THEMA: Namibia zum ersten - Time does not matter
13 Mai 2019 09:50 #556120
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  • HMEMK am 13 Mai 2019 09:50
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Hallo zusammen :) ,

mit dem Abstand von einigen Wochen möchte ich ab heute beginnen, unsere 3-Wöchige Namibia Reise revue passieren zu lassen. So langsam hat man das Geschehene weitgehend verarbeitet. Zudem hat mir im vergangenen Jahr das Schreiben über unsere Südafrika Reise (Reisebericht hier) einige positive Erfahrungen gebracht. Wenn man die Reise so erneut erlebt und dem Leser nahe bringen möchte, speichern sich einfach viel mehr Informationen dauerhaft ab, an die man sonst vielleicht gar nicht mehr gedacht hätte.. und einen schönen Text für das Fotobuch hat man damit eben auch gleich fertig.

Es handelte sich bei unserer Reise eben auch um eine klassische Erst-Runde. Das Geschriebene ist vielleicht für Einsteiger interessanter als für die Namibia Profis - entscheidet selbst :). Für uns war die Reise im großen und ganzen so allerdings perfekt - bis auf kleine Details, die es im Laufe des Berichts dann noch lesen gibt. Auch, dass wir aus Zeitgründen den Caprivi nicht besichtigen konnten, liegt mir bis heute schwer im Magen. Ich hoffe, wir kriegen irgendwann die Gelegenheit, das nachzuholen.

Der Titel des Threads ist ein Zitat aus dem Urlaub, welches sich für Afrika erst mal nicht besonders anhört, für uns wieder einen zentralen Afrika Moment dargestellt hat, von dem man seinen Freunden und Verwandten zuhause gerne erzählt, weil er eben doch besonders war. Dazu gibt es ebenfalls zum Ende des Berichts mehr zu lesen. Im Allgemeinen hatten wir wieder viele wunderbare Begegnungen: nette Touristen aus aller Welt; arme Namibianer, die sich die Kolonialisierung zurück wünschen; mit Frans Indongo einen der reichsten Namibianer (leider ohne mit ihm persönlich sprechen zu können); und eben viele weitere..

Die Tour hatte ich mir mit freundlicher Unterstützung des Forums selbst zusammengestellt und gebucht. Ich könnte das niemals von jemand anderem machen lassen. Viel zu gerne beschäftige ich mich selbst mit diesen Dingen, ich liebe einfach diese Planung. Auch dann, wenn es mal knifflig wird.

Und so sah dann die finale Planung aus:
1 Kalahari Anib Lodge
2 Kalahari Anib Lodge
3 Eagles Nest Chalets, Klein aus Vista (The Rock)
4 Eagles Nest Chalets, Klein aus Vista (The Rock)
5 Desert Quiver Camp
6 Desert Quiver Camp
7 Swakopmund, Meikes Gästehaus
8 Swakopmund, Meikes Gästehaus
9 Swakopmund, Meikes Gästehaus
10 Grootberg Lodge, Kunene Damaraland
11 Grootberg Lodge, Kunene Damaraland
12 Dolomite Camp Bush Chalet
13 Dolomite Camp Bush Chalet
14 Okaukuejo Bush Chalet
15 Okaukuejo Bush Chalet
16 Onguma Tree Top Camp
17 Onguma Tree Top Camp
18 Frans Indongo Lodge
19 Okonjima Plains Camp

und am 22.03.2019 sollte es dann los gehen. Damit gehts dann im nächsten Beitrag weiter. Und damit der erste Beitrag nicht zu trocken ist, gibt's hier schon mal eins meiner Lieblingsbilder aus den drei Wochen.
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13 Mai 2019 15:04 #556134
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  • HMEMK am 13 Mai 2019 09:50
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Am Vormittag des 22.03. ging es dann nach 10-Monatiger Wartezeit nach dem Buchen doch tatsächlich los. Selten haben wir uns überhaupt auf irgendetwas so sehr gefreut. Schließlich wusste man jetzt zumindest in etwa, nachdem man in Südafrika schon Erfahrung sammelte, was einen erwartet.
Gebucht hatten wir den Direktflug von Frankfurt nach Windhoek mit Air Namibia (Condor). Da wir noch 400 km nördlich von Frankfurt wohnen, stand also schon vor Beginn der Reise direkt die erste längere Autofahrt an, die auch relativ anstrengend war. Wir hatten bewusst den Freitag gewählt, da wir dann durch das Wochenende keine Urlaubstage verschenkt hatten. Da eine Zugverbindung von hier aus auch nicht wirklich praktisch ist, musste man dann den zähen Verkehr in Kauf nehmen. Diese Autofahrt von und nach Frankfurt war im Nachhinein anstrengender als alles, was wir im Urlaub an Strecke zurück legen werden :whistle:.

