franzicke2'085 Beiträge · seit 201214. Feb. 2019 · #81
Also, liebe Sabine, da hatten wir eindeutig und deutlich weniger Wasser als wir im Oktober 2017 dort waren - und akustisch war das eher ein Plätschern als ein Donnern. Trotzdem erinnere ich mich total gern an diesen besonderen Platz - wir waren ja im Nachbar-Camp, das damals gut besucht, aber überhaupt nicht rummelig war. Dein Moro Moro weckt zumindest schon mal eine Ahnung - da bin ich ja mal gespannt ... Viele Grüße - auch an den Co-Koch 😘 Ingrid
Wieder entdecke ich einige Papageien hoch oben in den Bäumen –
Für einen Moment dachte ich ja, dass ihr doch in Costa Rica wart - das war dort leider unser tägliches Los 🙄
freshy3'883 Beiträge · seit 201114. Feb. 2019 · #82
Guten Abend Sabine, wir sind 2014 die gesamte Strecke von den Epupa Falls bis nach Kasane, also andersherum, gefahren. Auch in unserer Richtung ging es bis Ruacana(?) holprig bergauf und bergab. Die Epupafälle waren am ersten Tag zahm, dann wurden nachts irgendwelche Schleusen geöffnet und sie bekamen Temperament. Wir waren gerne in der Epupa Falls Lodge campen, die mir damals mit Ausnahme des Dinners gut gefallen hat. Der Cheffe hatte uns ebenfalls wegen Krokodilen gewarnt, am "Strand" zu baden. Hätten wir gerne gemacht, denn wir waren bei der Ankunft dort ziemlich erhitzt. Toll fand ich, dass die Lodge einen Reifen-Flick-Dienst betrieb. Günstig, fix erledigt und perfekt! 😄 Bei einigen aktuellen Reiseberichten kommen Erinnerungen oder Wünsche hoch. Es ist fast, als wäre ich dabei. Dickes Danke! 😘 LG freshy
Fortuna77839 Beiträge · seit 201414. Feb. 2019 · #84
Liebe Sabine,
vielen Dank, da kommen schöne Erinnerungen an meine erste Reise nach Namibia hoch, die uns damals ebenfalls in diese Ecke geführt hat. Ich habe mir soeben auch noch mal meine Bilder angesehen - ich habe kein Foto von Krokodilen dort, aber 2010 haben wir dort welche gesehen.. 😄 Aber ist ja zum Glück alles gut gegangen... 😗
Freue mich schon auf die Fortsetzung, viele Grüße, Nadja
ApplegreenThemenstarter1'796 Beiträge · seit 201415. Feb. 2019 · #85
BMW schrieb: Deine Vorsicht bezüglich CROCS nah unterhalb der Epupafälle ist angebracht......
Danke BMW für diese Information! Ich weiß schon, warum ich nicht mal eine Fußzehe in dieses Wasser gehalten habe 😗 .
Gromi schrieb: ...kommt aber dann so daher, wenn er wirklich viel Wasser führt 😮 🤪
Danke liebe Margitta für die Erinnerung, dass sieht nochmal gleich beeindruckender aus 🤩 .
franzicke schrieb: Viele Grüße - auch an den Co-Koch 😘
Liebe Ingrid, Dankeschön! Ich habe die Grüße ausgerichtet und der „Chef“-Koch 😉 lässt liebe Grüße auch an Deinen Ranger ausrichten 😘!
franzicke schrieb: Für einen Moment dachte ich ja, dass ihr doch in Costa Rica wart - das war dort leider unser tägliches Los 🙄
Ich hoffe doch sehr, dass Hans-Jürgen uns da bald erhellen wird 😐 – das muss ein Anwenderfehler sein 😣 .
freshy schrieb: wir sind 2014 die gesamte Strecke von den Epupa Falls bis nach Kasane, also andersherum, gefahren. Auch in unserer Richtung ging es bis Ruacana(?) holprig bergauf und bergab.
