich jetzt doch auch mal ganz kurz zu Wort melden und will mich hiermit unbedingt als Mitleserin "outen"!
Ich bin begeistert von deinem (eurem?) Schreibstil. Er liegt mir sehr... 😉
Außerdem muss ich gestehen, dass ich euren Eingangsbericht nur überflogen habe und eure "verwandtschaftlichen Zusammenhänge" beim ersten Lesen nicht wirklich durchschaut hatte. Sorry... 😗
Einfach großartig, dass ihr mit eurer Mutter bzw. Schwiegermutter eure erste Fernreise unternehmt! 🙂

Liebe Grüße und voller Erwartung...

Bianca
Standardtour mit Zwillingen: https://namibia-forum.ch/forum/11-diverses/289993-nda-pandula-danke-fuer-16-tage-familienabenteuer.html Caprivi mit Zwillingen: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/293122-familienabenteuer-im-caprivi.html Süden und KTP mit Zwillingen: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/296005-familienabenteuer-in-den-sueden-und-den-ktp.html
Themenstarter246 Beiträge · seit 201501. Okt. 2016 · #19
26.08.2015

Nach einem leckeren Frühstück im Hilton, das bei eigentlich reicher Auswahl leider arg fleischlastig schien, ging es früh los.

Auf dem Weg durch Windhoek fiel auf, dass an sehr vielen Kreuzungen Polizisten mit Maschinengewehren standen. Grund war ein Heldengedenktag, zu dessen Anlass der u.a. der Präsident von Sambia auf Staatsbesuch am Heldendenkmal war. Man befürchte Anschläge im Ausland. Am Heldendenkmal

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gibt es eine Grabanlage mit Platz für 100 Gräber. Jedes Jahr wird ein nationaler Held ausgewählt, exhumiert und in eines der Gräber umgebettet, wobei Proporz im Sinne der nationalen Versöhnungspolitik wichtig sei. Wir hatten einigermaßen Glück, denn direkt hinter unserem Wagen wurden die Straßen komplett gesperrt.

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Unseren ersten Stopp machten wir in Rehoboth.

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Es war der erste kleine Ort den wir gesehen haben. Und auch wenn er geschichtlich relevant und sicher auch interessant ist, hat uns Bernhard dazu nichts erzählt. Auch auf historische Nachfragen im Laufe der Reise reagierte er eher abweisend und das Armutsthema war tabu. Wir seien nicht hier um Elend zu erfahren und außerdem Touristen und keine Ethnologen. Über Politik und Gesellschaft wollte er nicht diskutieren, weil verstehen nur könne, wer es selbst erlebt habe. Das ist natürlich nicht ganz falsch, führt aber konsequent gedacht zum Erliegen jedes Erfahrungsaustauschs und Verständigungsversuchs.

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(Mikrowellenfunkturm - wurde früher zur Kommunikation verwendet - heute trägt er eine Antenne des Mobilfunks)

Unterwegs haben wir den Wendekreis des Steinbocks passiert

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und sind weiter nach Kalkrand, wo wir einen zweiten Stopp gemacht und getankt haben. Dabei haben wir einen Tiertransporter gesehen. Die Kühe waren auf dem LKW dicht an dicht eingepfercht. Ihnen wurden vor dem Transport auch die Hörner gestutzt. Die Tiere müssten so eng stehen, da sie sonst stürzen und sich verletzten könnten. Die Hörner werden auch aus diesem Grund gestutzt, da sie sich sonst gegenseitig verletzen würden. Ein verletztes Tier dürfe in Namibia nicht geschlachtet werden, sondern müsse vorher gesund gepflegt werden.

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An einem Baum mit einem sehr großen Nest der Siedelweber haben wir einen Photostop eingelegt. Die Viecher sind leider etwas blöd und machen die Bäume kaputt, indem sie sie überladen, bis die Äste brechen, worauf das Material an die weiteren Äste verbracht wird, bis der Baum irgendwann abstirbt.

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Themenstarter246 Beiträge · seit 201501. Okt. 2016 · #20
Der rote Sand der Kalahari und die Tiere, die wir am Wegesrand gesehen haben waren einfach toll. Aber wirklich überwältigt waren wir alle, als wir an der Intu Africa Zebra Kalahari Lodge ankamen.

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Jetzt fühlten wir uns wirklich wie im Urlaub. Das Wasserloch, das nur wenige Meter hinter dem Pool lag, war von einigen wenigen Tieren besucht.

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Da es die ersten so dichten Tiersichtungen waren, waren wir noch von jedem Springbock und Oryx begeistert. Bis zu unserem ersten Gamedrive hatten wir noch ein wenig Zeit und so beobachteten wir noch ein wenig das Treiben am Wasserloch.

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(Da wir keine Vogelexperten sind, wissen wir leider nicht, wer das hier ist)

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zuletzt bearbeitet 01. Okt. 2016