THEMA: Reisebericht Madagaskar August 2019
02 Sep 2019 06:20 #566387
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  • ANNICK am 02 Sep 2019 06:20
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Fortsetzung

Bedingt durch die Höhenlage (1200 bis 1450m) herrscht in Tana ein mildes Klima. Im Juli und August kann es aber nachts sehr kühl werden.

Das Sakamanga ist wirklich ein schnuckeliges Hotel.





Man kommt sich vor wie in einem Völkerkunde-Museum. Es bietet auch 2 Pools an.









Das Hotel liegt in der Unterstadt, unweit der zentralen Verkehrsachse, die Avenue de l'Indépendance. Die erreichen wir zu Fuss in 10 Minuten.













Auf der Magistrale und den umliegenden Strassen fand bis 1997 noch der Zoma (Freitagsmarkt) statt. Da er mit seinen wahnsinnigen Verkaufsständen regelmässig den Verkehr lahmlegte, wurde er auf verschiedene kleinere Märkte aufgeteilt.
Es macht Spass hier herumzuspazieren.





Aber es wird auch durch die vielen Treppen eine sportliche Angelegenheit.





Ab und zu riecht es nach verschiedene Gewürze.





Es wird allerhand verkauft.









Bevor wir ins Hotel zurückkehren kaufen wir uns noch Postkarten in der Librairie auf der Avenue de l'Indépendance. Eine Postkarte kostet 600 ariarys. Gegen 17.30 kehren wir ins Sakamanga zurück.





Die Sonne verschwindet auch langsam. Der Grauhauspapagei bringt uns zum Lachen.





Er begrüsst uns mit: vazaha, vazaha, bedeutet Muzungu oder Farenji auf der Insel.
Wer im Hotel übernachtet muss unbedint das Abendessen hier im Restaurant nehmen und sein Tisch im voraus reservieren. Ein Zebufiletsteak mit Pommes und Salat kostet zum Beispiel 16'000 ariarys. Da wir Fleischesser sind bestellen wir gleich zwei. Miam miam, das Fleisch zergeht unter der Zunge. La crème de la Crème! Dazu 50cl Merlot aus Südafrika,





Als Nachspeise gönnen wir uns Banane Flambées.





Die Gesamtrechnung von 81'000 ariarys kann man echt verkraften. Wenn man mit dem Service zufrieden ist, gibt man 5% Trinkgeld. Wir waren begeistert.

Morgen machen wir mit Justin und unserem Chauffeur Bekannschaft. Es geht dann gleich weiter nach Miandrivazo.
Letzte Änderung: 02 Sep 2019 06:32 von ANNICK.
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03 Sep 2019 07:56 #566489
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24.07.2019

Gegen 07.30 gehen wir frühstücken.





Wir begeben uns zum Raum "le Jardin".





Man kann entweder das Frühstücksbuffet nehmen oder nur ein Petit Déjeuner Continental. Wir entscheiden uns für das Continental. Kostet 15'000 ariarys pro Person und besteht aus Café, Obstsaft, Baguette, Croissant, Butter und Konfitüre.

Punkt um 08.15 erscheint Justin, der Boss bon Look Gasy Aventures. Wie vereinbart per e-mail, bezahlen wir schon einmal 50% von der Gesamtsumme in Bar (Euros). Den Rest werden wir dem Driver am Schluss bezahlen. Finden wir sehr fair. Uebrigens wir haben nie eine Anzahlung für den Wagen gemacht. Justin händigt uns den Vertrag, wir unterschreiben und bekommen eine Kopie. Anschliessend verabschieden wir uns vom Hotel. Draussen wartet schon Léon unser Chauffeur/Guide. Er fährt einen Toyota Landcruiser. Die Karre ist nicht gerade sehr jung aber die Reifen scheinen nagelneu zu sein. Das Gepäck wird vom Hotelpersonal in den Wagen gebracht und schon kann es losgehen.

Es braucht eine halbe Stunde bis wir das Zentrum von Tana hinter uns haben. Ausserhalb verläuft der Alltag.









In der Trockenzeit von Mai bis Oktober werden die Deiche rund um die vielen Reisfelder im Hochland zu Backsteinfabriken umfunktionniert. Die Ton und laterithaltige Erde wird aus den Reisfeldern gesammelt und eimerweise auf trockenen Boden geschleppt. Mit Flusswasser gemischt ergibt sich eine Art formbarer Lehm daraus. Ein selbst gebautes Holzgitter dient als Passform, in die der Lehm gedrückt und festgeklopft wird. Die Backsteine werden dann fein säuberlich einer neben dem anderen auf dem trockenen Gras ausgebreitet, die Sonne tut nun ihren Dienst und trocknet alles.
Die getrockneten Backsteinvorlaüfer werden dann zu Hunderten und Tausenden auf und übereinander gestapelt. Gut einen Monat dauert dieser Arbeitsschnitt. Die riesigen Backsteinstapel bilden Oefen, mit Löchern in der Mitte und im Boden für Feuerholz. Aussen werden die Backsteine mit Lehm beschmiert um die Hitze im Inneren zu halten. Mit dieser Technik lassen sich mehrere 10'000 Steine gleichzeitig backen!





