Hallo zusammen,
da mein Reisebericht über die Radtour in Sierra Leone einigermaßen gut ankam, habe ich endlich begonnen, meine Erlebnisse einer schon länger zurückliegenden Reise zusammenzufassen und niederzuschreiben. Die Tour fand bereits 2004 statt und führte mich durch Gambia, das südliche Senegal nach Guinea-Bissau und wieder zurück. Wie ich auf die Idee kam, diese Länder zu bereisen, weiß ich heute nicht mehr. Für den folgenden Reisebericht habe ich mein Tagebuch von damals gar nicht verwendet. Ich schreibe alles aus der Erinnerung. Wird trotzdem lang genug (oder sogar zu lange), auch wenn ich noch das ein oder andere Erlebnis vergesse oder weglasse ...
Hier zunächst noch ein paar Infos zur Region. Gambia ist von West nach Ost etwa 300 km lang, von Nord nach Süd nur ungefähr 30 km. Durch einen nach Westen fließenden Fluss ist das Land praktisch zweigeteilt. Bis auf das Stück Küste ist das Land komplett vom Senegal umschlossen. Was man so üblicherweise von Senegal kennt, ist der nördliche Teil. Der südliche Teil ist feuchter und fruchtbarer und wird Casamance genannt. Die Rebellenbewegung MFDC versucht seit Jahrzehnten, die Casamance vom Senegal abzusplitten und unabhängig zu machen. Dabei gibt es immer wieder mal Unruhen und Gefechte mit dem Militär. Ob ich da durchfahren kann, weiß ich vor Reisestart nicht und erfrage ich vor Ort. Deshalb habe ich auch vorab kein Visum für Guinea-Bissau beantragt, was noch weiter südlich liegt. Das Visum hoffe ich, im Konsulat in Ziguinchor, der Hauptstadt der Casamance, zu bekommen. Vielleicht gibts da dann auch 'ne Landkarte, so meine Idee.
In Guinea-Bissau war ein mehrjähriger Bürgerkrieg im Jahr 1998 beendet worden (in 2000 noch einmal kurz aufgeflammt). Die Rebellen der MFDC aus der Casamance ziehen sich immer wieder nach Guinea-Bissau zurück und haben den westlichen Grenzbereich vermint.
Interessant auf der Reise ist übrigens, dass die Amtssprache in Gambia Englisch, im Senegal Französisch und in Guinea-Bissau Portugiesisch ist. Gambia ist zu ca. 95% islamisch und der Senegal zum größten Teil ebenfalls. In Guinea-Bissau kommt noch ein guter Anteil Naturreligionen hinzu. Während meiner Reisezeit ist zufällig gerade Ramadan, was es besonders interessant macht. Ich wusste das vorher allerdings gar nicht ...
da mein Reisebericht über die Radtour in Sierra Leone einigermaßen gut ankam, habe ich endlich begonnen, meine Erlebnisse einer schon länger zurückliegenden Reise zusammenzufassen und niederzuschreiben. Die Tour fand bereits 2004 statt und führte mich durch Gambia, das südliche Senegal nach Guinea-Bissau und wieder zurück. Wie ich auf die Idee kam, diese Länder zu bereisen, weiß ich heute nicht mehr. Für den folgenden Reisebericht habe ich mein Tagebuch von damals gar nicht verwendet. Ich schreibe alles aus der Erinnerung. Wird trotzdem lang genug (oder sogar zu lange), auch wenn ich noch das ein oder andere Erlebnis vergesse oder weglasse ...
Hier zunächst noch ein paar Infos zur Region. Gambia ist von West nach Ost etwa 300 km lang, von Nord nach Süd nur ungefähr 30 km. Durch einen nach Westen fließenden Fluss ist das Land praktisch zweigeteilt. Bis auf das Stück Küste ist das Land komplett vom Senegal umschlossen. Was man so üblicherweise von Senegal kennt, ist der nördliche Teil. Der südliche Teil ist feuchter und fruchtbarer und wird Casamance genannt. Die Rebellenbewegung MFDC versucht seit Jahrzehnten, die Casamance vom Senegal abzusplitten und unabhängig zu machen. Dabei gibt es immer wieder mal Unruhen und Gefechte mit dem Militär. Ob ich da durchfahren kann, weiß ich vor Reisestart nicht und erfrage ich vor Ort. Deshalb habe ich auch vorab kein Visum für Guinea-Bissau beantragt, was noch weiter südlich liegt. Das Visum hoffe ich, im Konsulat in Ziguinchor, der Hauptstadt der Casamance, zu bekommen. Vielleicht gibts da dann auch 'ne Landkarte, so meine Idee.
In Guinea-Bissau war ein mehrjähriger Bürgerkrieg im Jahr 1998 beendet worden (in 2000 noch einmal kurz aufgeflammt). Die Rebellen der MFDC aus der Casamance ziehen sich immer wieder nach Guinea-Bissau zurück und haben den westlichen Grenzbereich vermint.
Interessant auf der Reise ist übrigens, dass die Amtssprache in Gambia Englisch, im Senegal Französisch und in Guinea-Bissau Portugiesisch ist. Gambia ist zu ca. 95% islamisch und der Senegal zum größten Teil ebenfalls. In Guinea-Bissau kommt noch ein guter Anteil Naturreligionen hinzu. Während meiner Reisezeit ist zufällig gerade Ramadan, was es besonders interessant macht. Ich wusste das vorher allerdings gar nicht ...
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...