Liebe freshy, aus Eurer Richtung kommend müsste es bis kurz vor Ruacana holprig gewesen sein. Dann kommt Teer – ob das 2014 auch so war, weiß ich leider nicht 🤨. Könnte es nicht sogar sein, dass Ihr damals noch auf der „alten“ Pad direkt am Fluss entlang unterwegs ward??? Die muss viel schöner aber auch rumpeliger gewesen sein. Adi meinte, die „neue“ Strecke etwas oberhalb des Kunene wäre im Gegensatz zu der „alten“ eine „Autobahn“ und erst vor „einiger“ Zeit fertiggestellt worden 😕 .
freshy schrieb: Toll fand ich, dass die Lodge einen Reifen-Flick-Dienst betrieb. Günstig, fix erledigt und perfekt! 😄
Ach ich will mich ja kürzer fassen – daher habe ich diesen Teil ausgelassen 🤪 Diesen Reifen-Flick-Dienst bieten die beiden Lodgen wohl in Kooperation an und Adi hatte diesen auch zunächst genutzt. Ein Ersatzreifen ohne Felge wurde vom Flick-Dienst auf die Felge des geflickten Reifens gezogen – leider kam dieser dann mit defektem Ventil zurück 🤢 . Das kann halt auch passieren und so musste Adi den letzten „Joker“ unter dem Wagen ziehen 😗.
Champagner schrieb: Danke schön 😘 - sehr aufmerksam 🙂 So kann ich mir das doch gleich viel besser vorstellen 😎 !
Liebe Bele, sehr gerne 😘 ! Ich hoffe, Deine Neugier wird noch bis zu Deiner Abreise hinreichend befriedigt 😛!
Fortuna77 schrieb: ich habe kein Foto von Krokodilen dort, aber 2010 haben wir dort welche gesehen.. 😄 Aber ist ja zum Glück alles gut gegangen... 😗
Liebe Nadja, ich war mir auch der Präsenz von Krokodilen sehr sicher! Daher war mir bei der kleinen Pause da unten auch nicht wirklich wohl 😵 .
Auch an dieser Stelle ganz herzlichen Dank für Eure Begleitung, die interessanten und lieben Kommentare auch an die Danke-Button-Drücker und natürlich auch die stillen Begleiter 😘 !
Und das nächste Kapitel folgt auch sogleich! Ich habe mir ja vorgenommen, den Bericht zügig fortzusetzen. Dank Eurer Motivation gelingt mir das bislang auch ganz gut 😎 !
Ganz liebe Grüße und ein schönes Wochenende Euch allen! Sabine
ApplegreenThemenstarter1'796 Beiträge · seit 201415. Feb. 2019 · #86
"Moro Moro – Perivi – Perinaua"
Am frühen Morgen erwartet uns Joao bereits am Tor – er wird uns zu einem Himba-Dorf in der Nähe begleiten. Zurück wird er laufen oder eine Mitfahrgelegenheit finden.
Schon kurze Fahrt später erreichen wir das Dorf am Rande der Pad. Vorher bestaunen wir noch dieses beeindruckende Gebirgsmassiv.
Joao kennt die Bewohner und hat deren Vertrauen. Vor unserem Besuch erhalten wir von Joao zunächst einen kleinen Einblick in die Traditionen und Kultur der Himba, er beantwortet all unsere Fragen geduldig und erklärt gleichzeitig Do’s and Dont’s.
Bei dieser Gelegenheit lernen wir auch ein paar Worte, der uns völlig fremden Sprache. Dieser Mini-Wortschatz Otjihimba - ein Dialekt der Herero-Sprache - wird sich auch im Verlauf der weiteren Reise noch als nützlich erweisen.
