THEMA: Neue Namibiaflüge mit Eurowings
16 Dez 2016 10:38 #456107
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  • skydiver am 16 Dez 2016 10:38
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Alex_Muc schrieb:
Preismäßig sind die Angebote aber jetzt wirklich nicht so herausragend, wenn ich mit anderen Carriern vergleiche..
mal sehen, wie sich das entwickelt über das Jahr.

Der Verkauf läuft erst seit einem Tag und da würde ich als Anbieter auch nicht sofort das unterst mögliche Preisniveau verkaufen
und erstmal abwarten was man auch so an Buchungen einsammeln kann.
Zumal die Flüge ja erst in 8 Monaten beginnen.

Eurowings bietet 32000 Sitzplätze pro Jahr an und Namibia empfängt bisher rund 85000 deutsche Besucher pro Jahr.
EW hat von Köln auch gute Anschlüsse zu den den wichtigsten Flughäfen in England
und Großbritanien ist der zweitwichtigste Quellmarkt für Namibia.
EW ist der Premium Partner der TUI, d.h. das TUI ihre Vorzugspreise hat um ihr Volumen auf diesen Carrier zu steuern.

Das kann nicht ohne gravierende Auswirkungen auf das Preisniveau bleiben.
Bei Air Namibia wird man jetzt ordentlich schwitzen, nachdem die Zeit des Duopols für Nonstop-Flüge endgültig vorbei ist.
Letzte Änderung: 16 Dez 2016 10:44 von skydiver.
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16 Dez 2016 10:45 #456108
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Hi Skydiver,
Der Verkauf läuft erst seit einem Tag und da würde ich als Anbieter auch nicht sofort das unterst mögliche Preisniveau verkaufen und erstmal abwarten was man auch so an Buchungen einsammeln kann.
mit der Ansicht stehen Eurowings und Du aber weitestgehend alleine dar. Neue Strecke - da geht man normalerweise mit Kampfpreisen ran, sieh Qatar, Ethiopian und KLM. Man will erstmal den bestehenden Markt abgreifen und dann ausbauen...
Bei Air Namibia wird man jetzt ordentlich schwitzen, nachdem die Zeit des Duopols für Direktflüge endgültig vorbei ist.
glaube kaum, dass AN von Eurowings schon gehört hat. Sind ja Sommerferien hier und da arbeitet keiner "der da oben". Air Namibia kann auch 1 Dollar pro Gast und Strecke verlangen... es wird ja eh alles subventioniert. Läuft ja bei anderen Staatsunternehmen nicht anders.... NWR gibt gerade 60% Nachlass pauschal auf alle Übernachtungen - denn es ist egal, ob das Minus nun 20 oder 25 Mio pro Jahr ist :-( Wir hoffen inständig, dass es mit dem neuen Gesetz zu Staatsunternehmen (Q1 2017) besser wird. Danach sind Subventionen nicht mehr zum eigentlichen Betrieb eines Unternehmens erlaubt. Und dann kommt Air Namibia ins Schwitzen :-)

Viele Grüße
Christian
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16 Dez 2016 10:48 #456109
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  • Guido. am 16 Dez 2016 10:48
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Hallo Christian,

ich kann das nicht wirklich beurteilen, aber mein aktueller Eindruck ist, dass der Minister Jooste labert und labert und labert und dauernd Konzepte vorstellt, bei denen man Bullshit-Bingo spielen könnte ("Hybrid Governance"). Durchsetzen tut er nichts. Der ist bald 2 Jahre im Amt und hat sich gerade wieder via Presse beschwert, dass Staatsbetriebe wie Air Namibia widerrechtlich einfach keine Bilanzen vorlegen/veröffentlichen. Warum heult der in den Medien herum? Es ist sein Job, seine Aufgabe, seine Verantwortung, für die Durchsetzung der seit Jahren bestehenden Gesetze zu sorgen. Wann will er damit endlich anfangen? Dazu braucht es keine neuen Gesetze. Das sind schon seit Jahren eindeutige Gesetzesverstöße, die da ablaufen. Und dann muss er den Vorstand von Air Namibia eben mal verklagen und wegen grober Pflichtverletzungen persönlich in Haftung nehmen. Mal sehen, wie schnell die ins Rotieren kommen, wenn es ans eigene Portemonnaie geht. Bislang können die ja machen was sie wollen. Es hat keine Konsequenzen. Am Ende rettet der Steuerzahler. Im Worst-case "droht" nach ein paar Jahren ein goldener Handschlag.

