THEMA: Die Märchen-Tour
09 Feb 2015 12:46 #372685
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30.Dezember : KTP-die Morgenrunde

Pünktlich um 6.00 Uhr stehen wir am Gate, und kurz darauf gibt es schon die erste Sichtung : direkt mitten auf der Pad liegt ein Cape Fox. Die Sonne ist noch nicht hoch, und ich sitze heute hinten, so kann ich nur durch die Frontscheibe beobachten, deshalb habe ich mir Fotos gespart.
Aber kurz darauf gibt es das erste Foti. Wir fangen an, wie wir gestern aufgehört haben--mit einer Eule. Es sind sogar zwei, aber der Zweite sitzt total verdeckt im Gewirr der Äste.



Berg- oder Fleckenuhu

Wir sind noch nicht weit gekommen, da entdecken wir den Wächter einer Erdmännchenkolonie, der schon mal-noch bevor die Sonne auf den Bau scheint- die Lage sondiert. Besonders für Stefan ist der Tag schon gelaufen, denn er hat noch nie Erdmännchen gesehen, er hat sogar behauptet, diese Tiere gäbe es gar nicht, das wäre ein Märchen.




Obwohl, so richtig zufrieden ist er nicht, denn es sind keine namibischen Erdmännchen, sondern Südafrikaner. Die zählen ja gar nicht so richtig, irgendwie. :whistle:

Dann kommt ein bisschen Business-as-usual.
Hier ein paarungswilliger Straussenhahn,




da eine paar Gnus im schönsten morgendlichen Sreiflicht,




oder eine Springbockgeiss, die offensichtlich kurz vor der Geburt ihres Kitzes steht.




Dann rennt ein Schabrackenschakal parallel zu uns entlang der Pad, er hat offensichtlich Etwas in der Nase. Zielstrebig findet er die Reste eines anderen Schakals, oder war es ein Kapfuchs ? Viel ist nicht mehr davon übrig. Da er direkt neben der Pad liegt, vermuten wir, dass er von einem Auto angefahren worden ist. Leider halten sich nicht Alle an die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit. Besonders nicht die Fahrzeuge der Nationalparkverwaltung.




Wir wechseln entlang des Nossobriviers auf die Botswanische Fahrspur, und direkt neben der Pad finden wir diese Grazie, die wie eine Sphinx daliegt, und immer wieder miauend in die Dünen ruft. Natürlich bleiben wir eine ganze Weile hier stehen, denn insgeheim erwarten wir, dass ein paar süsse Kätzchen aus der Deckung kommen. Aber ganz so wollte uns dann der KTP doch ( noch ) nicht verwöhnen.






Als die Sonne herum wandert und der Katze ins Gesicht scheint, macht sie sich auf und über die Düne davon, ohne dass wir ihren vermuteten Nachwuchs zu Gesicht bekommen.
Wir dagegen kommen nicht weit, und wir fahren praktisch mitten in eine Familie Erdmännchen, die, da die Sonne hier schon schön wärmt, auch entsprechend aktiv und wuselig sind. Rechts und links vom Auto, überall scharrt und buddelt es, man weiss gar nicht, wo man hinschauen soll.
Stefan findet das toll, obwohl--die sind ja botswanisch, und wiederum keine Namibier. :sick:




Wir fahren bis Kij-Kij, und dann die landschaftlich sehr schöne Pad über die Dünen nach Auchterlonie. Hier sehen wir die Dreier-Gang von gestern wieder, sie liegen aber relativ weit entfernt unter einem Baum im Schatten, und so fahren wir weiter, zurück ins Camp. Das Frühstück ruft, und pünktlich um 9.00 Uhr sind wir wieder zurück.



einen fliegenden Schlangenadler kann ich noch erwischen,



und auch diese inmitten eines Sandmeeres erblühten Schönheiten kann ich nicht undokumentiert lassen.

Im Camp dann wuseln eine ganze Familie Fuchsmangusten herum, auf deren Fersen ich mich hefte. Da es nun schon richtig heiss ist, liegen sie aber die meiste Zeit im Schatten.




Das machen wir dann auch, nur unterbrochen vom Besuch des Pools zum Abkühlen, oder des Shops, um ein Eis zu ziehen.

