THEMA: Savanna - extra dry: Etosha, Caprivi, Chobe 2019
12 Aug 2019 14:59 #564493
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@ Birgit
Herzlich willkommen an Bord!
Wir versuchen tatsächlich allen gerecht zu werden - das gelingt aber leider nicht immer und überall, wenn vor allem mich das Safarifieber übermannt. Wobei die Kinder überall einen Spielplatz entdecken: Auf dieser Tour waren das vor allem das Dach und der Laderaum des Landcruisers.
Nach einer Afrikatour mit viel (Pirsch-)Fahrtzeit legen wir aber gern noch eine Woche sehr kindzentrierten Urlaub an der Nordsee o.ä. nach. Dann ist es ein insgesamt faires Paket. ;)

@ Sabine
Vielen Dank! Du hast eine PM und der Kuno-Fanclub freut sich. :)

Beste Grüße
Sascha
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12 Aug 2019 16:30 #564500
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  • franzicke am 12 Aug 2019 16:30
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Hallo Honeys,
mit euch durch Afrika im Landcruiser - da bin ich selbstverständlich auch dabei :)
aus dem Augenwinkel hab ich in den letzten Tagen schon mal gesehen, dass es bei euch losgeht, jetzt hab ich aber doch den Startschuss verpasst und wohl die anstrengendste Etappe gleich mal ausgelassen.
Umso mehr freu ich mich auf die Abfahrt aus Windhoek, zumal auch bei uns die nächste Namibia-Reise im Kasten ist und der Caprivi wieder nicht dabei ist ... also Sascha, sei beim Aussortieren nicht so streng, damit es möglichst viel zu sehen gibt B)
Viele Grüße Ingrid
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12 Aug 2019 22:30 #564539
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Liebe Ingrid,
schön, dass du den Weg in unseren Landcruiser gefunden hast - für dich ist natürlich noch ein Plätzchen frei! Tatsächlich hatte der erste Tag noch nicht sooo viel mit Urlaub zu tun. Aber das ändert sich zum Glück schon bald.

Wir freuen uns auch immer, wenn wir die Stadt hinter uns lassen und in den von uns so geliebten Busch eintauchen können.
Und es freut mich für euch, dass eure nächste Namibiatour bereits fertig geplant ist. Es geht u.a. ins Kaokoveld, oder? Die Sambezi-Region solltet ihr aber unbedingt auch irgendwann mal besuchen. Jetzt nehmen wir euch erstmal virtuell mit dorthin.

Ganz liebe Grüße
Sascha
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14 Aug 2019 10:39 #564674
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2. Kapitel: Es geht gen Norden.
18.07.2019


Nach einer guten Portion Schlaf sieht die Welt schon wieder ganz anders aus. Die strahlende Sonne am tiefblauen Himmel über Namibia begrüßt uns und weckt Energie und Lust auf den neuen Tag.

Wir genießen das gute Frühstück auf Immanuel. Hier gibt es neben den fast überall gereichten frischen Eiervariationen eine Auswahl wirklich ausgezeichneter namibischer Wurst- und Käsesorten. Vor allem was letztere angeht, wird es mit Abstand das beste sein, was wir in den kommenden Wochen vorfinden werden. Auch die frisch gebackenen Brötchen sind ganz hervorragend – ein wirklich schöner und gemütlicher Start in den Tag.

Da wir heute nur etwa 230 Kilometer bis zu unserer nächsten Unterkunft zurücklegen müssen (und auch keine Gamedrives anstehen), lassen wir es ganz gemütlich angehen. Wir spazieren über das kleine und ziemlich ausgedörrte Lodgegelände, freuen uns über den Pantherschildkrötennachwuchs im Gehege und beobachten die ansässigen Springböcke und Vögel, die unseren Weg kreuzen. Unsere ersten Tierfotos des Jahres entstehen.





Immer wieder schön anzusehen sind besonders die Angola-Schmetterlingsfinken mit ihrer prächtigen blauen Brust.