Moro Moro = Guten Morgen Perivi = Wie geht es Dir? Perinaua = Mir geht es gut Okohepa = Danke Okonene Okohepa = Vielen Dank Karepo Naua = Auf Wiedersehen
Ob der korrekten Orthographie übernehme ich keinerlei Gewähr 😗. Bei der Begrüßung ergibt sich daraus dann folgende Konversation: Die erste Person grüßt „Moro“, man erwidert „Perivi“ und die erste Person antwortet wiederum mit „Perinaua“.
Wir haben uns übrigens zu keiner Zeit gefühlt, als würden wir gegen Bezahlung durch das Wohnzimmer der Himba "trampeln" oder an einer Folkloreveranstaltung teilnehmen. Ich gebe aber zu, dass ich dem Besuch eines Himba-Dorfes gegenüber vorher durchaus skeptisch eingestellt war.
Mangels fehlender „echter“ Kommunikationsmöglichkeiten können wir diese Begegnung sicher nicht realistisch bewerten – aber ohne Joao oder einen anderen ortsansässigen Guide hätten wir sicher nicht einfach so ein Himba-Dorf besucht.
Die beiden jungen Männer hingegen hielten sich in der Tat sehr im Hintergrund und beobachteten unseren Besuch gefühlt doch eher skeptisch.
Die Himba tragen traditionellen Schmuck wie Messingringe, Muschelketten, Leder und Federn. Haartracht, Schmuck und Kleidung haben jeweils eine sehr komplexe soziale Bedeutung und Symbolkraft, auf die ich im Einzelnen aber nicht eingehen werde. Auch die sozialen Strukturen und Bräuche folgen uralten und strengen Regeln, die auch heute noch unverändert Gültigkeit haben. Bei Interesse hilft hier das WWW oder einschlägige Literatur.
Auf mich wirken die Frauen und jungen Männer stolz, ja fast königlich. Ich lasse hier einfach mal Bilder sprechen.
Etwas Abseits
Eine junge Mutter
Nach anfänglicher Zurückhaltung....
.....haben die Kinder dann doch ganz offensichtlich Spaß an unserem Besuch.
Neugierig werden unsere weißen Hände und Fingernägel untersucht, aber auch meine rosa Crogs finden großen Anklang und werden von allen Kindern einmal anprobiert 😄. Und natürlich darf ein Blick auf meine Aufnahmen in der Kamera nicht fehlen.
Foto: Gerald
Joao hat Fotoausdrucke eines früheren Besuchs dabei - diese werden mit großem Interesse bestaunt.
Zum Abschied überreichen wir unsere Gastgeschenke: Maismehl, Öl und Zucker und kaufen von den Frauen selbst hergestellte Schmuckstücke und andere Mitbringsel.
Foto: Gerald
Von Joao und den Dorfbewohnern verabschieden wir uns ganz herzlich – es wird Zeit für die lange vor uns liegende Etappe.
Foto: Gerald
Ab jetzt verlassen wir die „Komfortzone“ und stürzen uns in unser nächstes Abenteuer "light". Das geplante heutige Tagesziel ist die Van Zyl’s Community Campsite.
Applegreen schrieb:Die Himba tragen traditionellen Schmuck wie Messingringe, Muschelketten, Leder und Federn. Haartracht, Schmuck und Kleidung haben jeweils eine sehr komplexe soziale Bedeutung und Symbolkraft, auf die ich im Einzelnen aber nicht eingehen werde. Auch die sozialen Strukturen und Bräuche folgen uralten und strengen Regeln, die auch heute noch unverändert Gültigkeit haben.
Interessant finde ich, dass die stylisch getrimmte Augenbraue bei den jungen Leuten inzwischen ebenfalls zum perfekten "Himba-Outfit" dazu gehört.
