THEMA: Erfahrungsbericht Mosambik 2018
17 Sep 2018 09:15 #532800
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  • stiebilli am 17 Sep 2018 09:15
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Hallo zusammen,
hier eine ’kurze’ Zusammenfassung unserer Erfahrungen in Mosambik. Da wir vor unserer Reise etwas unsicher in Sachen Unterkunft, Versorgung und Sicherheit waren, könnte ich mir vorstellen, dass die folgenden Infos für den ein oder anderen hilfreich sein werden.

Wir waren in der Zeit vom 15.07.2018 bis 21.08.2018 unterwegs. Wir sind mit unserem eigenen Fahrzeug (HZJ 78) gefahren, welches ausnahmsweise in Jo’burg geparkt war. Ein absoluter Glücksfall war und das sollte, wer kann, jeder beachten: einen Tag nach unserer Ankunft in Jo‘burg waren die südafrikanischen Ferien zu Ende. Ich kann es vorweg nehmen; wir hatten noch nie auf einer Reise so oft menschenleere und ruhige Campsites vorgefunden. Und schaust du am Strand nach rechts und siehst niemanden und schaust nach links und siehst immer noch keinen Menschen, dann kommt schon so etwas wie Robinson-Feeling auf. Ist uns einige Male passiert. Wer das also mag, sollte die Ferien der Südafrikaner unbedingt meiden.

Zu Beginn möchte ich darauf hinweisen, dass das Geschriebene nur unsere Meinungen bzw. Erfahrungen wiederspiegelt und somit rein subjektiv ist. Es wird sicher Reisende geben, die dieses oder jenes ganz anders sehen oder komplett andere Erfahrungen gemacht haben. Also, wie heißt es bei uns so schön: Jeder Jeck ist anders!

Wir sind von Jo’burg bis kurz vor die Grenze gefahren und haben im Marlothi Safari Park übernachtet. Vorteil: wir waren in 20 Minuten am Grenzübergang Komatipoort. Den Grenzübertritt beschreibe ich mal etwas ausführlicher.

Früh aufstehen und los. Wir waren um 07:20 Uhr an der SASOL-Tankstelle auf der rechten Seite kurz vor der Grenze. Dort haben wir bei HOLLARD die Versicherung gekauft (280,- Rand, gilt für das Auto und nicht pro Person). Die nette Dame im Office gibt Tipps, wie man sich an der Grenze verhalten sollte. Kann nicht schaden, sie ernst zu nehmen. Anschließend vor dem Office einige Meticas getauscht, da bis Maputo zwei Toll-Gates Kohle haben wollen (ca. 200,- MET).

Bezgl. der Tipps der netten Dame im Office: Wir trafen in Maputo eine Familie, die die Versicherung bei einer anderen Agentur erst auf der mosambikanischen Seite gekauft hatte. Es wurde ihnen vorgegaukelt, dass die Versicherung pro Person zu zahlen sei. Sie glaubten es und zahlten somit leider 3 x 280,- Rand.

Die nette Dame im Office hatte uns auch davor gewarnt, auch nur irgendein Papier den Jungs an der Grenze auszuhändigen. Diese sogenannten Runner „helfen“ einem gegen entsprechendes Entgelt wohl bei den Grenzformalitäten, doch eigentlich braucht man sie nicht, wenn man früh an der Grenze ist. Das Problem ist, dass sie sehr selbstbewusst auftreten und deinen Gate-Pass fordern, den sie angeblich abzeichnen müssten (müssen sie natürlich nicht!). Auch die Fahrzeugpapiere wollten sie zum Beispiel haben. Damit das Ganze auch einen offiziellen Charakter hat, tragen sie einen Sticker mit der Aufschrift „Border-Post“ oder so ähnlich. Macht Eindruck. Schnell ist man eingeschüchtert und hat sich dann auf einen solchen Runner eingelassen, ohne es vielleicht zu wollen.

Zugegebenermaßen bin ich auch darauf reingefallen. Obwohl die Dame vom HOLLARD- Office davor gewarnt hatte. Nachdem wir nach schnellen 20 Minuten die südafrikanische Seite passiert hatten, wurden wir schon auf der mosambikanischen Seite empfangen. Grimmig gucken, offiziell aussehenden Sticker auf der Brust, Anhaltezeichen gegeben und den Gate-Pass gefordert. Obwohl stark misstrauisch habe ich Depp den Gate-Pass ausgehändigt und im gleichen Moment gewusst, dass das ein Fehler war. Meine Ilona auch. Sie rasch ausgestiegen, auf diesen ‘Runner‘ zugestürmt und wie in einem schlechten Film haben beide dann an diesem blöden Stück Papier gezerrt. Und nach einem kurzen Wortgefecht hat sie sich den Gate-Pass einfach wiedergeholt. Tolle Frau, denke ich in diesem Moment.

