Tansania als Selbstfahrer und Mietwagenfirma

61 Antworten · 38,5k Aufrufe · gestartet 21. Nov. 2017 von moonwalker80
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1'835 Beiträge · seit 201522. Mai 2018 · #41
Hallo, wir kommen am 6. Juni in Arusha an und fliegen am 27. Juni wieder heim. Falls dich unser Routenplan interessiert und wo wir uns eventuell begegnen könnten, kann ich dir auf Anfrage eine PM schicken.
Mietest du über Daniel Staub? Wir dieses Mal nicht, sondern direkt über Serengeti Select Safaris.
Dieses Mal werden wir nicht über den Lake Natron in die Serengeti fahren, sondern gehen hin und zurück durch die NCAA. Kommt fast gleich teuer.
Noch ein Hinweis, Daniel Staub ( über SSS) organisierte auch ein Wildlife Permit für die Gegend before man am Klein‘s Gate ankommt, ich glaube es heisst dort Lolilondo Wildlife Reserve oder so ähnlich. Niemand hat uns danach gefragt oder am Klein‘s Gate danach gefragt. Es hat 2015 $70 gekostet.
Hingegen, ich glaube Topobär wurde darauf angesprochen, wurde aber nach langem Palaver dann doch ohne dieses Permit durchgelassen. So geht es eben manchmal in Africa.
Ich habe nochmals Topobärs RB durchgelesen und obschon es ja unsere zweite Reise sein wird, kann man doch nie genug Information aufsaugen. Ich freue mich riesig diese sehr beliebte Gegend mit all seinen Tieren wieder zu sehen, obschon die Preise dort eigentlich eine Frechheit sind für das was geleistet wird. Aber egal, in der Serengeti zu campen ist ja sooooo der Hammer und diese Erfahrung kann man nicht mit Geld bewerten.
Liebe Grüsse und gute Reise wünscht Katrin
If life is a journey be sure to take the scenic road! Expedition Antarktis: https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299327-expedition-antarktis-mit-falklands-und-s-georgia.html Island In Herbstfarben https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299288-island-in-herbstfarben-september-2018.html Nordamerikanische Safari und Landschaften May Till October 2019 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/weitere-laender/299141-nordamerikanische-safari-und-landschaft-2019.html Zweite Selbst Fahrer Tour in Tansania. Same same but different. Juni 2018 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/tansania/295665-zweite-selbst-fahrer-tour-in-tansania-same-same-but-different.html Trip reports in English: Namibia and KTP 2016 http://safaritalk.net/topic/16959-self-drive-safari-tr-nam-sa-bots-nam/ Botswana 2016: http://safaritalk.net/topic/16985-self-drive-safari-tr-bots-nam-sa/ Tanzania 2015: http://safaritalk.net/topic/15256-self-drive-safari-through-northern-tz-parks-of-mara-crossings-and-lions-in-camp/ Nam-SA-Bots 2014: http://safaritalk.net/topic/14669-self-drive-safari-in-botswana-south-africa-and-namibiab/page
170 Beiträge · seit 201808. Okt. 2018 · #42
Wir möchten kommenden Sommer nach Tansania. Ein paar Tipps für Autovermietungen habe ich ja schon gefunden; hat jemand Erfahrungen mit "roadtrip tanzania"?
Wir werden vielleicht 5 Personen sein (meine Tochter weiß noch nicht, ob sie mitkommt), brauchen also ein halbwegs großes Auto (wobei natürlich hilux oder so auch geht, aber halt eher eng ist)- hat da wer spezielle Tipps? Eine verlässliche, große Kühlbox wäre mir auch wichtig 🙂
Bezüglich Zelt - Dachzelt ist ja cool (für 5 aber schwer, das ist mir bewusst), aber dafür kann man keine Autos mit Pop Up Dach nehmen. Wer war schon mit normalen Zelten in den Parks unterwegs und kann erzählen. (allgemeine Campingerfahrung haben wir genug, aber in Afrika eben nur mit Dachzelt….)
6'375 Beiträge · seit 201109. Okt. 2018 · #43
Hoi wojnar
wojnar schrieb:Wer war schon mit normalen Zelten in den Parks unterwegs und kann erzählen.
Ich!
Infos dazu findest Du in meinen Reiseberichten von Nord-Tansania, Teilweise auch Süd-Tansania und Botswana. Siehe meine Signatur.
Wenn Du genauere Fragen hast gerne!
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
4 Beiträge · seit 201809. Okt. 2018 · #44
Hi,
Wir haben auch gerade mit einem normalen Zelt gecampt, es war gar kein Problem, auch wenn ich die Leute mit Dachzelt manchmal beneidet habe.
Man muss nur ein paar Dinge beachten, zB das Equipment vor Abfahrt durchzuchecken, sonst stellt man zB fest dass eine Stange fehlt. Uns wurde auch gesagt man darf keine Schnüre spannen, damit nachts keine Tiere drüberfallen 😉
Von unsrer Autovermietung kann ich leider nur schlechtes erzählen, es war aber nicht roadtrip Tanzania. Unbedingt Ersatzreifen checken und probieren ob der Wagenheber funktioniert!
5'480 Beiträge · seit 200909. Okt. 2018 · #45
Hallo Sunny,