LG Logi
Dillinger796 Beiträge · seit 201515. Feb. 2019 · #88
Hallo Sabine,
danke für den kurzweiligen Bericht mit echt tollen Fotos. Nur nochmal kurz zu deinem mutigen, badenden Reisebegleiter. Die Fotos sind im Epupa Camp aufgenommen. Das niedliche Kroko war auf den Felsen direkt vor unserem Stellplatz. Ich hätte da nicht mal die Hände im Fluss gewaschen.
sehe grad, dass Du einen RB über den Norden Namibias machst. Da können wir auch "mitreden", schließlich waren wir erst 2017 an den Epupafällen. Und wir waren begeistert - kaum Touristen, nette Menschen und vor allem: wir hatten dort oben einige hervorragende Tiersichtungen, das war regelrecht Weltklasse. Wenn ich allein an die Fahrt von der Grootberg-Lodge nach Camp Kipwe denke - eine kurze Strecke und wir haben ewig lange gebraucht.
Und eine lustige Truppe seid Ihr - zu sechst so eine Reise zu machen, das hat schon was. Ich glaube, ich würde mir das nicht zutrauen.
Martina56573 Beiträge · seit 201415. Feb. 2019 · #90
Liebe Sabine, danke für Deinen interessanten Bericht und die tollen Fotos. Die Fotos der Himbas sind super. Die Sache mit den Crocs 🤢 . Da hätte ich auch Muffe 😈 😈 gehabt reinzugehen. Kann Deine Sorgen gut nachvollziehen. Bin gespannt, wie es weitergeht im hohen Norden in der Einsamkeit. Ihr seid ja eine supernette, sympatische Truppe. Schönes Erlebnis 😁
freshy3'883 Beiträge · seit 201116. Feb. 2019 · #91
Applegreen schrieb:
freshy schrieb: wir sind 2014 die gesamte Strecke von den Epupa Falls bis nach Kasane, also andersherum, gefahren. Auch in unserer Richtung ging es bis Ruacana(?) holprig bergauf und bergab.
Liebe freshy, aus Eurer Richtung kommend müsste es bis kurz vor Ruacana holprig gewesen sein. Dann kommt Teer – ob das 2014 auch so war, weiß ich leider nicht 🤨. Könnte es nicht sogar sein, dass Ihr damals noch auf der „alten“ Pad direkt am Fluss entlang unterwegs ward??? Die muss viel schöner aber auch rumpeliger gewesen sein. Adi meinte, die „neue“ Strecke etwas oberhalb des Kunene wäre im Gegensatz zu der „alten“ eine „Autobahn“ und erst vor „einiger“ Zeit fertiggestellt worden 😕 .
freshy schrieb: Toll fand ich, dass die Lodge einen Reifen-Flick-Dienst betrieb. Günstig, fix erledigt und perfekt! 😄
Ach ich will mich ja kürzer fassen – daher habe ich diesen Teil ausgelassen 🤪 Diesen Reifen-Flick-Dienst bieten die beiden Lodgen wohl in Kooperation an und Adi hatte diesen auch zunächst genutzt. Ein Ersatzreifen ohne Felge wurde vom Flick-Dienst auf die Felge des geflickten Reifens gezogen – leider kam dieser dann mit defektem Ventil zurück 🤢 . Das kann halt auch passieren und so musste Adi den letzten „Joker“ unter dem Wagen ziehen 😗.
Hallo Sabine, ja, ich erinnere mich, dass ab kurz vor Ruacana die Straße geteert war. Vermutlich wegen des Kraftwerks. Übrigens waren die Katarakte bei Ruacana fast trodken und der Campingplatz ziemlich verwahrlost, so dass wir froh waren, dass wir stattdessen spontan länger bei der Kunene River Lodge geblieben waren. Auch danach ging es ausschließlich auf Teer weiter, denn die Straße war kurz zuvor fertiggestellt worden. Es ging jedoch nicht schneller als auf Gravel, denn die Bevölkerung samt ihren Haustierherden hatte die Straße voll in Beschlag genommen.
