THEMA: Gastgeschenk Masai Dorf
13 Apr 2019 23:57 #553925
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14 Apr 2019 07:26 #553926
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Focus schrieb:
.... ich hab gerade mal überlegt, wann ich mal eine Aufmerksamkeit von den Bewohnern des afrikanischen Kontinents bekommen habe... Für ne Hilfe o. Ä.
Kann mich nicht daran erinnern. Bin meistens schon erschreckt wenn man ein danke bekommt und nicht einfach genommen und gegangen wird....

Da hast du mein Mitgefühl. Ich habe immer den Eindruck, dass wir mehr Dankbarkeit abbekommen, als wir es zuhause erleben könnten. Wir haben neulich Kindern zur ersten Bettwäsche ihres Lebens verholfen, und auch 20 kg Schuhe ohne Löcher mitgeschleppt, die Freude war groß. Und einem Sambier hab ich in DE 2 Handys besorgt und zu meinem Preis verkauft. Er hat sich fast überschlagen, schwebt noch immer auf Wolke 7 und fragt jeden Monat 1x, wie es uns denn geht. Erst gestern hab ich ihn gebeten, zu mir weder "Boss" noch "Sir" zu sagen.

Wir bringen nicht immer was mit, ab und zu fliegen wir aber mit Ethiopian, weil da ein zweites Gepäckstück frei haben. Ich habe das Glück, dass ich jemand in Sambia fragen kann, was gebraucht wird, ich muss es hier nicht öffentlich tun und mich dann verspotten lassen.

Mathias hat doch nur locker angefragt, weil er ne Idee brauchte. Nach eurer Meinung, was ihr von Geschenken haltet, hat er doch gar nicht gefragt. Lasst die Leute doch machen, was sie wollen.

Grüße
Ebi
www.dannmalweg.de

Über 30 Reisen gen Afrika, und a bissle geht schon noch.
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14 Apr 2019 09:38 #553928
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Wir haben im Krüger, wo die Reinigungsfrauen ja zumindest einen Job haben, in zwei Camps unsere Selbstverpflegungsreste (üppig geplant und daher reichlich) verschenkt. Die eine ist gehüpft zu ihnem Dank, weil noch eine Rolle Alufolie dabei war, die andere hat mit ihren Danke Mam gar nicht mehr aufgehört. Für uns war das schon ein bisschen peinlich, so überschwänglich war das.

Im Kaokovelt haben wir ein so strahlendes Lachen von einem Jugendlichen erhalten, dem wir einen 5 l Kanister Wasser dagelassen haben, dass mir die Tränen in die Augen traten.

Im Marble Camp haben wir dem jungen Mann, der dort gearbeitet hat, ein Trinkgeld und ein Paar Adidasschlappen gegeben und ihn um etwas Feuerholz gebeten. Irgendwann mussten wir ihn ausbremsen, weil wir gar nicht mehr wussten, wo wir mit dem ganzen Holz hin sollten.

Es gibt von unseren Reisen noch viele Beispiele, ab und an auch nicht so tolle, aber die meisten sind positov, wenn wir was hergegeben haben, was bei uns übrig war.

Viele Grüße
Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.

Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung"
Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland
Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide
Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
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14 Apr 2019 10:19 #553930
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Hallo Mathias

gern geschehen. Wenn ich ins Maasai Gebiet gehe, bringe ich Baeume mit, die ich in meinem Garten ziehe. Ein ungebildeter Maasai, mit dem ich mich mit allen Moeglichen Mitteln verstaendige, hatte so riesige Freude dran und die Baeume leben immer noch. Er musste sich auch irgendwie vor Elandantilopen schuetzen.

Viele sind verwoehnt, aber es gibt auch solche, die sich ueber kleine Dinge freuen!



Das war im Januar 2015.

Liebe Gruesse
Elvira
Safaris in Ostafrika
Bush Trucker Tours
www.bushtrucker.ch
Elvira Wolfer

Zubucher- und individuelle Safaris
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14 Apr 2019 13:20 #553940
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Vielen Dank nochmal an alle für die inspirierenden Ideen!