Das Fahrzeug anschließend auf der linken Seite vor den Buden abgestellt. Eine der Buden ist auch ein Office der HOLLARD-Versicherung. Wie schon gesagt, die nette Dame auf der südafrikanischen Seite hatte uns darauf hingewiesen und gesagt, dass wir bei Problemen zu denen gehen sollten. Na ja, das Problem hatte Ilona ja schon beseitigt und unseren Gate-Pass zurückerobert. Wir sind trotzdem mal hin. Die Jungs waren klasse. Haben erstmal den Runner zusammengeschissen und uns dann zum Immigration-Office auf der rechten Straßenseite begleitet. Nach Eintritt ist sofort rechts die Stelle, wo das Visum beantragt werden kann (mit Fingerabdrücken und Foto). Kosten für das Visum: 700,- Rand. Der Schalter in der Mitte ist die Passkontrolle. Dort braucht man aber nicht hin, wenn das Visum an der Grenze gekauft worden ist. Auf der linken Seite erhält man gegen Vorlage des Passes das Formular für das TIP. Das TIP kostet übrigens nix. Eine Kopie der Fahrzeugpapiere reichte. Wer schlau ist, holt sich zuerst das Formular für das TIP, bevor er seinen Pass für das Visum abgibt. Dort und an der Visumstelle unbedingt den Gate-Pass abstempeln lassen. Letzte Station ist das Gebäude direkt daneben, der Zoll. Ich vermute, der Herr war schwer beschäftigt, denn er hat nur unseren Gate-Pass abgestempelt und sonst nichts weiter gemacht. Das Fahrzeug wurde nicht kontrolliert. Wir sind anschließend wieder rüber zu den Buden und haben uns eine SIM-Karte gekauft. Dabei haben die Jungs von HOLLARD wieder geholfen. Echt klasse. Außer ein herzliches Dankeschön und einen festen afrikanischen Händedruck gab es von uns nichts. Wir hatten aber auch nicht das Gefühl, dass etwas anderes erwartet wurde.

Zusammenfassung Grenzübertritt: 700,- Rand Visum und 280,- Rand Versicherung, sonst keine weiteren Kosten! Nach dem Impfpass wurde nicht gefragt. Bzgl. der Versicherung sind wir aber gar nicht sicher, ob die überhaupt ein Muss ist. Bei den Polizeikontrollen hat das jedenfalls niemanden interessiert.

Es ist ja kein Geheimnis, dass Südafrikaner nicht gerade die beliebtesten Reisenden in den anderen Ländern des südlichen Afrikas sind. Da wir ungern mit denen verwechselt werden wollten, haben wir auf beiden Türen je einen Sticker der deutschen Flagge mit der Aufschrift ALEMANHA angebracht (Magnet). Ich behaupte mal, dass uns das kein bisschen geschadet hatte. Im Gegenteil, der Hinweis auf die Flagge war immer ein ‘Türöffner‘.

Drei Nächte in Maputo. Übernachtung im Palmeiras Guesthouse, erstklassige Wahl. Sicheres Parken (mit Strom, Adapter und Verlängerungskabel) auf dem Grundstück, sehr sauber, sehr leckeres Frühstück, sehr nette englischsprachige Inhaberin.
Zwei volle Tage Zeit genommen, die Stadt zu Fuß zu erkunden. Fühlten uns sehr sicher, Menschen sind absolut unaufdringlich, selbst auf den Märkten. Bargeldabhebungen an den ATM problemlos. Es gibt bereits genügend Supermärkte hier, auch einen tollen Super Spar sowie eine ganz neue Mall neben dem Game Warehouse namens Baia Mall.

Überraschenderweise sprechen zumindest im Süden mehr Menschen Englisch als gedacht. Ein paar Brocken Portugiesisch (Hallo/Danke/Wie geht’s etc.) als Türöffner sind immer nett. Und wenn das dann noch falsch ausgesprochen wird, hat man die Lacher immer auf seiner Seite.

