THEMA: Im Dachzelt durch Namibia und Botswana
22 Okt 2019 10:23 #570903
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  • Maecs am 22 Okt 2019 10:23
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Na da fahr ich doch mal mit! Das ist ja fast unsere Route fürs kommende Jahr!

LG Marcus
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22 Okt 2019 11:08 #570908
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  • Phil0811 am 22 Okt 2019 11:08
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28.09 Autoübernahme und Anreise zum Erindi Camp Elephant

Wir landen pünklich gegen 6Uhr in der grade aufgehenden Sonne WIndhuks. Was für ein Anblick gleich zu beginn. Der Flug war ruhig, steckt uns aber natürlich trotzdem in den Knochen. Die frische und auch noch ziemlich kühle Luft tut gut und die ungewohnte Umgebung haucht uns neue Energie ein. Allerdings fühle ich mich nicht direkt angekommen - anders als beispielsweise letztes Jahr in Indien. Verlässt man in Mumbai das Flugzeug schlägt einem sofort eine andere Luft, ein anderer Geruch entgegen, man ist sozusagen direkt Reizüberflutet. Hier ist zwar der Sonnenaufgang phänomenal, aber irgendwie schlägt es noch nicht direkt ein.



Die Immigration geht relativ schnell, wir sind glücklicherweise ein paar Minuten vor der Condormaschine gelandet. Draußen erwartet uns bereits der Fahrer von Value, jetzt noch kurz zum ATM und in den MTC Shop und los gehts. Denkste. Im MTC Shop lässt sich eine größere Gruppe eher mittelmäßig selbständiger Reisende nicht nur Simkarte verkaufen, sie müssen auch noch jeweils eingebaut, aktiviert und in entsprechende Tarife umgebaut werden. Telefonieren könnten die Herrschaften dann glücklicherweise wieder selbst. Nach einer guten Stunde haben wir aber auch diesen Teil erledigt und können starten. Gemeinsam mit 5 weiteren Gästen gehts zum Kleinbus, das Gepäck wird im Anhänger verstaut und die Fahrt beginnt. Für den Anhänger ist es allerdings wohl für geraume Zeit die letzte Fahrt. Schon nach 10 Minuten signalisiert ein Auto hinter und mit Lichthupe, dass etwas nicht in Ordnung ist. Eine paar Schrauben haben sich gelöst, einige weitere bereits völlig verabschiedet. Der Hänger liegt ganz offensichtlich nur noch aus reiner Gutmütigkeit auf der Achse. Nach kurzer Begutachtung wird er am Straßenrand sich selbst überlassen. Im Bus ist es nun sehr kuschlig, jeder hat sein Gepäck auf dem Schoß, es ist heiß. ich fühle mich nun schon angekommener. Während der restlichen Fahrt genießen wir - so wir unseren Kopf den über das Gepäck bis zum Fenster drehen können - die Landschaft und freuen uns über einige Giraffen. Unsere ersten Tiere in Afrika.

Bei Value angekommen geht alles reibungslos, freundlich und schnell. Wir übernehmen unseren Toyata Hillux mit Dachzelt, Baujahr 2016 mit 137.000KM auf dem Tacho. Uns wird jede Frage beantwortet und wir fühlen uns gut eingewiesen.

Außerdem - und das ist ja mindestens genauso wichtig - war bereits die Klein Windhoek Fleischerei und der Embassy Liquor Store da und wir müssen uns in den kommenden Tage keine Sorgen um Speis und Trank machen.





Wir kommen pünktlich los und sind schon bald beim Superspar um uns mit allem was man dann doch auch außer Fleisch und Wein noch so benötigt einzudecken.

Und dann geht es los. Das Fahren ist ungewohnt, ich gebe mich regelmäßig durch intensives Scheibenwischen beim Abbiegen als Festlandeuropäer zu erkennen, aber insgesamt verläuft alles gut. Bis zum Erindi Camp ist es nicht allzu weit und wir haben es nicht eilig.

Auf dem Weg sehen wir Warzenschweine, Giraffen, Springböcke und Erdhörnchen.









Am frühen Nachmittag sind wir im Erindi Camp Elephant und beziehen die ruhig gelegene Campsite 16. Wir sind wirklich sehr zufrieden. Im Vorfeld hatten wir über diese Station mehrfach nachgedacht uns dann aber dafür entschieden. Grade bei der ersten Afrikareise würden wir das Camp zum "ankommen" empfehlen. Die Infrastruktur ist wirklich bemerkenswerk. Eigener Kühlschrank, eigenes Bad, alles sehr sauber. Wir konnten uns dort toll sortieren, das Auto für die kommenden Tage bestücken, haben das Fleisch, welches die Klein Windhoek Fleischerei versäumt hatte einzufrieren dort tiefgekühlt und sind einfach entspannt in den Urlaub gestartet. Der Preis dafür ist natürlich, dass die Campsites wenig privat sind, man mehrere Nachbarn in Sicht- und besonders auch Hörweite hat. Aber dennoch, wir waren haben hier sehr gern unsere ersten beiden Nächte verbracht.



