THEMA: Auf gut Glück durch Südafrika
03 Jan 2019 20:42 #544107
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  • frau_shrimp am 03 Jan 2019 20:42
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Danke schön für das Feedback. Ich war mir schon unsicher, weil keiner mehr geschrieben hat :dry:
Evtl. schaffe ich es schon morgen weiterzuschreiben, sonst am Wochenende.
Wie kann man Namibia nicht lieben?
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03 Jan 2019 22:40 #544113
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  • Gila am 03 Jan 2019 22:40
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Ich bin auch noch dabei!
Viele Grüße von
Gila
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03 Jan 2019 23:05 #544115
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Me too ;)
Friederike
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04 Jan 2019 15:08 #544150
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  • frau_shrimp am 03 Jan 2019 20:42
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Wie gut, es sind noch nicht alle eingeschlafen. :woohoo: Also, weiter geht's

20.11. Dienstag Driehoek Camping Cederberge, 260km
Das Wetter ist schlecht, es regnet und die Wolken hängen tief zwischen den Bergen. Genau der richtige Tag, Franschhoek zu verlassen. Wir fahren über Paarl nach Worcester, wo wir uns für die nächsten 2 Tage in der Einsamkeit eindecken. Der Einkauf will wohlüberlegt sein, da wir ab Donnerstag im Hotel sind und dann alle Vorräte aufgebraucht sein sollten. Weiter geht es über eine landschaftlich reizvolle Strecke mit 2 Pässen über Ceres und Op die Berg, wo wir falsch abbiegen, es aber nicht merken. Die anfangs noch gute Gravel wird immer kleiner und rumpeliger, führt direkt über Bauernhöfe und endet nach ca. 30km irgendwo im nirgendwo zwischen den Feldern. Ich habe keinen Plan wo wir sind, die letzten 5km sind wir nur noch nach Kompass gefahren, T4A zeigt leere Fläche und die Karte hilft mir auch nicht, wenn ich nicht weiß, wo wir sind. Dieter guckt mich freundschaftlich an „Macht doch nichts, kehren wir halt um und fahren zurück“. Doch meiner Navigatorehre widerstrebt es umzukehren; das ist für Pussies! Ich verkleinere den Maßstab im T4A und tatsächlich, ca. 2 km Nordnordost erscheint wieder eine Pad auf dem Bildschirm. Die Richtung wäre schon richtig und deshalb ich zeige bestimmt in diese Richtung „Dort lang!!“ Ich muss wohl den richtigen Tonfall getroffen haben, denn ohne weiteres maulen fährt Dieter tatsächlich wieder an, über das Feld. Zur Beruhigung: es ist längst abgeerntet und wir nutzen die vorhandenen Fahrrillen. Wie gut, dass die Südafrikaner hier keine Gräben zwischen ihren Feldern haben und der Feldrand ebenfalls nicht bewachsen ist. So kommen wir wieder an die Straße und – oh Wunder – T4A findet uns wieder und zeigt die Route an. Tatsächlich sind wir auf der Straße gelandet, auf die wir ursprünglich abbiegen wollten. Bis heute habe ich die Route nicht nachvollziehen können, die wir da gefahren sind!
Am Eingang der Cederberge spiele ich kurz mit dem Gedanken, die 4x4 Strecke nach Wuppertal zu fahren, aber das hätte uns völlig aus der Richtung gebracht. So biegen wir links ab auf die Gravel durch die Cederberge. Wir genießen die schroffe Landschaft und die Wildheit der Gegend. Genau so mögen wir das!





Wir lassen uns treiben und inspirieren von den Campingplätzen, an denen wir vorbei kommen. Ich gebe zu, wir sind sehr wählerisch und fahren an einigen Plätzen vorbei, an denen es an sich nichts auszusetzen gibt. Irgendwann kommen wir an eine Gabelung und T4A zeigt mir an, dass wir sowohl rechts- als auch linksrum fahren können, die Wege führen später wieder zusammen. Wir fahren einfach mal rechts, einen wirklichen Grund dafür gibt es nicht. Nach kurzer Strecke stehen wir vor einem Gatter, das wie ein Farmtor aussieht und nicht wie ein normales Viehgatter. Auf T4A ist nichts eingezeichnet, dass die Straße endet oder Privat ist, deshalb steige ich aus um am Farmhaus zu fragen, ob wir hier weiterfahren dürfen. Es liegt ungefähr 100m zurück und ich laufe den Weg entlang. Kurz bevor ich es erreiche, sehe ich ein Schild Camp Sites mit einem Pfeil. Bingo, hier dürfen wir nicht nur durchfahren, wir können sogar hier bleiben. Ich winke Dieter, dass er kommen kann. Doch der winkt zurück, ich solle ihm gefälligst das Gatter öffnen, damit er durchfahren kann :laugh:
Am Farmhouse erfahren wir, dass wir auf der Driehoek Tourist Farm gelandet sind und quasi von der "falschen" Seite aus gekommen sind. Die Hauptroute mit den entsprechenden Schildern kommt von Norden. Aber wir sind für die nächsten 2 Nächte sehr willkommen, es gibt keine weiteren Camper und wir haben auf dem etwas abseits gelegenen Campingplatz freie Auswahl :) Die Plätze sind sehr einfach und ursprünglich, schön schattig unter Bäumen und direkt an einem wilden Bachlauf gelegen. Hier können wir es uns gemütlich machen und die tolle Aussicht auf die Berge genießen. Dieter macht auch gleich ein Feuerchen und wir freuen uns auf 2 Tage nichts tun.

