THEMA: Namibia 2018 „Three lovely Ladies on Tour No 11“
01 Jan 2019 13:44 #543862
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  • AndreasG2523 am 01 Jan 2019 13:44
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Hallo Konni und Silke,

Erst mal, ein gesundes Neues!
Vielen Dank für den schönen Bericht und das gute Fazit. Ich habe Eure Reise in groben Zügen schon auf meine ToDo 2020 oder 2021 gesetzt und die eine oder andere Unterkunft muss ich auch wieder sehen. Caprivi muss ich nochmal vor dem Mega Hummeldummüberfall sehen. :S
Einerseits ist es ja gut, wenn mehr Touris ins Land kommen. Aber 600€-Flüge bringen halt auch jede Art von Gästen mit.
Trotzdem wart ihr mit der Sichtungsfee gut verbandelt. Danke für die vielen super Bilder. Ein Lieblingsbild auszusuchen ist praktisch unmöglich :woohoo:

LG
Andreas
Aktueller Reisebericht September/Oktober 2018: Wüste, Wind und der KTP
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02 Jan 2019 10:06 #543913
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  • kalachee am 02 Jan 2019 10:06
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Hey Konni

Daxiang schrieb:
Nach 5 Jahren Abstinenz habe ich mich sehr gefreut, wieder einmal „Namibias tropisches Paradies“ zu besuchen. Für mich ist Caprivi ein wahres Vogelparadies und auf das Federvieh habe ich mich riesig gefreut, zumal unserer Kameraausrüstung beim letzten Besuch noch nicht so „Birder-tauglich“ war. Allerdings war meine Erwartungshaltung wohl zu hoch gesteckt. Auch im Caprivi hat der Massentourismus mittlerweile Einzug gehalten (so viele Hummeldumms sind mir dort noch nie aufgefallen), dafür ist die Zahl der guten Guides merklich zurückgegangen. Bis auf sehr wenige Ausnahmen hatten wir dieses Jahr in Caprivi lediglich Bootsführer. Bei den „Bootsführern“ fehlte es nicht nur an Motivation, sondern auch an Kenntnis. Ich hätte mir nie vorstellen können, dass selbst Silke mal einen „Guide“ bei der Vogelbestimmung korrigiert. Leider liegt es nicht allein an der fehlenden Ausbildung der Guides, sondern auch etwas an dem Wandel im Tourismus. Vor Jahren fand man auf Safaris hauptsächlich „Gleichgesinnte“ die sich für die Flora & Fauna interessierten. Mittlerweile überwiegen teilweise die „Hummeldumms“, die innerhalb von 14 Tagen ein Land von ihrer „To-do-Liste“ abhaken und dabei natürlich auch die „Big Five“ sehen wollen. Im Idealfall sollten Elefanten und Co. innerhalb kürzester Zeit vor die Linse kommen, damit man die restliche Zeit am Pool verbringen kann. So ist es nicht verwunderlich, dass die „Bootsführer“ sich auf die Suche nach Tieren mit dem höchsten „Trinkgeld-Potential“ machen und an den restlichen Tieren achtlos vorbei fahren.

Das ist jetzt vielleicht etwas provokativ, aber ich greife das Thema nun doch auf. Wollte es zuerst bleiben lassen, um keine unnötigen Dikussionen aufkommen zu lassen, aber nach einem zweiten Mal durchlesen möchte ich jetzt trotzdem etwas dazu sagen.

Was genau ist in deinen/ euren Augen ein «Hummeldumm» und warum - zwischen den Zeilen - sprichst du dieser «Art» von Tourist das Recht ab, in der Zambezi Region zu reisen? Ich habe schon eine Vorstellung davon, welche Leute du damit meinst, ich habe das Buch auch gelesen. Irgendwie stört mich einfach etwas diese Einteilung/ Schubladisierung und die Eigendarstellung im Sinne davon, dass man als langjährige und sehr erfahrene Namibia-Reisende es mal grundsätzlich anders und besser macht, ja, sich auf eine Art über die anderen stellt. Das ist jetzt auch gar nicht unbedingt persönlich gegen euch gerichtet, mir ist das auch schon mehrfach bei anderen eher erfahrerenen, wiederkehrenden Afrika-Fahrern aufgefallen. Ich glaube, es ist leider auch ein ganz normales, menschliches Bedürfnis, sich abzugrenzen, sich über die anderen zu stellen, sich besser als «die da» zu fühlen. Ich verstehe das und ich bin da glaubs auch nicht viel besser, auch ich mache hinterrücks mal bissige Kommentare zum Verhalten/ zur Art und Weise von anderen Reisenden. Drum eher so als grundsätzliche Überlegung gefragt, nicht als Angriff gegen euch. Warum haben wir das Gefühl, mehr «Anrecht» zu haben, an bestimmten Orten zu sein als andere?

