THEMA: Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Botswana
15 Dez 2018 19:44 #542688
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23.04. Gweta Lodge Teil 1

Bis zum Khumaga Gate (Makgadikgadi NP) waren es ca. 60 km. Die Fähre am Boteti erreichte ich Punkt sieben und konnte sofort übersetzen. Von der Fähre aus fotografierte ich einen Goliathreiher.


Die Anhöhe zum Gate stellte keine wirklich Herausforderung dar.


Gebucht hatte ich Njuca Hills. Tree Island wäre mir lieber gewesen, aber die waren angeblich "fully booked". Da ich den Makgadikgadi NP früher erreichte als ursprünglich geplant, war ich völlig offen, was den Übernachtungsplatz anbetraf. Sollte es großen Zebra-Herden geben, würde ich Njuca Hills wahrnehmen. Ansonsten würde ich bei Greene's Boabab übernachten oder gar bis Gweta fahren. Da es noch früh am Morgen war, beschloss ich zunächst, die acht Kilometer lange Piste am Boteti entlangzufahren.

Auf dem Weg zur Abfahrt gab es einige Aussichtspunkte.


Ansonsten herrschte oberhalb des Boteti eine ziemlich dichte Vegetation vor. Ich entdeckte einige Impala und dann ging es schon zum Fluss hinunter - ein herrlicher Anblick.


Am Fluss konnte ich eine Vielzahl von Vögeln beobachten und ablichten.

Weißrückengeier


Marabu


Nimmersatte


Mir war aufgrund des Frühe schon klar, dass es wenig Säugetiere am Wasser geben würde. Aber so rein gar nichts, hätte ich nicht gedacht. Also ging es weiter mit Landschaft


und Vögeln.


Ein Graureiher?


Schlangenhalsvogel


Das Ende der Uferpiste bestimmt der Grenzzaun, der durch den Fluss geht und im weiteren Verlauf östlich des Ufers Richtung Norden führt. An dieser Stelle wendete ich und fuhr auf gleichem Weg am Boteti zurück.
Die vereinzelt vorkommenden Palmen sorgten für ein tolles Panorama.


Bald begegnete ich dem ersten Säugetier - einem Impalabock.


Röterpelikan


Marabus




Ein Schreiseeadler mit Beute flog in dem Moment, in dem ich abdrückte, davon.


Kurz bevor ich die Uferpiste verließ, stieß ich noch auf diesen prächtigen Bullen.






"Oben" traf ich auf einen weiteren Elefanten und eine männliche Grünmerkatze.


Nun hieß es Abschied nehmen vom Boteti, was mir zugegebenermaßen nicht allzu schwer fiel. Nicht dass es mir nicht gefallen hätte. Aber der zugängliche Abschnitt ist leider sehr begrenzt und kann mit dem Okavango, Chobe/Kwando, Khwai oder Savuti (wenn er denn fließt), nicht mithalten. Wenn es auf dem Weg liegt, eine Nette Abwechselung - mehr nicht. Anders mag es vielleicht sein, wenn tausende Zebras an den Fluss zum Trinken kommen.

Die Piste zu den Njuca Hills führte durch dichten Busch. Nach einigen Kilometern führte sie über eine Anhöhe, wo ich den Blick nach Westen zurück zum Boteti warf.


Direkt neben mir im Busch entdeckte ich eine Giraffe.


Es dauerte noch fast eine Stunde bis sich die buschige Landschaft in eine Grassavanne wandelte.


Den Abzweig zu den Njuca Hills ignorierte ich und folgte der Piste weiter zu den Tree Islands Campsites. Es wurde immer grüner


und ich passierte eine mit Wasser gefüllte Pfanne.


Links im Hintergrund war Tree Island, wo ich eine Pause machte (alle drei Stellplätze waren nicht belegt).


Es war inzwischen elf Uhr und weit und breit kein Zebra zu sehen. Daher war es für mich keine Option hier zu bleiben und entschied mich, den Park an der Ostgrenze zu verlassen und bis zum Greene's Baobab zu fahren.
Hinter Tree Isalnd zeigten sich weit entfernt einige Strauße.