Angekommen am Flughafen hatten wir dann bei der Gepäckabgabe schon einen ersten komischen Moment. Ein durch die schwer bewaffnete Polizei begleiteter, älterer Herr, suchte mit seinem verdächtig aussehendem Koffer ebenfalls den Check-In auf. Offensichtlich handelte es sich hier um einen Jäger, der mit seinem Jagdgewehr ebenfalls in den Urlaub flog und auf dem Weg zur "Gepäckabgabe" war. Schon komisch, dass er damit einfach über den Flughafen rennen darf (ohne dass ich mich genau mit den Vorgaben dort auskenne).
Jedenfalls verlief für uns alles reibungslos und obwohl wir recht früh am Flughafen waren verging die Zeit zum Abflug sehr schnell. Die schlechten Erwartungen, die wir aufgrund vieler negativer Rezensionen von Air Namibia hatten, wurden zum Glück nicht erfüllt.
Das essen war leider wirklich nicht besonders gut, aber damit konnten wir leben, schließlich hatten wir genug Proviant dabei. Bei unseren beiden Plätzen in unserer Zweierreihe hat sogar das Entertainment System funktioniert (damit waren wir allerdings auch eher die Ausnahme)..
Nach wirklich wenig Schlaf, allein aufgrund meiner Größe von 2 Metern und den recht kleinen Plätzen, waren wir am Morgen gegen 6 Uhr in Windhoek gelandet. Die Sonne startete gerade in unseren ersten, schönen Urlaubs-Sonnenaufgang und ich konnte mir es auch trotz drängelndem Flughafenpersonal nicht nehmen lassen, auf dem Rollfeld auf dem Weg zum Terminal ein erstes, unscharfes Foto mit der Handykamera zu knipsen.


Endlich waren wir da :woohoo:. Das Immigrationspapier hatten wir im Flugzeug bekommen und ausgefüllt, die Einreise funktionierte relativ schnell und unkompliziert :).
Auch den Mietwagen von AVIS (Toyota Fortuner 4x4) haben wir nach einem Video über die Verkehrssituation in Namibia zügig bekommen. Was für eine riesen Karre :woohoo:


Das Auto und vor allem auch alle Reifen war fast neu. Trotzdem waren da schon einige Macken dran, die wir schnell haben notieren lassen. Dann noch schnell Wagenheber etc. zeigen lassen und dann ging es auch endlich los. Von Müdigkeit ist zu Reisebeginn trotz Schlafmangels natürlich nichts zu spüren.
Wir hatten uns vorher entschieden zum Reisebeginn zum Einkaufen die Marua Mall in Windhoek aufzusuchen. Das kann ich jedem auch so empfehlen. Man findet schnell alles, kann sicher Parken und der Weg und Verkehr dorthin ist auch sehr unkompliziert.
Nach dem wir mit Proviant, Getränken und natürlich auch Bier und Wein eingedeckt waren, sind wir dann wieder zurück zur C23 um über die Gravelroad nach Süden in Richtung Mariental zu fahren, wo wir dann unsere ersten Nächte in der Kalahari Anib Lodge antreten wollten. Es lagen jetzt noch über 400km Fahrt vor uns. Am Anfang war die Strecke noch recht schön, zum Schluss wurde es etwas langweiliger. Unglaublich ist einfach, wie schnell sich in diesem Land immer wieder die Landschaft verändert. Das fiel uns direkt auf. Nach einiger Zeit machte sich aber auch die Müdigkeit bemerkbar.


Hier und da gab es auch die ersten Tiere zu sehen. Vor allem sind uns immer wieder mal Pferde aufgefallen, die alleine im nirgendwo ohne jede Zivilisation standen. Auch ein Farmer bzw. Aufpasser war in der Regel nicht zu finden. Wir mussten an die Wildpferde denken, auch wenn die natürlich überhaupt nicht in diese Region passen. Uns wurde zwar mal gesagt, dass die immer irgendwem gehören, trotzdem war es schwer vorstellbar für uns.


