THEMA: Reisebericht Madagaskar August 2019
11 Sep 2019 22:38 #567417
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  • Martina56 am 11 Sep 2019 22:38
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Hallo Annick,

aber klar doch lasse ich mir Deinen Madagskar RB nicht entgehen. Die Bilder im Eingangs-Thread sind ja schon vielversprechend.

Vielen Dank, dass Du uns mitnimmst.

Ganz liebe Grüße

Martina
2020: Februar/März Kuba und mehr martinasreisen.blog/
2019 Mai/Juni: Botswana - Caprivi - Vic Falls hier im Forum www.namibia-forum.ch...-okavango-delta.html
2018 Sizilien, Äolische Inseln, La Reunion und mehr: martinasreisen.blog/
2018 Ost-Sizilien und Liparische Inseln Reisebericht: www.umdiewelt.de/mTravelogue.php?t=9215&m=p
2017 Island - Spitzbergen - Nordkap - Norwegen Reisebericht: www.umdiewelt.de/Eur...-9019/Kapitel-0.html
2016 Vietnam Reisebericht: www.vivien-und-erhar...isebericht/&pageNo=1
2015 Namibia Reisebericht: www.namibia-forum.ch...-2015-ein-traum.html
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12 Sep 2019 08:13 #567436
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  • ANNICK am 12 Sep 2019 08:13
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@Martina: schön dass du auch noch dazu kommst! :)

Fortsetzung

Nach Toni's Nickerchen





erreichen wir gegen 16.30 den Anosin'Ampela Wasserfall. Andere Boote haben schon am Ufer angelegt.





Ich freue mich riesig denn ich werde mich erfrischen und waschen können. Durch die Hitze kleben meine Kleider auf meine Haut. Igitigit.... :pinch:
Kurz vor dem Rastplatz mit der Schutzhütte erblicken wir auf einem Baum Braune Lemuren.





Lemuren leben ausschliesslich auf Madagaskar und den umliegenden Inseln. Es gibt rund 100 Arten von denen einige leider vom Aussterben bedroht sind. Die Lemuren bilden die Unterordnung der Feuchtnasenaffen. Damit sind sie den primaten zuzurechnen. Es sind geselige Tiere die sich von Blättern, Früchten und Insekten ernähren.
Es sind halbaffen und Baumbewohner, die kaum auf dem Boden kommen.





Sie können sowohl am Tag als auch in der Nacht aktiv sein. Der Grad ihrer Nachtaktivität hängt vom Mondstand ab.





Sie verfügen über einen besonders guten Geruchssinn.





Natürlich wissen unsere Braune lemuren warum sie hier bleiben. Bei den vielen Besuchern gibt es immer eine kleine Gabe. Hier eine Banane.





Danach begleiche ich bei der Schutzhütte 5'000 Ariarys pro Person für den Eintritt zum Wasserfall. In Madagaskar bezahlt man Eintritt für alles!!!! :blink:
Ein neuer Guide versucht auch noch mit uns mitzukommen. Ich mache ihm zu verstehen dass wir mit Siteren gut bedient sind! :) Wir folgen einem sandigen Pfad bergauf, der über zahlreiche Felsen in eine weite Schlucht führt. Da mein Toni Probleme mit dem rechten Knie hat, höre ich ihn auch sehr bald fluchen. Er verzichtet auch uns weiter zu begleiten und will auf uns warten.
Siteren und ich kommen an mehrere kristallklaren Teichen vorbei und laufen Stufe um Stufe natürlicher Treppen im Fels hoch bis wir endlich zum Wasserfall gelangen. Dieser ergiesst sich aus 30 Meter Höhe in ein grosses Bassin.





Ich zögere nicht lange und verschwinde ins Wasser. Da es über die mächtig erhitzten Felswände fliesst, ist es echt angenehm da drin! Die Temperatur muss um die 21 Grad liegen.





Es ist einfach herrlich und man fühlt sich wie neugeboren.