dann wäre es auch gut, wenn Du uns den Namen des Autovermieters nennst, damit nicht andere die gleichen schlechten Erfahrungen wie Du machen müssen.

@wojnar:
In meiner Signatur findest Du zwei Reiseberichte, von Reisen durch Tansania, bei denen wir mit Bodenzelt unterwegs waren. Wir bevorzugen in Ostafrika ganz klar das Bodenzelt.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
zuletzt bearbeitet 09. Okt. 2018
4 Beiträge · seit 201810. Okt. 2018 · #46
Das würde ich gerne, jedoch gibt es glaub ich keine offizielle Homepage. Er nannte sich Dawson und in seiner Email Signatur stand Seasons Tanzania.
6'375 Beiträge · seit 201110. Okt. 2018 · #47
Hoi zämä
Sunny6520 schrieb:Das würde ich gerne, jedoch gibt es glaub ich keine offizielle Homepage. Er nannte sich Dawson und in seiner Email Signatur stand Seasons Tanzania.
Kurz gegoogelt und siehe da:
Homepage: Klick mich!
Facebook: Klick mich!
Erfahrung im TropAdvisor: Klick mich!
Und gemäss LinkedIn heisst er Dawson Barongo und ist Manager bei Seasons Tanzania Safaris and Tours (Klick mich!).

Du meinst schon den, odrr?
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
170 Beiträge · seit 201812. Okt. 2018 · #48
@topobär....hast du geschrieben, dass ihr bei 4x4 Adventure Safari das Auto gemietet habt und zufrieden wart? In deinem Bericht schreibst du, dass ihr keine zweite Batterie hattet und somit die Kühlbox nicht gut funktioniert hat....
170 Beiträge · seit 201812. Okt. 2018 · #49
noch eine allgemeine Frage bzgl Verpflegung hätte ich. An sich wollen wir mehr oder weniger durchgehend campen, also keine Tented Camps oder Lodges anfahren. Für 4-5 Personen braucht man da aber ganz schön viel Verpflegung.
Sind die Kühlboxen im Normalfall groß genug, dass man da durch kommt?
Was nehmt ihr essentechnisch von zuhause mit?
Bei den Lodges kann man tlw Essen gehen? - macht ihr das?

Ach ja und bezüglich der Campsites - die öffentlichen muss man nicht buchen, die Special campsites am besten schon von hier?
5'480 Beiträge · seit 200912. Okt. 2018 · #50
Hallo wojnar,

ob wir eine zweite Batterie hatten, kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen, vermute es aber. Das unser Kühlschrank zu Anfang nicht funktionierte lag an zuwenig Kühlmedium im System und einem Wackelkontakt. Nach der Reparatur funktionierte er problemlos.

Das mit der Verpflegung erfordert schon ein wenig Planung. Der Kühlschrank ist da gar nicht so das Problem, da man nicht so viel Sachen hat, die gekühlt werden müssen. Fleisch ist in Ostafrika nicht so angesagt, wie im südlichen Afrika. Wir haben uns überwiegend vegetarisch verpflegt. Für Obst und Gemüse haben wir immer eine große offene Kiste genommen.

Da wir immer mit KLM fliegen, wo man 2x23kg Gepäck pro Person mitnehmen kann, haben wir auch immer reichlich Verpflegung aus Deutschland mitgenommen. In erster Linie Wurst, Käse und Gewürze/Gewürzsaucen.

Hin und wieder sind wir auch in Lodges zum Essen gewesen. Haben wir vom Preis/Leistungsverhältnis abhängig gemacht.