Interessant, dass die beiden Lodges beim Reifenflicken teamworken 😉 . Bei uns hat der Flicken bis zur Abgabe des Campers gehalten.
Guggu2'262 Beiträge · seit 201116. Feb. 2019 · #92
Liebe Sabine,
ich rumple noch sehr gerne mit euch auf die Kaoko-light-tour mit. Tolle Landschaftaufnahmen und sehr schöne Fotos von den Himbas. Es scheint hier etwas authentischer zu sein als weiter südlich. Aber auch hier fehlen die Himbamänner. Wir haben das auch so erlebt, nur Frauen und Kinder. Es sieht auch so aus als ob ihr ´ne tolle Truppe seid.
ApplegreenThemenstarter1'796 Beiträge · seit 201416. Feb. 2019 · #93
Ihr Lieben!
Ganz herzlichen Dank für Euer Interesse.
Der Einfachheit halber antworte ich mal wieder ohne Kommentarfunktion.
@Logi: Diese kleinen Details sind mir gar nicht aufgefallen und auch bei nochmaliger genauerer Betrachtung meiner Fotos fällt mir das auch nicht auf 😵 Ich bin halt (ernsthaft) sehgeschädigt 🤢
@ Markus: Danke Dir für diese Fotos 🤩 Ich wusste zwar das Krokodile wohl sogar auch auf Bäume klettern - aber hatte das sicherlich aus gutem Grund verdrängt 😗
@ Klaus (bayernschorsch): Mensch Klaus! Herzlich Willkommen - Du machst Dich in letzter Zeit ja ein wenig rar - umso mehr freut mich Deine Begleitung 😘 Ja wir sind ein eingespieltes Team - es gibt auch nur wenige Menschen mit denen ich einen solchen Urlaub wagen würde 🤪 Grüße mir bitte Deine Schorschine 😘
@ Martina: Danke für Deine lobenden Worte 😘 Das freut mich sehr!
@ freshy: Ich bin mir zwar nicht sicher was das Teamwork betrifft - reine Vermutung 😎
@ Guggu: Danke auch Dir für Dein Lob 😘 Bisher war es ja noch nicht wirklich rumpelig 😛 Aber im nächsten Teil - dann rumpeln wir ganz sicher 🤪
Ich wünsche Euch allen ein frühlingshaftes Wochenende!
ApplegreenThemenstarter1'796 Beiträge · seit 201416. Feb. 2019 · #94
Dieser Weg wird kein leichter sein
* Immer noch Tag 8*
Von der Himba-Siedlung geht es nun weiter entlang der D 3700 bis Okangwati. Auf dieser gut gegradeten Gravel treffen wir immer wieder auf Himba am Straßenrand, die nicht selten beim Vorbeifahren mit Handzeichen nach Geld oder Süßigkeiten verlangen 😐. Das irritiert mich doch sehr – fahren die Touristen hier denn Geldschein- und Süßigkeiten werfend durch die Gegend 😣? Wir halten natürlich weder an, noch werfen wir mit Süßigkeiten oder Geld um uns, was wiederum teilweise mit erbosten Gesten quittiert wird 🤨.
Aber es gibt auch durchaus ganz unaufgeregte Begegnungen am Straßenrand.
In Okangwati angekommen kaufen wir in einem recht gut bestückten Shop an der Hauptstraße schnell noch ein paar Kleinigkeiten ein.
Foto: Frauke
Auf der Suche nach Duschgel werden wir leider enttäuscht. Es gibt nur jede Menge riesiger Flaschen Badeschaum – wozu braucht man hier Badeschaum 😕? Oder anders gefragt – wer hat hier wohl so viele Badewannen 😗? Wir werden zu einem späteren Zeitpunkt dieses Rätsel lösen 😛
Nachdem wir Okangwati-City verlassen haben, passieren wir kurz darauf das dürftige Rinnsal der Otjijandjasemo Hot Springs. Hier ist heute großer Waschtag und wir treffen auf drei junge Himba.
