THEMA: Angola, eine Reise wert?
25 Aug 2015 11:07 #397145
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  • strassenkind am 25 Aug 2015 11:07
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nicht als Werbung gedacht, nur als Info

Ich habe folgenden Anbieter für Angolareisen entdeckt:

Angola

@Olli ist das dein Magirus?

Gruß

strassenkind
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25 Aug 2015 11:30 #397149
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  • BikeAfrica am 25 Aug 2015 11:30
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... mal 'ne Frage zur Verständigung.
Trifft man hin und wieder auf Leute, die Englisch sprechen oder wird es ohne Portugiesisch schwierig?

Letztlich kommt man natürlich überall klar, aber es ist schöner, wenn man sich mit den Menschen auch unterhalten kann.

Und der Leba-Pass scheint ja ein echtes Highlight zu sein. Für die Abfahrt packt man wohl am besten noch mal 'nen Satz Bremsgummis ein. ;-)

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Swaziland, Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
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25 Aug 2015 11:37 #397151
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  • lilytrotter am 25 Aug 2015 11:37
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Portugiesischkenntnisse halten wir für notwendig.
2 kleine Portugiesisch-Sprachkurse zuvor machen den Urlaub dann sehr viel netter und bilden die Grundlage für gute Kontaktmöglichkeiten im Land (und können einem mit Sicherheit auch bei eventuell auftretenden Problemen helfen).
Ich hätte mir einige Situationen ohne Portugiesischkenntnisse nicht vorstellen mögen.

Ich erweitere mal meinen kurz geratenen Post nachträglich:
also, hin und wieder trifft man schon auf Leute die Englisch sprechen, nicht aber die einfache Bevölkerung. Auch nicht die Polizei oder die Grenzbeamten.
Selten mal einer im Hotel.
Eher die neue Elite und die jungen Studenten/Studentinnen.

Du liebst ja auch den Kontakt zur einfachen Bevölkerung, das ist ja das Salz in der Suppe einer solchen Reise. Es ist so klasse, wenn man sich mit den Menschen am Straßenrand unterhalten kann, beim Einkauf, bei den Nachtplätzen. Das geht in Angola nur mit Portugiesisch.

Die Serra da Leba ist am Tage halt ein steiler Pass, Holzschnitzer und Gemüseverkäufer säumen ihn. Überall hängen auch 20 Eier im Plastikbeutel und Manjokbier :laugh:
Wenn man sich am Nachmittag die Zeit nimmt, dort oben am Aussichtspunkt zu verweilen, hat man die schönste Stimmung - ...wenn man zufällig geschafft hat, die kleinen bettelnden Rotznasen mit guter Laune zu versorgen. Die Horde da oben am Platze ist nicht ohne und kann ganz schön nerven. :huh:

Gruß lilytrotter
Letzte Änderung: 25 Aug 2015 17:54 von lilytrotter.
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25 Aug 2015 15:58 #397180
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  • Olli am 25 Aug 2015 15:58
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Ehrenwerte Selbstfahrergemeinde,

ich beabsichtige nicht hier in diesem Kreise wieder als „Fachmann“ einzusteigen! Wer sich über Angola erkundigen möchte, der wird im WWW sehr wohl fündig! Es ist das Schöne am WWW, daß man sich dort auch abseits des „Mainstreams“ informieren und bewegen kann, …insofern man dies nur möchte! Liebe Lillytrotter, hierzu hättest Du die Möglichkeiten gehabt. Ich fühle mich nicht für das Informationsdefizit der Forumsmitglieder im „Namibia-Forum.ch“ verantwortlich.

Hingegen fühle ich mich zu einer ausführlichen Gegendarstellung motiviert, wenn offensichtlich zu negative Dinge zu einem meiner liebsten Reiseländer öffentlich publiziert werden. Nur deshalb habe ich mich gestern zu meinen positiven „Ausführungen“ zu Angola hinreißen lassen.
Es steht mir zudem fern, hier in diesem Forum Angaben zu meiner Firma, meinen Fahrzeugen, meinen Reiseangeboten oder meinen geschäftlichen Intensionen zu machen. Unbezahlte Werbung ist hier verboten!

Wer mit mir in Kontakt treten möchte, der findet mich im Internet. Ich freue mich über jegliche Korrespondenz, auch wenn sie konträr sein sollte. Wann immer ich zu Hause bin, werde ich freudig und mit jedermann über Angola diskutieren.