Danach laufen wir die Strecke zurück. Unterwegs erblicken wir noch diesen Braunen Lemur.





Er ist so putzig!









Und diese Augen....





Eine Stunde später kehren wir zum Boot zurück und die Crew fährt ca einen Kilometer weiter und legt am Ufer an. Da wird heute übernachtet. Unser Zelt und das Klo werden auch gleich aufgeschlagen.





und die Matratzen mit Bettzeug vorbereitet.

Es wird schnell dunkel. Mensch wird es heute Nacht da drin eng! Und frisch verheiratet sind wir auch nicht! :whistle:





Gegen 19 Uhr wird das Abendessen serviert. Es gibt eine frisch hausgemachte Gemüsesuppe. Miam miam!





Tilapia (leider zu viele Fischgräten) mit verschiedene Gemüse.





Inzwischen haben auch 2 andere Boote neben uns angelegt. Die Zelte werden aufgeschlagen. Am Ufer ist etwas los. Unsere Crew spielt nach dem Essen Gitarre und singt malagasy Songs dazu. Im Himmel glänzen die Sterne.

Gegen 22 Uhr gehen wir alle schlafen. Wir im Zelt und die Crew auf dem Boot.
Letzte Änderung: 12 Sep 2019 08:28 von ANNICK.
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13 Sep 2019 13:43 #567581
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  • ANNICK am 12 Sep 2019 08:13
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Fortsetzung

Die Nacht war ein Horror! Mein Mann machte sich sehr breit im kleinen Zelt..... :whistle: Es wurde auf einmal auch sehr kalt und die Bettwäsche wurde ganz feucht. Ich habe schnell kapiert wieso. Es tröpfelte von oben auf mich direkt zu.... :pinch:
Die Luftfeuchtigkeit mag stark sein aber mit dem Zelt stimmt etwas nicht. Ich bin keine grosse Camperin aber so etwas hatte ich noch nie. Sogar bei schlechtem Wetter. B)

Langsam wird es hell und ich begebe mich zur Luxustoilette.





Am Ufer werden auch langsam alle wach. Die 2 andere Boote, eine Gruppe von Italiener, sind mit einem Bodyguard unterwegs.





Kann ich verstehen wenn man sich an die verschiedene Touristenüberfälle vom letzten Jahr erinnert....





Ich eile schon einmal zu Siteren und zeige ihm unser Zelt mit dem nassen Bettzeug. Er bemerkt gleich dass die Crew ein Teil des Zeltes vergessen hat. Deswegen ist es auch undicht! :cheer:
Er versichert uns dass heute Nacht das Problem nicht mehr auftreten wird. Da freut sich mein Toni rieisig! :silly:

Um 07.30 wird auf dsem Boot gefrühstückt. Es gibt Spiegeleier, Brot, Konfitüre, Honig, Butter und guter schwarzer Café.





Punkt um 8 Uhr legen wir ab. Am Ufer nähert sich ein kleines Kind und beobachtet uns.





Ich liebe Kinderportraits!









Vom oberen Deck aus kann man die Landschaft immer wieder geniessen.





Es gibt zu jeder Zeit etwas zu sehen.













Leere Touristenboote kommen uns immer noch entgegen. Ein grosses Business hier!





Am Ufer ist auch immer etwas los. Echtes Kino.









Die Einheimischen machen das Geschirr





oder ihre Toilette.









Kinder begrüssen uns.





Fortsetzung folgt
Letzte Änderung: 13 Sep 2019 13:58 von ANNICK.
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13 Sep 2019 14:53 #567592
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Hallo Annick,
endlich, die ersten Lemuren, total süß!
Ich muss jetzt aber etwas fragen. Warum war es nicht möglich, selbst zu fahren? Ist es nicht erlaubt oder nicht empfohlen?
Gruß, Adriana
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14 Sep 2019 07:59 #567633
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Guten morgen Adriana,

