THEMA: Camping mit Kindern (7 und 9)
26 Mai 2020 22:38 #589443
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  • toumtoum am 26 Mai 2020 22:38
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Ich kann loser und Dr. We nur zustimmen. Aber es ist auch abhängig davon, was ihr für eine Einstellung und auch Erfahrung habt. Die Entscheidung müsst ihr selber treffen. Mit 7 und 9 Jahren wird auf jeden Fall viel hängen bleiben, aber auch da hängt es etwas vom Reisestil ab,
Ich war 2012 mir meiner Familie (damals 6 jähriger Sohn) unterwegs. Wir sind in 4 1/2 Wochen von Kapstadt - Panoramaroute - Krüger NP; Zimbabawe - Matobo NP- Hwange NP - Victoria Falls; Botswana - Chobe Riverfront; Namibia - Caparivi (mit Babwata NP) - Etosha NP - Twyfelfountain - Skeleton coast - Namib desert (Mirabib) - Sossusvlei - nach Windhoek gefahren. Nette Tour mit vielen Höhepunkten. Aber dazwischen sind schon auch etwas längere Fahrstrecken. Dabei war nur die Strecke Pi mal Daumen geplant, nichts vorgebucht und wurde eigentlich jeden Tag wieder neu geplant - manche Ecken sind dann eben doch nicht so toll, da kürzt man und andere Ecken sind wieder richtig toll (manchmal auch nur zu diesem Augenblick), da verlängert man.
Mir ging es bei der Reise auch darum, daß unser Sohn sieht, wie afrikanische Kinder leben, welches Spielzeug sie haben etc. Die "ferngesteuerten Drahtautos haben ihn total fasziniert. Auch viele Landschaften sind ihm im Gedächtnis geblieben. Die Wildheit und die riesigen Wellen vom Skeleton Coast NP sind immer noch präsent. Von den Victoriafällen und den Helikopterflug darüber (war sein Geburtstagsgeschenk) schwärmt er noch heute, aber auch von den Menschen, mit denen wir uns unterhalten haben.
Tiere hat er auch Unmengen gesehen. An der Chobe-Wasserfront aber auch in Zimbabwe sind die Zeltplätze nicht abgegrenzt. Sehe ich jetzt nicht so als das Problem. Egal ob Kind oder Erwachsener in der späten Dämmerung und nachts hast du nichts im Busch verloren. Ist dann aber auch die Zeit, wo die Kinder eh im Bett sein sollten. Im Kwandocamp sind auch Elefanten in 10m Nähe an uns vorbeigelaufen. Allerdings wusste er, daß man sich ruhig verhalten muß etc. Wie Dr. We schon erwähnt hat - für südafrikanische Kinder alles normal.

Allerdings sollte man sich schon die Frage stellen, kann man seinen Kindern vertrauen und sich auf sie verlassen, Ich versuche meinen Sohn, egal wo, immer auf mögliche Gefahren hinzuweisen und er ist auch schon in der 2. Klasse allein mit dem Rad durch die Gegend gefahren, ohne daß ich Angst hatte.

Ist eben eine Abwägung, welche ihr allein treffen müsst - wir kennen auch nicht euere Kinder - wie verläßlich sie sind und wieviel Vertrauen man in sie setzen kann. Mein Sohn hat mich z.B. schon mit 11 Jahren allein beim Klettern gesichert.
Letzte Änderung: 27 Mai 2020 08:58 von toumtoum.
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27 Mai 2020 16:00 #589459
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  • loser am 27 Mai 2020 16:00
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Nachdem es doch ein paar positive Meinungen dazu gab, will ich auch meinen Kren draufgeben. Der wird den Schumos aber die Entscheidung nicht leichter machen oder abnehmen.

Vor einigen Jahren hätte ich auf Schumos Frage geantwortet: Na klar, unbedingt, genießt es!! Weil ich früher xxxmal mit meinen Kindern vom Babyalter weg kampiert habe, auch viel „wild“ und ohne Zaun. Für die Kinder war es immer schön, von Langeweile keine Rede. Kinder profitieren unbedingt davon, erleben etwas, was in der überbehüteten und überzivilisierten Heimatwelt unschätzbaren Wert hat. Heute noch mehr als vor Jahren, wo die Reisenden noch weniger verwöhnt waren.

