THEMA: Wonders of Ethiopia
06 Apr 2013 22:59 #284352
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  • fahrinurlaub am 06 Apr 2013 22:59
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Hallo Wolfgang, bist ja schon gut informiert. Das es etwas stressig für Radfahrer ist, haben wir auch gehört. Nach uns wurde nur einmal mit Steinen geschmissen. Das scheint ein Hobby der Kids zu sein, drohen sich gegenseitig mit Würfen und oft meinen die es aber gar nicht unbedingt boshaft… wollen Aufmerksamkeit von dem Faranji. Die Kinder treiben mit Steinen die Ziegen zusammen und treffen aber super gut. Besonders berüchtigt für steineschmeißende KInder ist die Gheralta Region in Tigray.

Hallo Kerstin
Die Reise wurde von uns selbst organisiert. Wir haben Hotels und Transport teilweise von D vorgebucht oder vor Ort gesucht. Die Hotels organisieren auch den Weitertransport. Wir sind nicht mit lokalen Bussen gefahren, das war uns zu anstrengend. Das Land ist gut individuell zu bereisen und mit der lokalen Fluggesellschaft Ethiopian kann man günstig lange Strecken schnell über überwinden.

Ich werden am Ende ausführlichere Tipps geben… Preise, Links etc.
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08 Apr 2013 09:42 #284594
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Unsere nächste und auch letzte Station in Äthiopien war Lalibela. Der sagenumwobene Ort mit den berühmten Felsenkirchen. In Lalibela hat in den letzten Jahren eine rege Bautätigkeit eingesetzt und es gibt so etwas wie eine touristische Infrastruktur… mit guten Restaurants und günstigen Hotels. Wir wohnten im nagelneuen Top Twelve Hotel für 50 USD und sind nach unserem Trek erstmal für 30 Minuten unter die Dusche.

Hier Impressionen aus Lalibela

und schon wieder so ein unglücklicher Priester B)






Das 'Wahrzeichen' Lalibelas, die Georgskirche




endlich mal ein lächelnder Mönch





Die Kirchen sind in nördliche und südliche Gruppe eingeteilt, die Georgskirche steht einzeln. Der Eintritt zu den Komplexen wurde im Januar 2013 um 160% erhöht und beträgt jetzt 50 USD pro Person. Wenn man dann noch einen Guide nimmt (wir haben allerdings alles alleine besichtigt) ist man locker bei 150 USD für zwei Personen. Preise wie in Angkor Wat, nur das man die Kirchen gut in einem Tag besichtigen kann, während man für Angkor Wat vier Tage braucht. Wir fragten nach, was mit dem Geld passiert, ob es für die Restaurierung verwendet wird? Man sagte uns die Mönche müßten bezahlt werden. Wir haben dann aber erfahren, dass das Geld wohl anderweitig ausgegeben wird. Die Priester besitzen bereits ein gutlaufendes Restaurant, das 'Seven Olives' und wollen in weitere touristische Projekte investieren… super!!!
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08 Apr 2013 10:02 #284599
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Ich fotografiere eigentlich keine Hotels aber im Top Twelve in Lalibela hatten wir eine super Aussicht von unserem Balkon





Weitere Bilder aus Lalibela





Die Kirchen sind zum Teil mit Tunnel untereinander verbunden. Man sagte uns wir bräuchten einen Guide, um im Labyrinth zurecht zu kommen. Das stimmt aber nicht. Mit etwas Forscherinstinkt kommt man gut alleine klar
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08 Apr 2013 10:06 #284601
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So, das waren unsere drei Wochen in Äthiopien. Wir sind dann direkt weitergeflogen nach Sansibar und ich weiß nicht ob die 8 Tage in Stone Town und an der Ostküste hier jemanden interessieren? Die Zeit auf Sansibar war ein guter Abschluss der Reise, endlich kamen wir dazu Bücher zu lesen und einfach mal nur abzuhängen.

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Hier einige Tipps

Als Reiseführer kann ich nur wärmstens den Bradt-Guide Ethiopia empfehlen Bradt Guide Ethiopia

Wir sind alle Strecken mit Ethiopian Airlines geflogen. Der Flug nach Sansibar mit Stop in Addis kostete ca. 750 Euro, die zwei Inlandsflüge je ca. 80 Euro. Man kann auch wohl direkt vor Ort noch günstiger buchen. Allerdings verkauft Ethiopian die Inlandsflüge nur billiger, wenn man auch mit Ethiopian nach Addis fliegt. Die Fluggesellschaft ist neben SAA, die beste in Afrika. Die 4 neuen Dreamliner wurden in Addis lahmgelegt und dadurch kam auf unseren Langstreckenflügen ältere aber gepflegte Modelle zum Einsatz. Inlandsflüge waren pünktlich und mit neuen Maschinen.

