THEMA: Hilfe für Reiseplanung Nov/Dez. 2016
16 Aug 2016 10:02 #441163
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  • Streuwiese am 16 Aug 2016 10:02
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Wir wollen Mitte November für 3 Wochen eine Tour durch Uganda mit Abstecher nach Ruanda machen. Wir haben schon ein Auto mit Fahrer bei Alpha Tours gebucht. Nun sind wir bei der Planung der einzelnen Orte.
Da wir schon viel in Afrika unterwegs waren, interessieren uns in Uganda natürlich hauptsächlich die Primaten. Wir dachten an folgende Route:
16.11. Ankunft Entebbeabends oder nachts
17.11.Kampala morgens Übern. Auto
18.11.Fort Portal
19.11.Kibale NP
20.11.Kibale NP Chimp-Permit
21/11 QENP, Nähe Kyambura Gorge
21/11 QENP
21/11 QENP_ Ishasha area
24/11 Bwindi NP
25/11 Bwindi NP Gorillas
26/11 Bwindi NP
27/11 Mgahinga
28/11 Lake Kivu Ruanda
29/11 Lake Kivu
30/11 Kigali
1.12 Kigali
2.12 Lake Mburo
3.12. Lake Mburo
4.12. Kampala Rückgabe Auto
5.12.Islands??????/ Jinja Source of the Nile??

Die Frage ist auch wenn man das Chimp-Permit für 100 $ für den Kibale NP sich besorgt, ist es dann sinnvoll auch noch in die Kyambura Gorge zu fahren und 50 $ zu bezahlen oder sollte man nicht gleich die billigere Variante also nur Kyambura Gorge wählen?
In Mgahinga wollten wir „the golden Monkeys“ sehen und evtl. einen Batwa Trail unternehmen. Weiß jemand einen Veranstalter (kann auch an einem anderen Ort sein), wo die Batwas selbst einen Trail organisieren oder wenigstens etwas von dem Geld, das man dort bezahlt, haben werden?
Was haltet Ihr, die Ugandaerfahrenen von diesem Plan?
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16 Aug 2016 10:23 #441167
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  • picco am 16 Aug 2016 10:23
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Hoi Streuwiese...hast Du auch einen Namen?

Grundsätzlich ist es machbar...nur würd ich die Reihenfolge umkehren, in Uganda starten und in Kigali die Reise beenden.
Die meisten Flieger fliegen ja erst Entebbe und anschliessend Kigali an, dürfte also kein Problem sein.
Welchen Fahrer habt Ihr? Paul? Wenn ja, sag ihm einen schönen Gruss von mir (Claudio)!
Was die Chimps angeht kann ich Dir leider nicht helfen, da ich sie an anderen Orten besucht habe.
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16 Aug 2016 17:35 #441264
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  • Butterblume am 16 Aug 2016 17:35
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Hallo Streuwiese,

prima, dass ihr euch gute drei Wochen Zeit nehmt und euch in der Regenzeit auf eine Region beschränkt. Die Regenzeit hat den Vorteil, dass das Gorilla Permit reduziert ist und man du mit herrlichen Landschaften belohnt wirst. Die Luft ist in der Regel sehr klar und nicht so dunstig wie in der Trockenzeit. Allerdings rechne speziell im Bwindi und Mgahinga damit, dass der Waldboden extrem feucht und tiefgründig von wochenlangen Regengüssen ist. Hoch zu kommen ist weniger ein Problem, wie anschließend wieder runter zu kommen, ähm zu rutschen. :whistle:
Regenzeit bedeutet, dass täglich gegen Mittag die große Dusche von oben einsetzt und da möchte man im besten Falle auch schon wieder in der nächsten Unterkunft sein, denn die Murram Roads speziell im Kibale und Bwindi verwandeln sich in Schlammsuhlen.

Du fragst: Die Frage ist auch wenn man das Chimp-Permit für 100 $ für den Kibale NP sich besorgt, ist es dann sinnvoll auch noch in die Kyambura Gorge zu fahren und 50 $ zu bezahlen oder sollte man nicht gleich die billigere Variante also nur Kyambura Gorge wählen?