Auch etwas seltsame Kühe bzw. Bullen konnten sich nicht verstecken


..und wenn es ein Pferd?! dann mal nicht geschafft hat, bleibt es eben am Straßenrand liegen.


Nach etwa 5 Stunden fahrt hatten wir dann gegen Nachmittag auch endlich die Kalahari Anib Lodge erreicht und wurden am sehr freundlich am Tor empfangen. Bei dieser Unterkunft hatte meine Frau sich gegen die Bagatelle Kalahari Game Ranch durchgesetzt.
Auf dem Weg hinter dem Gate zur Lodge wurden wir von einem schönen Nyala-Bullen begrüßt :).


An der Lodge selbst gab es einen Welcome-Drink und dann einen kleinen Rundgang bis zu unserem Zimmer. Die Zimmer sind wirklich schön, sauber und modern. Einsam ist man allerdings hier leider nicht, da die Lodge im Ganzen relativ groß und touristisch ist. Trotzdem würden wir jederzeit wieder hier nächtigen.
Hinten raus aus unserem Zimmer hatten wir ein Blick in die Kalahari und auf den kleinen Zweit-Pool der Lodge. Hier lief sich dann erstmals unser Sichtungsglück warm und es standen 20-30 Marabus nur wenige Meter von uns entfernt. Tolle Tiere, die wir vorher noch nie gesehen hatten.


Auch unterschiedlichste Antilopenarten ließen sich immer wieder an einem Wasserloch dort blicken


Wir hatten uns entschieden, den restlichen Nachmittag nach über 30 Stunden Anreise bis dorthin entspannt am Pool ausklingen zu lassen.

Beim Abendessen hatten wir dann an einem Wasserloch weitere Tiere beobachten können. Wenige Meter neben der Außenterasse des Restaurants ist ein weiteres Wasserloch, an dem abends sich sogar Löffelhunde blicken ließen. Leider gibt es davon keine BIlder in brauchbarer Qualität. So kann man sich aber zumindest vorstellen, wie nah man tatsächlich diesen Tieren während des Essens ist:


Bei einer Flasche Chenin Blanc ließen wir unseren ersten Abend ausklingen. Zu essen gibt's in der Lodge Buffet. Einerseits ist das aufgrund der Auswahl sehr gut. Andererseits habe ich so kein Stück fleisch bekommen, was wirklich toll auf den Punkt gegart war. Trotzdem ließen wir uns unser erstes Oryxfilet sehr gut schmecken und fielen frühzeitig nach dem essen hundemüde in unser bequemes bett..
Letzte Änderung: 13 Mai 2019 15:51 von HMEMK.
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13 Mai 2019 15:40 #556137
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  • GinaChris am 13 Mai 2019 15:40
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Hi,
kleine Anmerkung:
der euch begrüßende Bulle ist kein Kudu ;)
Gruß Gina
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13 Mai 2019 15:43 #556138
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  • Dillinger am 13 Mai 2019 15:43
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Hallo,

noch eine Ergänzung zum Vorredner, es handelt sich um ein Nyala.





Liebe Grüße
Markus
Letzte Änderung: 13 Mai 2019 15:46 von Dillinger.
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13 Mai 2019 15:50 #556139
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Oh, wie peinlich. Ihr habt natürlich völlig recht. Habe mich etwas davon blenden lassen, dass es Nyalas eigentlich in Namibia nicht gibt, zumindest nicht ursprünglich.

Jetzt weiß ich zumindest schon mal, dass meine Texte aufmerksam gelesen werden. Danke für die Korrektur, ich passe es oben an, wenn es noch geht :)
Letzte Änderung: 13 Mai 2019 15:52 von HMEMK.
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14 Mai 2019 09:18 #556183
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  • Nadine3112 am 14 Mai 2019 09:18
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Hallo! Ich hab aus dem SA-Forum hergefunden in deinen RB. :laugh: Ich freue mich sehr auf deinen Bericht, der für mich (auch Namibia-Ersttäter) sicher sehr interessant ist. Den Fortuner hatten wir mal in Südafrika und waren sehr zufrieden damit. Endlich mal genügend Platz fürs Gepäck, was? :laugh:
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