THEMA: Reisebericht 4 Wochen Südafrika NO und Tuli Block
05 Jun 2010 20:54 #142013
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  • dino am 05 Jun 2010 20:54
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Super, dass Du Deine Erfahrungen mit uns teilst. Ich kann es kaum erwarten, was über den Tuli Block zu lesen!
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06 Jun 2010 08:29 #142049
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  • casimodo am 06 Jun 2010 08:29
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Hallo Dino,

ich versuche mich zu beeilen. Im Tuli Block waren wir erst ganz am Ende.

Ausserdem versuche ich gerade, meinem Bericht einige Bilder hinzuzufügen.

Viele Grüße
Carsten
Letzte Änderung: 06 Jun 2010 08:31 von casimodo.
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12 Jun 2010 10:37 #142690
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Fortsetzung Teil 3

Von Antbear nach St. Lucia

Andrew hat uns für die Weiterfahrt nach St. Lucia eine Nebenstrecke empfohlen, die uns sympathischer als die N3/N2 über Durban erscheint. Nach dem Frühstück starten wir also in unseren längsten Fahrtag. Die R622 führt uns durch ein grünes Tal und dünn besiedeltes Farmland über Greytown nach Kranskop. Dort biegen wir links ab auf eine kleine Nebenstrecke in Richtung Ntunjambili, Entumega und Eshowe. Hier gibt es keine Weißen, die Straße ist nicht mehr geteert und an einem langen Paß geht es stets steil nach unten durch eine riesige Baustelle. Ohne Navi wären wir wahrscheinlich wieder umgekehrt auf die Hauptstrecke, denn die Straßenführung ist teilweise sehr unübersichtlich. Währen der Fahrt den Pass hinunter werden wir durch herrliche Ausblicke ins Tal des Tugela River belohnt. Die Gegend hier ist dichter besiedelt und die Fahrt sehr abwechslungsreich. Immer wieder begegnen uns viele interessante Menschen.



Dann erreichen wir die gut ausgebaute N2 und fahren auf der gut ausgebauten Srecke nach St. Lucia weiter. Der Ort wirkt auf den ersten Blick sehr touristisch, es gibt einige Restaurants und Shops. Ganz am anderen Ende liegt unser B&B, die Kingfisher Lodge. Sie liegt in einem schönen tropischen Garten. Beim Aussteigen werden wir von der schwülen Hitze überrascht, ein riesen Kontrast nach der kühlen Bergluft. Neben einer netten Angestellten werden wir von einer kreischenden Rasselbande Velvet Monkeys empfangen. Unser Zimmer ist ganz OK. Von der Fahrt doch etwas geschafft, geniessen wir den Sonnenuntergang hinter der Lagune auf zwei Deckchairs am Pool. Im Infoordner der Lodge lesen wir, daß immer wieder ein Leopard zu Besuch kommt. Leider hat er letztens den Staffordshire Terrier der Besitzer gekillt und aufgefressen. Nachts kommt regelmaessig ein Hippo zum Trinken an den Pool und auch an der Hauptstraße sollen wir im Dunkeln vorsichtig wegen der Nilpferde sein.





Beim Abendessen im Ocean Basket müssen wir absolut an unsere Grenzen gehen. Die Fischplatte ist der Hammer, der Service nett. Zufrieden gehen wir ins Bett.



Am nächsten Tag geht’s los durch den Isimangaliso Wetland Park nach Cape Vidal. Hier ist alles grün und leicht hügelig. Neben einigen Warthogs, Impalas, Zebras, Gnus und Kudus, sehen wir an der Lagune zwei faule Büffel und einige große Krokos. In Cape Vidal machen wir einen langen Strandspaziergang, hier ist es wirklich sehr schön und an diesem Tag auch nicht zu überlaufen.



Auf der Rückfahrt haben wir dann doch noch Glück und können längere Zeit zwei imposante Breitmaulnashörner in ca. 10 Meter Entfernung direkt neben der Straße beobachten.