Kurz nach 10 Uhr packen wir unsere Sachen zusammen und verabschieden uns von unseren Gastgebern.
Heute geht es stracks nach Norden auf der B 1 – keine übermäßig spannende Strecke. Wir kommen gut voran, nur ein Schwertransporter, der mit Tempo 30 unterwegs ist und eine lange Autoschlange hinter sich herzieht, bremst uns etwas aus. Der Landcruiser erreicht bei 100 km/h sein Wohlfühllimit – so müssen wir uns kaum um die Übertretung der erlaubten Geschwindigkeit Gedanken machen. Kurz vor der Abbiegung auf die C 22 gen Okakarara schalten wir auf den zweiten Tank um, da wir irritiert darüber sind, dass sich die Tankanzeige die gesamte Fahrt über nicht verändert hat…

Wir müssen nur wenige Kilometer auf der C 22 fahren, bis wir auf der rechten Seite die Zufahrt zur Weaver’s Rock Guestfarm ausmachen können. Die Anfahrt gestaltet sich recht abenteuerlich: Der Weg ist in keinem besonders guten Zustand und es liegt immer wieder einiges an Geröll herum. Wir sind froh, dass wir ein Auto mit großer Bodenfreiheit haben – mit einem Toyota Corolla (mit dem wir auf unseren ersten Namibiatouren unterwegs waren) würden wir diese Zufahrt nur ungern fahren müssen.

Einige Kilometer geht es in Richtung des Hausberges durch karges Buschland zu den Gebäuden der Gästefarm.



Eine schöne Lapa mit Pool grenzt an Pferdekoppeln und Gerätehof. Daneben schließen sich – verteilt über ein recht weitläufiges Gelände – das hübsche Farmhaus, die Campsites und schließlich die vier Bungalows an, von denen wir einen bewohnen werden. Alles hier ist sehr übersichtlich und fernab vom großen Touristenrummel. Schön.

Als wir vor der Lapa aussteigen, bemerken wir, dass Diesel aus unserem Tankdeckel herausströmt! Was ist denn hier los? Ich schalte auf den ersten Tank um und der Dieselstrom ebbt ab. Wir sind irritiert und besorgt wegen eines vermeintlichen Lecks. Wir rufen bei unserer Mietwagenfirma an und werden zum Glück schnell aufgeklärt, dass wohl ein Bedienungsfehler vorliegt. Denn der Knopf, von dem wir annahmen, dass er zwischen den zwei Tanks des Landcruisers hin und her schaltet, setzt tatsächlich eine Pumpe in Betrieb, die den Treibstoff aus dem zweiten Tank in den ersten pumpt und diesen so schließlich zum Überlaufen bringt. Wir sind froh über diese einfache Erklärung und Lösung des Problems, aber gleichzeitig auch etwas ärgerlich darüber, dass uns die Funktionsweise der zwei Tanks bei der Wagenübernahme falsch erklärt worden ist. Wir hätten gern darauf verzichtet, den Boden mit Diesel zu kontaminieren… :evil:

Nach diesem kleinen Schreck geht es erstmal daran anzukommen und sich häuslich einzurichten. Unser Bungalow ist zweckmäßig mit einem Doppel- und einem Stockbett eingerichtet und bietet von seiner Terrasse einen schönen Ausblick auf den Busch. Warmwasser wird stilecht mittels Donkey zubereitet.





Wir spazieren über das Gelände und die Kinder beklettern begeistert das Dach des Landcruisers – everywhere is a playground.
Wir entdecken viele Vögel, darunter Riesenglanzstare und Bienenfresser, die sich aber allesamt nicht sehr fotogen zeigen – entweder sitzen sie verbuscht im Schatten oder sie fliegen auf, sobald wir uns ihnen nähern.


(Familiar Chat - Danke, Matthias! :) )



Auch ein Trauerdrongo hält länger still und lässt sich ablichten.

Besonders aber freuen wir uns über die Begegnung mit einem Damara-Dikdik, das in der Nähe unseres Bungalows äst. Vorsichtig nähern wir uns der kleinen Antilope und beobachten sie aus geringer Distanz bei ihrem Tagewerk.







Nachdem sich das Dikdik zurückgezogen hat und die Kinder sich auf dem Gepäckträger des Autodachs ausgetobt haben, buchen wir in der Lapa eine Sundownerfahrt über das Farmgelände, um unsere Ankunft im Busch in vollen Zügen zu genießen.

