THEMA: Erfahrungen mit Nissan/Toyota Single Cab 2 Bett
13 Dez 2017 10:34 #501463
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  • PGlaesser am 13 Dez 2017 10:34
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was haben die denn noch "auf dem Kerbholz" :(Markus615 schrieb:
Hallo,

also 2016 hatten wir auch einen Hilux von Britz mit Doppeltank (und einem Einfüllstutzen). Wie richtig beschrieben bewegt sich die Tanknadel erst wenn der Zusatztank leer ist, weswegen man nicht so einfach überprüfen kann ob der zweite Tank auch wirklich richtig voll oder leer ist.
Beim ersten Tank stopp lag der errechnete Verbrauch auch etwas hoch, aber nicht so extrem wie hier beschrieben. War uns aber auch relativ egal. Kommt eben vor, mich nervten mehr die schlechten Reifen.
Bei der Übergabe sagte man uns auch, dass wir bei der Tankstelle am Flughafen kurz vor Abgabe komplett voll tanken sollten und das vom Tankwart auf der Rechnung dann auch quittieren lassen sollten. Das hatten wir natürlich auch gemacht. Da lag dann aber der errechnete Durchschnittsverbrauch ziemlich niedrig, weil der Tankwart eben recht schnell versucht hatte die beiden Tanks zu füllen und da wohl noch einiges an Luft in der Leitung war. Beim Abgeben des Autos hatten wir die unterschriebene Tankquittung mit abgegeben und so war das auch in Ordnung. Ich meine es kann auch an der Motivation des Tankwarts liegen, ob das Auto nun komplett voll getankt wurde oder eben nur teilweise.

Bei anderen Vermietern ist das wieder anders geregelt, da muss der Haupttank komplett voll sein (also die Tanknadel auf voll stehen) und der Zusatztank darf bei Übergabe leer sein, man bekommt den aber auch so übergeben.

Was mich auch ärgern würde, wäre ein komplett leerer Zusatztank, wenn man den dann aber voll wieder abgeben muss. Wegen 10 oder 15 Litern sagt ja keiner was (wie in unserem Fall, nur hatte ich durch Zufall das Auto mit ähnlichem Füllstand wieder abgegeben).

Warum ich nie wieder ein Auto von Britz miete hat ganz andere Gründe.

Gruß Markus
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13 Dez 2017 12:24 #501476
  • Markus615
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  • Markus615 am 13 Dez 2017 12:24
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PGlaesser schrieb:
was haben die denn noch "auf dem Kerbholz" :(

Hallo,

nichts weiter tragisches...

die Reifen waren zum Teil Kernschrott (auf dem Auto selbst 2 mal Conti über kreuz montiert, einmal Infinity INF 200 und einmal Goodyear Wrangler und als Ersatzräder gab es einen fast luftleeren Nankang an der Heckklappe und einen schlecht geflickten und luftleeren Goodyear Wrangler unter dem Auto), Schloss an der Seitenklappe vom Aufbau defekt, Gewinde für die Befestigung des Ersatzrades an der Heckklappe war "Fratze" weswegen das dann auch irgendwann hinten drinnen aufgehoben werden musste, die Hupe funktionierte nicht (braucht man aber auch nicht so dringend) klappernde aber auch unwichtige Teile rundeten den Gesamteindruck vom Fahrzeug ziemlich ab.

Mal davon abgesehen, dass man das Getriebe kaum ohne Zwischengas schalten konnte wäre alles bis auf die Reifen noch vertretbar gewesen. Das Problem war halt, dass wir eine Liste bekommen hatten mit den Werkstätten die wir im Falle eines Reifendefekts aufsuchen dürfen und man es anscheinend nicht für nötig erachtet, dass diese Werkstätten dann auch Ersatz für die Fahrzeuge bereit halten. Wenn dann Ersatzreifen wenigstens zeitnah organisiert werden könnten wäre es auch kein Drama gewesen... Aber wir warteten viele Stunden und verloren so einen ganzen Urlaubstag unnötigerweise. Aber die Strecke von Opuwo zu den Epupa Falls traute ich mich nicht mehr zu fahren, so ganz ohne Ersatzrad und mit einem schlecht geflickten Reifen auf dem Auto.
Dabei hatten wir noch Glück, ohne Reifendruckgerät und ohne Kompressor waren wir unterwegs nach Opuwo schon auf fremde Hilfe angewiesen und hatten die auch bekommen...

