THEMA: Tanzania - die Zweite. Kein Reisebericht !
06 Jan 2019 11:43 #544306
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  • Koalandrea am 06 Jan 2019 11:43
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Liebe Fomis,

da uns das Forum immer ein guter Helfer ist, möchte ich kurz eine Übersicht über unsere Reise geben. Einen RB werde ich aus Zeitgründen nicht schreiben, aber weitere Fragen gern beantworten.

CS Buchung
++ über Tanzanian Pioneers / SSS mit ständig gutem und schnellen Feedback
++ kurze 'Eincheck' Zeiten in die Parks durch fixe Vorabbuchung
-- keine Flexibilität in der Reisegestaltung aufgrund der fixen Vorabbuchung
-- haben nicht alle gewünschten Plätze bekommen
-- am Lake Ndutu wurden wir 8km abseits vom Lake platziert, da der auf uns registrierte Platz angeblich durch Flying Catchers besetzt war (willkürliche Platzierung des Ranger Post 'Bosses')
-- Auf Moru4 reisten nachts (21:00) 4 LKWs mit ca. 15 Leuten an. Spannende Momente ... Am Morgen erfolgte die Aufklärung (Guides einer größeren Touri Gruppen brauchten Vorlauf zum Aufbauen und reisten daher mal am Vorabend an)

Auto
++ über Tanzanian Pioneers / SSS
++ Preise seit 2014 stabil mit Ausnahme der Einführung von 18% VAT
++ 'Sonderwünsche' kein Problem (Potje, zweiter Gaskocher)
++ alle verabredeten Transfer zuverlässig erfolgt (Abholung, Transfers von und zu Lodges am Anfang und Ende der Reise)
++ Zelt neu und Sauber
-- Autozustand teils nicht vertrauenserweckend, Reifen gerade noch als machbar einzustufen
-- 4 Autopannen in 19 Tagen (zweimal Ölaustritt an Hinterrad Nabe und zweimal Komplettausfall durch Startprobleme)
++ Hilfe durch SSS bei Pannen jederzeit und schnellstmöglich; dadurch insgesamt nur 1,5 Tage verloren
++ Zusatzkosten (Lodgeübernachtung am Lake Ndutu) wurden großzügig von SSS übernommen (knapp 500 US$)

Flug
++ KLM mit gutem Service und freundlichem Personal - pünktlich gelandet
-- Rückflug über Nairobi mit Kenya Airways (Platzreservierung vorab erst ab 24h möglich; Personal sehr reserviert)