Die Fahrt wird auf einem sehr alten Landcruiser durchgeführt, dessen Ladefläche mit einer kleinen Sitzbank ausgestattet ist. Zwei Farmhunde begleiten uns zur Begeisterung der Kinder auf der Fahrt, einer von ihnen besteigt als Passagier die Motorhaube des Gefährts und genießt sichtlich den Fahrtwind.



Der andere – schon ganz alte – Hund springt unter Aufbietung seiner ganzen Kraft auf die Ladefläche, um es sich dann auf unseren Jacken und Rucksäcken bequem zu machen…
Wir werden zu den Rinderherden gefahren, deren Bestand wegen der Dürre reduziert werden musste. Um die Tiere zu versorgen, muss bereits zugefüttert werden, denn auch in der Waterbergregion gibt es kaum Gras.
Sichtungstechnisch verläuft die Fahrt über das Farmgelände unspektakulär, die hier ansässigen Wildtiere zeigen sich kaum. Wir können einen Buschhausen ausmachen und sehen in weiterer Entfernung einige Kuhantilopen. Auch dieser Mangel an sichtbarem Wild mag dürrebedingt sein.



Trotzdem genießen wir die rumpelige Fahrt durch das Buschland sehr. Wir atmen tief die saubere Luft ein und freuen uns über das immer weicher werdende Licht des späten Nachmittags.
Zum Sonnenuntergang steigen wir auf einen Hügel, von dem man einen schönen Rundumblick über die umgebende Landschaft bis zum fernen Waterberg hat.
Bei kühlen Getränken – die Kinder lieben Grapetizer, ich bevorzuge mein Savanna Dry – genießen die Eltern den malerischen Tagesausklang und die Kinder die Anwesenheit der zutraulichen Farmhunde. Das sind schöne Momente für alle vier.

















Im letzten Licht des Tages geht es schließlich zurück zum Farmhaus - der Motorhaubenhund sitzt schon bereit.
Das Abendessen wird mit allen Gästen gemeinsam in der Lapa eingenommen. Es herrscht eine angenehme Atmosphäre mit netten Gesprächen und das Essen – es gibt als Hauptgang Oryx-Gulasch – ist sehr lecker.
Im Licht unserer Stirnlampen geht es gut gesättigt schließlich bald zurück in unsere Hütte und nach kurzer Zeit heißt es dann auch schon „Gute Nacht, Namibia“.

Morgen wird uns die Reise weiter in den Etosha Nationalpark führen. Wir sind schon sehr gespannt, was uns dort erwarten wird – auch wenn die Dürre und deren Auswirkungen die Vorfreude etwas dämpfen. Werden wir – wie in den vergangenen Jahren – wieder viele Tiere beobachten und fotografieren können? Oder sind große Teile des Wilds vom Rand der Pfanne auf Grund des herrschenden Nahrungsmangels abgewandert? Die nächsten Tage werden uns Antworten auf diese Fragen geben.
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16 Aug 2019 21:38 #564940
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3. Kapitel: Der große weiße Platz (Teil 1)
19.07.2019

Die Nacht war wieder ruhig und erholsam und wir werden nach dem Aufwachen erneut vom Strahlen der Morgensonne empfangen.
Gemütlich geht es zum Frühstück, das sich im Vergleich zu anderen Unterkünften eher einfach gestaltet – so werden heute z.B. keine Eiervariationen angeboten. Schlimm finden wir das aber nicht.

Auch heute lassen wir uns Zeit und packen gemütlich unseren Kram zusammen, um dann am späten Morgen gen Outjo aufzubrechen, wo wir vor unserer Woche im Etosha noch einmal volltanken und einkaufen wollen.
Gegen 12 Uhr erreichen wir das Städtchen und kehren erstmal in der Outjo Bakery zum Mittagessen ein. Wir werden sehr freundlich bedient und die Qualität der bestellten Speisen ist wirklich überaus gut. Hier würden wir jederzeit wieder eine Rast machen.
Überhaupt geht es in Outjos Zentrum sehr entspannt zu. Auf dem Parkplatz werden wir völlig in Ruhe gelassen und der Einkauf im Superspar verläuft zügig – die große Auswahl an Waren hilft dabei, der Mangelverwaltung in den Shops der Rastlager im Etosha vorzubeugen.