Vom abendlichen Gamedrive handelt dann das nächste Kapitelchen.

bis dahin
Matthias
Letzte Änderung: 09 Feb 2015 13:01 von fotomatte.
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09 Feb 2015 16:45 #372705
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@ Guggu: Du weisst doch--Wissen ist Macht. :unsure: B)

weiter geht´s :

30. Dezember der abendliche Game-Drive :

Unsere Truppe schmilzt angesichts der herrschenden Temperaturen immer mehr, heute wollen nur noch Stefan, Annette und ich den Park erkunden. Die Anderen ziehen den Pool vor.
Wir wollen nochmals ins Nossobtal, um vielleicht die Erdmännchen wieder zu finden.
Die erste Sichtung aber ist eine Riesentrappe unmittelbar neben dem Auto. Gut, da schauen wir jetzt auch nicht absichtlich weg.



Dann finden wir einen Weissbürzel-Singhabicht, der direkt an der Pad den Schatten eines Baumes nutzt, um Siesta zu machen.




Immer wieder erfreuen kann ich mich an den flauschigen, neugeborenen Springbockkitzen.




Jedes Siedelwebernest, welches wir in einem Abstand passieren, dass man mit dem Fernglas Einblick in den Sozialwohnungsbau nehmen kann, inspizieren wir gründlichst, aber weder heute noch morgen sollten wir eine Kapkobra finden.
Das also ist mein ganz grosser Kritikpunkt am KTP. Ich hatte hier, inspiriert durch so einige Berichte hier im Forum, eigentlich schon damit gerechnet, eine Kapkobra, eine Puffotter, oder wenigstens eine Maulwurfschlange zu sehen. Aber nix da, tote Hose an der Schlangenfront. Aber ich werde wieder kommen, und dann.... :whistle:





Nest mit ohne Kobra, dafür mit Mond

Als Nächstes finden wir unsere Cheetahdame von heute morgen wieder, sie ist immer noch solo.




Sie kommt in unsere Richtung, und läuft dann zwei Meter neben uns her. Stefan fährt auf der nicht gerade grossen botswanischen Pad rückwärts, und ich kann bequem aus dem Fenster raus ein paar Portraits anfertigen. Fast könnte ich sie mit ausgestrecktem Arm streicheln...




Da die Erdmännchen unterwegs sind, verewigen wir die Kap-Borstenhörchen, die den selben Bau bewohnen.







Wir befahren weiter die wohl nicht so oft befahrene Spur auf der Botswana-Seite und fahren auf einen irgendwie komisch aussehenden Totholzstamm zu, der direkt, nur so acht Meter, neben der Spur liegt. Der Stamm entpuppt sich als altes Löwensingle. Sein gezeichnetes Gesicht, die schwarze Mähne und der total schwarze Nasenschwamm verraten sein schon höheres Alter. Da wir das einzige Auto sind, können wir nach Belieben vor und zurück setzen, bis wir kein störendes Gras mehr vor dem Objekt der Begierde haben.










Da es Zeit wird, zurück zu fahren--das Tor wird pünktlich um 19.30 Uhr geschlossen-- reissen wir uns irgendwann los, kommen aber nicht weit. Denn zu dekorativ sitzt ein Milchuhu im Schatten eines Kameldorns und verpennt mit halbgeschlossenen Lidern den heissen Tag.




Annette wird ob der fortschreitenden Zeit schon leicht panisch und will, dass wir querfeldein auf die südafrikanische Seite wechseln, aber wir lehnen es ab, eine neue Fahrspur in den Sand zu ziehen. Und so müssen wir fast bis Kij-Kij weiter fahren, um nun wieder Richtung Tor fahren zu können.

Ein letztes Foto mit Sunset muss aber sein,




und pünklichst rauschen wir durchs Tor. Und wir sind nicht die Letzten.

Im Camp versuche ich mich noch etwas an Low-light-fotographie, und da das Käuzchen heute nicht da ist, muss halt der Mond herhalten.



Der nächste Tag verabschiedet das Jahr 2014. Dafür hat sich der KTP nochmals was ganz Besonderes für uns aufgespart.

bis dahin,
liebe Grüsse,
Matthias
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10 Feb 2015 13:22 #372817
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@ freshy : welches Gegenteil, hääh ? Steh´auf dem Schlauch, sorry. :S


Sylvester, 31.Januar 2014 : Löwen satt

Wiederum pünktlich stehen wir bereit, die Sonne sieht uns schon im Park. Ein letztes Mal fahren wir ins Nossob-Tal, denn heute steht uns noch ein längerer Transit in den Augrabies-Falls-National Park bevor.




Schon bald, vermutlich war es am Wasserloch Samevloeling, finden wir unser erstes Wild. Sie sind nicht zu übersehen, denn es stehen schon ein paar Autos hier, um der Löwin mit ihren beinahe ausgewachsenen beiden Jungen beim Saufen zuzusehen.









