THEMA: 4x4 Fahrkurs zu empfehlen für Nambia/ Botswana?
23 Mai 2019 10:09 #557170
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  • motorradsilke am 23 Mai 2019 10:09
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Wenn da was kaputt gehen würde, dürften ja Autos mit permanentem Allrad auch nie schneller als 60 fahren.
Allrad ist auf Gravel immer besser.
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24 Mai 2019 13:05 #557288
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Cruiser schrieb:
Dann erklär Du, Wolfgang (und auch Ernst), doch mal in Deinen Worten was daran blöd ist auf Gravel 4x4 einzuschalten. Möchte gerne mal Deine Version hören. Und mit Differenzialsperre war bestimmt die Mittelsperre gemeint welche bei permanent 4x4 das gleiche bewirkt wie bei solchen mit H2-H4-L4 Schalthebel.

Bin gespannt. :whistle:

... der Mitarbeiter des Vermieters meinte ausdrücklich die Differezialsperre der Hinterachse. Und diese immer (!) einzuschalten, sobald 4x4 eingeschaltet wird, ist unsinnig.

Gruß
Wolfgang
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24 Mai 2019 13:07 #557289
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Tinochika schrieb:
Ich glaube sogar, dass man beim Umschalten von 2x4 auf 4x4 beim Ford Ranger noch nicht einmal stehen bleiben muß. Das weiß bestimmt ein Fomi genauer, welcher vielleicht sogar einen Ford Ranger privat fährt.

... man kann bis Tempo 100 (oder sogar 120?) km/h auf 4x4 schalten.

Gruß
Wolfgang
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24 Mai 2019 13:12 #557290
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motorradsilke schrieb:
Wenn da was kaputt gehen würde, dürften ja Autos mit permanentem Allrad auch nie schneller als 60 fahren.
Allrad ist auf Gravel immer besser.

... Fahrzeuge mit permanentem 4x4-Antrieb haben immer ein Mitteldifferenzial, welches es bei Fahrzeugen mit zuschaltbarem Allradantrieb nur in Ausnahmefällen gibt (z.B. Mercedes G, glaube ich). Bei den meisten Fahrzeugen sorgt eine Klauenkupplung für eine starre Verbindung zwischen vorne und hinten. Das ist so, als würde man bei einem Fahrzeug mit permanentem 4x4 das Mitteldifferenzial sperren.

Gruß
Wolfgang
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24 Mai 2019 22:45 #557328
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Hi,

"...das viele Überschlage von Touristenfahrzeugen vermieden werden können wenn 4x4 eingeschaltet war auf sehr schlechten Strecken. Das Fahrzeug ist viel stabiler in der Lenkung und man hat eine bessere Kontrolle. Das plötzliche ausscheren der Hinterachse kann so vermieden werden... "

Meine unbedeutende Meinung:
4x4 hilft auch nicht, wenn man schlicht und einfach mal zu schnell für den Untergrund unterwegs ist. Wenn einen die Hinterachse überholt, war man einfach mal zu schnell, 4x4 oder nicht, Asphalt, Schotter, Schnee, Eis, egal. Bodenhaftung bzw. Seitenführungskräfte weg. Physik ist zwar nicht mein Ding aber das lernst Du in jedem Fahrtraining :whistle:
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Cruiser schrieb:
@ Ernst

Vielleicht solltest Du nochmal ein bißchen recherchieren. ;)

Das Verteilergetriebe geht auf losem Untergrund überhaupt nicht kaputt.
Man kann locker 80Km/h auf Gravel im 4x4 fahren.
Bei Land Cruiser haben alle die permanent 4x4 haben eine Centralsperre, dazu gehören einige Modelle vom 80, fast all 100 und auch der letzte 200. Auch einge Hilux, vorallem Auto fallen darunter.

Man soll 4x4, oder auch Centralsperre ausschalten, das gilt auch bei Tankstellen wo oft stark gewendet wird, auf Salzstraßen oder halt eben Asphalt. Auf sehr gutem Gravel kann man auch darauf verzichten.

Ich bin der Meinung das viele Überschlage von Touristenfahrzeugen vermieden werden können wenn 4x4 eingeschaltet war auf sehr schlechten Strecken. Das Fahrzeug ist viel stabiler in der Lenkung und man hat eine bessere Kontrolle. Das plötzliche ausscheren der Hinterachse kann so vermieden werden und das Bremsverhalten ist weitaus besser und stabiler.

Ich stimme 100% zu.
Während ich ein Afrika-Neuling bin, bin ich in einem Gebiet aufgewachsen, in dem 4x4 Pflicht ist. Ich habe viele, viele, viele tausend KMs auf tiefer Schnee, Schotter- und Allradstrecken und besaß (und benutzte!) 5 verschiedene 4x4-Fahrzeuge mit und ohne Differentialsperre.

Der einzige zusätzliche Punkt, den ich über Kies und einen Mietwagen sagen würde, ist der - speziell für die Land Cruiser der 70er Serie. Diese Fahrzeuge sind zwar erstaunlich leistungsfähig, haben aber einen technischen Fehler, der sich auf sandigen Pisten oder frisch geschotterten (tiefen Kies) Straßen zeigt. Die Hinterachse der 70er Serie ist ein paar CM schmaler als die Vorderachse, d.h. das Auto erzeugt zwei Spuren (leicht übertriebene Beschreibung). In Sand oder tiefem Kies, wo die Vorderräder tatsächlich eine eingezogene Spurrille bilden, wo Material zu den Seiten herausgedrückt wird, werden die Hinterräder gezwungen, auf diesen höheren Graten zu rollen. Dadurch wird der Sand oder Kies von den Hinterrädern verdichtet, die dann in die Spurrillen der Vorderräder "zurückfallen". Dies geschieht natürlich nicht nur einmal, sondern scheinbar unendlich oft, da die Hinterräder kämpfen, um den Spurrillen der Vorderräder zu folgen.
Dies kann zu einem Schwimmgefühl vom hinteren Ende des Fahrzeugs führen, wenn es von einer Spur zur anderen hin und her schwenkt. Wenn Sie es nicht gewohnt sind, auf Schotter zu fahren (in einem unbekannten Mietwagen mit hohem Schwerpunkt!), kann das ziemlich beunruhigend sein.
In dieser Situation kann das Fahren in 4H (mit entriegelten Differentialen natürlich!) enorm helfen, da die Vorderachse das Fahrzeug "zieht", was dazu beiträgt, es geradliniger zu fahren, als wenn es nur von den Hinterrädern "geschoben" wird (während sie das oben beschriebene Problem bekämpfen).
Auf jeden Fall fahren viele der AWD-Fahrzeuge ähnlich wie normale Autos, aber wenn Sie keine Schotter-, Sand- oder Gelände-Erfahrung haben und Sie sich entscheiden, einen Land Cruiser der Serie 70 zu mieten, dann ist Vorsicht geboten, da diese anders fahren und eine angepasste Technik erfordern, verglichen mit dem Fahren Ihres VW-Polo nach Penny, um Lebensmittel zu kaufen.
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