By the way: das mag durchaus vor allem an der Reisezeit liegen, aber ich hatte bei den letzten drei Reisen in dieser Region nicht annähernd den Eindruck, dass dort der Massentourismus Einzug gehalten hätte. War es während eurem Trip tatsächlich so voll?

Liebe Grüsse
Sam
«Vor meiner Afrikareise habe ich von Afrika gar nichts verstanden. Heute verstehe ich immer noch nichts. Aber es ist ein bisschen weniger davon.»
-Frédéric Zwicker

Reisebericht: #safaribrothers on Tour Vol. VI - «Wo Problem?»
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02 Jan 2019 17:57 #543970
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  • Daxiang am 02 Jan 2019 17:57
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@ AndreasG2523
Hi Andreas,

dann wünsche ich dir viel Spaß bei der Planung für 2020 / 2021. Ich werden in den nächsten Tagen noch etwas über die Unterkünfte schreiben.

@ kalachee
Das ist jetzt vielleicht etwas provokativ, aber ich greife das Thema nun doch auf. Wollte es zuerst bleiben lassen, um keine unnötigen Dikussionen aufkommen zu lassen, aber nach einem zweiten Mal durchlesen möchte ich jetzt trotzdem etwas dazu sagen.

Hi Sam,

ich bin grundsätzlich auch für kritische Kommentare offen und versuche mal einige deiner Fragen zu beantworten.
Was genau ist in deinen/ euren Augen ein «Hummeldumm» und warum - zwischen den Zeilen - sprichst du dieser «Art» von Tourist das Recht ab, in der Zambezi Region zu reisen?

Im Fazit hatte ich meine Definition von "Hummeldumms" ja schon etwas beschrieben: "Mittlerweile überwiegen teilweise die „Hummeldumms“, die innerhalb von 14 Tagen ein Land von ihrer „To-do-Liste“ abhaken und dabei natürlich auch die „Big Five“ sehen wollen. Im Idealfall sollten Elefanten und Co. innerhalb kürzester Zeit vor die Linse kommen, damit man die restliche Zeit am Pool verbringen kann. " Als Hummeldumms bezeichne ich auch Reisende, die sich keineswegs vor der Reise etwas über das Land informiert haben und zum Teil noch nicht mal wissen in welchem Park sie gerade sind. Dazu gehören auch Leute die allen ernstes die Farmerin mitten in der Wildnis fragen, wo sie denn abends mal zum Essen ausgehen und sich beschweren, dass es keine weiße Bettwäsche gibt.

Ich spreche keinem das Recht ab in diese Region oder nach Namibia überhaupt zu reisen und möchte mich keinesfalls über sie stellen. Ich finde es nur schade, dass sich die Guides / Bootsführer eher deren Wünsche anpassen und sich nur noch auf die großen Tiere beschränken. Für ein gutes Trinkgeld wird da auch mit dem Boot gerne mal der Sicherheitsabstand beim Elefant überschritten.
By the way: das mag durchaus vor allem an der Reisezeit liegen, aber ich hatte bei den letzten drei Reisen in dieser Region nicht annähernd den Eindruck, dass dort der Massentourismus Einzug gehalten hätte. War es während eurem Trip tatsächlich so voll?

An der Reisezeit dürfte es eigentlich nicht liegen, da wir immer zur gleichen Reisezeit (April oder Sept./ Okt.) vor Ort sind. Bei unseren letzten Aufenthalten ist mir z.B. im Mahango Park noch kein Reisebus entgegen gekommen. Das man sich vermehrt auf größere Gruppen einstellt, haben wir bei allen Lodges in Caprivi erlebt. Wir hatten überall schon gleich bei der Buchung auch die Bootstouren gebucht. In Kazile, Jackalberry, und Shametu wurden unsere gebuchten Aktivitäten zu Gunsten großer Reisegruppen verschoben.