Alles Gute
Thomas
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170 Beiträge · seit 201812. Okt. 2018 · #51
Ich versuche gerade unsere Reise zu planen und da tun sich alle möglichen Fragen auf - ich glaube, ich werde lästig 🙂
Bzgl Ngorongoro Krater wurde empfohlen, möglichst spät in den Krater einzufahren, um mit dem 24h Permit auszukommen... also recht spät auf die Simba Campsite, Ausfahrt ist dann Richtung Serengeti abends möglich?
- welche Campsite wäre dann dort empfehlenswert, auch von der Entfernung her

eine andere Empfehlung war außerhalb schlafen. Da kam irgendwann die Idee bei der Lake natron Campsite zwei Nächte zu schlafen. Wie lange fährt man dann zum Krater gate? Praktisch wäre dann ev die Weiterfahrt in die Serengeti über das Kleins Gate?

Was meint ihr??
5'480 Beiträge · seit 200912. Okt. 2018 · #52
Hallo wojnar,

es ist auf jeden Fall sinnvoll, die Gateeintritte auf einander abzustimmen. Wir sind die letzten Male immer über Lake Natron und Kleins Gate in die Serengeti gefahren. Wenn man vormittags noch am Lake Natron etwas unternimmt, passt es ganz gut, dass man zwischen 16:00 und 17:00Uhr am Gate ist. Dann schafft man es auch noch problemlos im Hellen bis zur Lobo Campsite.

Den Übergang zwischen Serengeti und NCCA sollte man dann zur gleichen Zeit wie am Kleins Gate machen. Dann hat man die 24h-Regelung optimal genutzt und schafft es auch noch im Hellen bis zur Simba Campsite.

Alles Gute
Thomas
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573 Beiträge · seit 200612. Okt. 2018 · #53
Hallo,
esstechnisch haben wir etwas andere Erfahrungen und Vorgehensweisen als topobär, veggi geht nicht wirklich für uns, reduziert schon. Man kann in Arusha problemlos Fleisch kaufen, in guter Qualität. Wir haben bei meat king gefrorene Stücke dazu noch vakuumverpackt vorbestellt, das hat einigermaßen geklappt. Vor Ort dann noch ein paar Änderungen, alles kein Problem. Steak, Gulasch, Bratwurst. Dazu noch Geflügel, das bekommt man aber auch in anderen Läden oder auf dem Markt. An der Njiro Road gabs vorletztes Jahr einen neuen Supermarkt mit sehr guter Fleischtheke, war aber auch überwiegend von meat king, das ist wohl der lokale Großhändler/Großmetzger. Wenn es dann mit der Haltbarkeit doch etwas eng wird, kann man Hack und Gulasch auch sehr gut vorbruzzeln, schmeckt aufgewärmt doch eh meist besser. Wir sind im Juni zu zweit 8 Tage mit den Einkäufen lkargekommen, 10 wären auch noch gegangen. Mehr wäre dann aber platzmäßig nicht gegangen, sind ja auch noch Milch, Butter, Käse, Bier, Tonic etc. im Freezer. Bei 4-5 Personen evtl. einen zweiten Kühler oder mindestens ne Box mitnehmen. Eis gibt es unterwegs an den Tankstellen, m.W. auch in der Serengeti.
Aus D haben wir nix mitgenommen, für ein paar Dollar mehr gibt es nahezu alles oder Ähnliches auch in Arusha. Wenn man natürlich ganz spezielle Wünsche hat, ist sicher sicher. Ist uns aber die Schlepperei nicht wert, im Urlaub gerne auch mal Ungewohnteres.
Viel Spaß
steinbeisser
170 Beiträge · seit 201815. Okt. 2018 · #54
zum Thema Auto.....
4x4 Safaris/Let`s go africa vermieten in Tansania nicht mehr für Selbstfahrer bzw. keine Campingausrüstung mehr.....
Die Preise bei Shawn safari sind so exorbitant hoch, da fragt man sich, was die Autos alles können 😎
Wir sind jetzt in Kontakt mit den tanzanian pioneers, roadtripafrica. und jeepkenya.
Bisschen schwierig, weil es sein kann, dass wir zu fünft sind und das platzmäßig halt sehr eng werden kann.
falls es noch tipps gibt - gerne!!!
1'835 Beiträge · seit 201515. Okt. 2018 · #55
Da ihr zu fünft seit , könntet ihr euch fahren lassen. Serengeti Select Safaris haben lange Landcruisers die man mit Fahrer mieten kann. Die Gassen 6 oder mehr Personen.
Ich glaube Daniel Staub hat nur ein Auto zu vermieten, aber er vermietet über Serengeti Select Safaris und die haben mehrere Land Rovers. So könntet ihr zwei LR mieten und auf jedem ein Dachzelt montieren. So wäre die Dachlucke noch zu gebrauchen. Die fünfte Person muss halt dann in einem Bodenzelt schlafen.
If life is a journey be sure to take the scenic road! Expedition Antarktis: https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299327-expedition-antarktis-mit-falklands-und-s-georgia.html Island In Herbstfarben https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299288-island-in-herbstfarben-september-2018.html Nordamerikanische Safari und Landschaften May Till October 2019 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/weitere-laender/299141-nordamerikanische-safari-und-landschaft-2019.html Zweite Selbst Fahrer Tour in Tansania. Same same but different. Juni 2018 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/tansania/295665-zweite-selbst-fahrer-tour-in-tansania-same-same-but-different.html Trip reports in English: Namibia and KTP 2016 http://safaritalk.net/topic/16959-self-drive-safari-tr-nam-sa-bots-nam/ Botswana 2016: http://safaritalk.net/topic/16985-self-drive-safari-tr-bots-nam-sa/ Tanzania 2015: http://safaritalk.net/topic/15256-self-drive-safari-through-northern-tz-parks-of-mara-crossings-and-lions-in-camp/ Nam-SA-Bots 2014: http://safaritalk.net/topic/14669-self-drive-safari-in-botswana-south-africa-and-namibiab/page
7 Beiträge · seit 201826. Jan. 2019 · #56
KarstenB schrieb:Ich kann Dir Tanzanian Pioneers empfehlen. Daniel Staub arbeitet mit Serengeti Select Safaris zusammen.
roadtripsta schrieb:Den Wagen haben wir, wie in einem anderen Beitrag schon erwähnt, auch bei Tanzanian Pioneers gebucht.
beate schrieb:Wir waren zweimal in Tanzania und hatten unser Auto immer über Tanzanian Pioneer gemietet:
Hallo,