Richtung Norden viele Radar-/Polizeikontrollen. Wir wurden aber fast immer ignoriert (Zitat Ilona: „…als wären wir Luft“). Nur dreimal angehalten, sehr freundlich und immer lustig.
Die in der Vergangenheit gelegentlich gelesenen Warnhinweise wie “bloß nicht barfußfahren, den Arm während der Fahrt nicht raushängen lassen, keine Gepäckstücke auf der Rückbank, unbedingt den blau-gelben Aufkleber vorne und hinten am Fahrzeug anbringen, etc.“ halten wir gegenwärtig für Blödsinn. Wichtig ist: der internationale Führerschein und sich unbedingt an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten (die Beschilderung diesbezüglich vor einer Ortschaft ist erstklassig). Die Schwierigkeit besteht lediglich darin, zu erkennen, wann die Ortschaft eigentlich zu Ende ist. Und mit dem Verkehrszeichen “Aufhebung der Geschwindigkeitsbegrenzung“ wird leider sehr sparsam umgegangen.

Die N1 ist ab Vilankulo in einem absolut katastrophalen Zustand. Alle paar Meter riesige Krater im Teer. Das bleibt ca. 120 km so.

Die Spritversorgung zumindest im Bereich der N1 ist sehr gut. Neue Tankstellen befinden sich im Bau.

Unsere Übernachtungen nach Maputo:
-Tan’n Biki Campsite, 1 Übernachtung, Platz Nr. 3 im Gebüsch, klassisch südafrikanisch, ca. 3 Minuten von der Beach entfernt, weil wir alleine waren, sehr ruhig.

-Nascer do Sol, 2 Übernachtungen, großes südafrikanisches Ferienresort mit Minigolfanlage und Chalets mit Traumblick, der Campsite ist kein Campsite im klassischen Sinne, sondern kleinere Hütten unter Bäumen, wir konnten auf einer Freifläche in der Nähe der Hütten campen, ca. 30 Meter von der Beach entfernt, weil wir alleine waren, sehr ruhig (abgesehen vom Rauschen der Brandung!).

-Nhanombe Campsite, 1 Übernachtung, sehr schattig, ca. 4 Minuten bis zur Beach, hat uns nicht so gefallen (fehlende Beachatmosphäre im Camp), weil wir alleine waren, sehr ruhig.

-Paindane Beach Resort, 2 Übernachtungen, Platz Nr. 6, typische Barraca-Hütten mit WC und Dusche (warm), ca. 5 Minuten runter bis zur Beach, dafür aber Traumblick vom Platz auf Meer und Beach, weil wir alleine waren, sehr ruhig.

-Sia Sente Lodge (in der Nähe der Areia Branca Lodge, wo es uns aber nicht gefallen hat), die Lodge scheint relativ neu zu sein, wir haben das Honeymoon-Chalet direkt am Strand für 3 Nächte genommen, ein Traum (Blick auf das Meer, auf den Strand, vorbeisegelnde Dhaus, Sonnenaufgang und wer will mit ein wenig Verrenken auch den Sonnenuntergang; liegend, alles vom Doppelbett aus!). Ein Alptraum allerdings, wenn die Nobelhütte für 12 Personen unmittelbar daneben belegt ist, weil wir alleine waren, war es sehr ruhig (abgesehen vom Rauschen der Brandung!).

-Morrongulo Beach Lodge, 3 Übernachtungen, Barraca-Hütte Nr. 2, direkt am Strand (ca. 25 Schritte bis zur Beach), riesige südafrikanische Anlage, Hütte nach allen Seiten offen, bei starkem Wind etwas anstrengend, weil wir alleine waren, sehr ruhig (abgesehen vom Rauschen der Brandung!), Robinson-Feeling, super!