Na, raschelt da was interessantes ?






ein letzter Blick zurück, bevor sie in den weitläufigen Dünen verschwinden

Wenig später finden wir eine ganze Herde Springböcke und ein einzelnes Hartebeest, welche anhaltend sichern und warnen.




Die Springböcke flüchten dann lieber, während das Hartebeest auf der Düne stehen bleibt und die Lage sondiert. Aus einem anderen Auto erhalten wir die Info, dass ein Gepard auf der Jagd wäre. Wir bekommen ihn nicht zu Gesicht, er bleibt hinter der Düne.
So fahren wir weiter, wiederum auf der Botswana-Seite, und stolpern direkt in dieses Bild des Friedens. Da liegt ein komplettes Rudel Löwen direkt neben der Pad im Schatten und schläft, ein Pascha mit zwei Löwinnen mit einmal drei, schon etwas älteren Cubs, sowie einmal zwei, noch ziemlich jungen und entsprechend tollpatschigen und neugierigen Kleinstlöwen. Die sind zu niedlich. :blush:

Darf ich vorstellen : Trara, Familie Bilderbuchlöwen


der Pascha, ein Herr in seinen besten Jahren mit stylisch geföhnter Mähne, noch relativ unversehrtem Gesicht und noch einem deutlich rosa Fleck im Nasenschwamm. Aber auf jeden Fall mehr als der Hälfte schwarz, also alt genug, um nicht mehr Rudelführer zu sein ??? Sorry, Bele, aber selten habe ich so einen Bockmist gelesen. ( ich weiss, er stammt nicht von dir selbst )



Löwin 1 mit ihren drei Jungen



Löwin 2 mit zwei Kätzchen. Noch ist Kuscheln bei Mama angesagt, aber schon bald wird das den Kleinen zu langweilig.







ganz kleiner Löwe auf ganz grosser Entdeckungstour



zeigt her eure Zähne. Die Tante ist nicht soo angetan vom Besuch des kleinen Neffen, und entsprechend bleckt sie ihn an. Wenn man das Gebiss so sieht, könnte man ja direkt auf die Idee kommen, Löwen wären Karnivoren--aber weit gefehlt.



ein Bild von einem Kalahari-Löwen



Löwen fressen Gras. Hier ist der Beweis, denn genüsslich frisst die Löwin Samenstand um Samenstand. Wahrscheinlich haben die Löwen, wenn sie so da liegen mir ihren kugelrunden Bäuchen, auch einen Wiederkäuermagen. Auch wird das Wiederkäuen der Grund dafür sein, dass Löwen so lange tagsüber schlafen. Also, nur sie selbst schlafen, nicht aber ihre Mägen. Oder so. :woohoo:

Nachdem die Sonne höher steigt, platzieren sich die Löwen etwas um und ziehen sich mehr in den Schatten zurück.
Auch uns wird es langsam zu warm, und wir machen uns auf den Weg zurück nach Twee Rivieren, denn wir müssen ja bis um 10.00 Uhr die Chalets geräumt haben.

Zuvor pausieren wir aber noch am Wasserloch Leeuwdril, denn zum Einen badet ein Straussenhahn mächtig staubaufwirbelnd im Sand,




zum Anderen werden wir Zeuge, wie ein kleines Gnu geboren wird und seine ersten Schritte in dieser fremden Welt unternimmt.



Herzlich Willkommen, kleines Gnu




Mit diesem Bild verabschieden wir uns aus dem KTP. Die nur zweieinhalb Tage, die wir im Park waren, haben uns so reich beschenkt mit für uns einmaligen Sichtungen. Für uns hat der Park alle Wünsche übererfüllt, und auch landschaftlich ist es sehr schön hier. Deutlich abwechslungsreicher als zum Beispiel die Etosha-Pan.

Nachdem wir also die Zimmer geräumt haben, frühstücken wir in aller Ruhe noch auf der Terrasse und verlassen dann den Park in südlicher Richtung.