Subjektiv beantwortet: Wir würden kein zweites Chimp Tracking inerhalb einer Tour buchen. Wenn du dein Herz an Primaten verloren hast, dann ev. schon.

Weiß jemand einen Veranstalter (kann auch an einem anderen Ort sein), wo die Batwas selbst einen Trail organisieren oder wenigstens etwas von dem Geld, das man dort bezahlt, haben werden?

Eigentlich sollte dir Douglas diese Frage beantworten können. Ansonsten würde ich bei Nkuringo Walking Safaris dahingehend Erkundigungen einholen. Die betreiben auch in Kisoro direkt an der Hauptstr. die Nkuringo Gorilla Junction (kleines Cafe mit Craftshop). Außerdem hat die Uganda Wildlife Authority unweit des Travellers Rest Hotels an der Hauptstr. ihr Office. Auch dort kannst du nachfragen bzw. sie vermitteln dir sicherlich einen Kontakt. Du kannst ja vereinbaren, die Gebühren direkt vor Ort an die Batwa Community zu zahlen. Auch die Managerin vom Travellers Rest Hotel ist gerne behilflich.

In Buhoma haben wir das Geld direkt an die Batwa gezahlt.

Du schreibst nicht, welche Orte im Bwindi NP ihr aufsuchen möchtet. Der Bwindi ist groß und speziell in der Regenzeit muss man zwischen Nord und Süd bzw. Südwest mit einer Tagesreise rechnen.
Was willst du in Kampala? Der Driver-Guide holt euch beim Guesthouse in Entebbe ab. Das Guesthouse wiederum sendet euch einen Shuttle für den Airporttransport. Ist in Entebbe in aller Regel in den Übernachtungskosten inkludiert.
Ich persönlich würde Jinja streichen und die beiden Tage zugunsten des Queen Elizabeth mit je einer Nacht mehr in der Main Section und Ishasha investieren.

Herzliche Grüße
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit

www.butterblume-in-afrika.de
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19 Aug 2016 20:09 #441678
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  • Versilia am 19 Aug 2016 20:09
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Hallo Streuwiese,
ich habe deine Frage erst jetzt gelesen.
Zu Kibale Forest und Kyambura Gorge kann ich dir folgendes sagen: Wir haben in beiden das Schimpansen-tracking gemacht. Ich bin ein absoluter Primaten Fan und vor allem die Schimpansen haben es mir angetan. Im Kibale Forest ist das Beobachten der Primaten problemlos möglich. Nachdem wir eine Gruppe gefunden haben, was ungefähr eine halbe Stunde dauerte, mussten wir noch warten, bis sie von einem sehr hohen Feigenbaum runterkamen. Sie waren nämlich allesamt noch hoch oben in den Zweigen. Unser weiblicher Guide erklärte uns jedoch, dass diese den Boden aufsuchen würden, sobald es durch die Sonnenstrahlung zu warm werden würde. Und so war es auch tatsächlich, man musste nur ein wenig Geduld mitbringen. Dann aber konnten wir die Schimpansen aus nächster Nähe beobachten und das für eine lange Zeit. Es war fantastisch!!