Das Reifendrama habe ich ja auch im Reisebericht verewigt

Schon auf Seite 1 am Ersatzrad sieht man mit wie vielen Muttern schon von Anfang an befestigt war. Blöd dass eine weitere auch nicht wirklich gut hielt und man mit Panzertape so ein Rad auch nicht Gravelroad tauglich befestigt bekommt... :laugh:

Die Reifen waren übrigens versichert und kosteten so theoretisch im Endeffekt 100 N$ Selbstbeteiligung. Theoretisch deswegen, da wir in Vorleistung gegangen waren und durch Wechselkursschwankungen zwischen bezahlen der Reifen und Erstattung kosteten die im Endeffekt dann gar nichts...

War trotzdem eine super Reise und wir waren dieses Jahr wieder in Namibia und nächstes Jahr ist auch wieder gebucht nur eben der Fahrzeugvermieter war schon dieses Jahr ein anderer und wird es auch nächstes Jahr wieder sein. ;)

Vielleicht hat Britz ja auch seit 2016 dazu gelernt oder wir waren eine absolute Ausnahme?!? :)

Gruß Markus
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13 Dez 2017 12:38 #501477
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Markus615 schrieb:

Wenn dann Ersatzreifen wenigstens zeitnah organisiert werden könnten wäre es auch kein Drama gewesen... Aber wir warteten viele Stunden und verloren so einen ganzen Urlaubstag unnötigerweise.


Gruß Markus

das ist doch zeitnah :ohmy: Erwartest Du wirklich, dass jeder Vermieter für seine Fahrzeuge an jeder Werkstatt zig Reifen auf Vorrat hält? :whistle: Vermutlich nicht, deshalb müssen sie beschafft werden und das ist in Namibia entfernungstechnisch eben schwieriger in nicht "vielen Stunden" als vielleicht in Deutschland...
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
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13 Dez 2017 12:52 #501479
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Wir hatten letztes Jahr einen Fortuner von Britz und waren sehr zufrieden. Gute Einweisung incl. genaue Beschreibung für Reifenwechsel und Vierradfahren.
Geld für Reifenpanne wurde zurücküberwiesen (nach ca. 4 Wochen) Abgabe vollkommen unkompliziert.

Und zum Thema tanken bei Mietfahrzeugen, könnte ich viele Geschichten die hier in Deutschland spielen schreiben. Da habe ich auch schon Rechnungen von Mietwagenfirmen über 4 l Benzin für fast 20€ bekommen, weil angeblich der Tank nicht voll war. Im Südeuropäischen Raum noch ganz andere dolle Dinger. Sowas kann überall passieren, aber das weiß man doch eigentlich auch, oder? Deshalb selber alles überprüfen, wenn möglich.

Viele Grüße
Sasa
Die Freiheit des Einzelnen endet da, wo seine Faust die Nase eines anderen trifft.
3 Generationen zum ersten Mal auf Pad, Namibia 2016:
www.namibia-forum.ch...a-erstlingstour.html
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13 Dez 2017 13:33 #501482
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  • Markus615 am 13 Dez 2017 12:24
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Hallo Sanne,
Sanne schrieb:
das ist doch zeitnah :ohmy: Erwartest Du wirklich, dass jeder Vermieter für seine Fahrzeuge an jeder Werkstatt zig Reifen auf Vorrat hält? :whistle:

ähm ja mindestens einen Reifen schon... Reifenpannen sind ja nichts außergewöhnliches in Namibia.
Sanne schrieb:
Vermutlich nicht, deshalb müssen sie beschafft werden und das ist in Namibia entfernungstechnisch eben schwieriger in nicht "vielen Stunden" als vielleicht in Deutschland...