Doch davon gibt es im nächsten Kapitel zu lesen.
Bis dahin,
fotomatte
Letzte Änderung: 10 Feb 2015 14:08 von fotomatte.
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11 Feb 2015 18:40 #373063
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nach wie vor : Sylvester 2014

Wir fahren über Gemsbok durch zum Teil stinklangweilige Karoo-Landschaft bis nach Upington, wo wir erst mal tanken. Dann steuern wir einen örtlichen Reifen-Dealer an, denn wir hätten schon gerne wieder zwei Ersatzräder. Da wir ein gutes Angebot erhalten, lassen wir sowohl den zerfetzten wie auch den anderen, schon ziemlich abgefahrenen Reservereifen ersetzen. Mit deutlich besserem Gefühl geht es zurück auf die Teerpad.
Erstmals sehen wir den Oranje River, und durch endlos scheinende Weinbauflächen geht es über Keimoes und Kakamas zum Augrabies Falls NP. Wir suchen uns ein Plätzchen mit Schatten und bauen die Zelte auf. Hier ist es brüllheiss, und erst mal besuchen wir den Pool, um uns abzukühlen.
Dann startet Thomas das Braaifeuer, denn schliesslich wollen wir den letzten Tag des Jahres nicht hungrig verabschieden. Neben lekker Schweinebauch gibt es gegrillte Lammkoteletts, dazu Squashies und Kartoffeln. Nach dem Essen köpfen wir noch eine Flasche Sekt, und deutlich vor 23.00 Uhr verschwinden wir im Zelt, um ins neue Jahr zu schlafen.






diesen Bibron´s Tubercled Gecko finde ich in der Männerdusche

Neujahr 01.Januar 2015 :

Nach angenehmer Nacht - auch die Südafrikaner, die den Platz mit uns teilen, halten offensichtlich nichts von Feuerwerk und lautem Gefeiere - breche ich mit Stefan auf in den ersten Morgen des neuen Jahres, um die Fälle zu fotografieren.



Schlucht des Oranje Rivers






Augrabies Falls



auf den Felsen sitzen zahlreich Dassies rum und geniessen die Morgensonne



weibliche sowie



männliche, schrill bunte Augrabies Flat Lizards huschen über die Felsen und tanken Sonne



es gibt auch viele Bergstare-Pale-winged Starlings hier. Einige der Vögel sind mit farbigen Ringen markiert.



die noch schräg stehende Sonne erzeugt einen kleinen Regenbogen in der Gischt der Fälle



nur ein Dassie



Rotstirnbartvogel-Acacia Pied Barbet



Kardinalspecht-Cardinal Woodpecker



perfekt getarnte Agame

Nach einem sehr gemütlichen und ausgedehnten Frühstück brechen wir auf, um etwas vom Hinterland des NP zu sehen. Die ganze Runde wäre über achtzig KM lang, das ist uns zuviel. Aber ein paar Eindrücke gewinnen wir doch, und ein paar Tiere sind auch zu finden. Neben einem Klippspringer und einem Felsenadler lassen sich ein paar Giraffen fotografieren.









auch finden wir einige Zeugnisse früherer Besiedlung

Dann geht es zurück ins Camp. Hier bläst ein gigantischer Fönwind, und so statten wir dem Pool wieder einen Besuch ab.
Gegen Abend laufe ich mit Biene den schönen und abwechslungsreichen Trail zum "Arrowhead" ( oder so ähnlich), jedenfalls fliesst hier das Wasser, welches zuvor über die Twin Falls stürzt, in den Oranje.



Twin Falls


Schlucht beim Arrowhead



hier fliegt mein erster Zwergadler-Booted Eagle, zusammen mit vielen Alpenseglern und einigen Turmfalken



das schöne Abendlicht verleitet zu einem "Selfie"

Nach Einbruch der Dunkelheit machen Stefan und ich noch ein paar Langzeitbilder von den angestrahlten Falls.






So lassen wir den ersten Tag des Jahres gemütlich bei ein paar GinTonic ausklingen.

Der morgige Tag sieht uns wieder auf Pad, wir fahren zurück nach Namibia, um ein besonderes Abenteuer zu erleben.

liebe Grüsse,
fotomatte
Letzte Änderung: 11 Feb 2015 19:13 von fotomatte.
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Hallo Clax-Claudia, ich hatte dich schon fast a bissle vermisst... B)


02.Januar 2015 :

Nach einem nochmaligen Besuch bei den Falls packen wir zusammen, denn wir haben heute wieder eine längere Strecke zu fahren. Es geht ein kurzes Stück zurück bis Alheit, und dann nehmen wir die N 14 in westlicher Richtung unter die Räder. Entlang der Strasse sitzen viele Zwergfalken auf den Leitungsmasten.
Über Pofadder, hier tanken wir und ziehen Kaltgetränke, alleine schon wegen dem verheissungsvollen Namen, und Springbok geht die Fahrt.