Erst hinter dem Abzweig (die Piste ist bei T4A nicht eingezeichnet) zum Xirexara Gate zeigte sich eine Landschaft, wie ich sie mir vorgestellt hatte: endlose Grasfläche mit vereinzelten Palmengruppen.


Ab und an gab es nun kleine Zebragruppen - toll.
Letzte Änderung: 17 Dez 2018 23:09 von aos.
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17 Dez 2018 21:10 #542805
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23.04. Gweta Lodge Teil 2

Hier noch ein paar Impressionen




mit Gnus








Wenige Kilometer vor Erreichen des Gates stieß die Piste auf eine mit Wasser gefüllte Pfanne.


Hier bog ich links (Osten) ab und entdeckte in weiter Ferne einen Sekretär im hohen Gras. Die unscharfen Fotos davon erspare ich euch. Noch ein wenig weiter weg gab es einige Zebras zu sehen.


Als das Xirexara Gate bereits in Sichtweite war, sah ich ebenfalls weit entfernt eine riesige Herde Zebras.




Ich hoffe, dass man hier noch die Herde erkennen kann.


Das Xirexara Gate selbst wirkt dem ersten Anschein nach wie ein normales Gate. Als ich davor stand, merkte ich den Unterschied. Es war weder besetzt noch gab es so etwas wie ein Büro. Ich war mir unsicher, ob ich hier einfach rausfahren durfte. Nach einer kurzen Weile kam eine Frau (Rangerin?) aus einem der benachbarten Gebäuden uns sagte mir, ich solle einfach fahren. Und so tat ich es auch.

Mein Ziel wäre es gewesen, die Cutline an der Parkgrenze nach Süden und dann am Pfannenrand nach Osten zu fahren. Auf der Cutline begrüßte mich recht unverhofft ein Schild, welches mit aufzeigte, dass sich östlich der Piste ein privates Konzessionsgebiet befände, durch das man nicht durchfahren dürfe. Damit hatte ich nicht gerechnet. Zumal ich trotz guter Vorbereitung dieses Durchfahrverbot nicht kannte. Ich wusste nur, dass sich dort einige hochpreisige Lodges wie Jack's Camp und San Camp befanden. Dieses Konzessionsgebiet ist im Übrigen auf keiner Karte eingezeichnet. Ich fuhr erst ein kurzes Stück auf der Cutline, von der ich die große Zebra-Herde ein bisschen besser beobachten konnte als im Park.


Irgendwie wollte ich es nicht einsehen, einen Umweg von über 20 km zu machen, um den Greene Baobab zu besuchen. So bog unmittelbar noch Osten ab, um da Konzessionsgebiet so schnell wie möglich zu queren, ohne die Gäste der Luxuscamps zu belästigen. Dabei passierte ich eine herrliche Pfanne


und sah in der Ferne ein Paar Klunkerkraniche.


Nach ca. 13 km stieß ich auf die Piste, die nach Norden zum Greene Baobab (10 km entfernt) und im weiteren Verlauf nach Gweta führte. Die selbe Piste sollte nach Süden zur bzw. auf Ntwetwe Pfanne führen. Den kleinen Umweg von vier Kilometern zum Pfannenrand konnte ich mir nicht verkneifen, zumal ich mich schon außerhalb des Konzessionsgebietes wähnte. Am Pfannenrand war aber doch nicht der Pfannenrand erreicht. Es gab überall noch kleine Inseln und Landzungen, sodass man keinen unendlichen Blick in die Weite hatte. Mir reichte dies alle mal.




Ich machte kehrt und passierte nach einigen Kilometern das Zebra Waterhole.


Mich wunderte, dass ich hier kein einziges Tier entdecken konnte. Einen schönen Sattelstorch gab es dann doch noch.