Ich vermute, das AN am ehesten noch eine Perspektive als regionale Airline hat und regional funktioniert nur noch LowCost. Ob das irgendwer schaffen könnte, den Laden entsprechend umzubauen? Großes Fragezeichen. Vielleicht eröffnet sich ja irgendwann mal eine Option, den Laden an eine andere Airline wie Qatar zu verkaufen verschenken, die vielleicht ein regionales Zubringernetz sucht (Qatar hätte auch den geeigneten, psychopathischen CEO für die Aufgabe, hat aber schon umfangreiche Codeshares mit Comair).

Ansonsten sehe ich die ganz Entwicklung mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Ich liebe die Weite, Leere, Einsamkeit in Namibia. Wenn man wollte, konnte man auch mal tagelang einfach nur die Natur genießen, ohne das einen Autos, Menschen, was auch immer genervt hat. Davon kann man sich bei immer Touristen wohl langsam verabschieden. Und da wir auf die Ferientermine angewiesen sind, wird das Reisen angesichts der gestiegenen Nachfrage wohl recht schwierig.

Aber ich denke, das Namibia locker eine Verdopplung oder Verdreifachung der Touristen verträgt. Im Jahresdurchschnitt dürften aktuell immer ganz grob 15.000 echte Urlaubstouristen im Land sein. Das ist für so ein riesiges Land wenig.

Der Etosha hat eine Nord-Süd-Ausdehnung von 70-80km. Auf diese 70-80km gibt es in weiten Teilen eine einzige Piste. Weitere Pisten und Wasserlöcher sind lange da, aber bislang nicht für die Öffentlichkeit freigegeben. Macht man die auf, dann verteilen sich die Touristen mehr und für die Tiere bleiben trotzdem zig Kilometer große Rückzugsräume. Selbst wenn sich die Zahl der Camps im Park verdoppelt, wäre man noch weit von der Krügerschen Campdichte entfernt. Daneben gibt es unzählige Conservancies und selbst Nationalparks, die touristisch praktisch null genutzt werden (Mangetti, Khaudom - ist für mich toll, für Namibia aber bislang verschenktes Potential)

Ich denke, die nächsten 5 Jahre werden spannend für Namibia. Je nachdem, ob man wirtschaftlich die Kurve bekommt, was man bei NEEEF, Strom, Wasser, Internet verzapft, was im so wichtigen Nachbarland Südafrika passiert, sind von einem großen Aufschwung bis zu Zimbabwe reloaded viele Szenarien denkbar. Wir werden sehen.

Beste Grüße

Guido
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16 Dez 2016 10:51 #456110
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OFF TOPIC
Hi Guido,
Durchsetzen tut er nichts.
kann er auch nicht, da es keine gesetzliche Grundlage gibt. Die wird est voraussichtlich in Q1 2017 verabschiedet (ich dachte auch, dass es längst geschehen sei). Dann hat er das alleinige Sagen zu allen staatlichen Wirtschaftsunternehmen (die anderen bleiben unter Aufsicht der jeweiligen Fachministerien). Wenn er dann nicht liefert, wird es schwierig für ihn (steht wohl ohnehin nach dem SWAPO-Kongress Mitte/Ende 2017 eine Kabinettsumbildung an).

Viele Grüße
Christian
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Letzte Änderung: 16 Dez 2016 10:52 von travelNAMIBIA.
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16 Dez 2016 11:08 #456111
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  • Guido. am 16 Dez 2016 10:48
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Hallo Christian,
kann er auch nicht, da es keine gesetzliche Grundlage gibt.
Wieso gibt es keine Grundlage? Es steht seit Ewigkeiten im Gesetz, das SOEs Jahresabschlüsse veröffentlichen müssen. Das machen sie nicht und das ist dann ein glasklarer Verstoß gegen seit Jahren geltendes Gesetz. Vielleicht bin ich da naiv, aber falls Jooste aus irgendwelchen formalen Gründen mit seinem Ministerium nicht klagen kann, dann muss er doch anleiern können, dass die Regierung klagt und zur Not die Anti-Korruptionsbehörde? Es gibt meines Wissens kein Gesetz, in dem steht, dass SOEs Narrenfreiheit haben und deren Vorstände vollständige Immunität genießen?

Beste Grüße

Guido
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16 Dez 2016 11:15 #456112
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Hi Guido,
Wieso gibt es keine Grundlage? Es steht seit Ewigkeiten im Gesetz, das SOEs Jahresabschlüsse veröffentlichen müssen.
korrekt, ich habe mich nicht klar ausgedrückt. Bezog meine Aussage auf das SOE-Gesetz, dass u.a. über die Aufsichten, Subventionen etc entscheidet. Das gibt es noch nicht.
Jahresabschlüsse muss jedes öffentliche Unternehmen natürlich vorlegen, das ist 100% klar. Viele (Staats)unternehmen machen es aber einfach nicht. Da ist der Auditor General eigentlich am Zuge dieses gerichtlich durchzusetzen.

Beste Grüße
Christian
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