THEMA: Tansania als Selbstfahrer und Mietwagenfirma
15 Okt 2018 15:19 #535652
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  • Sadie am 15 Okt 2018 15:19
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Da ihr zu fünft seit , könntet ihr euch fahren lassen. Serengeti Select Safaris haben lange Landcruisers die man mit Fahrer mieten kann. Die Gassen 6 oder mehr Personen.
Ich glaube Daniel Staub hat nur ein Auto zu vermieten, aber er vermietet über Serengeti Select Safaris und die haben mehrere Land Rovers. So könntet ihr zwei LR mieten und auf jedem ein Dachzelt montieren. So wäre die Dachlucke noch zu gebrauchen. Die fünfte Person muss halt dann in einem Bodenzelt schlafen.
If life is a journey be sure to take the scenic route

Zweite Selbst Fahrer Tour in Tansania. Same same but different.
Juni 2018
www.namibia-forum.ch...e-but-different.html

Trip reports in English:

Namibia and KTP 2016
safaritalk.net/topic...-tr-nam-sa-bots-nam/

Botswana 2016:
safaritalk.net/topic...fari-tr-bots-nam-sa/

Tanzania 2015:
safaritalk.net/topic...s-and-lions-in-camp/

Nam-SA-Bots 2014:
safaritalk.net/topic...-and-namibiab/page-1
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26 Jan 2019 10:46 #546263
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KarstenB schrieb:
Ich kann Dir Tanzanian Pioneers empfehlen. Daniel Staub arbeitet mit Serengeti Select Safaris zusammen.
roadtripsta schrieb:
Den Wagen haben wir, wie in einem anderen Beitrag schon erwähnt, auch bei Tanzanian Pioneers gebucht.
beate schrieb:
Wir waren zweimal in Tanzania und hatten unser Auto immer über Tanzanian Pioneer gemietet:

Hallo,

da ich über google diesen Thread gefunden und auf Basis der Empfehlungen hier bei Tanzanian Pioneers bzw. Serengeti Select Safaris bzw. Daniel Staub gebucht habe, wollte ich kurz Rückmeldung geben. Diese ist allerdings fern ab von positiv und eher eine Warnung, dass nicht andere Interessenten blind den bisherigen Beiträgen über den Anbieter vertrauen.
Wir waren im November zu zweit für 10 Tage auf Selbstfahrer-Safari, Lake Manyara, NCA, Serengeti, Tarangire, hatten also einiges vor. Ich werde keine Namen der Angestellten erwähnen, bei berechtigten Rückfragen gibt es ja noch private Nachrichten.
Der E-Mail Kontakt vorweg war in Ordnung, allerdings wurde häufig auf Fragen nicht geantwortet sodass nochmal explizit nachgefragt werden musste, ein endloses E-Mail hin und her. Das ist nicht dramatisch, war aber der erste Eindruck.
Als wir zur Fahrzeugübergabe kamen, trafen wir zunächst nur eine Angestellte im Büro an, die mit uns schon mal Formalien klärte. Nach einiger Zeit stand dann noch ein anderer mit bei uns, der sich in die Gespräche mit einmischte, sich aber nie vorgestellt hatte. Es stellte sich irgendwann heraus, dass es wohl der Geschäftsführer war und von hier an die Gespräche leitete.
Mit einem Mechaniker ging es zur Fahrzeugübergabe. Das Fahrzeug machte wenig überraschend einen gebrauchten Eindruck, aber für mich stand im Vordergrund, dass es gut gewartet und zuverlässig ist. Der Zustand des Fahrzeugs im inneren war "teilweise kaputt" mit teilweise fehlenden Verkleidungen und 370000km standen auf der Uhr. Beim durchgehen einer Equipment-Checkliste stellten wir fest, dass das Fahrzeug im inneren sehr dreckig war. Das entging auf dem Mechaniker nicht, dem das sichtlich unangenehm war und der sich diverse male ein "that was not cleaned well" nicht unterdrücken konnte. Beide Wagenheber funktionierten nicht und mussten geölt werden, gut dass wir die Funktionsprüfung wollten. Bei einer Tür funktioniert das Schloss nicht, es wurde kurzerhand ausgetauscht. Wir prüften das Öl, es wurde geschätzt 500-1000ml nachgefüllt. Das Kühlwasser war ebenfalls leer, mindestens ein Liter wurde nachgegossen.

