THEMA: Island - Zwischen Feuer und Eis im August 2019
08 Okt 2019 21:31 #569785
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  • Beatnick am 08 Okt 2019 21:31
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Ihr Lieben,

dieses Jahres hat sich die für uns eher seltene Gelegenheit ergeben, während der Sommermonate zu verreisen. Am Ende fiel die Wahl auf Island, was zwar mittlerweile als Ganzjahresdestination gilt, für eine Frostbeule wie mich aber eigentlich nur in den wärmeren Monaten in Betracht kommt. Unser Reisedatum war der 12. bis 26. August.









Da mir Zeit und Muße für einen längeren Reisebericht fehlen - unter anderem, weil wir in 14 Tagen endlich wieder nach Afrika reisen dürfen :) - werde ich mich auf einige grundlegende Informationen und einige Fotos beschränken. Mehr Bilder findet ihr in unserer Flicks-Auswahl, wer fragen hat, kann sich jederzeit an mich wenden, direkt hier oder auch per PN.

Link zur Flickr-Auswahl

Wir haben die Insel als Island-Einsteiger einmal auf der Ringstraße umfahren (gegen den Uhrzeigersinn) und zusätzlich die Halbinsel Snaefellsnes mit eingebaut, die uns absolut begeistert hat. Es heißt, sie sei Island in klein, und ich denke, das kommt gut hin.







Als Mietwagen hatten wir die günstigste Kategorie gewählt, die es gibt, denn die Preise sind generell ein nicht unerheblicher Nachteil bei einer Island-Reise: Sie haben mir bei der ersten Durchsicht trotz Vorwarnung fast die Sprache verschlagen. Da die Ringstraße und die anderen davon abzweigenden Hauptstraßen in absolutem Top-Zustand sind und keinerlei Ansprüche an Fahrer und Fahrzeug stellen, sind wir mit unserer kleinen Klitsche perfekt von A nach B gekommen.





Wir haben diese Reise komplett in Eigenregie organisiert, was nur deshalb ein Problem war, weil die Wörter so fremd klingen und ich mir zunächst nicht merken konnte, was eigentlich was ist. Snæfellsjökull, Fjadrargljufur und Höfudborgarsvædid - nee, is klar!

Ist der Knoten im Hirn entwirrt, heißt es schnell buchen, denn zur Hauptreisezeit im Sommer ist die Insel schon seit einigen Jahren ein Hotspot und entsprechend früh ausgebucht. In der logischen Folge ist man (vor allem am leicht erreichbaren Golden Circle im Süden) alles andere als einsam in der isländischen Natur. Das hat seinen Grund, denn sie ist schlichtweg überwältigend, spektakulär und vielseitig. Feuer und Eis eben.







Wir hatten ziemlich schnell den Bogen raus, dem größten Andrang aus dem Weg zu gehen. Afrikanisch-früh aufstehen, weil tolles Licht und wenig Menschen, und wenn die Reisebusse kamen, waren wir schon ein paar Kilometer weit weg. Wandern lohnt sich ohnehin aus vielen Gründen und sei es, weil nur die wenigsten Touristen wirklich Kilometer abspulen. Insofern waren wir nicht vollkommen alleine, aber oft sehr idyllisch unterwegs - was für die Abendstunden genau so gilt. Spätestens ab 17 Uhr sind die Busse weg, und weil es lange hell ist, geht dann noch richtig was.







Das Hochland, also der mit schönste Teil Islands im Landesinneren, ist nur per 4x4 zu erreichen; oder mit dem Hochland-Bus, eine Variante, die wir gewählt hatten, um in die bunten Berge nach Landmannalaugar zu gelangen. Wir sind gewandert bis zur Erschöpfung, im T-Shirt, der Hammer!





Das Wetter hat überhaupt fast die gesamte Reise über mitgespielt. An den wesentlichen Punkten schien die Sonne, in 14 Tagen waren nur 2 Tage relativ verregnet. Die Temperaturen änderten ihr Gesicht ähnlich schnell wie die Landschaft, und zwar nicht so sehr abhängig von der Sonne, sondern vom Wind. Wenn der blies, wurde es schon auch mal ordentlich kühl. Zwischen 5 und 22 Grad war alles dabei.







In Reykjavik, das ich in meiner ersten Planung gar nicht berücksichtigt hatte, erwischten wir nicht nur wettertechnisch, sondern auch vom Timing her einen Traumtag: Es fand das jährliche Kulturfest statt, mit Live-Musik und Street-Art, die ganze Stadt war auf den Beinen und die Stimmung einfach nur lässig. Wie überhaupt die Isländer die Ruhe weg haben und extrem sympathisch sind. Die Hauptstadt ist beim nächsten Mal gesetzt!

Sie waren so happy, dass sie an ihrem wichtigsten Partytag (oh ja, die können feiern, die Wikinger!) des Jahres schönes Wetter hatten. Am nächsten Tag hockten wir dafür bei 5 Grad und Sturm in der windgepeitschten Blauen Lagune, die viel zu teuer ist - man kann nicht alles haben.