Du wirst kaum eine Firma finden die dir einen Wagen als Selbstfahrer anbieten wird. Und wenn nur für Tana und die RN7 Rundreise. Ich würde dir aber davon abraten. Wir würden es nie in Aethiopien oder Madagaskar wagen.
Wieso?
1) Die Strassen sind sehr schlecht beschildert
2) der GPS funktionniert nicht immer
3) Es kann sehr gefährlich werden. Wirst du später noch in meinem Bericht erfahren....
4) Die Strassen sind im allgemein in einem sehr schlechten Zustand
4) LKW und Bush Taxis fahren wie verrückt und überholen gefährlich
5) Es gibt immer etwas auf der Strasse: Leute, Kinder, Viecher
6) Leider warten auch einige korrupte Polizisten auf einen Vazaha um sich Taschengeld zu beschaffen.
7) Du kommst nicht billiger davon und bei Rückgabe wird jeder Kratzer vermerkt und der Vazaha zahlt am Endeffekt für alles!
8) Bei einer Panne, steht du ganz blöd da.....Wir hatten 2 Pannen mit unserem Driver....und waren froh nicht allein zu sein.

Wir haben viele Geschichten durch Expats über Touristen gehört die einen Wagen gemietet haben. Die Lustigste für mich: (aber bestimmt nicht für die Vazahas)
Der Wagen wurde während der Nacht auf dem Parkplatz total auseinander genommen.

Und die Traurigste Geschichte: Touris hatten ein Kind zusammengefahren. Sie wurden fast gelyncht......Im Land gibt es viele Fadis und wenn man die nicht kennt......werde davon auch später erzählen.

Wünsche dir ein nettes Wochenende.
Annick
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16 Sep 2019 08:11 #567804
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Fortsetzung

Eine gute Stunde später erreichen wir das Ufer vom Dorf BEGIDRO.





Dieses werden wir uns heute auch anschauen. Wir sind aber nicht die einzigen Vazahas die da anlegen.....





Heute findet ein kleiner Markt statt.





Diese junge Dame ist auf ihr Baby besonders stolz!





Wir begeben uns mit Siteren direkt zur Primar Schule.





Da machen wir mit dem Klassenlehrer Bekanntschaft.









Die Kinder arbeiten fleissig.









Ich muss natürlich wieder ein Portrait schiessen.





Bevor wir gehen übergebe ich noch dem Klassenlehrer einen Koffer voller Kinderklamotten. Er ist mir echt dankbar. Danach spazieren wir durch das Dorf. Die Hightech hat hier keine Grenzen!!! :laugh:





Da treffen wir auch die grosse italienische Gruppe. Die Frauen spielen alle mit den einheimischen Kindern. Manche nehmen sie sogar auf ihren Schoss. Kinder kommen auch gleich auf einen zu und wollen deine Hand in ihre nehmen. Ist nicht mehr so mein Ding. In Aethiopien zum Beispiel hatte ich mir so die Krätze eingeholt.





In Madagaskar bekommt man meistens Flöhe. Eine grosse Plage hier im Land. Wir haben viele Vazahas unterwegs getroffen die diese Erfahrung gemacht haben..... B)
Im Dorf wird man immer freundlich angesprochen.









Verhungern tut man hier bestimmt nicht.





Langsam wird es aber Zeit auf unser Boot zurück zu kehren.





Uebrigens, wir sind hier im Land der Sakalava, die erste Volksgruppe, die sich auf Madagaskar formte. Sie stamm von den afrikanischen Bantu ab. Ihr Name bedeutet soviel wie "die, die im langen Tal leben". Die Heimat der Sakalava zieht sich vom Südwesten Madagaskars bis in den Norden der Insel Nosy Bé. Viele Sakalava Frauen schützen ihr Gesicht mit einer selbsterzeugten Maske aus Sandelholz.





Die Sakalavas lassen sich auch gerne fotografieren. Die Kinder wollen anschliessend immer die Bilder sehen.





Gegen 10.30 verlassen wir das Dorf.





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Letzte Änderung: 16 Sep 2019 08:28 von ANNICK.
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