Kurz hinter der Grasfläche wurde es wieder buschiger. Ungefähr zwei Kilometer vor dem Baobab stand urplötzlich der ganze Busch voller Zebras.




Die Abzweig für die direkte Piste zum Baum konnte ich nicht genau ausmachen - vielleicht war es diese hier.


So fuhr ich die "Haupt"piste weiter nach Norden, um nach ca. zwei Kilometern eine andere Piste zum Baobab zu nehmen. Der gesamte Weg zum Baum wurde von Zebras gesäumt, einfach toll. Ein Wiehern war allgegenwärtig.


Im Hintergrund war bereits der Greene's Baobab zu sehen.


Und hier in voller Größe


Der Affenbrotbaum selbst war eingezäunt. Das Gras stand sehr hoch, wie man sieht, sodass die Streckenführung nicht immer ersichtlich war. (Links im hinteren Bereich des Bildes sind etliche Zebras zu sehen)


Es war inzwischen 15 Uhr und Gweta nur ca. 25 km entfernt, sodass es keinen Grund für mich gab, hier wild zu campen. Der nächste (Fahr)tag nach Namibia würde noch lang genug werden.

Also fuhr ich noch einmal an Zebras vorbei zurück zur "Haupt"piste.


Ca. 18 km vor Gweta kam urplötzlich eine ziemlich lange Wasserdurchfahrt, die es in sich hatte. Daher kann ich nur empfehlen, sich einen anderen Track im Pistenwirrwarr zu suchen.

Auch heute war mir nicht nach Zelten, sodass ich mich für ein Zimmer entschied. Das Preis-Leistungs-Verhältnis empfand ich für Botswana als gut. Zwischen Khumaga und Gweta war ich übrigens nur auf drei weitere Fahrzeuge getroffen: eins am Boteti und eine Gruppe von zwei Fahrzeugen bei Tree Island.

Gefahrene Kilometer: 250

Den Botswana-Teil (auch wenn ich ihn in die falsche Kategorie gestellt habe) möchte hiermit schließen. Wie immer hoffe ich, dass auch für die/den eine(n) oder andere(n) etwas Interessant dabei war. Denn ganz uneigennützig schreibe ich meine Berichte nicht. Sie sind ein schönes Mittel, die Reise für sich selbst noch einmal Revue passieren zu lassen. Das KD2 hat mir übrigens so gut gefallen, dass ich nächsten April wieder kommen werde. Auch ins CKGR wird es wieder gehen, da ich eine Buchung für Piper Pans "ergattern" konnte.

Hier geht es zum Namibia-Teil: namibia-forum.ch/for...ai-2018-namibia.html
Anhang:
Letzte Änderung: 23 Dez 2018 17:38 von aos.
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18 Dez 2018 12:49 #542835
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Hallo aos,
wunderbare Bilder zeigst Du uns, herrliche Einsamkeit! Diesen Teil der Reise habe ich sehr genossen - wenn ich es auch schade fand, daß es Dir am Boteti nicht so gut gefallen hat -, und bin gespannt auf den zweiten Teil der Reise. Ein Glück, dasß Du es nicht mit den Ringelnatzschen Ameisen hälst....
Viele Grüße und herzlichen Dank bis hierher
Friederike
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18 Dez 2018 23:00 #542894
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Hallo aos,
danke für diese schönen Einblicke!
Nach unserer Botswana Tour bleibt v.a. für einen unserer Söhne und mich: wenn es möglich ist, würden wir gerne noch in die Kalahari und in die Pans um Gweta herum.