Die Kyambura Gorge war ganz anders. Es ist eine 16 km lange, 400m breite und 40 m tiefe Schlucht, in der Mitte ein Bach und von der Vegetation her tiefer Tropenwald. Es gibt dort nur eine habituierte Schimpansengruppe, die 2014 20 Mitglieder umfasste. Entsprechend schwieriger ist es, diese ausfindig zu machen. Bei der geführten Morgentour waren mein Mann und ich die einzigen Gäste. Wir versuchten die Laute der Schimpansen ausfindig zu machen und diesen zu folgen. Wann immer wie näher kamen, hatten diese sich bereits wieder entfernt. Wir sind in der dichten Vegetation die Schluchtwände rauf und runtergegangen, wobei das Wort gehen nicht ganz der Wahrheit entspricht. Es gibt außer einem schmalen Pfad entlang des Bachs keine Wege. Wahrscheinlich weil wir alleine auf der Tour waren und körperlich wirklich fit sind (wir kommen aus dem Wander- und Kletterbereich), ist unser Guide mit uns die ganzen Stunden die steile und dicht bewachsene Schluchtwand hoch- und wieder runtergeklettert, er musste konstant mit seinem Gewehr, welches er bei sich führte, die Zweige wegstoßen und wir hangelten uns von Ast zu Ast, um nicht wieder runterzurutschen. Letztendlich haben wir für einen kurzen Augenblick, tief geduckt im Gestrüpp und in weiter Entfernung einen kurzen Blick auf einen einzigen Schimpansen erhaschen können. Dann war er schon wieder weg.
Wir fragten unseren Guide, ob er bei jeder Tour so weit hoch und runterklettern würde, was er aber natürlich verneinte. Wie gesagt, ich glaube es lag einfach daran, dass wir nur zu zweit und körperlich fit und damit sehr schnell waren, um den Stimmen folgen zu können.
Wenn du die Schimpansen mit relativer Sicherheit sehen möchtest, ist der Kibale Forest auf jeden Fall der bessere Park. Vom Erlebnisfaktor war aber die Kyambura Gorge, auch wenn wir eigentlich nichts gesehen haben, wesentlich aufregender und es zählte für uns zu einem der Top Erlebnisse. Kommt also darauf an, welchen Schwerpunkt du hast. Landschaftlich ist die Kyambura Gorge natürlich auch toll und hat ein komplett eigenes Klima. Aber wie gesagt, wirklich sehen kann man die Schimpansen dort eher selten.

Wir standen auch vor der Frage, nach Jinja zu gehen. Wir haben uns dagegen entschieden, sind aber in der Nähe, ein paar Kilometer weiter im Landesinneren in der Wildwaters Lodge gewesen. Diese liegt auf einer von Stromschnellen umgebenen Insel mitten im Nil an den Kalagala Falls. Schau mal nach unter www.wildwaterslodge.com.
Man kann dort nicht wirklich viel machen, da die Insel wirklich sehr klein ist. Wir waren dort am ersten und zweiten Tag der Reise, da wir gerne, wenn wir in Afrika landen, erstmal zwei Tage ankommen wollen. Aber natürlich bietet sich so ein Aufenthalt auch am Ende der Reise an. Von Jinja aus starten viele Rafting touren. Dies wollten wir nicht, deshalb haben wir es total genossen in dieser Traumlodge einfach nur "abzuhängen". Ab und zu haben wir Rafting Boote gesehen. Das Essen ist super und man wird mit einem Ruderboot abgeholt und zu der Insel gefahren. Die Zelthütten sind mit Stegen miteinander verbunden. Ich kann es wirklich empfehlen!

Viele Grüße

Britta
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22 Aug 2016 16:07 #442036
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  • Streuwiese am 16 Aug 2016 10:02
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Hallo Marina,
vielen Dank für die ausführliche Antwort. Wir werden uns dann doch für das Chimp-Tracking im Kibale entscheiden.
Bezgl. Bwindie NP: Douglas hat das Permit für das Gorilla-Tracking im Buhoma gebucht. Ich werde dann wohl auch eine Möglichkeit finden die Batwa selbst zu bezahlen.
Kampala wollten wir wenigstens nochmal auf der Rückreise vor dem Abflug ansehen und Junja haben wir von Anfang an gestrichen.
Liebe Grüße
Evelyn
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22 Aug 2016 16:16 #442039
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  • Streuwiese am 16 Aug 2016 10:02
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Hallo Britta,
vielen Dank für den ausführlichen Bericht über die Kyambura Gorge. Klingt sehr, sehr anstrengend, wir werden uns dann wohl nur für den Kibale Forest entscheiden. Wir haben jetzt Fort Portale zum "ankommen" ausgesucht.
Viele liebe Grüße
Evelyn
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