THEMA: Tourismus in Namibia im Aufwärtstrend
08 Dez 2011 10:06 #215785
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  • Guido. am 08 Dez 2011 10:06
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Hallo,

Das Namibia Tourism Board sondert ja pausenlos Jubelmeldungen ab, was für grandiose Arbeit sie machen, wie toll die Entwicklung im Tourismus in Namibia ist und wie sehr alles aufwärts geht. Die Zentralbank von Namibia (Bank of Namibia) gibt vierteljährlich einen nüchternen Wirtschaftsbericht heraus. Der zeigt für den Tourismus in Namibia einen klaren Abwärtstrend. Hier mal 2 Diagramme, die die langfristige Entwicklung zeigen.







Q2/2011 ist nur schlecht mit dem Vorjahr zu vergleichen, weil es da durch den Vulkanausbruch und die Fussball-WM im Vorjahr starke Sondereffekte gab. Bemerkenswert ist, dass die Anzahl der internationalen Touristen selbst in Q4/2010 und Q1/2011 unter den Vorjahreswerten lagen. Und das obwohl die Wirtschaft im wichtigsten Auslandsmarkt Deutschland gut da steht und Verbrauchenvertrauen und Konsumklima so hoch wie seit Jahren nicht mehr sind. Die Zahl der verkauften Betten/Zimmer in Q1/2011 hat sich seit Q1/2007 anscheinend fast mehr als halbiert.

Beste Grüße

Guido


EDIT 27.10.2016: Titel von "Abwärtstrend" zu "Aufwärtstrend" geändert. Irgendwie schafft man es ja nicht, mal einen neuen Thread aufzumachen und der 5 Jahre alte Titel ist mittlerweile völlig unpassend.
Letzte Änderung: 27 Okt 2016 10:36 von Guido..
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08 Dez 2011 12:13 #215807
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  • Rocky1964 am 08 Dez 2011 12:13
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Hi,

in meinem Familienkreis halten die Meisten NAM für ein hochgefährliches Land!

Wenn in den deutschen Medien über die Kriminalität z.B. in dem Land Südafrika berichtet wird, wird dies von Unkundigen auf die Region südliches Afrika ausgedehnt.

Und solche Geschichten wie von dem bewaffneten Überfall auf den Münchner Kriminalbeamte Helmut G. 2002 und dem Tod seiner Frau sowie wie die nam. Behörden damit umgehen, schaffen auch wenig Vertrauen.

Vor Jahren hatte NAM z.B. immer einen eigenen Stand auf der Touristikmesse in Leipzig (größte Reisemesse im östl. D), in den letzten Jahren nicht mehr.

Und dann ist ein Urlaub in NAM ja auch sehr sehr teuer. Für das notwendige Geld fahre ich 4x ebenfalls 3 Wochen nach Nordafrika oder 6x nach Osteuropa bei ähnlichem Komfort.

Gruß

Rocky

...der schon öfter 4x4 in Afrika war...

www.4x4club-leipzig.de/
www.baja-deutschland.de/
Letzte Änderung: 08 Dez 2011 12:14 von Rocky1964.
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08 Dez 2011 12:57 #215812
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  • Harald am 08 Dez 2011 12:57
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Hallo

für uns Namibia Begeisterte hat das langfristig mit (hoffentlich) sinkenden Preisen einen Vorteil. Allerdings kann man, wenn auch nicht überall noch einigermaßen preiswert übernachten.
Wenn ich da an Botswana und die Pläne dort denke bin ich froh, dass Namibia noch anders ist.
Die Verantwortlichen in den Regierungen müssen erkennen, dass die Touristen nicht die Melkkühe sind.

Viele Grüße
Harald
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08 Dez 2011 13:39 #215815
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  • Gerd1942 am 08 Dez 2011 13:39
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Hallo Guido,

das ist für mich keine Überraschung. Der harte Rand in den letzten Jahren in Verbindung mit den unaufhaltsam steigenden Übernachtungspreisen - insbesondere bei Lodgen - hat Namibia zu einem Hochpreisland gemacht. Das erste Jahr des harten Rands wurde noch abgemildert, weil viele deutsche Reiseveranstalter Kontingente einigermaßen günstig eingekauft haben und sie dann "unter" den Preisen, die die Lodgen hier den Selbstbuchern anboten, weiter verkauft haben. Das ging dann 2009 und 2010 aber nicht mehr.

Und jetzt dreht sich das Ganze wieder. Der Rand und damit der N$ fallen im Verhältnis zum Euro. Aber viele Veranstalter haben noch zu Vorjahreskursen eingekauft und kalkuliert. Da wird es m. E. dann so sein, dass Direktbucher billiger wegkommen. Ich hoffe nur, dass die Lodgebesitzer nicht gleich wieder glauben, den Kursgewinn für sich realisieren zu müssen und die Preise über die "normalen" 10 % hinaus erhöhen. Das wäre dann aus meiner Sicht für den Tourismus hier im Lande katastrophal.

Liebe Grüße von der sonnigen Atlantikküste
Gerd
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08 Dez 2011 14:23 #215828
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  • Guido. am 08 Dez 2011 10:06
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Hallo Gerd,

Der Wechselkurs ist zweifelsohne ein wichtiger Aspekt, aber der allein erklärt auch nicht alles. Von März 2008 bis März 2009 hatten wir einen sehr förderlichen Wechselkurs von um die 1:13. Da war das südliche Afrika billig und das war weitestgehend noch vor der schweren Rezession in Deutschland. Da gab es auch keinen Tourismus-Boom. Dann ist der Wechselkurs auf unter 1:9 gefallen und Mietwagen und Unterkünfte wurden richtig teuer.

Zumindest einige Anbieter müssen sich vielleicht mal fragen, warum sie überhaupt jedes Jahr die Preise um "normale" 10 Prozent erhöhen?

Beste Grüße

Guido
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08 Dez 2011 14:33 #215829
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  • tau am 08 Dez 2011 14:33
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Hallo Gerd,

bei meinen Buchungsantragen als Individualreisender mußte ich leider den Trend feststellen, den Du als hoffentlich vermeidbar darstellst. Obwohl die Preise bei einigen Lodges für 2012 bereits im Internet verzeichnet sind, kommt bei einigen sehr stereotyp die Rückantwort, daß für den September 2012 "nur noch 1 Doppezimmer" frei sei und der Preis erhöht sich z.B. von N$ 950 auf N$ 1280, also wenn ich richtig rechne um 35%. Ich wundere mich da nur und suche noch etwas weiter...

Mir kommt es persönlich dabei nicht auf eine normale Preiserhöhung an, sondern auch auf die Art einer Begründung. Schade, denn das Land hat so viel zu bieten und viel mehr verdient.

Grüsse tau
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