Zufrieden geht’s zurück nach St. Lucia zur Nachmittags-Boatcruise. Das Boot ist angenehm leer, die Fahrt über die Lagune an grunzenden Nilpferden, Reihern und African Fisheagles vorbei ist entspannend.
Das Abendessen im Brazzos ist lecker, es gibt gutes T-Bone-Steak.

Am zweiten Tag machen wir eine kleine Wanderung durch den Urwald direkt neben der Lodge und nach ausgiebigem Shopping und einem weiteren schönen Strandspaziergang gibt es wieder saftige Espetadas im Brazzos. Da wir ab dem zweiten Tag die einzigen Gäste in der Lodge sind, lassen wir es in unserem privaten Garten zwischendurch langsam angehen.

Kingfisher Lodge

Unser Zimmer im langgezogenen Anbau des Haupthauses ist praktisch eingerichtet, uns aber etwas dunkel und recht eng. Es gibt einen großen Kühlschrank und auf dem flachen Blechdach toben hin und wieder die Affen. Der tropische Garten, das geschmackvoll eingerichtete Haupthaus und der Pool sind wunderschön. Das Frühstück im Garten war schmackhaft und reichhaltig. Der Service war uns etwas zu unpersönlich, die Eigentümerin war allerdings bei unserem Besuch krank.
Letzte Änderung: 27 Jul 2013 16:45 von casimodo.
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Folgende Benutzer bedankten sich: Ragnarson
12 Jun 2010 10:55 #142691
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  • ANNICK am 12 Jun 2010 10:55
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Hallo Carsten,

Die Kingfisher Lodge habe ich genau so empfunden wie Du. B)

Unser Zimmer war mir auch zu dunkel und ein bisschen eng. Philippe gab uns sehr praktische Infos und dies mit französischem Charme. Seine Frau Michèle hingegen, benahm sich wie ein Drachen..... :woohoo:

Wir hatten das Vergnügen einem Hippo zu begegnen. Es überquerte die Strasse als wir zur Lodge zurückkehrten! :silly:

Es grüsst
Annick
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12 Jun 2010 11:15 #142692
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  • engelstrompete am 12 Jun 2010 11:15
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Hi Carsten,
ich bin sehr gespannt auf den krügerpark.
Lieben Gruß
Cécile :)
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway
Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia"
namibia-forum.ch/for...hrer-in-namibia.html
Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung....
www.namibia-forum.ch...eiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html[/size]
2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana.
2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik.
2012 Namibia und KTP
2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP
2014 Kapstadt und Kruger NP
2015 Kruger National Park
2016 kruger National Park
2017 Kruger National Park
[/url]
2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
Letzte Änderung: 12 Jun 2010 11:15 von engelstrompete.
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13 Jun 2010 09:53 #142751
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Fortsetzung Teil 4

Von St. Lucia nach Hluhluwe Umfolozi

Wir haben nach dem Einkaufen nur ca. 40 KM Strecke bis zum Entrance Gate vor uns. Da das gebuchte Mpila Camp im Umfolozi Teil des Parks ist, wollen wir gleich am Anfang eine Fahrt in die entgegengesetzte Richtung des Hilltop Camps im Hluhluwe Teil unternehmen. Auf einem Loop beobachten wir Giraffen bei der Paarung, das sieht sehr kurios aus.



Neben etliche Antilopen , Baboons, Zebras, Büffel und Elefanten entdecken wir an einem Wasserloch ein schlafendes Breitmaulnashorn.



Recht zufrieden gibt es dann Mittagessen im Hilltop Camp. Der Ausblick von der Terrasse ist sehr schön, das Camp macht einen sehr aufgeräumten und auf große Anzahl von Besuchern ausgelegten Eindruck.

