THEMA: Reisebericht Madagaskar August 2019
18 Dez 2019 08:15 #575478
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Gleich danach laufen wir zum Restaurant und essen da ein Zebu Médaillon. Miam Miam! :P Echt lecker.

Um das Restaurant ist etwas los. Immer wieder beobachten uns Schwarz-Weisse Varis.





Sie versuchen natürlich etwas Essbares zu stehlen. Sie warten auf den richtigen Moment.









Den Nachmittag verbringen wir am Strand vom See Ampitabe. Das Wasser ist hier kristallklar, ein Genuss! :laugh:
Die ganze Anlage wirkt wie ein Traum. Natur pur.
www.palmarium.biz

Gegen 18.30 gönnen wir uns einen Mojito an der Bar.





Das Hotel scheint ausgebucht zu sein. Zum Abendessen gibt es Minestrone, Crevettes au poivre vert und eine Früchteplatte. Schmeckt echt.

Preis für das Bungalow pro Nacht: 52 Euros
Preis für das Boot Manambato - Palmarium pro Person: 25 Euros
Ein Set Menu kostet 50'000 Ariarys und ein Continental Frühstück 25'000 Ariarys

Ich empfehle euch die Extras in Ariarys zu begleichen denn der Wechselkurs hier ist sehr schlecht. 1 Euro = 3700 Ariarys (normalerweise 1 Euro = 4000 Ariarys)
Wir plaudern noch eine Weile mit Rico, ein Restaurantangestellter und gehen danach schlafen.


15.08.2019

Wir haben sehr gut geschlafen. Ab und zu in der Nacht hörte man den Schrei der Indri Indri. Ein tolles Abenteuergefühl! :)

Gegen 07.30 nehmen wir das Frühstück auf der Restaurant Terrasse. Ein Schwarz-Weiss Vari leistet uns auch gleich Gesellschaft.





Unweit vom Tisch wartet auch ein Brown Lemur.

















Dieser Graue Hybride Lemur kommt auch noch dazu.









Er gefällt mir am meisten.









Hier noch andere Hybride Lemurs.









Alle hoffen auf eine Banane. Auf den verschiedenen Bäumen gibt es aber viele Früchte. Die Jack fruit scheinen nicht zu schmecken...





Um 08.30 geht die Palmarium Tour. Für die Hotelgäste ist sie kostenlos. Für die Anderen 25'000 Ariarys pro Person.

Fortsetzung folgt
Letzte Änderung: 18 Dez 2019 08:29 von ANNICK.
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19 Dez 2019 09:29 #575549
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Punkt um 08.30 geht die Tour auch los. Rico begleitet uns. Wir sind in Achtergruppen verteilt. Jede Gruppe bekommt seinen Führer. Das Grundstück des heutigen Palmariums wurde 1961 von Günter Gottlebe, einem deutschen Auswanderer, erworben. Er lies einen kleinen botanischen Garten anlegen und legte den Grundstein für erste Gebäude. Noch heute kann man vom ihm angepflanzte Blumen und Pflanzen bewundern.

















Seit Anfang der 2000er Jahre ist das Gelände in französischem Besitz und unter madagassischer Verwaltung. Das Reservat erstreckt sich über 0,5Km2 und beherbergt Tieflandregenwald und diverse Seen. Die Wege im Reservat sind fast alle flach und sehr gut zu begehen.
Am Anfang der Tour beobachten wir einige Hybride Lemuren.













Sehr bald sorgt aber ein wunderschöner Chamäleon für unsere ganze Aufmerksamkeit.





Er rührt sich nicht vom Fleck.









Und auf einmal springt er auf und nimmt sich sein Frühstück.









Dann wird verdaut!





Schmetterlinge hat es hier auch sehr viele.









Ein Zwergchamäleon kommt uns auch vor die Linse.









Die endemische Strahlenschildkröte bleibt etwas Besonderes.









Fortsetzung folgt
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20 Dez 2019 08:48 #575607
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Unsere Lieblinge bleiben aber momentan die Schwazweisse Varis.





Diese Primaten wie schon erwähnt sind Baumbewohner. Sie sind besonders am frühen Morgen und am späten nachmittag aktiv.





Sie bewegen sich eher langsam fort und können Distanzen auch springend überbrücken.









Weibliche Varis haben im Gegensatz zu anderen Makis 3 Paar Zitzen. Nach einer 90 bis 100 tägigen Tragzeit bringt das Weibchen im September/Oktober meist Zwillinge auf die Welt. Manchmal aber auch bis zu 4 Jungtiere. Die Geburt erfolgt in einem guten versteckten Nest in den Bäumen. Da werden die Jungen auch "geparkt" wenn die Mutter auf Nahrungssuche geht.
Ihre Tagaktivität und ihre laute Rufe machen sie zu einem leichten Ziel für die Jäger....
Wir schauen ihnen eine Weile zu.









Irgendwie kommen sie mir menschlich vor.









Danach erblicken wir einen Mohrenmaki (Eulemur Macaco). Er gehört zu den kleineren Vertretern der gewöhnlichen Makis. An den Ohren haben sie auffällige Haarbüschel. Die Männchen sind durchgehend schwarz gefärbt.





Die Weibchen sind am Rücken braun bis schwarzbraun, die Gliedmassen sind bräunlich und der Bauch hellbraun bis weissgrau. Die Augen der Mohrenmaki sind gelb- orange.





Zwischendrin bewundern wir auch immer wieder Blumen.