Ob wir uns bis an unser Lebensende an schönen Bildern wie den Deinen erfreuen werden, oder ob es noch mal erlebte Realität werden wird, kann nur die Zukunft zeigen.
In jedem Falle war es schön, diese Landschaft von Dir so greifbar vor Augen geführt zu bekommen - so ist es nun fast ein bisschen, als wäre ich schon dort gewesen ;)

Herzliche Grüße,
Antje
Lebten 2015-2018 in Malawi. Früher in Kenya und Tanzania gelebt.
Fahrten durch Kenya, TZ, und Malawi. Bisschen Zambia.
Botswana April 2018
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22 Dez 2018 11:14 #543178
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Hallo Axel
wie immer haben mir Deine Fotos sehr gefallen und auch Deine Art zu Reisen, die ich momentan leider selber nicht so hinbekomme und mich umso mehr freue darüber zu lesen und zu hoffen, dass es auch bei uns eines Tages wieder mit Zelt durch schöne Gegenden geht.
Jetzt freue ich mich auf den Namibiateil.
Herzliche Grüße
Elisabeth
"Viele sagen, man soll gehen, wenn es am schönsten ist, aber ich finde, man soll lieber dahin gehen, wo´s am schönsten ist." Das Känguruh
Fotos von 06/15 Khwai/Okavango/KrügerNP + 09/15 Simbabwe ; 04/16 Namibia ; 01/17 Kenia ; 09/17 Südafrika - Kap, Karoo und GR ; 06/18 Kenia; 01/19 Äthiopien/Djibouti
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18 Feb 2019 13:42 #548738
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hallo Axel
auch von mir ein dickes Danke für die herrlichen Landschaftsbilder und vorallem für den sehr ausführlichen und informativen Bericht. Ist Gold wert!

Wir waren noch am Boteti bevor dieser wieder Wasser bekam und möchten sehr gerne den Park erneut besuchen und von Osten nach Westen durchqueren, jetzt wo es auch im Osten ein Gate gibt. Aber deine Schilderungen dazu waren:
Das Xirexara Gate selbst wirkt dem ersten Anschein nach wie ein normales Gate. Als ich davor stand, merkte ich den Unterschied. Es war weder besetzt noch gab es so etwas wie ein Büro. Ich war mir unsicher, ob ich hier einfach rausfahren durfte. Nach einer kurzen Weile kam eine Frau (Rangerin?) aus einem der benachbarten Gebäuden uns sagte mir, ich solle einfach fahren. Und so tat ich es auch.

Mein Ziel wäre es gewesen, die Cutline an der Parkgrenze nach Süden und dann am Pfannenrand nach Osten zu fahren. Auf der Cutline begrüßte mich recht unverhofft ein Schild, welches mit aufzeigte, dass sich östlich der Piste ein privates Konzessionsgebiet befände, durch das man nicht durchfahren dürfe. Damit hatte ich nicht gerechnet. Zumal ich trotz guter Vorbereitung dieses Durchfahrverbot nicht kannte. Ich wusste nur, dass sich dort einige hochpreisige Lodges wie Jack's Camp und San Camp befanden. Dieses Konzessionsgebiet ist im Übrigen auf keiner Karte eingezeichnet. Ich fuhr erst ein kurzes Stück auf der Cutline, von der ich die große Zebra-Herde ein bisschen besser beobachten konnte als im Park.

Die Cutline Road in Richtung S ist so viel ich weiss bereits seit Jahren nicht mehr offen, aber auf der wenig östlich davon verlaufenden Piste zum Veterinary Control Gate fuhren wir zuletzt vor fast 20 Jahren, war damals öffentlich so viel ich weiss.

Unser Plan ist in der umgekehrten Richtung also von Mopipi kommend über das Tjai Vet Control Gate Richtung Norden und den umgefallenen Chapman's Baobab zu fahren um dann nach Westen zum Xixera / Xirexara Gate abzubiegen. .

Deine Bilder der vielen Zebras die du gesehen hast und die sich überschneidende Reisezeit bestätigen mich im Vorhaben dort nordwestlich der Ntwetwe pan etwas mehr Zeit einzuplanen insofern man auch in den Makgadikgadi NP rein kommt, denn die grosse Frage ist ob man das Gate auch zur Einreise nutzen kann, oder nur zum ausreisen so wie du ...
Liebe Grüsse Leona
Reise- und Kurzberichte
Letzte Änderung: 18 Feb 2019 13:46 von La Leona.
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