Die Fahrt zum Mpila Camp durch den landschaftlich reizvollen Park zieht sich dann doch ganz schön. Ganz gespannt wird eingecheckt, wir haben so viel gutes über die Safari Tents gehört. An der Rezeption hängen Warnbilder. Der Grill darf niemals alleine gelassen werden, da die Hyänen das Grillgut direkt vom Rost fressen. Unser Zelt liegt inmitten von Gebüsch auf einem großen Holzpodest. Der getrennte Küchenteil befindet sich links, das Unterkunftszelt rechts, dazwischen ist der Zugang und Tisch und Bänke. Die Nachbarn sind doch sehr nahe, irgendwie hatten wir uns das noch uriger vorgestellt.



Nach dem Auspacken geht es in den südlich vom Camp gelegenen Teil des Parks. In waldigem Gebiet steht plötzlich ein Wild Dog vor uns und dann noch einer. Und dann noch einer! Was für ein Glück!



Die Strecke ist landschaftlich wieder sehr schön, an einigen Aussichtspunkten zum Fluß sehen wir Büffelherden und immer wieder Nashörner. An zwei Tagen im Park haben wir über 40 Rhinos gesichtet.

Das spannende Braii am Abend verläuft zuerst ungestört. Fast schon enttäuscht laufen wir gerade vom Grill zur Podesttreppe, als völlig geräuschlos und im Höllentempo mehrere Tiere direkt auf uns zugerannt kommen... Zu Tode erschrocken identifizieren wir sie als Bushpig-Rotte, ähnlich unserer Wildschweine. Der Keiler steht grunzend und drohend direkt vor mir, die Bache und der halbwüchsige Nachwuchs stürmen die Feuerstelle. Hollahossa, auf dem Podest sind wir glücklicherweise sicher.



Am zweiten Tag verbringen wir ca. 1 ½ Stunden ganz alleine im Ubhejane-Hide. Nyalas, Warthogfamilien, Zebraherden, Gnuherden; Impalas und viele Vögel kommen zum Trinken. Das erinnert fast etwas an Okaukuejo im kleineren Rahmen.



Am späten Nachmitag wird meine Frau dann im oben offenen Küchentrakt von einem Velvet Monkey bestohlen. Aus dem Nichts sitzt er plötzlich direkt neben ihr auf der Küchenarbeitsplatte. Der laute Aufschrei ist ihm egal, er stiehlt unsere Knoblauchzwiebel. Hoffentlich stinkt er noch Heute, der elende Dieb ;-))

Der organisierte Nachtdrive des Camps auf einem offenen LKW ist dann leider enttäuschend. Es geht nur entlang der Hauptstraße, leuchten müssen wir selbst. Einzige Highlights sind ein Löwenrudel und einige Hyänen.

Mpila Camp

Das Camp ist auf Selbstversorger ausgelegt, es gibt kein Restaurant. Wir haben in einem der Safari Tents gewohnt, es gibt auch kleine Häuser, die bei unserem Besuch gerade renoviert wurden. Die meisten dieser Häuser hatten einen schönen Fernblick. Die Tents hingegen liegen mitten im Busch.
Wir haben sie als sehr urig empfunden. Das Badezimmer ist offen und komfortabel, die Betten waren bequem, die Küche gut ausgestattet. Nachts von 22.00 Uhr bis 6.00 Uhr wird der Generatorstrom ausgeschaltet. Das Eisfach hat die Kälte aber gehalten und ist nicht aufgetaut. Es ist faszinierend, wie schnell die Ameisenarmadas Lebensmittel entdecken, man muß immer sofort alles abwaschen und sauberhalten. Nach unserem Geschmack stehen die Zelte aber etwas zu nah zusammen und zu sehr im Busch. Insgesamt fanden wir den südlichen Teil des Parks etwas weniger überlaufen als den nördlichen um das Hilltop Camp rum. Uns hat es im Park super gefallen, wir würden gerne wieder kommen.
Letzte Änderung: 27 Jul 2013 16:45 von casimodo.
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