Hier wird es langsam etwas bergiger, und nun Richtung Nordwest haltend geht es weiter bis zum Grenzübergang Vioolsdrif / Noordoewer.
Während die Abfertigung auf südafrikanischer Seite kompetent, schnell und freundlich vonstatten geht, ist die Einreise nach Namibia so ziemlich das Gegenteil dessen. Mürrische Beamte, die ob des Andrangs auch ziemlich überfordert scheinen, verrichten hier ihren "Dienst". Naja, ich glaube nicht, dass sich die Damen und Herren wirklich als Dienstleister verstehen, aber irgendwann sind wir dann doch durch, und wir biegen gleich nach der Grenze ab auf die C 13. Nach weiteren zehn Kilometern haben wir unser Ziel, das Camp von Felix Unite River Adventures, erreicht.




Hier sortieren wir dann unseren Krempel für die nächsten dreieinhalb Tage aus, denn solange werden wir ab morgen in Kanus auf dem Oranje Rivier unterwegs sein. Alles, was nicht gebraucht wird, oder was mir zu kostbar erscheint-wie etwa meine Lumix FZ 200- kommt hier im Camp in Verwahrung, der Rest wird in grosse Eimer verpackt.

Um 17.00 Uhr stellen sich unsere Guides vor, sie bereiten dann auch das sehr üppige Abendessen zu, und geben uns eine Einweisung in die bevorstehenden Tage, besonders natürlich, wie wir uns in den diversen Rapids zu verhalten haben, welche wir im Laufe des Trips zu durchfahren haben. Da werden dann manche Teilnehmer schon etwas ruhiger. :sick:



Übersichtskarte. Vom Main Camp fahren wir bis nach Aussenkehr, immer entlang der nordöstlichen Grenze des Richtersveld NP.



Satelittenaufnahme mit den benamsten Rapids

Und mit der letzten Aufnahme, die ich mit der "grossen" Kamera gemacht habe, bevor sie unter Verschluss kam, stimme ich auf den kommenden Tag ein.



Sonnenaufgang über dem Oranje

Die nächsten Bilder sind dann mit der kleinen Hosentaschenknipse entstanden. Die gibt´s dann morgen,

bis dahin.

fotomatte
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03.Januar :

Die Gruppe besteht nicht nur aus uns vier Deutschländern und den Namib-Farmern, sondern es sind noch zwei weitere Familien aus Windhoek sowie einige Südafrikaner mit von der Partie.
So sind wir insgesamt inklusive der sechs Guides, die jeweils solo in einem Boot sitzen, über zwanzig Kanus.



endlich unterwegs

Meine anfänglichen Bedenken, ob das wohl gut gehen und gesittet ablaufen kann, angesichts einer doch nicht gerade exklusiv kleinen Gruppe, erweisen sich aber als weitgehend unbegründet, denn sobald die Truppe endlich auf dem Wasser ist, zieht sich die Meute schnell auseinander. Man kann also, wenn man sich nicht gerade einbildet, beim ambitionierten Spitzenteam mitfahren zu wollen, durchaus in seinem eigenen Tempo dahin gleiten, seinen Gedanken nachhängen und diese grandiose Wüstenlandschaft, die wir ja durchfahren, auf sich wirken lassen.



Mittagspause



über lange Strecken wirkt der Oranje wie ein ruhiger, lang gezogener See



Badepause



wie krass ist das denn? Man paddelt durch die Wüste



Guide Zach zeigt, wie´s geht. Völlig tiefenentspannt nimmt er die ersten, leichteren Schnellen



noch´n Guide

Wir erreichen eine lang gezogene Sandbank, und legen an. Hier werden wir die erste Nacht zubringen. Einige der Südafrikaner haben sich ein Zelt mitgenommen, wir verzichten darauf und legen uns einfach mit dem Schlafsack auf die Isomatte, mit direktem Blick in den unglaublichen und durch keinerlei Kunstlicht verfälschten Sternenhimmel ( wenn da nicht dieser monsterhelle Fastvollmond wäre ).



erstes Nachtlager










Da sich die Guides um Alles kümmern, sei es die Zubereitung eines Drei-Gänge-Menüs, sei es das Aufstellen grosser Sonnensegel oder das Installieren eines Outdoorklos, bleibt jede Menge Zeit, um im Fluss schwimmen zu gehen--dankenswerterweise gibt es im Oranje ja weder Krokodile noch Flusspferde-- oder zu fotografieren, oder einfach nur da zu sitzen und ein kaltes Getränk zu sich zu nehmen.
Jedenfalls ein ziemlich relaxter Start in das Neue Jahr.

fotomatte
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