THEMA: 2018 - Rund um Spitzbergen mit der MS Bremen
04 Sep 2020 22:30 #594296
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  • Gabi-Muc am 04 Sep 2020 22:30
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Hallo,

nachdem der Sommerurlaub vorbei ist, hoffe ich auf wenig Zeit zum Reisebericht schreiben. 2018 durften wir eine wundervolle und einmalige Reise erleben - mit der MS Bremen rund um Spitzbergen. Es handelte sich dabei um eine "junge Entdecker Reise", die ein spezielles Angebot für Teenager angeboten hat. An Bord waren knapp 200 Passiagiere, davon ca. 15 Kids, der jüngste 6 Jahre, die ältestesten 18. Unsere beiden haben wir kaum auf der Reise gesehen, meist nur abends beim Essen. Betreut wurden die Kids von einem Lektor. Lukas, selbst erst gut 20 Jahre alt, studierte Biologie und hielt die Schar auf Trab. Meistens waren die Eltern vor den Kindern im Bett. :P

Und so sah unsere Reise aus:

31.07. Flug von München nach Hannover und Übernachtung im Flughafenhotel
01.08. Flug von Hannover nach Longyearbyen, Stadtrundfahrt und Einschiffung
02.08. - 09.08. Wir kreuzen rund um Spitzbergen
10.08. Seetag
11.08. Ankunft in Tromsö, Weiterfahrt zu einem Ferienhaus in der Nähe von Tromsö
11.08.-15.08. Wandern und Ribboot fahren in Norwegen
16.08. Rückflug

Und hier schon mal ein paar Bilder:




















LG

Gabi
Anhang:
04.2016: Gardenroute von Kapstadt zum Addo Elephant Park
08.2017: Okambara, Bagatelle, KTP, Gessert/Keetmanshop, Canyon Lodge/Fish River, Eagle's Nest/Aus, Koiimasis, Sossusvlei, Meike/Swakopmund, Mount Etjo
06.2018: Voigtland, Meike/Swakopmund, Omandumba, Camp Kipwe, Vreugde/Etosha, Mushara, Frans Indongo, Okonjima
04.2019: Voigtland, KTP, Alte Kalköfen Lodge, Kanaan, Tok Tokkie Trail, Le Mirage Resort & Spa, Windhuk
06.2021: Caprivi: Elegant Farmstead, Gabus, Mobola, Namushasha, Shemetu, Hakusembe, Kambaku, Okonjima
Letzte Änderung: 04 Sep 2020 22:31 von Gabi-Muc.
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05 Sep 2020 07:56 #594302
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Hallo Gabi,

freut mich sehr, dass auch du in die Erinnerungskiste greifst um mir / uns den Alltag zu verschönern.
Und virtuell reise ich noch lieber in die Kälte als echt... Bin gespannt!
Viele Grüße, Nette
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06 Sep 2020 09:13 #594314
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Hallo Gabi,
wir hatten uns ja schon über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen eurer Spitzbergen- und unserer Antarktis-Tour ausgetauscht.
Ich fahre gerne virtuell mit :) .
LG Stefan

Die Reise unseres Lebens: Antarktis 2018/19
Unsere Reiseberichte
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06 Sep 2020 22:56 #594339
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Hallo Gabi,

da fahre ich aber sehr, sehr gerne mit, denn die doch eher kältere Region dieser Erde haben wir dieses Jahr auch schätzen und lieben gelernt. Ich bin sehr gespannt, was ihr erlebt habt.

Herzliche Grüße
Beate
Reiseberichte:
Aktuell: Patagonien 2020: Zwischen Anden, Pampa und Eis: namibia-forum.ch/for...n-pampa-und-eis.html

Das schönste Ende der Welt-Südafrika März 2017 namibia-forum.ch/for...rika-maerz-2017.html
Südafrika 2018-Ohne Braai gibt es keine Katzen namibia-forum.ch/for...es-keine-katzen.html
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07 Sep 2020 21:35 #594415
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Hallo,

schön, dass Ihr dabei seit. Vielleicht finden sich ja während der Tour noch ein paar Mitfahrer.


31.07.2018
Da der Zubringerflug nach Longyearbyen in den frühen Morgenstunden ab Hannover startet, reisen wir auf eigene Faust bereits am Vorabend per Flieger von München nach Hannover an. Wir übernachten im Flughafenhotel, genehmigen uns noch ein nettes Abendessen und fallen dann voller Vorfreude in's Bett. Bilder gibt's von diesem unspektulären Tag leider keine. B)


01.08.2018
Wir starten sehr früh mit einem Frühstück im Maritim Hotel. Das Abenteuer Arktis beginnt. Der Flug ist ein reiner Charter-Flug von Hapag-Lloyd, sodass bei knapp 200 Passagieren das Flugzeug nur zu 2/3 besetzt ist. So haben wir zu Zweit eine Dreierreihe und können es uns bequem machen.





Nach dreieinhalb Stunden Flug reißt die Wolkendecke wie bestellt auf und wir können das atemberaubende Panorama Spitzbergens bestauen.