An die Kritiker: Gerne nehme ich Kritik an, grade weil ich da einfach nicht so viel Erfahrung habe wie manch Anderer. Ich würde mir aber wünschen, dass das nicht unbedingt mit so einem zynischen Unterton sein muss!

Lieben Gruß,

Mathias
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14 Apr 2019 15:15 #553949
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  • lilytrotter am 14 Apr 2019 15:15
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Es ist falsch und hässlich, den Bewohnern des afrikanischen Kontinents pauschal zu unterstellen, sie wären gierig und undankbar und nicht bereit, dem weißen Touristen eine Aufmerksamkeit zukommen zu lassen!
Das so festzustellen, als Ergebnis sich wiederholender persönlicher Erlebnisse, ist beinahe tragisch.

Es mag sein, dass der Schreiber aufgrund seiner Einstellung nicht in der Lage ist, freundliche Kontakte aufzubauen und entsprechend seines Benehmens häufig Ablehnung erfährt.
Selbstverständlich sind die Menschen auf dem afrikanischen Kontinent nicht pauschal über einen Kamm zu scheren: Sie sind von Land zu Land, von Dorf zu Dorf, von Clan zu Clan verschieden!
Und wenn man dort, wie hier, wie ein Trampel auftritt und/oder unhöflich ist, dann kann ein solches Verhalten dazu führen, dass man äußerst selten eine positive Resonanz erhält und wiederholt entsprechende Erlebnisse/Reaktionen registriert, die vielleicht sogar ganz berechtigt die Ablehnung des Gegenübers auf das ausdrückt, was der Fremde ihnen zuvor an Benehmen präsentierte...

In den vielen Jahren, die wir uns mittlerweile überwiegend reisend in Afrika aufhalten können wir die o.g. pauschal negativen Einschätzungen/Erfahrungen überhaupt nicht bestätigen. Fast überall dort, wo wir fragten, fanden wir freundliche Aufnahme und Hilfe (ja, früher fragte man noch häufig in Dörfern, ob man willkommen sei, für eine Nacht, heute macht man das nur noch selten und immer noch ist man willkommen! – und ja, auch wir brauchten schon ab und zu mal Hilfe und erhielten sie selbstverständlich immer! und bedankten uns – ebenso wie umgekehrt.)
Zu all dem gibt es natürlich Ausnahmen. Auch wir wurden schon unhöflich behandelt und man versuchte uns zu bescheißen oder hat uns beklaut. Dort wie hier. Und dort wie hier überwiegen die angenehmen Begegnungen, die von Höflichkeit, Akzeptanz, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft geprägt sind.

Langer Rede kurzer Sinn:
...auch in der Wüste oder im afrikanischen Busch scheint der schlichte Spruch zu gelten:
Wie man in den Wald hinein ruft so schallt es hinaus.

@traveltreasure
Wir haben immer Gastgeschenke dabei! Die werden aber nicht mal eben verteilt. Es ist nie Schnickschnack, sondern Dinge von Wert, für Situationen, denen sie gemäß sind (allerdings sind es keine Dinge, die ich öffentlich bespreche). Das muss sich jeder selber ausdenken und seinem Einfühlungsvermögen folgen.
Bedenkt: Ein billiges Geschenk kann sehr peinlich sein, manchmal ist es einfach besser, ein gutes Trinkgeld zu geben, allemal besser als sinnlosen Tand (aber das plant ihr ja eh nicht).
Bushtruckers Idee, junge Bäume mitzunehmen finde ich toll, allerdings kann man sich für so was nur entscheiden, wenn man schon entsprechendes Vorwissen hat, was benötigt wird und was grad „gebraucht/bevorzugt“ wird.

Ein gutes Händchen mit eurer Entscheidung wünschen wir euch.
Gruß lilytrotter
Letzte Änderung: 14 Apr 2019 16:40 von lilytrotter.
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