Reiseverlauf
13.-15.12.2018
Anreise / Übernachtung in der Kingoni Lodge (sehr zu empfehlen)
Abholung durch SSS
Autoübergabe sehr ausführlich mit netten Geschichten und vielen Tips.
16.-17.12.2018
Arusha Nationalpark: Waren wir das erste mal ... hat uns sehr gut gefallen. Tolle Natur, schöne CS und sehr interessant die Colobus Affen.
18.12.2018
Lake Natron: über Longido. Landschaftlich sehr schön, aber die Route ist ziemlich anstrengend zu fahren. Bei häufigem Regen wahrscheinlich an vielen Stellen nur schlecht oder garnicht zu passieren.
Erste Autopanne (Hinterrad) - leider kein Netz, daher auf Hilfe vom Campmanager angewiesen, der jedoch nach unserer zweiten Anfrage dann auch wirklich zuverlässig reagierte und noch nachts ins Dorf fuhr und 'seine' Mechaniker für den nächsten Morgen bestellte. Alles zuverlässig und schnell repariert am nächsten Morgen.
19.12.2018
Serengeti - Lobo PCS: auch hier bleibt es eine landschaftlich schöne Strecke, die aber anstrengend zu fahren ist. Wichtig: genug Zeit einplanen ... hier hatten wir das zweite mal ein Problem mit der Nabe am Hinterrad ... wurde aber in Loliondo schnell behoben.
20.-22.12.2018
Serengeti - Seronera PCS: weniger Tiere als ein letzten mal. Dennoch haben wir eine schöne und erholsame Zeit verbracht. Für uns ist Afrika auch schön, wenn wir nur auf dem Stuhl sitzen oder in der Hängematte liegen und ab und zu mal den Blick vom Buch heben und in die Natur schauen ...
23.12.2018
Serengeti - Moru4: Da es jeden Abend ein Gewitter gab, war der Weg nach oben schon recht beschwerlich. Aber einmal angekommen, haben wir einen netten Nachmittag mit schönem Wetter und tollem Ausblick erlebt. Abends meldeten sich lautstark mehrere Löwen ganz dicht an unserem Standplatz. Der Hügel ist offensichtlich 'bewohnt'.
Schreckmomente mit nächtlicher Ruhestörung schon weiter oben beschrieben.
24.-29.12.2018
NCA - Lake Ndutu Esinoni SCS: Es hatte die ganze Nacht geregnet und somit war das Wegkommen von Moru4 noch anstrengender. Viel Wasser und super rutschiger Untergrund. Danach aber der Weg quer durch die Migration. Sehr nett. Am Lake Ndutu mussten wir dann feststellen, dass wir unseren registrierten Platz nicht bekommen. Hätten ggf. mit 'Zusatzkosten' für den Manager etwas ausrichten können - hatten darauf aber keine Lust. Waren ca. 8 km vom Ranger Post 'abgesetzt' worden. Zufahrt 'off road' - aber Dank Maps.Me machbar. Haben hier eine tolle ruhige Zeit verbracht. Nur einen Gamedrive ... und auch hier festgestellt, dass es weniger Tiere gab, als beim letzten mal. Aber an unserem Standort kamen morgens und abends die Gnus und Zebras vorbei und auch ein Elefant stattete uns einen Besuch ab. Nachts war immer viel los ... vermutlich gibt es dort zur Zeit viele hungrige Hyänen. Am 28.12. wollten wir zum Krater starten - Simba CS war gebucht. um 09.00 Abfahrt - leider die Rechnung ohne das Auto gemacht. Keinen Ton konnten wir ihm entlocken. Kein Netz und niemand in der Nähe ... nach ca. 30 Minuten nahmen wir fernab Stimmen wahr. Also liefen wir querfeldein los und fanden 4 Mitarbeiter eines Camps die auf Feuerholzsuche waren. Die haben dann 6 Stunden lang versucht, dass Auto erst ohne und später mit Anleitung durch SSS (einer hatte dann doch irgendwann ein Telefon mit Netz) zu reparieren - leider ohne Erfolg. Um 16:00 wurden wir dann zur Ndutu Safari Lodge abgeschleckt, wo das Auto schnell repariert wurde und wir eine tolle Nacht verbrachten.
30.12.-02.01.2019
Tarangire PCS: da wir die Simba Campsite durch die Autopanne auslassen mussten, hatten wir heute eine größere Strecke zum Ausreisen aus dem NCA. Haben am Gate dann aber erklärt, was passiert war und mussten auch nicht nachzahlen (ich glaub, wir waren eine Stunde zu spät). Im Tarangire war unser 'Lieblingsplatz' frei und wir haben vier tolle Tage mit zwei schönen Gamedrives verbracht. Dieser Park bleibt unser Lieblingspark. Er ist so vielschichtig und es gibt viele Tiere. Einzig die Tsetse war nervig. Mein Mann hatte nichts während ich an fünf Stellen Handteller große Anschwellungen erdulden musste. Silvester wollten wir dann tagsüber das Auto in den Schatten stellen und stellten fest, das es wieder keinen Ton von sich gab. Nun doch etwas genervt baten wir Guides, die auch auf der CS waren um Hilfe ... viele Leute, immer der gleiche Ablauf ... Batterie sauber machen, ausbauen, eintauchen, Sicherungen rein und raus, Anschieben und Feststellen, dass sich nichts ändert. Irgendwann kam ein Guide, der uns erzählte, das Nathans Bruder in der Nähe eine Lodge hat ... und da kam dann Hilfe her. Aber auch das dauerte noch einmal Zeit. Am Ende war unser Auto so gegen 17:00 wieder fahrbereit und wir 'schrankfertig'. Haben dann noch ein kleines Feuer genossen und waren um 21:00 Uhr im Bett und sind erst 2019 wieder aufgewacht. Alles ruhig und gesittet auf dem Platz. Sehr schön.
02.-04.01.2019
Autorückgabe ohne Probleme. Die Trinkgelder für die vielen 'kleinen' Reparaturen haben wir übernommen, aber Nathan hat die Lodge, das Abschleppen und auch die Reparatur in der Lodge gezahlt. Das fanden wir einen fairen Deal. Wir hätten gewünscht, es wäre ohne Autopannen gegangen, haben aber am Ende uns nicht davon leiten lassen. Es war dennoch eine schöne Zeit und aufgrund des großzügigen Zeitplanes haben wir auch nichts verpasst (bis auf die Nacht auf Simba).
Mit dem Taxi (auch hier super fairer Preis von SSS) sind wir nach der Rückgabe zur Kaliwa Lodge nach Machame (bei Moshi) gefahren. Ein Traum ... Häuschen nicht so unsers (aus Stein im Bauhaus Stil), aber super gelegen mit Terrasse direkt am Fusse des Kili. Haben mehrfach freie Sicht genossen. Sehr junges Management - sehr engagiert mit viel Liebe zu Land und Leuten und auch der Natur. Wirklich eine Empfehlung wert.