Foto: Frauke
Wir befinden uns nun auf dem 4x4 Track Namens „Rocky&Sandy“ – aber immer noch mit der offiziellen Straßenbezeichnung D3703. Im weiteren Verlauf ist dies der Einstieg zum berühmt berüchtigten Van Zyl’s.
Wir sind nunmehr sehr gespannt, was uns auf diesem Streckenabschnitt – der ja keine besondere Berühmtheit erlangt hat – erwarten wird. „Rocky&Sandy“ klingt schon mal recht abenteuerlich.
Ruppiger als auf den bisherigen Strecken zeigt sich der erste Abschnitt schon. Wir bewegen uns nun auf einem Terrain, das uns überwiegend nur sehr langsam vorwärtskommen lässt. Außerdem ist die Gegend ziemlich zugebuscht, so dass auch landschaftlich oder tiersichtungstechnisch nicht viel zu erwarten ist.
Gut eine Stunde nach Passieren der Hotsprings genehmigen wir uns eine Lunchpause unter schattenspendenden Bäumen in einem Flussbett. Allerdings quälen uns die nervigen Mopane-Fliegen sehr 😈.
Unterwegs begegnen uns in dieser unwirtlichen und unzugänglichen Gegend vereinzelt Himba und einsame Esel.
Ich würde sagen nach ca. 49 Kilometern, für die wir mit Pause gut 3 Stunden gebraucht haben, erwartet uns die finale Herausforderung. Es liegen noch gut 40 Kilometer bis zum eigentlichen Ziel vor uns. Etangwa und Okauwa haben wir zwischenzeitlich passiert.
Ich hatte an den nun folgenden kniffligen Passagen keine Möglichkeit überhaupt nur zu erahnen, wie es kurz vor der Motorhaube aussieht 🙄. Armin ist direkt freiwillig ausgestiegen – und zwar nicht nur um das Ganze fotografisch festzuhalten – er wäre neben mir als Beifahrer wahrscheinlich ungemütlich unruhig geworden 😗.
Die nun folgenden Fotos spiegeln den Schwierigkeitsgrad des folgenden Abschnitts nicht einmal ansatzweise wieder!
Da muss und will ich jetzt durch 🤩 – Adi erteilt letzte Anweisungen.
Ich hole tief Luft und folge konzentriert und so genau wie möglich Adis Anweisungen. Den Blick immer fest nach vorn auf Adi gerichtet – woanders hinschauen ist sinnlos.
Nachdem wir diese erste Hürde alle gut gemeistert haben, wird es aber nicht wirklich besser 🤢.
Auch das letzte sehr schmale Stückchen abwärts müssen wir uns vorsichtig, hochkonzentriert und mit mehrfacher Einweisung fortbewegen.
Foto: Adi
Foto: Adi
Foto: Adi
Die Reifen beim Workout 😄
Foto: Adi
Und es geht immer weiter 😗
Foto: Adi
Foto: Frauke
Foto: Frauke
Der Anfang des nachfolgenden Videos zeigt zuerst Auszüge des einfachen Teils der Strecke in x-facher Geschwindigkeit und dann folgenden Sequenzen in Normalgeschwindigkeit, die den Abstieg auch in bewegten Bildern zeigen.
Für uns war das einer der spannendsten und aufregendsten Streckenabschnitte überhaupt 🤩 – aber wir sind ja auch 4x4-Anfänger – für die erfahrenen „Offroadfahrer“ ist das sicherlich ein „Klacks“ 😎.
Da Adi nicht wirklich einschätzen konnte, wie problemlos und schnell wir dieses letzte schwierige Stück meistern würden, hatte er eigentlich eine Übernachtung am Fuße des Van Zyl’s eingeplant. Da wir glücklicherweise ohne besondere Vorkommnisse und zügig die schwierige Passage gemeistert haben, beschließen wir heute doch noch ein Stückchen weiter Richtung Süden zu fahren.