Blöderweise war die Entfernung da aber gerade einmal ca. 2 km von der Stelle wo wir nagelneue Reifen bekommen hätten zu der Werkstatt die genannt war. Man darf dann als Vermieter eben nicht nur bestimmte Werkstätten vorschreiben und wenn, dann sollten die eben auch Reifen bevorraten.
Wenn andere Vermieter Kunden haben, die in ganz kurzer Zeit neue Reifen bekommen, dann findet man das eben nicht so lustig, wenn man selber am Vortag die Reifen schon bestellt hat und das Versprechen bekommen hat dass die am nächsten Morgen da sind und es dann doch bis zum späten Nachmittag dauert. Derjenige der uns am Vortag geholfen hatte, der hatte unterwegs auch eine Reifenpanne (auch gute Reifen können kaputt gehen) und kurze Zeit später einen neuen Reifen aufgezogen. Der nannte uns auch die Werkstatt wo noch mindestens 4 neue Reifen der gesuchten und durchaus gängigen Reifengröße lagerten und die war eben nur 1,3 km (gerade auf Google maps geschaut) von der Stelle entfernt wo unsere Felgen auf neue Reifen warteten.
Wir hatten ziemlich genau 22 Stunden "umsonst" auf die Reifen "gewartet" und das merkt man sich halt für das nächste Mal.

Wie ich schon geschrieben habe, den einen, einzig ausschlaggebenden Grund gibt es nicht, das ist einfach die Summe der "Unzulänglichkeiten" und das war 2016 vielleicht ein bedauerlicher Einzelfall.

Dass es mich getroffen hat ist purer Zufall, aber die Konsequenzen die ich daraus gezogen habe sind eben aufgrund persönlicher Erfahrung. Manch anderer Kunde hätte das vielleicht auch als Abenteuer empfunden und "steht auf so etwas". ;)