Auf Madagaskar verliert man viel Zeit auf den Strassen. Entweder gibt es Staus, Potholes oder Zebus.





Das Zebu oder Buckelrind bringt 300 bis 400 Kg auf die Waage. Ueberall im Land sieht man sie. Rund 19 Millionen leben auf dem roten Boden der Insel. Zebus werden auf Madagaskar sehr traditionnel gehalten. Junge Männer oder Kinder bringen sie tagsüber zum Weiden auf Wiesen, treiben sie entlang der diversen "Routes Nationales" wie hier auf der RN 7 Richtung Antsirabe.





Léon erweist sich als ein super Driver. Er ist sehr gesprächig, interessant und gebildet. Zudem besitzt er noch viel Humor. Er gefällt uns auf Anhieb!
Um diese Jahreszeit sind die Reisfelder leider selten grün.









Nach gute 3 Stunden erreichen wir die Vororte von Antsirabe.









Langsam knurren auch unsere Magen.....













Antsirabe ist für seine grosse Anzahl von Pousse-Pousse sehr berühmt.









Fortsetzung folgt
Letzte Änderung: 03 Sep 2019 08:55 von ANNICK.
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04 Sep 2019 08:33 #566644
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Fortsetzung

Léon bringt uns gleich zum Zandina,





das Restaurant vom Militär Hotel "Cercle Messe Mixte".





Da werden sehr gute Pizzas und grosse Portionen malagasy Gerichte serviert.





Es ist bei den Einheimischen und Reisenden sehr beliebt.





Die Drivers bekommen hier auch kostenloses Essen. Die Stimmung ist einmalig! Praktisch gegenüber liegt das noble Hotel Trianon.





Wir bestellen eine Pizza und nehmen ein grosses THB (Three Horses malagasy Bier). Miam miam. Die Pizzas sind knusprig!





Danach schauen wir uns das Geschehen vor dem Restaurant an.









Léon kommt 5 Minuten später und bringt uns zur Post wo wir unsere Postkarten aufgeben. In Tana war zu viel Verkehr.....Die Postkarten sind übrigens 3 Wochen später alle angekommen. :)





Die Stadt Antsirabe hat sehr viel zu bieten.









Wir werden sie aber erst am Ende unserer Tour genauer besichtigen. Heute bleibt keine Zeit dafür. Léon nimmt dann die RN 34 Richtung Miandrivazo. 24 Kilometer weiter halten wir in Betafo an. Das malerische typische Hochlanddorf ist für seine Reisterrassen sehr berühmt.





Es muss schon der Hammer sein wenn sie alle grün leuchten!









Ausserhalb vom Dorf gibt es auch den Lac Tatamarina , ein vulkanischer Kratersee. Da fischen die Einheimischen noch sehr primitiv.









Fortsetzung folgt
Letzte Änderung: 04 Sep 2019 08:46 von ANNICK.
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04 Sep 2019 17:17 #566735
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  • MooseOnTheLoose am 04 Sep 2019 17:17
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Hallo Annick,

grad Deinen Bericht entdeckt. Na da bin ich doch dabei!!!! :woohoo:
Unsere Madagaskar-Reisen 2012 und 2014 liegen ja nun schon paar Jährchen zurück. Und wir denken schon recht intensiv darüber nach, nächstes Jahr wieder einen größeren "Abstecher" zu machen. Jetzt sieht es so aus, als hättet Ihr ungefähr das gemacht, was uns auch vorschwebt! :laugh: Sehe ich das richtig, Ihr seid die Westküste runter nach Ifaty??? Na da bin ich ja gespannt wie ein Flitzebogen. Wieviel Zeit hattet Ihr???
Bin ganz aufgeregt und warte auf Lesenachschub.
Liebe Grüße,

Moose.
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04 Sep 2019 18:27 #566741
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  • ANNICK am 02 Sep 2019 06:20
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Hallo Moose,

Genau!

Wir sind vom Tsingy NP bis runter nach Ifaty/Saint Augustin gefahren.

Sonst waren wir 30 Tage auf der Insel unterwegs.

Der Abschnitt Tana - Miandrivazo - Tsingys - Belo sur Mer - Ifaty hat 11 Tage benötigt.

Es grüsst
Annick
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05 Sep 2019 01:43 #566765
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  • erdferkel am 05 Sep 2019 01:43
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Hallo Annick,

vielen Dank für diesen schönen Bericht! Der macht gleich wieder Feuchtnasenvorfreude auf das nächste Projekt! :woohoo:
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