THEMA: Malawi September 2011
29 Sep 2011 08:21 #206720
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  • christina am 29 Sep 2011 08:21
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Hallo FoMis
Waren vom 5-26.9. in Malawi, hier ein paar "technische" Details:
Sprit:
Benzin war praktisch überall erhältlich, (laut Zeitung shortage nur im Norden) Diesel haben wir nur 2 mal ergattern können, (Blantyre und Lilongwe), da wir zufällig an Tankstellen vorbeifuhren wo gerade ein Tanklaster ankam. Wartezeit dann ca 2 Stunden. Ansonsten bleibt nur der Schwarzmarkt für 500-700 Kw/Liter. (offizieller Preis 260Kw/L, 1 Euro ca 225 KW)
Versicherung:
An der Grenze Zobue/Mwanza (nach längeren Verhandlungen) 10.000 Kw für 1 Monat, an den Grenzübergängen weiter im Süden anscheinend billiger.
Polizeikontrollen:
Andauernd, so ca alle 20-30 km. Überprüft wird Führerschein, Versicherung,Warndreiecke(2 sind obligatorisch).Nach kurzem Small talk, wo kommt ihr her, wo wollt ihr hin, wie gefällt euch Malawi, darf man dann weiterfahren.
Christina
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29 Sep 2011 08:27 #206721
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  • Sambezi am 29 Sep 2011 08:27
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Hallo

Versicherung: das kommt auch ein bisschen auf das Auto/Motorgröße an.

Chipata Grenze im Herbst 2010 für 2,4 Liter Benziner, 4x4 waren es 5000,- MKW für 1 Monat.

Gut das sich die Spritlage entspannt.

Gruß
Letzte Änderung: 29 Sep 2011 08:28 von Sambezi.
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29 Sep 2011 10:15 #206738
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  • christina am 29 Sep 2011 08:21
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Hallo Sambezi
Wir waren mit einem LR Defender 250 unterwegs, was wir von anderen Travellern mit ähnlichen Autos erfahren konnten,(und auch vom 4x4comunityforum) war aber immer so zwischen 10.000- 12.000 Kw an obengenannter Grenze. Wir haben nur einen Traveller getroffen der an einem anderen Grenzübergang weniger gezahlt hatte. Dass sich die Spritlage entspannt, sehe ich leider nicht so, warum Benzin aber kein Diesel auf diese Frage konnte uns niemand eine schlüssige Antwort geben, meistens kam nur, das ist jetzt gerade zufällig so, es gab auch schon Zeiten da gabs nur Diesel und kein Benzin.
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29 Sep 2011 10:26 #206740
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  • Sambezi am 29 Sep 2011 08:27
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Hallo,

die 5000,- hab ich selber bezahlt, also ist kein hören sagen. Kann natürlich auch sein, das verschiedene Versicherungsfirmen in den verschiedenen Landesregionen aktiv sind.

Zum Benzin: Ich kann mir vorstellen, das die Benzinversorgung in Malawi wichtiger ist als die Dieselversorgung. Auch hinsichtlich der "Ruhe" im Volk..... Denn die ganzen Bootsmotoren der Fischer laufen mit Benzin und eben nicht mit Diesel. Die Fischerei ist mit die Hauptnahrungsquelle in Malawi. Aber das ist nur Vermutung und durch nichts bewiesen. Es war schon an der Tankstelle von Senga ein recht agressives Verhalten zu beobachten, als 20 Leute mit ihren Kanistern um die paar Tropfen "kämpften"

Gruß
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30 Sep 2011 08:04 #206858
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  • christina am 29 Sep 2011 08:21
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Sorry "Sambezi" ich wollte keinesfalls damit andeuten, dass ich dir nicht glaube, sondern eher dass man manchmal an der Grenze der "willkür" der Versicherungsagenten ausgesetzt ist. (Comesa kann man ja in SA nicht mehr kaufen)
An deiner Erklärung wird was dran sein, obwohl doch die meisten Transporte über Land gehen und ich (mit Ausnahmen von Senga Bay) nie so viele Einbaumruderboote auf einem See gesehen habe.
Leider gibt es z.Z. einen noch schlimmeren Engpass in Malawi.Da sowohl Entwicklungsgelder als auch auch Gelder vom IMF blockiert wurden, fehlt es an der ART für Aidspatienten.Die Konsequenzen liegen auf der Hand. Wir haben mit mehreren NGO-Leuten und Geistlichen (fast jeglicher Glaubenscolour) gesprochen und alle waren der Meinung,dass ein sehr gespanntes Klima im Land herrscht, mit Einschüchterungsversuchen gegenüber Journalisten und Vertretern der Opposition.
Grüsse Christina
Letzte Änderung: 30 Sep 2011 08:05 von christina.
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30 Sep 2011 08:57 #206863
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  • Sambezi am 29 Sep 2011 08:27
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Hallo Christina,

so hatte ich es auch nicht aufgefasst, dass Du mir nicht glaubst - außerdem liegt unsere Reise ja schon ein paar Monate vor Eurer. Und Preiserhöhungen gehen ja üblicherweise "Ratz Fatz".

Auch die gespannta Lage war noch nicht so spürbar, da die Einstellung der int. Zahlungen erst nach unserer Rückkehr begonnen hatte. Das erklärt bestimmt auch, dass es bei uns noch nicht so viele Roadblocks gegeben hatte wie Du berichtest.

Zu der Fischerei und den Ruderbooten. Die kleinen Einbäume werden auf die größeren Barkassen geladen und die fahren dann mit Motorkraft auf den See hinau, werden dort ins Wasser gelassen, legen die Netze aus, der Fang wird in die Motorbarkasse geladen, die Einbäume wieder rauf und am Morgen mit Motorkraft zurück ans Ufer. (Ist auch mal für die Mitleser beschrieben - Du hast es vielleicht selber beobachtet)

Man kann wirklich nur hoffen, dass mein zweites "Lieblingsland" nicht auch im Chaos versinkt....

Gruß





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