LG Konni
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Daxiang schrieb:
An der Reisezeit dürfte es eigentlich nicht liegen, da wir immer zur gleichen Reisezeit (April oder Sept./ Okt.) vor Ort sind. Bei unseren letzten Aufenthalten ist mir z.B. im Mahango Park noch kein Reisebus entgegen gekommen. Das man sich vermehrt auf größere Gruppen einstellt, haben wir bei allen Lodges in Caprivi erlebt. Wir hatten überall schon gleich bei der Buchung auch die Bootstouren gebucht. In Kazile, Jackalberry, und Shametu wurden unsere gebuchten Aktivitäten zu Gunsten großer Reisegruppen verschoben.

LG Konni
Hallo Konni, ich muss mich noch einmal einmischen, denn genau diese Punkte sind es, die uns diesmal auch gestört haben:
- 2 Reisebusse mit lärmenden Touris im Mahango NP,
- in Lodges wie auf Campingplätzen mehren sie die Gruppen,
- Bootstour in Maun wie vorher schon einmal beschrieben,
- ein geplanter Game Drive konnte wegen einer Gruppe nicht stattfinden. Besonders blöd, weil wir den Typ an der Rezeption mehrmals darauf angesprochen hatten und positiv beschieden wurden.
- Dinner nicht wie beim letzten Besuch mit Bedienung, sondern Selbstbedienung aus Schüsseln, die mit Folie abgedeckt waren. Das Personal wuselte um eine Gruppe herum, die in einem Pavillon speiste.

LG freshy
Letzte Änderung: 02 Jan 2019 18:52 von freshy.
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@ freshy
- Dinner nicht wie beim letzten Besuch mit Bedienung, sondern Selbstbedienung aus Schüsseln, die mit Folie abgedeckt waren. Das Personal wuselte um eine Gruppe herum, die in einem Pavillon speiste.

Hi Freshy,
so ähnlich ging es uns auch im Roy´s Camp. Uns wurde drinnen das mieseste Essen der Tour zur Selbstbedienung hingestellt und eine Gruppe saß draußen beim Braai.

Hier noch ein kleiner Hinweis in eigener Sache

Hummeldumm war von mir nicht abwertend gemeint, sondern klingt für mich besser wie Massentourist.

Bewusst abwertend gemeint ist dagegen für mich der Begriff "geistiger Tiefflieger"., den ich für Personen anwende die keinerlei Respekt vor Menschen und Natur haben ( Tiere bedrängen, wenn ein Tier zur Jagt ansetzt hupen, am Wasserloch aus dem Auto aussteigen um bessere Fotos zu bekommen, usw.) oder bei denen einfach nur Fremdschämen angesagt ist .

LG Konni
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Letzte Änderung: 03 Jan 2019 09:01 von Daxiang.
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03 Jan 2019 09:42 #544042
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  • kalachee am 02 Jan 2019 10:06
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Hallo Konni

Alles klar - vielen Dank für deine Antwort.

Ich glaube, unsere Ansichten liegen in diesem Fall gar nicht so weit auseinander. Mir kam dieses «Hummeldumm» einfach etwas zu abschätzig rüber und das wollte ich deswegen ansprechen. Finde es toll, dass du es nicht in den falschen Hals bekommen hast und dich ganz unaufgeregt dazu äusserst.

Mit den von dir beschriebenen Entwicklungen kann ich mich natürlich genausowenig anfreunden. Die immer weit reichendere Mobilität, verbesserte Infrastruktur und damit einfachere Erreichbarkeit zieht leider auch eine etwas andere Klientel an und darunter sind dann wohl auch vermehrt Leute, die den nötigen Respekt vor der Natur nicht haben. Da sind wir uns natürlich einig.

Alles gut.

Liebe Grüsse aus Zürich in grosser Vorfreude auf die Kalahari
Sam
«Vor meiner Afrikareise habe ich von Afrika gar nichts verstanden. Heute verstehe ich immer noch nichts. Aber es ist ein bisschen weniger davon.»
-Frédéric Zwicker

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