da ich über google diesen Thread gefunden und auf Basis der Empfehlungen hier bei Tanzanian Pioneers bzw. Serengeti Select Safaris bzw. Daniel Staub gebucht habe, wollte ich kurz Rückmeldung geben. Diese ist allerdings fern ab von positiv und eher eine Warnung, dass nicht andere Interessenten blind den bisherigen Beiträgen über den Anbieter vertrauen.
Wir waren im November zu zweit für 10 Tage auf Selbstfahrer-Safari, Lake Manyara, NCA, Serengeti, Tarangire, hatten also einiges vor. Ich werde keine Namen der Angestellten erwähnen, bei berechtigten Rückfragen gibt es ja noch private Nachrichten.
Der E-Mail Kontakt vorweg war in Ordnung, allerdings wurde häufig auf Fragen nicht geantwortet sodass nochmal explizit nachgefragt werden musste, ein endloses E-Mail hin und her. Das ist nicht dramatisch, war aber der erste Eindruck.
Als wir zur Fahrzeugübergabe kamen, trafen wir zunächst nur eine Angestellte im Büro an, die mit uns schon mal Formalien klärte. Nach einiger Zeit stand dann noch ein anderer mit bei uns, der sich in die Gespräche mit einmischte, sich aber nie vorgestellt hatte. Es stellte sich irgendwann heraus, dass es wohl der Geschäftsführer war und von hier an die Gespräche leitete.
Mit einem Mechaniker ging es zur Fahrzeugübergabe. Das Fahrzeug machte wenig überraschend einen gebrauchten Eindruck, aber für mich stand im Vordergrund, dass es gut gewartet und zuverlässig ist. Der Zustand des Fahrzeugs im inneren war "teilweise kaputt" mit teilweise fehlenden Verkleidungen und 370000km standen auf der Uhr. Beim durchgehen einer Equipment-Checkliste stellten wir fest, dass das Fahrzeug im inneren sehr dreckig war. Das entging auf dem Mechaniker nicht, dem das sichtlich unangenehm war und der sich diverse male ein "that was not cleaned well" nicht unterdrücken konnte. Beide Wagenheber funktionierten nicht und mussten geölt werden, gut dass wir die Funktionsprüfung wollten. Bei einer Tür funktioniert das Schloss nicht, es wurde kurzerhand ausgetauscht. Wir prüften das Öl, es wurde geschätzt 500-1000ml nachgefüllt. Das Kühlwasser war ebenfalls leer, mindestens ein Liter wurde nachgegossen.