Die Preislage unserer Hotels lag zwischen 40 USD und 90 USD. Der Standard war immer gut. Eine Ausnahme war die Simien Lodge, die 170 USD kostete, und in der wir als Individualreisende extrem abgezockt wurden. Ich habe einige Hotels auf tripadvisor bewertet.
unsere Hotels auf tripadvisor

Teuer ist privater Transport. Ein Geländewagen mit Fahrer in der Gheralta-Region kostete ca. 86 bis 100 USD pro Tag und je nach Fahrtstrecke. Von Gondar nach Bahir Dar mit privaten Minibus ca. 80 USD.

Der TESFA Trek kostete ca. 315 USD (4 Tage/3 Nächte) für zwei Personen. Hinzu kam auch hier noch der private Transport von Bahir Dar in die Nord-Wollo Region und nach dem Trek mit Geländewagen nach Lalibela… ca. 315 USD, sehr lange Fahrtstrecke von Bahir Dar.

Man kann auch die Tour im Uhrzeigersinn machen, d.h. von Addis zuerst nach Bahir Dar. Das machen die Meisten aber wir wollten unbedingt in die Gheralta Lodge und die wäre dann ausgebucht gewesen. Es war eigentlich kein Problem Unterkünfte vor Ort zu finden, aber die populäre Gheralta-Lodge ist Monate im voraus ausgebucht.

Gutes Abendessen fängt ab 5 Euro an. Bier ab 0,70 Cent… wenn ich mich richtig erinnere. Die Bootstour auf dem Lake Tana (ein ganzer Tag) kostet 10 USD pro Person. Eintritt in die Kirchen auf dem See, ca 5 USD pro Person und da kommt bei einigen Kirchen schon etwas zusammen… jede Kirche lohnt nicht den Preis. Eintritt in die Felsenkirchen der Gheralta-Region 8 USD je Kirche, hinzu kommen noch ca. 15 USD für den Guide pro Tag. Die Felsenkirchen in Lalibela kosten wie gesagt 50 USD p.P… Ticket gültig für 4 Tage. Hier kann man etwas Geld sparen wenn man die Kirchen ohne Guide besucht, die brabbeln einem oft nur eine Blase ans Ohr und sind zum Teil nicht gut informiert.

Wir sind nicht in die Danakil-Senke, da dort vor einem Jahr einige Touristen aus D und Österreich ermordet wurden. Wir haben jetzt allerdings gehört, das soll sehr sicher sein. Man wird begleitet von einem Militärkonvoi mit Handgranaten und Maschinengewehren… super, aber ohne uns. Wir sind auch nicht ins populäre Omo-Valley, dafür braucht man fast 2 Wochen und die Tribes zu besuchen, das ist wahrscheinlich wie ein Besuch im Zoo. Da wir niemanden kannten, der vor uns in Äthiopien war, und wir alles alleine geplant haben, waren wir uns einfach unsicher und haben deshalb 'nur' die schon gut erschlossene 'historische Route' bereist.

Fazit: Immer noch ein günstiges Reiseland jenseits des Massentourismus, gut selbst zu organisieren aber kein Land für Afrikaeinsteiger, vielseitige Natur mit einzigartigen Kulturstätten, sehr sicher im Vergleich zum Rest des Kontinents (kommt natürlich auf die Region an), wer allein reist und mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährt (low-budget und hier denke ich auch an Radfahrer) kommt stark mit Bettlern und 'aufdringlichen' Kindern in Kontakt

Unser Reiseverlauf: Addis-Gheralta-Axum-Gondar-Simien NP-Gondar-Bahir Dar-TESFA Trek (Nord Wollo)-Lalibela
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Letzte Änderung: 08 Apr 2013 13:30 von fahrinurlaub.
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11 Apr 2013 00:43 #285168
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  • Flori am 11 Apr 2013 00:43
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Hallo,

recht herzlichen Dank für Deinen Bericht, fahrinurlaub! Tolle Fotos!

Hat mich sehr an unsere Äthiopienreise im Dezember 2011 erinnert.
Zwar waren wir nicht individuell unterwegs, aber in einer Kleingruppe zu acht.
Wir haben die Simien-Mountains, Lalibela und das Marienfest in Axum als Höhepunkt empfunden.

Die Priester vor den Kirchen bekommen übrigens nichts vom Eintrittsgeld, nichts von den Opferstöcken.
Das bekommt die ziemlich reiche Kirche .Wussten wir zunächst auch nicht, aber unser super Rastafari-Reiseführer Mickey hat uns ganz ausgezeichnet über dies und anderes informiert. :)

Gruß Doro
~ Take only pictures leave only footprints ~

Letzte Änderung: 11 Apr 2013 00:44 von Flori.
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