04.01.2019
Rückflug: Abflug sehr früh, aber dadurch waren wir auch am frühen Abend schon daheim.

Insgesamt eine sehr schöne Reise. Tanzania bleibt für uns einzigartig schön mit seinen vielen Facetten. Selbstfahren scheint in anderen Ländern willkommener, aber die meisten Guides sind hilfreich und offen.

Was die Autovermietung angeht: die Autos sind stark beansprucht, die Ausstattung beschränkt sich auf das Notwendigste. Aber der Preis ist fair und der Service stimmt. Wir waren die letzten beiden Jahre in Sambia ... das Auto war neuer, gut gewartet, aber auch fast doppelt so teuer.

So, dass soll es sein ... bei Fragen einfach melden. LG - Andrea

PS: wir haben dieses Jahr nur wenige Fotos gemacht. Zum einen natürlich vom Arusha NP, den wir letztes mal ausgelassen hatten und ansonsten nur von tollen, noch nicht verewigten Motiven. Das war eine tolle Erfahrung, da es schon eine entspanntere Reise für den/die Fotografen/-in ist.
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06 Jan 2019 18:47 #544389
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  • Sadie am 06 Jan 2019 18:47
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Hallo Andrea,
Danke für den Kurzbericht. Das tönt ja nicht gerade gut dass ihr so viele Probleme mit dem Wagen hattet. War es etwa der T832 DEP? Wenn ja, mit dem hatten wir im 2015 auch start Probleme und er hatte kaum “Schnauf” die Bergstraßen hochzufahren. Wir hatten dieses Jahr Glück mit Wagenmieten über Nathan und hatten nie eine Panne.
Schön aber dass euch Nathan schnell helfen konnte und auch die Einheimischen sehr hilfreich waren. Dass euch so eine Zeltmannschaft spät auf Moru 4 überrascht hat stinkt ja schon sehr! Das ist einer meiner Lieblingsplätze und den möchte ich mit niemanden teilen schon nicht mit einer Crew von 15. aber sowas scheint nun in den Pärken Gang und gebe zu sein, wie es auch auf dem SA 4x4 Forum beschrieben wird. Uns passierte das im Tarangire auf einem special Campsite. Sehr peinlich und die Crew kann ja nichts dafür.
Danke und ich hoffe du wirst gleichwohl noch ein paar Fotos einstellen, auch eins vom Wagen für mich.
Liebe Grüsse von Katrin
If life is a journey be sure to take the scenic route

Zweite Selbst Fahrer Tour in Tansania. Same same but different.
Juni 2018
www.namibia-forum.ch...e-but-different.html

Trip reports in English:

Namibia and KTP 2016
safaritalk.net/topic...-tr-nam-sa-bots-nam/

Botswana 2016:
safaritalk.net/topic...fari-tr-bots-nam-sa/

Tanzania 2015:
safaritalk.net/topic...s-and-lions-in-camp/

Nam-SA-Bots 2014:
safaritalk.net/topic...-and-namibiab/page-1
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