-Abstecher ins Landesinnere, Zinave Nationalpark, 4 Übernachtungen, Fahrt durch mehrere Dörfer. In dieser Gegend sind ganz offensichtlich noch keine Touris durchgejagt, die Geld oder Sweets aus dem Fenster geschmissen haben. Die Menschen dort sind noch sehr zurückhaltend, doch immer wenn wir ihnen zugewunken haben, war fast immer eine explosionsartige Veränderung in ihren Gesichtern festzustellen. Will sagen, selten haben wir Einheimische gesehen (außer in einigen Gebieten Sambias), die sich so gefreut haben, dass Weiße durch ihre Dörfer gefahren sind. Noch ist der Park sehr unerschlossen und das wenige Wild sehr scheu, doch wenn der gemeine Tourist einmal Blut geleckt hat, wird sich das Verhalten der Menschen auch dort leider sehr bald ändern.
Das Community Camp (Tondo Lodge) ist Basisstation für die Leute, die den Park aufbauen und sich um die Wildtierumsiedlung kümmern. Die Übernachtungsmöglichkeit dort ist wirklich sehr einfach (2 Nächte), aber sehr ruhig (kein Rauschen der Brandung!). Von dort in den Park zum Lake Manyemba gefahren (2 Nächte), wildes campen, Einsamkeit, wenig bis gar kein Wild, aber viele unterschiedliche Vögel.

-Villas do Indico, 1 Übernachtung, ca. 2 Minuten zur Beach, blöderweise steht der Generator direkt neben den Campsites, es war also nicht ruhig.
Positiv überrascht waren wir von dem unscheinbar wirkenden Supermarkt in Vilankulo gegenüber vom Café Kilimanjaro (Wurst, Käse, Fleisch, Wein, Gemüse = top!)

-Letzte Übernachtung am Strand war in Inhassoro, Goody Villas Campsite, 2 Übernachtungen, freie Platzwahl, da wir wieder die einzigen waren, deshalb nur ca. 25 Sekunden bis zum Strand, sehr ruhig (abgesehen vom Rauschen der Brandung!).

-Unsere nördlichste und letzte Station in Mosambik war der Chimanimani-NP, Ndzou-Camp, 2 Übernachtungen, Waldcamp, Stellplatz war nicht schön, deshalb Hütte gemietet, Dschungelwanderung, Dorfbesichtigung, sehr ruhig.

Über Espungabera nach Simbabwe eingereist, einer von den ganz entspannten Grenzübertritten, weiter zum Gonarezhou Nationalpark, 7 Übernachtungen in verschiedenen Private-Campsites, immer noch einer unserer Top-Favoriten im südlichen Afrika.

Nach ca. 3 Wochen Strandurlaub haben wir spätestens im Gonarezhou NP festgestellt, dass der afrikanische Busch doch mehr unser Ding ist. Und dabei hatten wir ja noch Riesenglück, dass die Campsites und somit auch die Strände so menschenleer waren.

Am Ende und das ist abschließend unser Fazit, hatten wir uns vor der Reise viel zu viele Gedanken gemacht. Wir können nun definitiv sagen, dass der Süden Mosambiks sich absolut problemlos bereisen lässt und außerhalb der südafrikanischen Ferien ein Traum für Ruhesuchende ist.

So, sollte ich etwas vergessen haben und noch Fragen sind, ruhig melden. Ich denke aber, damit kann man schon etwas anfangen.

Es grüßen Guido und Ilona
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17 Sep 2018 17:55 #532840
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  • lilytrotter am 17 Sep 2018 17:55
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Herzlichen Dank für die knackige Info!

Ha, - das können wir gut nachvollziehen, den Sättigungsgrad nach 3 Wochen Strand… :silly:
und - auch wenn wir solche Strände lieben, bei 3 Wochen im Busch geht uns das noch lange nicht so… :cheer: - kommt natürlich auch’n bissl auf die “Art” der Gegend an…
Gruß lilytrotter
Letzte Änderung: 17 Sep 2018 17:56 von lilytrotter.
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18 Sep 2018 07:08 #532871
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Danke für die hilfreichen Infos für die Grenze.
Das kann einem ne Menge Ärger ersparen ;)
Ich liebäugle auch mit einer ähnlichen Tour aber eher Hotels als Camping.

LG yvy
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18 Sep 2018 19:05 #532937
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Hallo Guido und Ilona,
wir waren knapp zwei Wochen vor euch in Mosambik und hatten große Befürchtungen, dass die Campingplätze sehr voll sind, mussten jedoch erfahren, dass nur wenige Südafrikaner nach Mosambik kommen. Wir fanden die Plätze ebenfalls sehr leer vor, d.h. es waren max. 2-3 Plätze belegt.
Nach unseren Erfahrungen in Sambia und Malawi, haben auch wir Deutschlandflaggen am Auto gehabt und können nur bestätigen, dass es eine gute Idee ist. Auf unserer Tour wurden wir nur einmal von der Polizei gestoppt. Wir hatten das Gefühl, die Officer waren nur neugierig und suchten das Gespräch mit uns.
An der Grenze sind wir allerdings einem Schlepper/Nepper zum Opfer gefallen :evil: und haben ungerechtfertigt für das TIP gezahlt. Vielen Dank für eure Info zu Hollard! :) Wie fast jedes Jahr sind wir wenig vorbereitet und starten fast blind ins Abenteuer.
Für uns war es aber sicherlich nicht die letzte Tour nach Mosambik.
Wie war das Wetter bei euch? Wir durften durch Schlamm und Regen fahren. (Vielleicht hast du in meinem Bericht die Regenbilder gesehen ("Von Mosambik nach Namibia..")

