THEMA: Der Traum geht weiter
30 Apr 2018 17:04 #520137
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25.04.18
Swakopmund-Spitzkoppe


Gestern haben wir uns hier beim Metzger einen Becher leckeren Fleischsalat gegönnt.
Den gibt es heut zum Frühstück an Stelle von Eier. Die können wir nämlich schon wieder nicht mehr sehen.
Dann geht’s auf nach Spitzkoppe. Die 150km sind schnell erledigt und so sind wir schon um halb 11 am Gate.
Der Mann an der Info empfiehlt uns die Campsite Nr.5 - gleich neben der Natural Bridge. Okay, da fahren wir gleich hin. Die sieht nett aus, die nehmen wir.




Was wir nicht wussten, diese Campsite ist Treffpunkt aller Besucher der Spitzkoppe. Sie liegt nur 5m vom Aufstieg zur Bridge




entfernt und da parkt man schon gerne mal vor unserem Campingtisch anstatt auf dem 50m davor vorhandenen Parkplatz für die Besucher. Anschließend läuft man zwischen unseren Stühlen und dem Grill herum. Außerdem kriegen sie es prima fertig, das ganze Kleingetier zu verscheuchen.






So gegen 14 Uhr war aber Ruhe und wir dachten, wir hätten es überstanden.
Natürlich weiß aber der gemeine Touri, dass abends das schönste Licht zum fotografieren ist und so ging der ganze Trubel ab 16 Uhr bis Sonnenuntergang wieder los. An diesem Missstand sind die Besucher aber nur bedingt Schuld, die Campsite NR5 ist einfach schlecht zu erkennen.
Deshalb hab ich nach guter alter deutscher Tradition nun einen Zaun um meinen Vorgarten gezogen. Dieser Zaun ist mein gedachtes Mallorca-Handtuch.


Leider fehlen mir die Gartenzwerge. Ich denk da speziell an den mit dem vorgestreckten
Mittelfinger oder an den anderem mit dem entblößtem Hinterteil… Die würden sich auf den bunten Fässern gut machen, oder?
Egal, ich hoffe die morgendlichen Knipser, die bestimmt ab 6 Uhr hier einfallen werden, respektieren meinen Gartenzaun.

26.04.18
Spitzkoppe


Gegen 6:30 kommt der erste Camper. Er respektiert meinen Zaun. Parkt aber genau davor.
Wir geben uns geschlagen, packen zusammen und suchen uns einen netten Platz zum frühstücken weit weg von diesem Ort.
Hätte ich doch nur auf Fomi Carsten gehört! Der hat in seinem RB Campsite 11 (a oder b?) empfohlen. Da fahren wir jetzt hin und sind gleich begeistert. Wir entscheiden uns für 11b




Wir genießen die schöne Aussicht.



Den ganzen Tag über findet man hier schattige Stellen.





Anfangs werden wir skeptisch beobachtet,




alsbald jedoch kaum noch wahrgenommen und so genießen wir hier einen wunderbar ruhigen Tag.

27.04.18
Spitzkoppe-Twyfelfontain

Ursprünglich wollten wir heute bis nach Palmwag fahren. Kurzfristig hab ich die Route ein wenig umgeplant und so geht es heut nur bis Twyfelfontain.

Unterwegs passieren wir viele Straßenstände der Himba, Herero und Damara, meist mit kleinen Kindern.
Erst laufen sie energisch winkend auf unser Auto zu. Sobald sie merken, dass wir vorbei fahren, halten sie die Hände mit fordernden Blicken auf.
Ich mag so etwas nicht. Wäre doch eine Straßenhändlerin darunter gewesen, die einfach nur ihre Ware angeboten hätte. Wir wären sofort ihre Kunden geworden. Leider suchten wir solche Händlerin vergebens.
Hier noch ein Bild vom Straßenrand.


Und so waren wir bereits um 13 Uhr im Aabadi mountain camp.
Das besuchten wir vor 8 Jahren schon einmal. Ein holländisches Pärchen hatte gerade begonnen, das Camp nach einem Brand wieder aufzubauen. Uns gefiel dieser rustikale Stil, mit dem die Beiden zu Werke gingen. Heute kommt uns das Camp vor, als würde es langsam verfallen und von den Holländern ist auch nichts mehr zu sehen.
Schade, wir fanden es damals hier sehr nett. Die Lage ist toll, dicht an einem meist trockenem
Fluss. Ab und zu schauen wohl auch Elefanten vorbei.






So es ist jetzt gleich 20 Uhr und wir haben immer noch 29 Grad. Da hab ich selbst zum schreiben keine Lust mehr. Deshalb nur noch ein paar Tierbilder.






Dann bis Morgen!
Letzte Änderung: 30 Apr 2018 17:45 von Graskop.
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30 Apr 2018 17:48 #520140
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28.04.18
Twyfelfontain-Palmwag


Eine kurze Strecke steht auf dem Programm.