Was die Unterkünfte angeht, hatten wir von Jugendherberge (alles andere war voll) bis stylisches Hotel die komplette Palette im Angebot. Mein Favorit: Das Fosshotel Glacier Lagoon bei der Jökulsarolon-Lagune mit ihrem Diamond Beach, wo vom Gletscher gekalbte Eisbrocken auf den schwarzen Strand gespült werden. Kein Schnapper, aber skandinavisch-schick und cool.





Flair haben auf ganz andere Art auch die vielen Gästehäuser und -Farmen, die allerdings auch nicht gerade günstig sind, wenn man die Preise mit dem vergleicht, was man hierzulande dafür erwarten würde. Tipp: Vergleiche besser lassen :-) Sie sind aber dennoch meist günstiger als Hotels und verfügen über Gemeinschaftsküchen, in denen man nicht nur wunderbar mit Menschen aus aller Welt in Kontakt kommt ("Hello, I'm from China and live in Houston, Texas, and you?"), sondern sich auch kostengünstig was in die Pfanne hauen kann. Das entsprechende Equipment ist vorhanden.







Zusammenfassend hat uns Island begeistert, die Natur ist spektakulär. Die Südküste überlaufener als der Norden. Fahren ist (auf der Ringstraße) easy.





Whale Watching (haben wir in Husavik gemacht), fanden wir spitze, ebenso die Puffins, die wir gerade noch erwischt haben. Zumindest im Süden.





Als wir eine Woche später im Norden ankamen, hatten sich die Papageientaucher bis auf ganz wenige Nachzügler schon auf den Weg gemacht. Etwas früher im Jahr wäre dafür besser gewesen, aber das kam bei uns leider nicht hin.









Beim nächsten Mal dann vielleicht. Denn wir wollen zurückkehren nach Island, irgendwann in den nächsten Jahren.





Last but not least die Route:

Keflavik (Ankunft, Mietwagenübernahme) - Hveragerdi (1 ÜN) - Fludir (1 ÜN) - Vik (1 ÜN) - Jökulsarlon Glacier Lagoon (2 ÜN) - Egilsstadir (1 ÜN) - Husavik (1 ÜN) - Myvatn (2 ÜN) - Stykkisholmur (Snaefellsnes/1 ÜN) - Hellnar (Snaefellsnes/2 ÜN) - Reykjavik (1 ÜN) - Vogar (1 ÜN) - Keflavik (Mietwagenabgabe/Abflug)


Bei Fragen sehr gerne fragen!

Liebe Grüße,
Bettina






Reisebericht Kenia (Masai Mara) 2018

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Reisebericht Namibia 2015

Unsere Afrika-Reisen: Tansania 2010, Namibia/Südafrika 2012, Madagaskar 2014, Botswana/Simbabwe 2014, Namibia 2015, Tansania 2016, Südafrika 2017, Kenia 2018
Letzte Änderung: 09 Okt 2019 08:07 von Beatnick.
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08 Okt 2019 21:51 #569786
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WOW. Tolle Bilder. Also da muss ich auch hin!!!
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08 Okt 2019 21:58 #569787
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  • marimari am 08 Okt 2019 21:58
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Hi Ihr, super Bilder herzlichen Dank!
Island irgendwann mal..auch ich bin eine Frostbeule :lol: .
Die Destinationen im Norden sind meist nicht auf meiner Prio-Liste :kiss:
LG u. schönen Urlaub in Afrika --wohin geht es?
Mari
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08 Okt 2019 21:58 #569788
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  • Gabi-Muc am 08 Okt 2019 21:58
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Hallo,

wow, das sind ja wieder tolle Bilder. Um Eure Bilder beneide ich Euch.

Und das Wetter ist einfach traumhaft. Wir waren Pfingsten 2017 und hatten jeden Tag ein wenig Regen. Island ist traumhaft, aber auf Grund unseres nicht so prickelnden Wetters leider nicht ganz so gut in Erinnerung wie Afrka. Mal sehen, ob es uns nochmal dort hinzieht.

LG

Gabi
04.2016: Gardenroute von Kapstadt zum Addo Elephant Park
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08 Okt 2019 22:05 #569789
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  • kitty191 am 08 Okt 2019 22:05
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Grandiose Bilder, die die Seele dieses wundervollen Eilands perfekt widerspiegeln.
Ich bin noch ganz gefangen in perfekten Farben und Perspektiven, rauer Schönheit und kraftvoller Naturgewalt.
Danke für‘s Teilen.

Liebe Grüße
Kitty
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08 Okt 2019 23:03 #569795
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Jaaaaa, Yeaaah, Yippieieah B)

Wir sind gerade an der konkreten Planung für die zweite September-Hälfte 2020 und Anfang 2021 :dry: dann Chile/Argentinien.

Freu mich wie ein Schnitzel auf Deinen Bericht. Das mit den tollen Fotos hebe ich mir nochmal auf.
Also ein gaaanz dickes Danke und ab gehts, oder ? :kiss: :kiss: :kiss:

Viele Grüße
Carsten
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