Liebe Grüße
Biggi
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19 Sep 2018 14:35 #533004
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Hallo zusammen,

danke für die netten Rückmeldungen. So ein Bericht macht zwar ein bisschen Arbeit, aber letztlich profitieren wir doch alle davon. Der eine hat Erfahrungen gemacht und gibt sie weiter, damit ein anderer sie auch macht oder eben besser nicht. Davon lebt ein Forum und ich habe vor 10 Jahren schon geschrieben (ups, Jubiläum!), dass dies eindeutig eines der besseren Foren ist.

Stimmt, über das Wetter habe ich gar nicht geschrieben. Gibt’s auch nicht viel zu sagen. Insgesamt an drei Tagen Regen, der Rest schön bis sehr schön. Allerdings sehr häufig starker Wind (insbesondere an der Küste), was als Camper schon mal nervend sein kann. Aber bei manchmal zwei bis drei Tagen Aufenthalt war immer ein ‘Super-Tag‘ dabei.

Ostern 2019 bringen wir unser Fahrzeug wieder nach Nambia. Darauf freuen wir uns schon, denn dort fühlen wir uns sehr wohl. Auch wenn jetzt einige die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.

Gruß Guido
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06 Okt 2018 17:59 #534668
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  • raeuberhotz am 06 Okt 2018 17:59
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Hallo, auch von unserer Seiten vielen Dank. Wir waren letztes Jahr bereits in Mosambik, sind da über Ponta do Ouro eingereist. Dort ist nicht viel los und Runner z.B. haben wir keine getroffen.
Unsere heutige Erfahrung: der Tip mit der Tankstelle ist Gold wert. Dort kann man entspannt die Versicherung kaufen und bisserl Geld tauschen. Die Maut kann man allerdings auch problemlos in Rand oder US$ begleichen, nur Karte geht nicht.
Keinesfalls am Mosambik Grenzposten Geld tauschen! Mich hat man versucht, zu bescheissen. Waren nur 300 Rand, statt 1200 Medical hat man mir aber nur 700 falsch vorgezählt. Da ist viel Gesindel und wenn man von mehreren Personen umringt wird, ist man schnell unter Druck. Wenn überhaupt nur kleinen vorher bereits separat in Hosentasche liegenden Betrag tauschen.

Ich habe mir nur eine SIM besorgt, die Mobilphone-Shops waren zu, die Straßenverkäufer haben es aber gut gemacht. Visum bekommt man wie beschrieben, wir haben aber nur einen Stempel auf dem Gate Pass gebraucht (TIP). Die Runner versuchen einen bereits bei der Einfahrt anzuhalten, einfach winken und weiterfahren bis zum Grenzbüro rechts, seitlich davon parken. Die Runner haben aber durchaus Erfolg: eine Frau mit gelber Weste hatte eine Art Polizeimarke angeheftet und sich ein paar Touristen geschnappt - Fake, aber sah offiziell aus und hatte wohl Wirkung nicht verfehlt.

Ansonsten möglichst wenig Zeit am Grenzübergang verbringen, Geld bekommt man am ATM später auch noch. Wie gesagt, einzig eine SIM-Datenkarte haben wir uns besorgt, da wir meist erst unterwegs schauen, wo wir bleiben werden. Da ist Internet gute Hilfe. Ansonsten kein guter Ort um länger Zeit zu verbringen. Im Grenzbüro hat man von den Neppern und Bauernfängern allerdings nicht viel gesehen, also am besten gleich ins Büro und die Formalitäten erledigen. Visum hat jetzt 750 Rand gekostet, wir haben ca. 45 min. dafür gewartet.
Letzte Änderung: 06 Okt 2018 18:07 von raeuberhotz.
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