21.11. Mittwoch Driehoek Tourist Farm Cederberge, 0 km
Wir schlafen lang, frühstücken ausgiebig, halten den großen Zeh in den aufgestauten Bach, der als Naturpool dient (viieeel zu kalt!!), erkunden den Campingplatz und lassen das Feuer bis in den Abend nicht ausgehen. Kurz: wir machen genau das, was wir uns vorgenommen haben, nämlich gar nichts! B)



22.11. Donnerstag The Grand Daddy Hotel Kapstadt, 245km
Heute Morgen steht Koffer packen auf dem Plan. Wir räumen unseren Camper auf, da wir die letzten 3 Nächte im Hotel in Kapstadt sind. Schweren Herzens verlassen wir unsere Wildnis, und treten die letzte Etappe an. Wir saugen nochmal jeden Kilometer Einsamkeit in den Cederbergen auf, bevor wir die N7 erreichen und südwärts fahren. Die Strecke ist unspektakulär und langweilig, wir haben das Gefühl, durch die Kornkammer Kapstadts zu fahren. Erst hinter Philadelphia wird es wieder interessant, als wir die N7 verlassen und über Melkbosstrand wieder das Meer erreichen. Die M14 bietet uns tolle Aussichten auf den immer größer und klarer werdenden Tafelberg. Am langen weißen Sandstrand halten wir an und können uns am Panorama nicht sattsehen: Kapstadt, Tafelberg, Lions Head und Signal Hill sind eine so malerische Kulisse und im Vordergrund Dutzende von Kite-Surfern die atemberaubende Sprünge hinlegen.











So gerne würden wir hier ein wenig verweilen, aber der scharfe Wind peitscht den feinen Sand durch die Luft und wir fühlen uns wie gesandstrahlt. Es zwiebelt auf der Haut wie kleine Peitschenhiebe und die Augen können wir kaum öffnen. Für ein paar schnelle Bilder reicht es jedoch, aber wir sind froh, als wir wieder im Auto sitzen. So kommen wir kurz nach Mittag im Hotel an und werden sofort sehr freundlich empfangen. Für das Auto haben wir vorher extra einen Parkplatz angefragt und auch bestätigt bekommen. Die nette Crew vom The Grand Daddy Hotel ist jedoch etwas entsetzt, mit was für einem 4x4 wir ankommen. Mit der Höhe hatten sie nicht gerechnet, er passt leider nicht in die Garage. Aber sie bieten sofort an, sich darum zu kümmern und so kann unser Auto über Nacht an der Straße stehen bleiben, die Rezeption hat immer einen Blick darauf.
Das Hotel ist absolut zu empfehlen: klein, herzlich, super Lage (Long Street), tolle Zimmer, toller Service, Rooftop-Bar, sehr gutes Restaurant. Oben auf dem Dach gibt es sogar umgebaute Alu-Trailer, die ein besonderes Wohnvergnügen versprechen. Wir hatten jedoch in den letzten 3 Wochen genug Camping-Feeling, weswegen wir eins der sehr guten Zimmer gebucht haben. Die Crew erklärt uns noch kurz die Maßnahmen zum Wassersparen, danach geht es ans Auspacken und frisch machen. Anschließend unternehmen wir einen ersten Streifzug durch die Stadt, der uns erst entlang der Bree Street und schließlich zum Greenmarket Square führt, wo ein täglicher Markt stattfindet. Hier kehren wir in einer der zahlreichen Bars ein, beobachten das bunte Treiben und lassen bei einem guten Wein das Leben an uns vorbei ziehen. Die Atmosphäre dieser lebendigen und lebensbejahenden Stadt gefällt uns richtig gut und wir sind gespannt, was uns die nächsten 3 Tage zu bieten haben B)
Wie kann man Namibia nicht lieben?
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04 Jan 2019 16:37 #544160
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  • HartmutBremen am 04 Jan 2019 16:37
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Moin,
auch habe hier gerne mitgelesen. Sind wir doch 2015 einige der Strecken auch gefahren.
Schöner Bericht, tolle Fotos!
Hartmut
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12 Jan 2019 13:23 #544865
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  • CuF am 03 Jan 2019 23:05
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Die Atmosphäre dieser lebendigen und lebensbejahenden Stadt gefällt uns richtig gut und wir sind gespannt, was uns die nächsten 3 Tage zu bieten haben
...sicher warten noch einige andere mit mir gespannt auf die versprochenen nächsten 3 Tage ;) ;) ;)
Gruß
Friederike
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