Liebe Grüße aus Windhuk,

Olli
Wer aus der Wüste zurückkommt, ist reicher, aber auch einsamer. Denn die Zahl derer, die einen verstehen können, ist kleiner geworden. Zitat nach B. Baumann
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25 Aug 2015 19:50 #397220
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  • strassenkind am 25 Aug 2015 11:07
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Hallo,
ich werde auch ein weiteres Mal nach Angola reisen – wenn ich die Möglichkeit dazu haben sollte.
Für mich wird es wieder einmal eine Abwägung von Risiko, Geld und Glücksgefühl sein.
Dass Angola ein hohes Maß an Glücksgefühl vermitteln kann, steht für mich seit der letzten Tour außer Fragen. Die Menschen, die Landschaft, die Tiere, sofern sich ihre Population wieder erholt hat.
Die Freundlichkeit und die Hilfsbereitschaft habe ich immer wieder kennengelernt – obwohl ich kein Portugiesisch kann. Mehrere aus unserer Gruppen konnten Portugiesisch und ich bin einfach „mitgeschwommen“. Welch’ ein Glück! Ohne wäre es nicht gegangen!
Nun bin ich aber nicht benebelt, das ich nicht auch die andere Seite der Medaille sehe, nämlich das sich Angola im Aufbruch befindet und sich naturgemäß an vielen Stellen noch ausprobiert. Geld und Armut liegen ganz dicht neben einander, usw.. Zudem hat aus meiner Sicht eine Selbstfahrertour in Angola noch eine andere Qualität als eine Selbstfahrertour in z.B. Namibia. Die Versicherungen definieren ihre Einschätzung schon recht genau.

Ist es nicht gerade ein Forum, in dem sich Wissende und Wissenshungrige treffen und Kreuz und Quer diskutieren? Natürlich kann man alles alleine erarbeiten.
Ich lese immer gerne mit, wenn ich kann steure ich auch etwas dazu bei. Bei vielen Punkten denke ich – nein, ist überhaupt nicht meine Art zu Reisen, aber warum nicht! Bei anderen – ja, da muss ich ’mal drüber nachdenken!
Sind es nicht gerade die eingebrachten Erfahrungen, die den einen beflügeln etwas zu machen, den anderen eher abschrecken? Was/wo wären wir denn, wenn keiner von seinen Erfahrungen berichten würde. Ich denke, dass der Mehrwert des Teilens größer ist als die Wahrscheinlichkeit in einen nicht gewünschten „Werbemodus“ zu verfallen.

Ich für meinen Teil giere nach wie vor nach Argumenten, warum das Risiko einer Tour durch Angola doch nicht so groß ist. Ich bin auch bereit an der einen oder anderen Stelle ein Auge zuzudrücken. ;) ;) :silly:

Liebe Grüße

strassenkind
Letzte Änderung: 26 Aug 2015 08:03 von strassenkind.
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26 Aug 2015 13:06 #397278
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Hallo, strassenkind,

das hast du aber sehr nett beschrieben.

wir denken du brauchst dich nicht mit der Suche nach Argumenten mühen, es ist doch nur eine Frage der persönlichen Gewichtung.
Natürlich kann man dort reisen (wenn auch gebietsweise etwas eingeschränkt), wir sind ja auch lebend zurück! ;) :laugh:
Man sollte nur wissen, worauf man sich einlässt!!
In diesem Zusammenhang nützt es einem allerdings wenig, fest daran zu glauben, es gäbe dort keine Lynchjustiz.

Es geht bei unserer Entscheidung nicht darum, dass das Risiko so wahnsinnig groß ist, weil man ununterbrochen so sehr gefährdet sei (hatte ich auch nicht so geschrieben). Der für uns entscheidende Punkt ist die Unausweichlichkeit in einer solchen Risiko-Situation, auch wenn es nicht soo häufig passiert. Dazu haben wir einfach keine Lust. Gar keine. Das hatten wir früher alles schon, da gab es auch durchaus mal gefährliche Situationen in der Richtung, an denen wir entlang geschrabselt sind. Es ging letztlich alles gut.

Und unser Fazit: Reisen mit solch einem Risiko, kann man nicht unkritisch weiterempfehlen.
Wir hatten uns auch gut überlegt, ob wir überhaupt im Forum ein Wort über Angola verlieren, - denn: Alles was viel besprochen wird, wird zwangsläufig attraktiv, wenn es denn nur ein wenig Abenteuer verspricht.
Die Entscheidung fiel positiv aus. Wir wollen nur informieren. Ein anderes Interesse besteht bei uns nicht. Wir reisen rein privat.
Und wir spielen nicht mit Gefahren, indem wir sie Klein-reden.
Was der Einzelne damit macht, ist seine Sache.


Wir finden es wichtig, auch unbequeme Dinge hier im Forum zu berichten, wenn wir über Angola berichten. Das haben wir freizügig getan - und sind dafür unverschämt angegangen worden.

Wir werden natürlich weiter informieren, allerdings nicht als Reisbericht, sondern in Form eines kurz gehaltenen informativen Streckenberichts.
Auch konkrete Fragen beantworten wir gern öffentlich, im Gegensatz zum Olli, der Angola so sehr liebt und die lauten "VIVA"-Rufe auf die glorreiche DDR...

Aber mit rosarotem Geschwurbel können wir nicht dienen.

Gruß lilytrotter
Letzte Änderung: 22 Apr 2016 12:31 von lilytrotter.
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