Trotzdem würde ich das jetzt mehr qualifizieren als früher. Nicht weil ich alt bin, sondern weil sich nämlich durch den Massentourismus Wesentliches verändert hat. Wildtiere haben dadurch ihre Scheu vor Menschen verloren, sehr auch durch Zutun der sogenannten Naturliebhaber, die nicht nah genug dran sein können, vom Anfüttern udgl. gar nicht zu reden. Einzelne Tiere sind an Menschen gewohnt, beanspruchen z. B. offensiv „ihren“ Platz, dadurch entstand eine potenziell gefährliche Nähe, die manchmal, aber seeeehr selten, schief geht. Die in Foren besungene „Natürlichkeit“ ist oft das Gegenteil davon.

Also Schumo, ich denke, dass ich es auch jetzt noch machen würde und es wird ja auch von vielen Familien praktiziert. Es ist aber sicherlich Umsicht, Vorsicht, Wissen und Erfahrung nötig. Das musst du selber einschätzen können. „Angsthase“ zu sein, ist dabei eher ein Asset!!!! Alles hängt auch davon ab, ob die Kinder die nötige Selbstdisziplin aufbringen können /wollen und Einschränkungen bei der Bewegungsfreiheit akzeptieren. Nach Einbruch der Dunkelheit dürfen/sollten sich Kinder in diesem Alter z.B. nicht mehr frei bewegen, nach dem Abfüttern gehören sie ins Zelt. Kleine sind gefährdeter als Große. Auch die Risiken „am Boden“ müssen ihnen klar gemacht werden. Auf einen „Schutz“ durch Lagerfeuer oder Beleuchtung, wie so oft geraten, sollte man sich keinesfalls verlassen, dieses ist wegen der eingeschränkten Übersicht eher nachteilig. Es ist i. A. keineswegs so, dass dich Wildtiere i. A. offensiv angehen werden, sowas ist extrem selten, das Gefahrenpotenzial liegt eher darin, dass in einer unvorhergesehenen oder unerkannten Situation bzw. Konfrontation falsch reagiert wird. Das kann natürlich immer, auch ohne Kinder, passieren.
Meine 2 c, gestandene Buschcamper, wie der Cruiser, könnten sicherlich bessere Ratschläge geben. Und falls Kampieren für euch überhaupt neu ist, wäre ein „weicher“ Einstieg, also NPs mit eingezäunten Camps, auch ein schöner Anfang
Grüße.
Letzte Änderung: 27 Mai 2020 16:02 von loser.
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28 Mai 2020 22:35 #589525
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  • Dr. We am 28 Mai 2020 22:35
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Tja,
und noch eine "frustrierende" Anmerkung:

Die Reaktion meiner 16-Jährigen auf die (5-6) Afrika-Camping-Abenteuer:

"Papa. lass mich mit den blöden Viechern, den Staub, der Hitze usw... in Frieden."

"Ich will an den Gaaardaaaseee.... "


Nun, mit einem Lächeln "einfach nicht ignorieren"

LG Stephan
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29 Mai 2020 18:44 #589552
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Hallo an die Schumos, aus Prinzip und Interesse, die Frage:
Was macht ihr jetzt aus diesen Meinungen und Meldungen?
Abwägen....Diskutieren.... Verarbeiten.......Ignorieren....und wozu war das alles gut?
Was wird's, Morimex und Tschobbe oder Gaaaardaaasee?
Vielleicht erfährt man es ja ein Mal ;)
Letzte Änderung: 29 Mai 2020 18:56 von loser.
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29 Mai 2020 20:00 #589557
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Nicht jeder hat die gleiche Zeit der Welt.
Best Regards
Adolf
Conservation is our passion!

Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'!
Sponsor of Desert Elephant Conservation.
Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA.
Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
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02 Jun 2020 09:16 #589722
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  • Schumo am 02 Jun 2020 09:16
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Entschuldigt mein Laptop hat es nicht gut gemeint mit mir und ich konnte irgendwie nicht mehr auf diese Seite zugreifen. Jetzt aber läuft alles wieder. Vielen Dank für eure Rückmeldungen. Ich freue mich sehen es nicht alle so negativ sondern gibs auch positive Ansichten betreffend Botswanareisen mit Kindern. Es war und ist schon seit ewigkeiten ein Traum von mir sowie von meinem Mann Botswana zu bereisen. Also werden wir dies nächsten Frühling auch tun sofern dies dan möglich ist. Es wird also nicht der Krüger oder Gardasee sondern wie geplant und geträumt Namibia Botswana. Ganz liebe Grüsse an euch alle
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