THEMA: Raubüberfälle auf Campingplätze in Malawi
01 Nov 2015 13:20 #405748
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  • lilytrotter am 01 Nov 2015 13:20
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Hi, auch,

da unterscheiden sich unsere Sichtweisen eben.

Ich denke, swisschees ist kein dummer Jung.
Sein Hinweis bezog sich auf das, was nachweisbar geschehen ist, - zu all dem was man eben sonst noch hört, - was aber aufgrund der Tatsache, es nur gehört zu haben (und man hört ja noch viel mehr...), kein Argument ist. Da muss jeder für sich entscheiden, was er damit anfängt.
Ich sehe seine Entscheidung keineswegs nur auf der Grundlage von "drei Überfällen in mehreren Jahren" bezogen.

du schreibst mir:
„Eine - von Dir auch erwähnte - "hohe Gewaltbereitschaft" zeichnet sich eben, meiner Meinung nach, nicht durch "wenige Überfälle in Jahren" aus, sondern eher, wenn sowas wöchentlich passiert. Und auch dann kann man kaum generell davon ausgehen, überall in Malawi (oder wo auch immer) überfallen zu werden. “

Das ist aber nun auch eine sehr freie Interpretation von dir. B)

Natürlich habe weder ich noch swisschees behauptet, dass „man generell davon ausgehen“ könne, „überall in Malawi ...überfallen zu werden.“
So ein Quatsch.

Hohe Gewaltbereitschaft ist keine Äußerung in Bezug auf die Quantität sondern auf die "Qualität": Die Waffe auf den Kopf gerichtet zu bekommen und sein Leben nur dadurch retten zu können, weil man rechtzeitig vor dem Schuss ausweicht..., - da ist eben "hohe Gewaltbereitschaft" festzustellen - ...im Gegensatz zu albernen Trickbetrügereien und Diebstahl. Die sind dagegen ja fast niedlich.

Auch habe ich keinen Vergleich mit Somalia-Kenia angestellt, ich habe es nur als Beispiel genannt, denn dort haben die somalischen Shifta schon vor 35 ebenso die Fahrzeuge mit Waffengewalt überfallen und nie damit aufgehört, bis heute, - wo sie sich nun die kriminellen Banden "dank" Al Shabab „weiterentwickelt“ haben. :sick: Das dortige Problem auf Terrorismus zu reduzieren geht m.E. an der Sache vorbei.

Gruß lilytrotter
Letzte Änderung: 01 Nov 2015 13:31 von lilytrotter.
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01 Nov 2015 13:31 #405750
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  • travelNAMIBIA am 01 Nov 2015 13:31
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Hi Lilytrotter,
da unterscheiden sich unsere Sichtweisen eben.
aber grundsätzlich, da stimme ich Dir zu!
Hohe Gewaltbereitschaft ist keine Äußerung in Bezug auf die Quantität sondern auf die "Qualität": Die Waffe auf den Kopf gerichtet zu bekommen und sein Leben nur dadurch retten zu können, weil man rechtzeitig vor dem Schuss ausweicht..., - da ist eben "hohe Gewaltbereitschaft" festzustellen - ...im Gegensatz zu albernen Trickbetrügereien und Diebstahl. Die sind dagegen ja fast niedlich.
da muss ich dann zu 100% Wolfgangs Posting Recht geben - damit scheiden dann etwa 95% der Staaten weltweit aus.

Aber bei einer Sache sind wir wieder einer Meinung: Das muss jeder für sich selber entscheiden :-)

Viele Grüße und schönen Restsonntag noch
Christian
Reisen 2018–2020: Deutschland (2x), Ghana, Katar, Lesotho, Malediven, Mosambik, Sierra Leone, Südafrika (3x), Swasiland, Tschechien
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01 Nov 2015 13:35 #405751
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  • Siebenstein am 01 Nov 2015 13:35
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ich kann swisschees einstellung/denken vollkommen verstehen. wenn man "angst" davor hat opfer zu werden, kann/soll man es eben meiden. völlig verständlich. die einen haben eben mehr und die anderen weniger, angst.

andererseits ist man doch davor NIRGENDS auf der welt sicher und besonders nicht in afrika oder südamerika ?!?

ich hoffe dass ich in 2 monaten in malawi sein werde...allerdings nicht mit dem 4x4 :-P

egal in welchem afrikanischen land ich bin, ich lebe immer mit dem gedanken, es KÖNNTE passieren.

allerdings hätte ich mich vllt. auch anders verhalten als der fahrer vom verlinkten erlebnis. dieses einsperren und somit widerstand leisten hätte ihm auch das leben kosten können und nicht nur einen kratzer...was er ja DANACH auch gemerkt hat. glück im unglück also.

will mich jemand ernsthaft überfallen(mit waffen), kann er alles von mir haben.....kauf ich es halt am nächsten tag neu....mein leben oder meine gesundheit kann ich eben nicht neu kaufen ;-)
Letzte Änderung: 01 Nov 2015 13:37 von Siebenstein.
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01 Nov 2015 13:44 #405753
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siebenstein schrieb:
allerdings hätte ich mich vllt. auch anders verhalten als der fahrer vom verlinkten erlebnis. dieses einsperren und somit widerstand leisten hätte ihm auch das leben kosten können und nicht nur ein kratzer...was er ja DANACH auch gemerkt hat. glück im unglück also.

:blush: ??
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01 Nov 2015 14:18 #405758
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lilytrotter schrieb:
All diejenigen, denen so was nix ausmacht, die können doch hinfahren, nach Nkhotakota.
... Danke, kein Bedarf.
Ich war schon dort. Der Ort ist nicht wirklich interessant. Das spannendste ist der Markt, aber solche Märkte gibt es auch anderswo.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Swaziland, Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
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01 Nov 2015 14:42 #405759
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Siebenstein schrieb:
andererseits ist man doch davor NIRGENDS auf der welt sicher und besonders nicht in afrika oder südamerika ?!?
... ich hatte einmal eine Maschinenpistole am Kopf und das war in der damaligen Tschechoslowakei, als die Grenzen noch zu waren.
Und ich hatte mal (unverschuldet) einen Unfall, bei dem die Wahrscheinlichkeit des Überlebens vielleicht 5% war. Es kann so schnell vorbei sein, auch auf dem täglichen Weg zur Arbeit. Zum Sterben muss man nicht extra nach Afrika.

Man muss ja nicht die Gefahr suchen, aber auch wenn man denkt, ihr aus dem Weg zu gehen, ist sie ein ständiger Begleiter.

Ich persönlich hätte kein Problem, nach Malawi zu reisen und werde es auch nochmal tun, da ich ein Patenkind dort habe. Malawi ist eines der ärmsten Länder der Welt mit einem Durchschnittsverdienst um die 20 Euro/Monat. Wenn man mal durch Nkhotakota oder Senga Bay läuft und die Lebensbedingungen sieht oder über den Markt in Lilongwe geht und sieht, was dort (für unsere Augen) an Schrott und Müll verkauft wird, dann ist klar, dass erhebliches Konfliktpotential besteht, wenn man dort mit Auto, Kamera oder auch nur ordentlichen Klamotten unterwegs ist. Dort ist auch mein Fahrrad ein Wertgegenstand, den sich die meisten Menschen in ihrem Leben niemals werden leisten können.
Ich habe in Malawi viel Armut gesehen, viel Bettelei, mehr Ratten und Kakerlaken als in allen anderen bereisten Ländern zusammen, aber auch sehr viele freundliche Menschen.

Gruß
Wolfgang
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