Gruß Markus

PS: Ich bin es gewohnt auf Ersatzteile zu warten. Meine eigenen Fahrzeuge waren früher "fast immer" im Urlaub defekt, jedenfalls kam das ein paar Mal vor und nicht nur in Afrika hat man manchmal ein "Ersatzteilproblem" und wenn das gelöst ist dann ein "Werkzeugbeschaffungsproblem" und wenn es nur ein 50er Schlüssel ist, den man sich aus Flacheisen wenigstens noch zusammen schweißen kann...
Letzte Änderung: 13 Dez 2017 13:36 von Markus615. Begründung: Schreibrecht
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15 Dez 2017 17:08 #501702
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Meine Frau und ich waren im September/Oktober gut drei Wochen lang in Namibia unterwegs.
Die gefahrene Strecke betrug insgesamt ca. 5.800 km. Unser fahrbarer Untersatz war ein Discoverer FunX2 (Diesel) auf der Basis eines Nissan NP 300 von Bobo-Campers mit anfangs 115.000 km auf der Uhr. Wir hatten uns für dieses Fahrzeug entschieden, obwohl es teilweise durchaus kritische Reviews im Netz gibt. Ausschlaggebend für uns war, daß dies als einziges 4WD-Fahrzeug eine innenliegenden chemischen Toilette anbot. Für uns als Namibianeulinge ohne Campingerfahrung in diesen Breiten war das ein wichtiger Punkt gewesen. Im Nachhinein kann ich sagen, daß wir sie nicht einmal benutzt haben und die kleine Toilette als zusätzlicher Stauraum diente.
Über das Fahrzeug selbst kann ich nichts grundsätzlich Schlechtes sagen, obwohl es durchaus Licht und Schatten gibt.
Positiv überrascht waren wir über den durchschnittlichen Treibstoffverbrauch. Genannt wurde uns ein Wert zwischen 12 und 14 Liter/100km. Tatsächlich lag unser Verbrauch dann bei 11,7 Litern. Trotz ziemlich verbrauchter Reifen hatten wir auf der gesamten Strecke keinen einzigen Reifenschaden oder Plattfuß. Da haben wir unterwegs ganz andere Sachen gesehen oder von Reisebekanntschaften gehört. Der Stauraum im Camperaufsatz war für uns mehr als ausreichend und der große Kühlschrank Gold wert. Das Bett, welches sich schnell aus dem Tisch und den Sitzbänken herstellen ließ, war war für meine Frau und mich durchaus bequem. Die Ausstattung war auch dem Verwendungszweck angemessen. Wir hatten sogar einen elektrischen Kompressor, mit welchem wir schnell den Luftdruck den wechselnden Pad-Gegebenheiten (Gravel, Washboards, Sand, Teer) anpassen konnten.
Auf die eher negative Seite gehört für mich, daß der Wagen für seine Größe und sein Gewicht etwas untermotorisiert war. Dies machte sich immer auf steileren Anstiegen bemerkbar, wenn man nicht über genügend Schwung verfügte. Nur einmal im Kaokoveld, auf der Zufahrt zum Camp Aussicht, auf halber Stecke zwischen Sesfontein und Opuwo, brauchten wir einen zweiten Anlauf. In einem Steilstück standen plötzlich Rinder auf dem Weg, welche uns zum Anhalten zwangen. Als sie sich endlich wegbewegt hatten, war der Motor zu schwach um den Wagen im ersten Gang am Berg anzufahren. Also hieß es rückwärts runter, durch das Trockenflußtal hindurch und den Gegenhang rückwärts hinauf. Dann wurde ordentlich Schwung geholt und das letzte Steilstück zum Camp gerade so geschafft. Bei den den abenteuerlichen Passagen durch die Zufahrten zum Camp zeigte sich eine andere Eigenschaft des Nissan, auf die man achten sollte. Durch den Camperaufbau verfügt er über einen relativ hohen Schwerpunkt, welcher sich durch teilweise abenteuerliches Schwanken des Fahrzeugs auf unebenem Gelände bemerkbar macht. Letzlich sind wir aber doch auf den Berg rauf und wieder hinuntergekommen.
Eine weitere interessante Erfahrung mit dem Wagen war, daß sich durch die Vibrationen ständig irgendwelche Schrauben und Scharniere lockerten oder lösten und wir froh waren, entsprechende Schraubendreher und -schlüssel dabei zu haben.
Vermutlich auf Vibrationen war auch ein unplanmäßiger Zwischenstop zurückzuführen. Auf der Fahrt durchs Damaraland gabe es ohne ersichtlichen Grund plötzlich Probleme mit dem Zündschloß. Beim Starten des Motors ließ sich plötzlich der Schlüssel nicht mehr drehen. Teilweise dauerte es mehrere Minuten und dutzende Versuche, bis der Motor gestartet werden konnte. Gemäß Kontakt mit Bobo-Campers, bzw. dessen technischen Dienstleisters, wurde ein Werkstadtbesuch in Swakopmund vereinbart. Hier wurde in einer Vertragswerkstatt das defekte Zündschloß ausgetauscht. Wir nutzten die Zeit für eine ohnehin geplante Stadtbesichtigung.
Alles in allem haben wir unsere Entscheidung für den Discoverer FunX2 von Bobo Campers nicht bereut, obwohl ich denke, daß andere Fahrzeuge für Fahrten in rauhem Gelände deutlich besser geeignet sind. Wichtig ist, das man gut und sicher ankommt und zu diesem Punkt gibt es meinerseits keine Klagen.
2017 - Namibia (10.09. - 04.10.2017)
2019 - Neuseeland (19.01. - 12.02.2019)
Letzte Änderung: 15 Dez 2017 17:12 von Bornheimer.
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