Wir landen um 13.20 Uhr in Longyearbyen. Ähnlich wie in Nambia gehen wir zu Fuß über das Rollfeld.




Im Flughafengebäude wartet schon der erste Eisbär auf uns.




Nachdem wir das Flughafengelände verlassen, warten dort schon die Shuttlebusse auf uns die uns zum Schiff bringen sollen. Da die MS Bremen gerade erst angelegt hat und die abreisenden Gäste erst vor kurzem das Schiff verlassen haben, erhalten wir noch eine Stadtrundfahrt in Longyearbyen. Eigentlich eine ganz intelligente Idee, so kann das Reinigungspersonal ohne Gäste die Kabinen frisch herrichten.

Das erste lustige Schild erreicht uns bald:



Es gibt die Stadtgrenze von Longyearbyen an. Wenn man diese Grenze verlässt, könnte man auf Eisbären treffen.

Mit unseren Bussen gelangen wir in das Zentrum der größten Siedlung von Spitzbergen, wobei 2000 Einwohner dann doch noch eine überschaubare Zahl ist. Die Sonne blitzt hervor und nachdem auf den Straßen nicht viel los ist, hält der Bus zwischendrin an und wir dürfen Foto's machen.




Ein paar Tiere gibt es auch zu bestaunen:




Nach einer kleinen Orientierungsfahrt gelangen wir zum Barents Camp, in dem wir Schlittenhunde bestauen und streicheln können. Die beiden Führerinnen sind zur Sicherheit vor Eisbären bewaffnet.












Es gibt dann auch noch eine Kleinigkeit in der netten Hütte zu essen:



Insgesamt haben wir 11 Grad, für August zwar kalt, aber für die Gegend richtig angenehm.

Gegen 17.00 Uhr sind wir dann endlich an der Bremen und können unser schwimmendes Zuhause für die nächsten zehn Tage bestauen.



Wir haben die Kabine 411 eine der beiden 4er Kabinen auf der MS Bremen. Dadurch haben wir den Vorteil, dass unser jüngster Sohn kostenfrei mitfährt (bis auf den Flug) und der Ältere auch nur eine Pauschale kostet. Bei zwei 2er Kabinen wäre die Reise um ein vielfaches teuerer geworden.

Im Anschluß daran findet natürlich die Seenotrettungsübung statt.




Im Anschluß an die Seenotrettungsübung wird noch das Lektorenteam vorgestellt:


Das Lektorenteam besteht aus eine Lektor für Meeresbiologie, einem Lektor für Biologie, aus einer Lektorin für Polargeschichte, aus dem Expeditionsleiter sowie aus Lukas dem Betreuer für die jungen Entdecker/innen. Insgesamt waren die Lektoren auf 50 Arktisreisen dabei und sie hatten immer eine passende Antwort auf unsere Fragen.

Das ganze wird immer von der Kreuzfahrtdirektorin präsentiert:



Beim Ablegen haben wir super schönes Wetter und können noch ein paar Aufnahmen machen. Die Sonne geht in Spitzbergen kaum unter (zumindest nicht zu der Zeit wo wir wach waren) und man durfte immer auf die Freiflächen. Auch die Brücke war zu den meisten Zeiten frei zugänglich.







Im wunderschönen Abendlicht fahren wir an der ehemaligen Bergbausiedlich Pyramiden vorbei, die seit 1998 eine Geisterstadt ist.





Gegen Mitternacht erreichen wir schließlich unseren Ankerplatz für die Nacht in der Skansenbucht.
Anhang:
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08.2017: Okambara, Bagatelle, KTP, Gessert/Keetmanshop, Canyon Lodge/Fish River, Eagle's Nest/Aus, Koiimasis, Sossusvlei, Meike/Swakopmund, Mount Etjo
06.2018: Voigtland, Meike/Swakopmund, Omandumba, Camp Kipwe, Vreugde/Etosha, Mushara, Frans Indongo, Okonjima
04.2019: Voigtland, KTP, Alte Kalköfen Lodge, Kanaan, Tok Tokkie Trail, Le Mirage Resort & Spa, Windhuk
06.2021: Caprivi: Elegant Farmstead, Gabus, Mobola, Namushasha, Shemetu, Hakusembe, Kambaku, Okonjima
Letzte Änderung: 07 Sep 2020 22:13 von Gabi-Muc.
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08 Sep 2020 22:04 #594490
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02.08.2018

Um 7 Uhr wird der Anker gehievt und wir fahren in den östlichsten Teil des Isfjordes, in den kleinen Tempelfjord. Die Steilwände bilden ein beeindruckendes Panorama und am Ende belohnt uns der Blick auf die Gletscherkante des Tunabreen. Es knackt immer wieder und es brechen größere Stücke ab. Ein tolles Schauspiel. Wir sehen Eissturmvögel und Dreizehenmöwen.

Die Sichtung findet direkt vom Schiff aus statt. Dafür wird der vordere Bereich des Schiffes geöffnet, sodass wir dem Schauspiel näher sind. Die Leute verteilen sich gut auf dem Schiff und jeder bekommt einen Platz.

