Laut T4A sind wir nur gute 2 Stunden unterwegs bis Palmwag.
Mit Erschrecken müssen wir aber feststellen, das weder auf der Papierkarte noch in der Software Zeit für einen Reifenwechsel eingeplant ist. Und ein Namibia-Urlaub ohne Reifenpanne ist doch kein Namibia-Urlaub, oder?


Wie ich mich so abmühe mit dem nur bedingt tauglichen Scherenwagenheber von Britz, hält hinter mir ein Auto. Ein südafrikanisches Pärchen mit einem Freund sitzt darin.
Ich erkläre ihnen, wir haben nur `ne Reifenpanne.
Der Fahrer antwortet: „But this is not a nice Jack”.
Ehe ich mich versehe, bin ich zur Tatenlosigkeit verurteilt.
Einer der Männer legt vor und hinter die Reifen Steine, der andere holt einen hydraulischen Wagenheber aus dem Auto und in Null komma nix ist der Reifen ohne mein Zutun gewechselt. Ich bedanke mich mehrmals bei den Beiden und sage ihnen, den kaputten Reifen bekomme ich alleine verstaut. Etwas skeptisch schauen sie, steigen aber in ihr Auto. Kurz darauf steigt einer mit einer Ölkanne wieder aus, ölt meinen Jack „For the next time“ und steigt wieder ein. Plötzlich springt der andere aus dem Wagen und entschuldigt sich bei mir.
Er hätte vergessen die Steine von den Reifen weg zu nehmen. Nachdem er das erledigt hat warten sie, bis auch wir abfahrbereit sind. Erst dann fahren sie winkend davon.
Diese unglaubliche Hilfsbereitschaft von Südafrikanern erleben wir nun zum zweiten Mal.
In Simbabwe haben sie mir schon mal mit einem Lötkolben unseren Kühlschrank wieder gangbar gemacht.
Da können wir über ihre Wagenburgen lästern wie wir wollen, ich glaub solche Hilfsbereitschaft findet man unter Europäern nur schwerlich.
Der Reifenservice die Palmwaglodge hat dann gleich einen Neuen aufgezogen. Der Handwerker meinte noch mit einem Lächeln, der wäre mehr wert als die anderen 3 zusammen. Umgerechnet 150 € hat uns der Spaß gekostet. Egal, jetzt kann die Reise weiter gehen.







29.04.18
Palmwag


Wir relaxen heut nur am Pool und der Bar nebenan.
Da gibt es nichts weiter zu berichten.
Letzte Änderung: 30 Apr 2018 17:50 von Graskop.
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30 Apr 2018 18:35 #520142
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Graskop schrieb:
28.04.18
Diese unglaubliche Hilfsbereitschaft von Südafrikanern erleben wir nun zum zweiten Mal............ich glaub solche Hilfsbereitschaft findet man unter Europäern nur schwerlich.
150% Zustimmung Silvio und wünsche eine schöne Reise,
Werner
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30 Apr 2018 18:37 #520143
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Graskop schrieb:
CSI Twyvelfontain bitte kommen: Wer wurde da umgebracht? Und warum?

LG
Logi
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30 Apr 2018 19:20 #520146
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30.04.018
Palmwag-Opuwo


Da wir nur noch schimmliges Brot haben, gönnen wir uns ein Breakfast in der Lodge.
Teures Vergnügen und das Ambiente haut uns nicht vom Hocker. Das Frühstück selbst ist aber lekker und so machen wir uns gut gestärkt auf den Weg nach Opuwo.
Die Strecke bis zum Abzweig nach Sesfontain ist gute Pad, danach sind aber viele Riviere sehr ausgewaschen und man muss ständig auf der Hut sein.






Gesehen haben wir unterwegs sehr viele Springböcke und ein paar Zebras und einen Oryx.
Fotografiert haben wir aber nur diesen flauschigen Kleinen.


Gegen Mittag kommen wir in Opuwo an und buchen eine Nacht im Abba Guesthouse.
Dann frischen wir unsere Vorräte auf und laufen danach durch den Ort.






Und da aus Graskopf nach 2 Monaten ein Grasbüschelkopf geworden ist, geht’s dann noch schnell zum Friseur.


Ich bin der erste Weiße in dem Laden und so werde ich schnell zum neuen Werbegesicht der
Opuwoer Friseurinnung.
Letzte Änderung: 30 Apr 2018 19:45 von Graskop.
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30 Apr 2018 19:43 #520147
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Graskop schrieb:

Ich bin der erste Weiße in dem Laden und so werde ich schnell zum neuen Werbegesicht der
Opuwoer Friseurinnung.

:silly: Silvio, gibs zu - der Helm, den der junge Mann im weißen T-Shirt auf hat, saß während des Haareschneidens auf deinem Kopf. :laugh:

Vielen Dank mal wieder für die amüsanten und auch informativen Einblicke in euren Langzeiturlaub!

LG Bele
Letzte Änderung: 30 Apr 2018 19:44 von Champagner.
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