Zur Buchung der Nationalparks + Sicherheit fürs Fahrzeug mussten wir Wochen im voraus 4000 US$ Überweisen. Dort angekommen war noch nichts(!) gebucht, weil angeblich eine Information zu einer Unterkunft fehlte (was nicht stimmte). Also mussten jetzt noch all diese Permits organisiert werden. In der Zeit sind wir einkaufen gefahren und konnten uns einen Eindruck vom Fahrzeug machen. Fazit: Die Bremsen waren sehr schlecht, ohne voll in die Eisen zu steigen bremste das Fahrzeug kaum. Die Kupplung quietschte als hätte sich ein junges Warzenschwein im Motorblock verkeilt und sorgte für verwunderte Blicke bei den Passanten. Die Handbremse war quasi ohne Funktion und ein Highlight zum Abschluss, nach wenigen Km leuchtete während der Fahrt ein orangenes Motor-Lämpchen im Cockpit.
Zurück beim Vermieter: Die Bremsen sind "normal" so, die Kupplung auch. Wegen dem Lämpchen ruft er einen Mechaniker mit "dem Computer", um das auszulesen. Dieser kam vorbei, wir fuhren eine Runde um den Block, konnten das Problem nicht mehr reproduzieren. Naja, dann können wir halt nichts machen. Langsam wird die Zeit knapp, wir müssen noch bis zum Lake Manyara, also los. Auf der Strecke quälen wir uns vielerorts mit 20-40kmh die Straßen hoch, wirklich viel Power hat die Karre nicht. Egal.

Zwei Tage später in der NCA, es soll früh morgens in den Krater runter gehen. Wir checken noch Öl und Kühlwasser, letzteres muss nachgefüllt werden. Wir füllen zu unserer Verwunderung an dieser Stelle fast einen Liter Trinkwasser rein. Am frühen Abend, tief in der NCA lässt sich der Motor nicht mehr starten, wir sitzen fest, fernab von der Zivilisation. Wir rollen ca 150m einen seichten Abhang herunter und versuchen so den Motor über die Kupplung zu starten, was nicht klappt. Per SMS sind wir unregelmäßig mit dem Vermieter in Kontakt, stecken aber großteils im Funkloch. Seine technischen Lösungsvorschläge helfen uns nicht weiter. Am nächsten Morgen können wir weiter einen Abhang herunter rollen und bekommen nach 100m das Fahrzeug letztendlich an, kurz bevor wir im Tal der Piste waren. Wir fahren zurück Richtung Gate und teilen dem Vermieter mit, dass wir eine Werkstatt aufsuchen wollen, da wir auf dem Weg in die Serengeti durch einsame Gegenden fahren und dort nicht das Risiko eingehen werden stehen zu bleiben. Seine Antwort: Er würde uns empfehlen weiter mit dem Fahrzeug zu fahren, da die Mechaniker weit entfernt sind und "wir jetzt ja wissen wie wir durch anschieben das Fahrzeug starten können" (!!!!!!!!!). Damit sind wir nicht einverstanden!
An einem Museum stoppen wir um zu schauen ob die Startprobleme mit einer leeren Batterie zusammen hingen, aber auch diesmal bekommen wir das Fharzeug nicht mehr an. Wir sind in Kontakt mit dem Vermieter und einigen uns drauf, uns am NCA Gate mit seinen Mechanikern zu treffen, die notfalls ein Ersatzfahrzeug dabei haben. Wir können, dank einiger hilfsbereiter Leute dort, das Auto durch anschieben starten und fahren 3h zurück zum Gate und treffen die Mechaniker.