Wir folgen also weiter der der D3703 nach einer kurzen und dringend nötigen Erholungspause.
Kurz vor der Etanga Junction traue ich meinen Augen nicht. Hier ist Wasser – und zwar viel Wasser 🤩. Ein Damm, an dem sich Unmengen von Ziegen und Kühen tummeln.
Springböckchen
Kurz danach entdecken wir eher zufällig dieses Hinweisschild.
Und gelangen an eine noch nicht ganz fertig gestellte neue Campsite nebst einem netten jungen Mann, der uns die Erlaubnis gibt, dort unser Nachtlager aufzuschlagen.
Diese Campsite liegt kurz oberhalb der alten „Etanga“ Campsite, die wohl aufgrund von Problemen mit den dort lebenden Himba geschlossen werden musste.
Dies ist ein schöner Platz an einem Flussbett - an den Ablutions und Wasserversorgung wird aktuell noch gearbeitet – scheint aber demnächst alles fertiggestellt zu sein. Die Jungs waren fleißig an der Arbeit.
Rechtzeitig vor Sonnenuntergang haben wir uns eingerichtet.
Und die Buschdusche wird noch schnell installiert.
Foto: Frauke
Rumpsteaks so groß wie Wagenräder haben wir uns heute redlich verdient 😛.
Dazu gibt es Kohl-Kürbis-Gemüse.
Während des Abendessens wird die Stille von einer Männerstimme aus dem Dunkeln durchbrochen 😮. Kurz darauf ertönt eine resolute Frauenstimme aus der Dunkelheit, die den Mann zurückzurufen scheint 😐.
Wir erkennen nun schemenhaft einen alten Mann, der sich nicht weiter nähert und wir beginnen eine einfache Konversation:
Mööönsch, Sabine! Beim Videogucken bin ich echt ins Schwitzen geraten! U.a.auch, weil ich bei Einweisungen dieser Art nie weiß, wie mein Claus das meinen könnte. Umgekehrt aber gibt's auch Verständigungsprobleme, obwohl wir beim Fährmann am Boteti geübt haben 😎 😎 Ich bin beeindruckt! Liebe Grüße Friederike
Waaaaahnsinn, liebe Sabine! 🤩 Die Etappe hast Du mit Bravour gemeistert und ich bin stark beeindruckt. Das würde mich auch mal reizen und mir, denke ich, auch Spaß machen. 😈 Aber mit Michael als Beifahrer müsste ich schon arg viel Überzeugungsarbeit leisten, dass wir so eine of-Road-Strecke fahren.... 🤢 Allerdings muss ich zugeben, dass ich normalerweise eher eine " Schisserin" bin und beim Fahren nicht so gerne Risiken eingehe 😛 Aber mit einem Guide wie Adi und einer kleinen Truppe: why not? Jetzt bin ich auf die Fortsetzung gespannt!
Liebe Grüße, Simone
Historie meiner 16 bisherigen Reisen ins südliche/östliche Afrika => 11/2001: NAM die Erste * 12/2003 - 01/2004: NAMIBIA Südtour * 03/2005: NAMIBIA ein runder Geburtstag in Windhoek/Tour mit Witti + Landy * 12/2007 -01/2008: NAMIBIA Südtour zum 2. mit Familie * 10-11/2008: Kurztrip nach NAM/wieder ein runder Geburtstag * 03/2011: NAMIBIA ~ Hochzeit der Schwägerin in Windhoek und kleine Tour * 09-10/2013: TANZANIA ~ 4 Wochen Familienbesuch * 12/2014 - 01/2015: NAM zum ersten Mal mit Dachzelt unterwegs * 07-08/2016: SÜDAFRIKA ~ 4 Wochen Kap und Gardenroute/Familienbesuch * 05/2018: KTP und mal wieder der Süden von NAMIBIA * 01-02/2020: NAMIBIAS Norden, Caprivi und ein bißchen BOTSWANA * 08-09/2021: BOTSWANA ~ Private Campingtour mit Bushways * 09/2O22: 3 Wochen SÜDAFRIKA mit Fokus auf Familie und Drakensbergen * 08-09/2023: BOTSWANA ~ 2. Private Campingtour mit Bushways * 02-03/2024: NAMIBIA ~ KTP und Südtour * 01-02/2026: 3. Private Campingtour mit Bushways
Eulenmuckel2'097 Beiträge · seit 200616. Feb. 2019 · #97
Liebe Sabine,
vielen Dank für deinen Reisebericht. Auch wenn wir uns hier noch nicht zu Wort gemeldet haben, lesen wir von Beginn an interessiert mit.