Vanille wächst hier auch.





Ein Jungroter Vari lässt sich auch noch blicken.













Die Brown Lemurs zählen wir nicht mehr.









Jetzt sind wir aber auf der Suche nach den Indri Indri. Hoffentlich finden wir sie!

Fortsetzung folgt
Letzte Änderung: 20 Dez 2019 09:04 von ANNICK.
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22 Dez 2019 21:35 #575779
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Im Palmarium Reservat machen wir auch mit den Kronenmakis Bekanntschaft.





Sie erreichen eine Kopfumlänge von 34 bis 36cm. Der Schwanz ist mit 45cm deutlich länger. Das Gewicht beträgt 1,5 bis 1.8 Kilos. Die Geschlechter unterscheiden sich in der Fellfärbung. Die Männchen sind an der Oberseite graubraun und am Bauch weissgrau gefärbt. Der lange, buschige Schwanz ist etwas länger als der Rumpf. Das Gesicht ist hellgrau, die Spitze der Schnauze schwarz. Das grösste Merkmal ist das orangefarbene V-förmige Muster am Kopf, dass die schwarz gefärbte Oberseite des Kopfes umrahmt. Die Backen sind auch mit orange buschigen Haaren versehen.









Die Weibchen dagegen wirken unauffälliger. Ihr Fell ist am Rücken grau und am Bauch weissgrau. Die von den V-förmigen Zeichnung umrahmte Oberseite des Kopfes ist nicht schwarz sondern grau. Die orangen Backenhaare fehlen.









Die Kronenmakis leben normalerweise in Gruppen von 5 bis 6 Tieren. Bei der Kommunikation spielt der Geruchssinn eine wichtige Rolle, daneben kommunizieren sie auch mit Körperhaltung und Laute. Das Herausstrecken der Zunge gilt als Begrüssung.









Aber auf einmal werden wir auf einen Gesang im Wald aufmerksam. Er gehört zu den eindrucksvollsten die die Tierwelt zu bieten hat. Man kann die Stimmen der Indris kilometerweit durch den Wald schallen hören. Es klingt wie ein trauriger Gesang. Angeführt und begonnen wird der Gesang stets vom Elternpaar einer Familie, das damit sein Revier absteckt aber auch mit anderen Familien kommuniziert und vor Drohungen warnt. Am meisten hört man die Indris am morgen singen. Es gibt sie nur auf Madagaskar!
Wir laufen Richtung Gesang und auf einmal sehen wir sie.
Bei den Indris handelt es sich um Papa, Mama mit Baby. Einfach ein traum!









Die Indris sind die grössten Lemuren Madagaskars und sehen aus wie Teddybären. Das schwarze Gesicht ist eingerahmt von weissem Fell und schwarze, kreisrunde Ohren lugen aus dem dichten Plüsch.





Sie können Gewichte bis zu 10 Kilos bei einer Körpergrösse von rund 70cm erreichen. Mit ausgestreckten Armen und Beinen sind sie dann stolze 120cm lang.





Scheinbar federleicht springen sie von Baum zu Baum. Auf den Boden kommen Indris äusserst selten.





Rico erzählt uns dass der Indri (auch Babakoto genannt) in Madagaskar eine wichtigen Rolle im Reich der Mythen und Legenden spielt. Man sagt dass die Indris früher Menschen waren. Dieser Glaube mag damit zu tun haben, dass Indris im Gegensatz zu allen anderen Lemuren Madagaskars statt einen langen, eleganten Schwanz nur einen Stummel haben, den man im dichten Fell kaum erkennt.





Wie Menschen leben Indris monogam und haben lebenslang nur einen einzigen Partner. Erst wenn dieser stirbt, suchen sie einen Anderen.
Die Weibchen sind nur an wenigen Tagen im Jahr befruchtungsfähig. Genau diesen Zeitpunkt muss das Männchen zur Paarung abpassen, um Nachwuchs zu bekommen. Jedes Weibchen bekommt nur alle 2 oder 3 Jahre ein Junges, immer im Mai oder Juni nach 4 bis 5 Monate Tragezeit. Unser Baby muss knapp 3 Monate alt sein.
Wenn Indris auf die Welt kommen sind sie kohlrabenschwarz und hängen am Bauch ihrer Mütter.





Die Banane scheint zu schmecken!













Die Augen sind sonderbar.









Wir bleiben nicht allzu lange bei den Indris um den anderen Gäste auch die Möglichkeit zu geben sie zu bewundern.

Auf dem Weg zum Viewpoint erblicken wir noch diesen Hybride Lemur









sowie ein Haufen verschiedener Pflanzen.





Von da oben bekommt man eine tolle Aussicht.









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Letzte Änderung: 23 Dez 2019 06:38 von ANNICK.
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25 Dez 2019 15:13 #575880
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  • MooseOnTheLoose am 25 Dez 2019 15:13
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Liebe Annick,

habe heute Deinen wunderschönen Bericht weitergelesen und bin völlig verzückt von den herrlichen Lemurenfotos! :woohoo: Sooooooo schön, danke!
Frohe Weihnachten und liebe Grüße,

Moose.
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26 Dez 2019 11:51 #575895
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  • BriZA am 26 Dez 2019 11:51
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Liebe Annick,
ich kann mich Moose nur anschliessen :cheer:
Die Lemuren haben es mir auch angetan und ich denke mal unsere nächste Reise könnte
uns auch wieder nach Mada führen.
Ein schönes restliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr wünscht
Sonja
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