Danach werden wird von unserem Expeditionsleiter mit den Verhaltesregeln der Arktis bekannt gemacht. Ein Privileg, diesen einzigartigen Lebensraum besuchen zu dürfen geht einher mit der Verpflichtung, alles zu seinem Schutz beizutragen. Im Anschluß erhalten wir noch Gummistiefel und signalrote Parkas.

Ebenso werden wir über die Gefahr der Eisbären aufgeklärt. Bei der Reise davor wurde ein Eisbärwächter von einem Eisbären angegriffen. Daher war man jetzt besonders vorsichtig. Bei unserer Reise sind 3 Eisbärwächter dabei. Diese gehen mit den Lektoren immer zuerst an Land. Sie schauen, ob ein Eisbär in der Nähe ist und verteilen sich dann im Dreieck, welches aber großzügig gesteckt ist. Wie groß ist immer ein wenig abhängig von der Anlandefläche, ob man diese gut überschauen kann oder nicht.

Das Mittagessen gibt es immer in der Lounge. Das ist der etwas zwanglosere Raum, wo man sich auch zum Kaffee oder auf einen Ratsch trifft. Ansonsten gibt es noch das Restaurant (das ist nur abends geöffnet mit weißen Tischdecken etc.) sowie den Vortragssaal. Diesen wird in der Regel von der Jugend genutzt, außer es finden Vorträge statt. Im Vortragssaal sind die Stühle ähnlich wie in einem Hörsaal angeordnet.

Das Mittagessen ist jeden Tag ein Traum:



Nach dem Mittagessen nähern wir uns unserem nachmittäglichen Ziel, dem Alkhornet. Dieser Berg ähnelt einem Horn und beherbergt mehrere Tausend Dickschnabellummen, Dreizehenmöwen und Eissturmvögel. Die Passagiere werden in 4 Gruppen aufgeteilt (rot, blau, grün, gelb) und jeden Tag gibt es eine andere Reihenfolge wer zuerst und wer zuletzt anlandet. In der Regel ist es so, dass alle Gruppen gleichzeitig an Land dürfen nur halt in der entsprechenden Reihenfolge. Die Rückkehr kann jeder selbst entscheiden, in der Regel sind wir immer im einen der letzten Boote.

Diesmal werden wir als 3. Gruppe aufgerufen. Das ist sehr schade, denn die ersten Gruppen haben noch das Glück ein Rentier zu sehen.


(Foto vom Bordfotografen)

Das Svalbard-Rentier ist von sehr viel gedrungener Gestalt als andere Rentiere. Mit maximal 90 kg Gewicht und 1,60 M Länge ist es fast schon klein, was auf isolierten Inseln häufiger vorkommt. Es leben ca. 10.000 Rentiere auf Spitzbergen.

Zuerst steht unsere erste Zodiak-Fahrt bevor:



Von Land aus hat man eine schöne Sicht auf die Bremen:



Die Blumen blühen und überall bewegen sich die roten Gestalten:





Wenn ein Lektor etwas interessantes erzählt, wird es besonders rot in der Gegend:





Gemeinsam mit dem Eisbärwächter prüfen meine 3 Herren die Gegend:



Mit dem Segelschiff möchte ich nicht unterwegs sein:




Das Alkornet:





Nach diesem Spaziergang (in der Regel sind die Anlandungen so 2 - 3 Stunden) geht es zurück an Bord, wo uns das leckere Abendessen erwartet. Die BREMEN nimmt Kurs auf Poolepynten auf Prins-Karls-Forland. Die Gewässer sind an dieser Stelle flach und das sind genau die Bedingungen, die Walrosse schätzen und ihnen gilt unser Interesse. Leider nieselt es und die Sicht ist schlecht, aber trotzdem geht es noch in die Zodiac zu den Walrossen. Es gibt kein schlechtes Wetter sondern nur schlechte Kleidung.

Es sind ca. 10 Tiere die übereinander und nebeneinander liegen. Das Walross steht auf Spitzbergen seit 1952 unter Schutz. Davor war es möglich, das Walross vor allem wegen der Stoßzähne, zu jagen. Die Population in Spitzbergen wird auf 2.500 Tiere geschätzt. Die Kolosse sind ca 1500 kg schwer.










Um kurz vor Mitternacht liegen wir dann endlich im Bett. Dunkel ist es allerdings nicht.
04.2016: Gardenroute von Kapstadt zum Addo Elephant Park
08.2017: Okambara, Bagatelle, KTP, Gessert/Keetmanshop, Canyon Lodge/Fish River, Eagle's Nest/Aus, Koiimasis, Sossusvlei, Meike/Swakopmund, Mount Etjo
06.2018: Voigtland, Meike/Swakopmund, Omandumba, Camp Kipwe, Vreugde/Etosha, Mushara, Frans Indongo, Okonjima
04.2019: Voigtland, KTP, Alte Kalköfen Lodge, Kanaan, Tok Tokkie Trail, Le Mirage Resort & Spa, Windhuk
06.2021: Caprivi: Elegant Farmstead, Gabus, Mobola, Namushasha, Shemetu, Hakusembe, Kambaku, Okonjima
Letzte Änderung: 08 Sep 2020 22:44 von Gabi-Muc.
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