Zur Buchung der Nationalparks + Sicherheit fürs Fahrzeug mussten wir Wochen im voraus 4000 US$ Überweisen. Dort angekommen war noch nichts(!) gebucht, weil angeblich eine Information zu einer Unterkunft fehlte (was nicht stimmte). Also mussten jetzt noch all diese Permits organisiert werden. In der Zeit sind wir einkaufen gefahren und konnten uns einen Eindruck vom Fahrzeug machen. Fazit: Die Bremsen waren sehr schlecht, ohne voll in die Eisen zu steigen bremste das Fahrzeug kaum. Die Kupplung quietschte als hätte sich ein junges Warzenschwein im Motorblock verkeilt und sorgte für verwunderte Blicke bei den Passanten. Die Handbremse war quasi ohne Funktion und ein Highlight zum Abschluss, nach wenigen Km leuchtete während der Fahrt ein orangenes Motor-Lämpchen im Cockpit.
Zurück beim Vermieter: Die Bremsen sind "normal" so, die Kupplung auch. Wegen dem Lämpchen ruft er einen Mechaniker mit "dem Computer", um das auszulesen. Dieser kam vorbei, wir fuhren eine Runde um den Block, konnten das Problem nicht mehr reproduzieren. Naja, dann können wir halt nichts machen. Langsam wird die Zeit knapp, wir müssen noch bis zum Lake Manyara, also los. Auf der Strecke quälen wir uns vielerorts mit 20-40kmh die Straßen hoch, wirklich viel Power hat die Karre nicht. Egal.

Zwei Tage später in der NCA, es soll früh morgens in den Krater runter gehen. Wir checken noch Öl und Kühlwasser, letzteres muss nachgefüllt werden. Wir füllen zu unserer Verwunderung an dieser Stelle fast einen Liter Trinkwasser rein. Am frühen Abend, tief in der NCA lässt sich der Motor nicht mehr starten, wir sitzen fest, fernab von der Zivilisation. Wir rollen ca 150m einen seichten Abhang herunter und versuchen so den Motor über die Kupplung zu starten, was nicht klappt. Per SMS sind wir unregelmäßig mit dem Vermieter in Kontakt, stecken aber großteils im Funkloch. Seine technischen Lösungsvorschläge helfen uns nicht weiter. Am nächsten Morgen können wir weiter einen Abhang herunter rollen und bekommen nach 100m das Fahrzeug letztendlich an, kurz bevor wir im Tal der Piste waren. Wir fahren zurück Richtung Gate und teilen dem Vermieter mit, dass wir eine Werkstatt aufsuchen wollen, da wir auf dem Weg in die Serengeti durch einsame Gegenden fahren und dort nicht das Risiko eingehen werden stehen zu bleiben. Seine Antwort: Er würde uns empfehlen weiter mit dem Fahrzeug zu fahren, da die Mechaniker weit entfernt sind und "wir jetzt ja wissen wie wir durch anschieben das Fahrzeug starten können" (!!!!!!!!!). Damit sind wir nicht einverstanden!
An einem Museum stoppen wir um zu schauen ob die Startprobleme mit einer leeren Batterie zusammen hingen, aber auch diesmal bekommen wir das Fharzeug nicht mehr an. Wir sind in Kontakt mit dem Vermieter und einigen uns drauf, uns am NCA Gate mit seinen Mechanikern zu treffen, die notfalls ein Ersatzfahrzeug dabei haben. Wir können, dank einiger hilfsbereiter Leute dort, das Auto durch anschieben starten und fahren 3h zurück zum Gate und treffen die Mechaniker.

Die Ursache ist relativ bald gefunden, ein elektisches Kabel hat sich gelöst und wurde wieder angesteckt. Der Mechaniker war allerdings noch länger beschäftigt, wir hatten ein Leck am Kühlwassersystem und mit dem Öl gab es auch Probleme. Alles wurde provisorisch mit "Zeug" geflickt, was man irgendwo an Resten in unserem Auto gefunden hat. Wir schauten uns das Ersatzfahrzeug der Mechaniker an und es war klar dass dieses in einen weit besseren Zustand war als unseres. Wir bestanden daher darauf das Fahrzeug zu tauschen, wofür die Mechaniker Verständnis hatten. Allerdings musste der Vermieter diese Entscheidung noch absegnen und das passte ihm offenbar gar nicht in den Kram. Er telefonierte eine geschlagene Stunde mit den Mechanikern, und verlangte, dass sie versuchen uns umzustimmen(!!!!!!)! Auch uns holte er noch ans Handy und redete auf uns ein, dass wir mit dem bisherigen Fahrzeug weiterfahren. Argumente dafür gab es keine.