Die Ursache ist relativ bald gefunden, ein elektisches Kabel hat sich gelöst und wurde wieder angesteckt. Der Mechaniker war allerdings noch länger beschäftigt, wir hatten ein Leck am Kühlwassersystem und mit dem Öl gab es auch Probleme. Alles wurde provisorisch mit "Zeug" geflickt, was man irgendwo an Resten in unserem Auto gefunden hat. Wir schauten uns das Ersatzfahrzeug der Mechaniker an und es war klar dass dieses in einen weit besseren Zustand war als unseres. Wir bestanden daher darauf das Fahrzeug zu tauschen, wofür die Mechaniker Verständnis hatten. Allerdings musste der Vermieter diese Entscheidung noch absegnen und das passte ihm offenbar gar nicht in den Kram. Er telefonierte eine geschlagene Stunde mit den Mechanikern, und verlangte, dass sie versuchen uns umzustimmen(!!!!!!)! Auch uns holte er noch ans Handy und redete auf uns ein, dass wir mit dem bisherigen Fahrzeug weiterfahren. Argumente dafür gab es keine.

Wir wechselten das Fahrzeug und fuhren wieder in die NCA. Das Ersatzfahrzeug war so, wie ich mir das vorgestellt hatte: Bremsen zuverlässig, Innenleben des Fahrzeugs intakt und wir hatten deutlich mehr Power unter der Haube, sodass wir auch ratz fatz den Kraterrand wieder hoch kamen. Aber am Morgen der nächste Spaß: Bei jeder Steigung kam tiefschwarzer Rauch aus dem Auspuff. Ein kurzes Telefonat mit dem Mechaniker vom Vortag verriet: Das ist normal für die ersten Km, "dont push too hard". Das Problem blieb aber für immer und war nur zu umgehen, wenn wir nicht mehr als ~50% das Gaspedal traten. Also wurde ab sofort jeden steileren Berg mit ordentlich Abgasen dekoriert. Auf jeden Fall war das Vertrauen nun auch in dieses Fahrzeug hinüber und wir hatten 200km Km Wildniss vor uns.

Ein weiteres Highlight war der Mittag, an dem wir vor einer Gruppe Löwen blöderweise den Motor aus machten um in Ruhe die Tiere zu beobachten. Blöd war nämlich, dass der Motor dann wieder nicht an ging, da die Batterie leer war. Wir hatten in dem Ersatzfahrzeug nur noch eine Autobatterie und nutzten den Strom nur noch während der Fahrt zum Handys aufladen.

Bei der Abgabe des Fahrzeugs machte ich deutlich, dass ich die 200(oder was es war) zusätzlichen Km, die wir fahren mussten um das Fahrzeug zu tauschen, kostenmäßig nicht übernehmen werde. Auch hier hätte ich nicht erwartet, dass ein Vermieter überhaupt auf die Idee kommen könnte diese Kosten einzufordern. Der Geschäftsführer wollte mit seiner Dreistigkeit noch ein 50/50 raushandeln, was ich klar abgelehnt habe und was dann auch akzeptiert wurde. Ich hätte hier eher ein Entgegenkommen im Gesamtpreis erwartet nach all dem Ärger den wir wegen seinen Mistkarren hatten, aber das gab es nicht.

Der Beitrag ist jetzt etwas länger geworden als gedacht. Ich kann jedem nur raten, etwas mehr Geld auszugeben, sich dafür aber sicher zu sein ein gut gewartetes und zuverlässiges Fahrzeug bei einem anderen Anbieter zu mieten. Positive alternativen kann ich allerdings nicht nennen.
Letzte Änderung: 27 Jan 2019 17:17 von ka9de.
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