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THEMA: Selbstfahrer in Kenia - ein Erfahrungsbericht
01 Jan 2019 12:22 #543857
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  • yanjep am 01 Jan 2019 12:22
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Ich finde es sehr gut und auch mutig zu schreiben, man hat es versucht, aber es hat nicht so hingehauen wie gedacht. Halt keine perfekt durchgestylte Reise mit rundum wohlfühl Paket. Mit einigem zeitlichen Abstand aber vermutlich eine Reise, an die man sich trotz oder gerade wegen der Widrigkeiten gerne zurückerinnert.

Yanjep
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01 Jan 2019 14:30 #543866
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  • Andrea_S am 01 Jan 2019 14:30
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Hallo zusammen,

erstmal: ich wünsche euch allen ein frohes neues Jahr!

Ich melde mich nochmal kurz zu Wort nach euren Antworten. Danke dafür.

Ich habe nie behauptet, mega erfahren oder professionell zu sein. :-D und habe in meinem Bericht betont, dass es MEIN Erfahrungsbericht ist und sicherlich viel Ansichtssache ist. Ich fand die Mara wild und einfach megatoll und das ist meine persönliche Ansicht. Und dass es auch in anderen Ländern Korruption gibt, weiß ich natürlich auch, deshalb hab ich in diesem Zusammenhang gleich andere Länder in meinem Bericht erwähnt :-). Es gehört halt mit zu meinem Erfahrungsbericht, nicht mehr und nicht weniger.

Eigentlich ist der Bericht vor allem für Leute, die wie ich, noch unerfahren sind. Als totalen Softie würde ich mich deshalb nicht bezeichnen, aber ja, Kenia hat mir als Selbstfahrer meine Grenzen hier und da aufgezeigt. Und das ist meine Erkenntnis. Ob das jetzt daran lag, dass ich so supernaiv losgefahren bin, naja, keine Ahnung. Selbst wenn, hat es ja unterm Strich alles doch ganz gut geklappt :-D und macht mich umso stolzer. :)

Ich möchte vielleicht auch noch kurz erwähnen, dass wir natürlich versucht haben, auch außerhalb des Forums an Informationen zu kommen. Wir haben vorab auch sehr viel mit Autovermietung und Locals bzgl. Routen, Fahrtzeiten und Straßen gesprochen. Ich glaube das Problem ist manchmal, an die wichtigen Informationen zu kommen. Manchmal muss man auch erst selbst Erfahrungen machen, um wirklich zu wissen, wie ich nun am besten von A nach B komme und wie schwer eine Straße zu befahren ist, für MICH persönlich.

Also wie gesagt, ich will mit meinem Reisebericht niemandem auf die Füßen treten, der Kenia anders erlebt oder der findet, dass ich es zu negativ darstelle. Ich fand den Urlaub total unvergesslich und wie Yanjep meinte, vielleicht vor allem wegen der Widrigkeiten. Und ja, mir hat als Selbstfahrer auch einiges nicht gefallen, aber so ist Reisen nunmal und das wusste ich auch vorher.

Ich will nur meine Erfahrungen teilen und ich denke der eine oder andere kann da etwas rausziehen und vielleicht für sich besser einschätzen, was er sich zutraut und was nicht.

Habt einen schönen Feiertag noch!

Und nochmal danke für eure Antworten.

LG
Andrea
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02 Jan 2019 10:52 #543918
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  • picco am 02 Jan 2019 10:52
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Hoi Andrea