Dann geht es auf der C38 schnurgerade nach Norden zum Andersson Gate, das wir um 14.30 Uhr erreichen.
Wir sind gespannt, was uns in der kommenden Woche im Nationalpark erwarten wird und ganz aufgeregt, als wir nach der Registrierung am Gate aufbrechen dürfen. Welche Tiere werden uns als erste begegnen? Wie wird die Landschaft aussehen?



Kurz nach dem Gate biegen wir zum nahen Wasserloch Ombika ab und bekommen einen ersten Eindruck der graslosen Ödnis, die uns in weiten Teilen des Parks erwarten wird. Überall sind nackte Erde oder Gestein zu sehen – es ist extrem staubig. Diese ersten Eindrücke dämpfen die Wiedersehensfreude stark. Wir konnten uns zwar in etwa denken, was uns erwarten wird, aber es dann mit eigenen Augen zu sehen, ist etwas ganz Anderes.
Eine einzelne Giraffe hält sich in der Nähe der Wasserstelle auf. Unsere Große ist zufrieden: Sie hat ihr Lieblingstier als erste Sichtung des Tages bereits auf der Haben-Seite. Die Wasserstelle selbst scheint ausgetrocknet zu sein – denn auch bei Besuchen in den nächsten Tagen findet sich hier fast kein Wild.



Wir drehen um und nehmen die Teerstraße nach Okaukuejo. Rechts und links fällt das fehlende Gras überall ins Auge. Belaubte Mopanebüsche bietet dem Auge zwar etwas Abwechslung, aber auch sie können die am Boden herrschende Kargheit nicht verbergen. Solche Eindrücke hatten wir nicht einmal, als wir vor einigen Jahren im Oktober dem Etosha besucht haben. Und jetzt ist Mitte Juli!
Wo kein Gras ist, ist wenig Wild. Nach dieser Devise gestaltet sich der weitere Weg ins Rastlager, das wir entsprechend zügig erreichen.

Weit weniger zügig läuft es an der Rezeption ab. Wir müssen uns in recht lange Schlangen einreihen und erkunden währenddessen schonmal abwechselnd die nähere Umgebung und besuchen das Wasserloch.
Okaukuejo steht in recht krassem Kontrast zu dem das Camp umgebenden ausgedörrten und von weißer Farbe dominierten Land. Innerhalb der Mauern des Rastlagers wird bewässert und entsprechend grün präsentiert sich die Anlage. Aus diesem Grund treffen wir auf unseren kleinen Streifzügen auf eine vielfältige Vogelschar, die vom Schildraben über Gelbschnabeltokos und Weißscheitelwürger bis hin zu schönen Rotbauchwürgern reicht.











Am Wasserloch selbst sind einige Zebras anwesend. Die Tiere haben einen weiten Weg zwischen der Wasserstelle und verbleibenden Weideflächen zurückzulegen. Die Umgebung des Wasserlochs gleicht bis zum den Blick begrenzenden Busch einer Mondlandschaft.





Beim Einchecken erhalten wir ein Upgrade auf ein kleines Chalet mit zwei Zimmern. Als wir gebucht hatten, war nur ein Doppelzimmer frei. Diese Umbuchung nehmen wir gern in Kauf und finden ein gepflegtes kleines Häuschen vor, in dem wir gern die Nacht verbringen. Schade, dass es nur eine sein wird, denn am Folgetag war zur Buchungszeit nichts in Okaukuejo mehr zu bekommen.



Wir entschließen uns, den späten Nachmittag für eine kleine Ausfahrt zu den Wasserstellen Nebrowni, Gemsbokflakte und Olifantsbad. An diesen drei Wasserlöchern hatten wir bei den letzten Besuchen eigentlich immer schöne Sichtungen.
Und auch in diesem Jahr, in dem so Vieles anders ist, werden wir nicht enttäuscht.