Wir wechselten das Fahrzeug und fuhren wieder in die NCA. Das Ersatzfahrzeug war so, wie ich mir das vorgestellt hatte: Bremsen zuverlässig, Innenleben des Fahrzeugs intakt und wir hatten deutlich mehr Power unter der Haube, sodass wir auch ratz fatz den Kraterrand wieder hoch kamen. Aber am Morgen der nächste Spaß: Bei jeder Steigung kam tiefschwarzer Rauch aus dem Auspuff. Ein kurzes Telefonat mit dem Mechaniker vom Vortag verriet: Das ist normal für die ersten Km, "dont push too hard". Das Problem blieb aber für immer und war nur zu umgehen, wenn wir nicht mehr als ~50% das Gaspedal traten. Also wurde ab sofort jeden steileren Berg mit ordentlich Abgasen dekoriert. Auf jeden Fall war das Vertrauen nun auch in dieses Fahrzeug hinüber und wir hatten 200km Km Wildniss vor uns.

Ein weiteres Highlight war der Mittag, an dem wir vor einer Gruppe Löwen blöderweise den Motor aus machten um in Ruhe die Tiere zu beobachten. Blöd war nämlich, dass der Motor dann wieder nicht an ging, da die Batterie leer war. Wir hatten in dem Ersatzfahrzeug nur noch eine Autobatterie und nutzten den Strom nur noch während der Fahrt zum Handys aufladen.

Bei der Abgabe des Fahrzeugs machte ich deutlich, dass ich die 200(oder was es war) zusätzlichen Km, die wir fahren mussten um das Fahrzeug zu tauschen, kostenmäßig nicht übernehmen werde. Auch hier hätte ich nicht erwartet, dass ein Vermieter überhaupt auf die Idee kommen könnte diese Kosten einzufordern. Der Geschäftsführer wollte mit seiner Dreistigkeit noch ein 50/50 raushandeln, was ich klar abgelehnt habe und was dann auch akzeptiert wurde. Ich hätte hier eher ein Entgegenkommen im Gesamtpreis erwartet nach all dem Ärger den wir wegen seinen Mistkarren hatten, aber das gab es nicht.

Der Beitrag ist jetzt etwas länger geworden als gedacht. Ich kann jedem nur raten, etwas mehr Geld auszugeben, sich dafür aber sicher zu sein ein gut gewartetes und zuverlässiges Fahrzeug bei einem anderen Anbieter zu mieten. Positive alternativen kann ich allerdings nicht nennen.
zuletzt bearbeitet 27. Jan. 2019
410 Beiträge · seit 200702. Juni 2021 · #57
Hi zusammen

ich war eben auf der Seite von Let's go Africa.
Hier sind die 4x4 mit Dachzelt und Campingausrüstung noch (wieder?) im Angebot.

@Topobär oder andere FoMi : Habt Ihr aktuelle Infos dazu ?

Grüße
Schnuppe
410 Beiträge · seit 200702. Juni 2021 · #58
Hallo zusammen,

zu Eurer Info:
ich habe eben die Rückinfo von Let*s go Africa bekommen, dass 4x4 - auch mit Dachzelt - tatsächlich im Angebot sind (über 4x4 Adventure).

Grüße
Schnuppe
6'375 Beiträge · seit 201126. Feb. 2025 · #59
Hoi zämä

Auf meiner letzten Reise habe ich die Twiga Lodge in Usariver kennengelernt, die von Shawsafaris betrieben wird. Die bieten auch 4x4 für Selfdrive an, siehe Homepage (klick mich), auch mit Dachzelten.
Hier ein Bild der Autos, das ich vor einigen Tagen geschossen habe:

2025-02-1418.48.45.jpg


Ist übrigens auch eine sehr schöne Unterkunft und Campsite direkt am Eingang des Arusha NPs.
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
1 Beiträge · seit 202605. Juli 2026 · #60
wir haben bisher zweimal, und unsere Freunde ebenfalls zweimal, bei Tanzanian Pioneers gemietet. Bei denen hast Du auch einen deutschen Ansprechpartner.