Danke für Deinen Erfahrungsbericht!
Ich hab mir nochmals Deine Fragen davor angeschaut und natürlich auch die Antworten nochmals überdacht.
Zu meinen Antworten würd ich vielleicht in Zukunft hinzufügen dass Ostafrika nicht mit dem südlichen Afrika zu vergleichen ist...wobei ich dort 'nur' Botswana kenne.
Die Infrastruktur ist halt bei weitem nicht so gut ausgebaut, wie Du ja selbst bemerkt hast.
Müsste man vielleicht mehr erwähnen...
Aber auch betreffend Fahren mit dem 4x4 sollte man offenbar erwähnen dass das im Tiefsand des südlichen Afrikas so taugliche 'mit Vollgas durchfahren' im Schlamm ungeeignet ist. Du bist nicht die erste Person bei der ich merke dass sie 4x4-Fahren mit 'Pedal to the metal' gleichsetzen. Im Schlamm muss man eher feinfühlig fahren, mit Tiefschnee eher zu vergleichen als mit Tiefsand. ;-)
Andrea_S schrieb:
Wir haben keine Ahnung, wie tief das Wasser geht.
Und trotzdem seid Ihr durchgefahren ohne es vorher zu überprüfen...sehr leichtsinnig! Wenn da irgendwo ein grosses Loch gewesen wäre? :blink:
Dann wärs ein sehr teurer Urlaub geworden!
Andrea_S schrieb:
Ein paar Masai reden uns gut zu, dass das Wasser nicht sooo tief sei, ich fasse mir ein Herz und rase durch diese "Pfütze" - Es fühlt sich wirklich wirklich sehr tief an...
Ihr hattet wirklich viel Glück!!!
Niemals sollte man/frau durch eine unbekannte Pfütze rasen!
Ein grosser Stein oder ein Loch unter Wasser und das Auto kann einen Totalschaden davontragen!
Andrea_S schrieb:
Alles läuft gut, nach ca. 20 km dann: Die Straße voller Bauschutt und alle Autos müssen auf die völlig durchnässte und schon abgefahrene Wiese ausweichen. Ein totaler Acker! Es stecken bereits 4-5 Autos fest, alles Locals.
Ja, das ist dann wohl die berühmte 'Black Cotton Soil', vor der Du in der Mara gewarnt wurdest. Ist natürlich blöd wenn die Piste versperrt ist...
Andrea_S schrieb:
Inzwischen können wir darüber lachen und buchen es unter "Erfahrung" und "Abenteuer" ab.
Immerhin!
So solls doch auch sein sofern man auch was daraus lernt! ;)
Andrea_S schrieb:
Ich bin hin- und hergerissen - einerseits bin ich froh und auch etwa stolz auf mich, dass ich Kenia als (unerfahrener) Afrika-Selbstfahrer zumindest ein bisschen eigenständig bereist habe, andererseits kann ich es nicht wirklich empfehlen. Die Gründe dafür sind, dass Kenia wirklich überhaupt nicht auf Individualtourismus ausgelegt ist.
Vielleicht hat Euch Namibia etwas Sand in die Augen gestreut...denn es gibt in Afrika südlich der Sahara wohl mehr Staaten die wie Kenya zu bereisen sind als solche die wie Namibia zu bereisen sind. Wohl auch deshalb wir von einigen, die Beides kenen, Ostafrika auch als 'the real Afrika' bezeichnet. Was aber nicht heissen soll dass das südliche Afrika nicht auch wunderschön wäre! Nur anders...
Andrea_S schrieb:
Wir kannten es aus Etosha, das man die Hauptwege nicht verlässt und haben das auch hier so erwartet. Regnet es, sind die Straßen teils aber unbefahrbar, zumindest für uns.
Wie weiter oben schon angedeutet: Das südliche Afrika ist nicht mit dem östlichen Afrika zu vergleichen! Vor allem beim Thema 4x4-Fahren sind da riesige Unterschiede.
Andrea_S schrieb:
erstmal: ich wünsche euch allen ein frohes neues Jahr!
Danke, Dir ebenfalls!
Andrea_S schrieb:
Ich habe nie behauptet, mega erfahren oder professionell zu sein. :-D
Nein, hast Du nicht, aber auch nicht dass Ihr kaum Selbstfahrererfahrung habt und offenbar nie einen 4x4-Kurs besucht habt.
Letzteres wäre vielleicht grundsätzlich sinnvoll für unerfahrene Selbstfahrer...
Andrea_S schrieb:
Eigentlich ist der Bericht vor allem für Leute, die wie ich, noch unerfahren sind. Als totalen Softie würde ich mich deshalb nicht bezeichnen, aber ja, Kenia hat mir als Selbstfahrer meine Grenzen hier und da aufgezeigt. Und das ist meine Erkenntnis.
Sehr schön so ein ehrliches Fazit zu lesen. Viele würden das fälschlicherweise als 'Scheitern' betrachten und es für sich behalten!
Dein Bericht wie auch einige der Antworten darauf können aber einem Ostafrika-Neuling einiges an Problemen ersparen!
Deshalb nochmals: Danke dafür!
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02 Jan 2019 23:18 #544016
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  • Greno am 02 Jan 2019 23:18
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Es sollte auch gar nicht so persönlich rüber kommen. Ich habe nun auch noch einmal deinen Thread damals durchgelesen. Und offenbar gibt es eben doch erhebliche Differenzen bzgl. 4x4 Fahren und der Massai Mara. Leider waren deine Aussagen damals auch nicht so eindeutig.

Leider hat bei dieser Reise nicht nur die Selbstüberschätzung gesiegt (in Namibia ging es ja auch gut), sondern es haben die erfahrenen Abenteurer und Afrikafahrer gesiegt. Da wurde ja einem entgegnet, dass man in der öden Grassavanne sich doch problemlos an dem Lookout orientieren könne. Dumm nur, dass ich allein drei in der Mara kenne, die alle ähnlich aussehen.

Mein Beitrag von damals hat sich insofern bewahrheitet, als dass die Mara für Neulinge extrem herausfordernd ist. Das betrifft nicht nur die Bodenbeschaffenheit, sondern auch die Orientierung. Ich hoffe gerade für andere Interessierte hier, dass sie aus diesem Fall lernen. Wer super Allrad fahren kann UND dem Abenteuer zugeneigt ist, der kann es beim ersten Mal gerne probieren. Dem Rest würde ich die Mara nur geführt empfehlen...

Hochland und Küste hingegen lassen sich hervorragend individuell bereisen. Nordkenia hingegen (alles nördlich von Marsabit) und in Richtung Turkana sollte etwas für Experten sein. Namibia reicht da nicht aus.
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