Als wir Nebrowni erreichen, können wir leicht einen riesigen Elefantenbullen erspähen, der im Wasserloch seine nachmittägliche Dusche nimmt. Den weißen Riesen dabei zu beobachten, ist ein wunderbares Erlebnis, das uns von der umgebenden Ödnis ablenkt.











Als sich der Elefant verabschiedet, rumpeln wir weiter gen Gemsbokflakte. Dabei ist „rumpeln“ ganz bewusst gewählt, denn die Pad ist in einem unterirdischen Zustand und teilweise trotz der Federung des Landcruisers nicht mit Freude zu befahren – erst als wir in Namutoni sind, werden sich die Grader des privat finanzierten Straßensanierungsprojekts in Bewegung setzen.
Auch fahren viele Mitreisende mit sehr hoher Geschwindigkeit, wohl um über das Wellblech zu „fliegen“. Dass in Etosha 60 km/h erlaubt sind, erscheint uns überhöht. Manch einer hält sich augenscheinlich aber nicht einmal an diese großzügige Begrenzung und so wird gestaubt, was das Zeug hält – zum Leidwesen der Flora in Straßennähe, die von einer dicken Staubschicht überzogen ist. Man kommt sich vor wie in einem Schwarzweißfilm… :(

Zwischen den Wasserstellen ist wenig zu entdecken – es fehlt einfach an Nahrung auf den offenen Ebenen. Einige Springböcke sind natürlich präsent und wir sehen erstaunlich viele Strauße. Aber ansonsten fahren wir kilometerlang durch tierlose Ödnis.



In der Nähe von Gemsbokflakte erblicken wir dann ganz erfreut ein S.N., das schnurstracks auf die Wasserstelle zuhält. Zuerst begleiten wir es langsam und machen einige Bilder.



Dann entschließen wir uns, am Wasserloch auf das Tier zu warten. Währenddessen vertreiben wir uns die Zeit mit der Beobachtung einer quirligen Fuchsmanguste.





Leider geht unsere Rechnung nicht auf, denn kurz vorm Überqueren der Pad wird dem Dickhäuter von zwei Lodgefahrzeugen der Weg abgeschnitten – sie stellen sich dem Tier tatsächlich genau in den Weg. Das N. ist sichtlich irritiert und zieht sich in den nahen dichten Busch zurück und kommt auch nicht mehr darauf hervor. Schade. :dry:



Für Olifantsbad ist es schon zu spät und so fahren wir den gleichen Weg zurück, den wir gekommen sind.
Bei Nebrowni ist abgesehen von dieser South African Shelduck (?) nichts los.



Im stetig schöner werdenden Licht begegnen wir zu unserer Freude ganz nah an der Pad noch einem weiteren S.N., das friedlich äst.



Mit zwei S.N.-Sichtungen auf dieser ersten kleinen Ausfahrt sind wir mehr als zufrieden, denn um Okaukuejo haben wir bisher noch nie diese Tiere bei Tageslicht entdecken können und uns immer schon darüber gewundert, woher sie nach Sonnenuntergang plötzlich in so großer Zahl zum Trinken erscheinen… ;)

Auch ein Schabrackenschakal lässt sich sehen.



Kurz vor Toresschluss um 18.30 Uhr erreichen wir Okaukuejo und freuen uns auf einen hoffentlich sichtungsreichen Abend am dortigen Wasserloch.
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18 Aug 2019 00:18 #564989
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Lieber Sascha, da muss ich doch noch unbedingt mit einsteigen. Wir hatten ja voriges Jahr einen Landcruiser Prado und kann Euch gut verstehen. Conni nannte das Auto ein Raumschiff und das nicht ohne Grund.
Ich freue mich, dass ihr zwei N. Gesehen habt, traurig ist natürlich die Dùrre.
Ich hoffe bald die Geschichte noch einmal persönlich erzählt zu bekommen und eine Auswahl der 8000 Bilder gezeigt zu bekommen.
Viele Grüße an alle Honigdachse
Sasa
Die Freiheit des Einzelnen endet da, wo seine Faust die Nase eines anderen trifft.
3 Generationen zum ersten Mal auf Pad, Namibia 2016:
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