Auf die aktuelle Etappe haben wir schon gewartet, weil wir diese Strecke dieses Jahr ebenfalls fahren wollen, nur in umgekehrter Richtung. Danke für die Bilder und die Beschreibung. Wenn ich dich richtig verstanden habe, erforderte die Strecke zwar Konzentration, enthielt aber keine wirklich problematischen Stellen.
Der arme Reifen auf deinem Foto tut mir leid. Ich hoffe immer, dass wir die Reifen nicht zu sehr quälen. Manchmal geht es aber trotz großer Vorsicht leider nicht anders.
mika1606663 Beiträge · seit 201616. Feb. 2019 · #98
Hallo Sabine,
vielen Dank für deinen Reisebericht den ich von Beginn an sehr interessiert mit lese.
Auf die aktuelle Etappe habe ich schon gewartet, weil wir diese Strecke nächstes Jahr ebenfalls fahren wollen, nur in umgekehrter Richtung - von Etambura kommend zu den Epupa Falls. Danke für die tollen Bilder, das beeindruckende Video und natürlich die Beschreibung. Die Strecke erforderte sicherlich Ruhe & Konzentration, enthielt aber keine wirklich problematischen Stellen - richtig?
Danke auch für die "Streckenstatistik" - eine sehr hilfreiche Idee. 🙂 Für die 160 km habt Ihr 6 Std gebraucht - sicherlich gerechnet nach dem Himba Dorf Besuch?
Freue mich auf Deine Fortsetzung denn auch die nächsten Etappen stehen auf unserem Plan. 😉
Schöne Grüsse Gerhard
Namibia 1998/2002/2005/12-2020 & 05+06/2021
Namibia/Botswana/Vic-Falls 1987/1995/2017
Namibia 1980 (u. a. 2 Monate auf einer Rinderfarm nördl. Okahandja)
Old Women1'543 Beiträge · seit 201317. Feb. 2019 · #99
Hallo Sabine, heute haben wir mal einen Ruhetag eingelegt, und ich habe die Zeit genutzt und in deinem Bericht weiter gelesen. Ihr habt es ja richtig schön gehabt, was ihr euch nach dem doch eher rumpeligen Start redlich verdient habt. Vielen Dank fuer deine Muehe. Mir hat sie einen sehr vergnüglichen Nachmittag in einer Haengematte beschert.
Daxiang5'050 Beiträge · seit 201417. Feb. 2019 · #100
Hallo Sabine,
virtuell macht es sehr viel Spaß euch auf der Kaoko-light-tour zu begleiten. Ihr wart ja eine toll eingespielte Truppe! Ich bin ganz begeistert von tollen Himba-Fotos und den beeindruckenden Landschaftsaufnahmen. Die Gegend kenne ich bisher nur von Reiseberichten und so wird es wegen der langen Fahrerei wohl auch bleiben.
Ich bin schon ganz gespannt, was ihr noch so alles erlebt habt und freue mich schon auf die Fortsetzung.
LG - natürlich auch an Armin und einen sonnigen Sonntag Konni