Wir melden uns noch für den Game Drive am kommenden morgen um 06.30 Uhr in der Früh an und lassen den Tag entspannt ausklingen. Es gibt Zebra und den wirklich leckeren Pinotage von Saxenburg. Danach sitzen wir noch ein wenig am Wasserloch und beobachten die Hippos zu denen sich auch kurz ein Nashorn gesellt. Dann gehts erschöpft, aber sehr zufrieden ins überraschend bequeme Dachzelt.
Letzte Änderung: 22 Okt 2019 11:20 von Phil0811.
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22 Okt 2019 14:29 #570931
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  • Luigi15 am 22 Okt 2019 14:29
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Hallo Phillip! Freu mich auf deinen Bericht - zumindest kulinarisch dürfte ja alles gepasst haben :laugh:
Beste Grüße
Peter
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22 Okt 2019 14:58 #570934
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  • Phil0811 am 22 Okt 2019 11:08
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Luigi15 schrieb:
Hallo Phillip! Freu mich auf deinen Bericht - zumindest kulinarisch dürfte ja alles gepasst haben :laugh:
Beste Grüße
Peter

Das ist wahr - neben der Rundreise durch Namibia und Botswana gab es sozusagen nebenher abends noch eine kleine Weinreise durch Südafrika. :woohoo:
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23 Okt 2019 07:56 #571039
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Hi Phillip,

auch als bekennender Nicht-Camper reise ich gerne mit Euch und freue mich auf eine schöne Tour!

LG Konni
Link zu Reiseberichten,Homepage & Reiseblog: www.namibia-forum.ch...ammlung-daxiang.html





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23 Okt 2019 11:11 #571052
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29.09 Erindi Camp Elephant Teil I

Der Wecker klingelt um 5.30 Uhr - auch wenn ich im Urlaub nicht grade dazu neige bis mittags zu schlafen, das ist nun doch ein wenig früh. Die Nacht war kalt, die Temperatur ist auf deutlich unter 10 Grad gefallen und ich war froh, dass die Decken von unserer Autovermietung kuschlig warm waren. Ich fühle mich zwar nicht richtig ausgeschlafen, aber das liegt mehr an der Uhrzeit als an der Qualität des Schlafs. Und ein Blick aus dem Zelt hinaus in die beginnende Morgendämmerung entschädigt auch über die Maßen hinaus. Ist das schön!

Ich schlüpfe schnell aus dem Zelt und braue einen Kaffee mithilfe der mitgebrachten Bialetti (Die im gesamten Urlaub wirklich Gold wert war) und genieße den Moment. Um mich herum ist es still, langsam erwacht die Natur und mit ihr eine bemerkenswerte Geräuschkulisse.

Überhaupt, die Natur und ihre Geräusche. Für mich - der seit über 10 Jahren in einer Millionenstadt wohnt - war das eine der Erfahrungen des Urlaubs. Dem Rhythmus der Natur zu lauschen, wie sich sozusagen in der Sekunde des letzten Sonnenstrahls die Geräusche verändern. Wie die Nacht klingt, wie laut die Natur ist, wenn keine Stadt im Weg ist. Und wie sich pünktlich mit dem ersten Morgengrauen die ersten Akteure der Tagschicht melden. Hier sozusagen als Zaungast eine Weile teil haben zu dürfen, war ganz toll.

Nun aber zurück in die Realität, es ist 06.15Uhr und ich habe außer Kaffee trinken und beeindruckt sein noch nicht besonders viel hinbekommen. Also ein kleiner Endspurt und los gehts zum Treffpunkt, wo Rudy, unser Guide bereits auf uns wartet. Wir fahren in einem Wagen mit drei 3er Reihen und sind insgesamt 6 Personen.

Bei schönstem Sonnenaufgang fahren wir los.





Wir treffen zunächst auf Strauße, Giraffen und Oryxe.







Außerdem scheuchen wir noch rein zu niedliches DikDik (?) auf, welches uns erschrocken anschaut.



Rudy verständigt sich über Funk mit seinen Kollegen, fährt auferegt mal in diese Abzweigung, mal in jene Sackgasse. In aller Regel um dann irgendwann zu bremsen und den Rückwärtsgang einzulegen. Aber die Suche lohnt sich. Nach guten 1,5 Stunden sehen wir die ersten Löwen unserer Reise. Zwei prächtige Männchen.







Nach kurzer Zeit stehen die beiden auf, gehen ein paar Meter und legen sich dann erneut ab. Für sie endet offenbar eine anstrengende Nacht. Die Augen sind schwer und wir lassen sie allein, damit sie schlafen können.





Nachdem wir ein wenig Abstand zwischen uns und die Katzen gebracht haben, gibt es eine kleine Pause zum Beine vertreten. Dabei genießen wir die Landschaft und entdecken eine afrikanische Wildkatze, die sich allerdings als äußerst Fotoscheu erweist und sich erst versteckt und dann verschwindet.





Den Rest der Fahrt genießen wir einfach und legen den Fotoapparat mal zur Seite. Da wir - es wird einigen vermutlich schon aufgefallen sein - auch nicht grade über ein Profiequipment verfügen (Die Bilder des Urlaubs entstehen alle mit einer Lumix TZ81), mögen wir es auch hin und wieder einfach nur zu schauen.

Gegen 10Uhr erreichen wir unser Camp und freuen uns aufs Frühstück. Danach entspannen wir und beobachten die DikDiks, die offenbar ebenso auf unserer Campsite leben.



Am frühen Nachmittag machen wir uns dann erstmals auf und erkunden das Gelände als Selbstfahrer. Aber dazu später mehr.

Übrigens bitte keine Scheu, falls ich hier ein Tier falsch bestimme. Ich bin da einfach blutiger Anfänger und freue mich über jede Korrektur.
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